Warum sollten wir die Eucharistie irgend einem Menschen verweigern?

Ein offener Brief zur Interkommunion.

Sehr geehrter Kardinal Müller, sehr geehrter Kardinal Marx, sehr geehrter Kardinal Woelki!

Als Laie möchte ich mir erlauben Ihnen einige Fragen stellen, die mich die letzten Wochen sehr nachdenklich gemacht haben. Ich schicke voraus:

  • Ich habe nicht Theologie studiert.
  • Ich gehe in der katholischen Kirche zur Kommunion.
  • Ich teile den Glauben, dass Jesus Christus nach der Wandlung wesentlich im eucharistischen Brot vorhanden ist.
  • Ich bin mit einer evangelischen Christin verheiratet.
  • Ich bin es gewohnt meinen Glauben vor dem Forum der eigenen Vernunft zu rechtfertigen [1].

Deswegen verstehe ich die Debatte um Interkommunion und die Schreiben der Bischofskonferenz bzw. Briefe u.a. von Kardinal Woelki und Kollegen nach Rom nur bedingt.

Warum darf eine evangelische Christin (Ich wähle hier die weibliche Form, es sind aber hier und im ganzen Text immer Frauen und Männer, hier also Christinnen und Christen gemeint.) nicht die Eucharistie in der katholischen Kirche empfangen? Was wird von ihr beschädigt, wenn sie es tut? Was passiert schlimmes, wenn sie es tut?

Wovor müssen wir hier wen beschützen?

Ich schließe mich gerne Bischof Peter Kohlgraf an und frage: “Denken wir eigentlich, wir müssten den lieben Gott beschützen, indem wir bestimmen, wer zur Kommunion gehen darf und wer nicht?“ [2]

Wenn wir Jesus Christus in der Kommunion nicht beschützen müssen, müssen wir dann die evangelische Christin beschützen? Im Ernst? Vor Jesus Christus?

Mir fällt kein guter Grund ein, warum hier wer vor wem beschützt werden muss! Ich habe viele Artikel und Kommentare zur Interkommunion seit Februar 2018 gelesen. Aber alle bleiben stehen bei dem Axoim: Sie ist verboten. Nur über die Breite der Ausnahmen wurde gestritten. Gerhard Ludwig Kardinal Müller sagt [3]: „keine sakramentale Gemeinschaft ohne kirchliche Gemeinschaft“ und ‚wenn das Prinzip der Einheit von sakramentaler Gemeinschaft und kirchlicher Gemeinschaft zerstört werde, „wird die katholische Kirche zerstört“, so Müller‘. Ja aber warum denn Herr Kardinal?

Sind wir Katholikinnen wirklich sicher, dass all die, die in katholischen Eucharistiefeiern zur Kommunion gehen das “richtige“ und “echte“ Verständnis von sakramentaler und kirchlicher Gemeinschaft haben? Und geht eine katholische Christin unerlaubt zur Kommunion, wenn sie das rechte Verständnis nicht hat und vielleicht “nur“ zum Altar geht, weil es ihr guttut und weil sie sich dann Christus nahe fühlt oder sogar nur, weil sie es schon immer so gemacht hat? Und was daran zerstört bitte die Katholische Kirche – d.h. die Gemeinschaft der Gläubigen?

Da muss doch der Eckstein massiv zerbrochen sein, wenn das (eventuell falsche) Eucharistieverständnis die katholische Kirche zerstören kann.

Kardinal Woelki sagt, es gehe “um Leben und Tod“ [4]. Wer stirbt, wenn er (unerlaubt) zur Kommunion geht? Wer lebt?

Meine Herren, übertreiben Sie nicht?

Ich glaube, dass Gott auf krummen Zeilen gerade schreiben kann. Ich glaube, dass der Empfang der Eucharistie allen Menschen gut tut, dass Jesus in allen Menschen durch die Eucharistie gutes tun und bewirken kann, gerade auch, weil er alle Menschen liebt und sie zu sich führen möchte. Da kommt es auf das richtige Verständnis nicht an! (Medizin wirkt auch, wenn wir nichts von Biochemie verstehen!) Wie klein muss der Heilige Geist gedacht werden, wenn er nur in uns wirkt, wenn wir die richtige Einstellung und das richtige Verständnis haben! Warum also sollten wir die Eucharistie irgend einem Menschen verweigern?

Im Kommunionhelferlehrgang [5] habe ich gelernt, dass Priester und KommunionhelferInnen niemandem die Kommunion verweigern dürfen, der vor ihnen steht. Dann und nur dann, wenn sie (oder er) aus der Kirche ausgeschlossen wurde und dies durch Aushang bekannt gemacht wurde, wird die Heilige Kommunion, die Eucharistie verweigert.

Als Beispiel wurde der Muslim Ali genannt der bei der Beerdigung seines Nachbarn zur Kommunion ging, weil alle das taten und Ali sich aus der Trauergemeinschaft nicht ausschließen wollte, schon aus Respekt vor seinem verstorbenen Nachbarn nicht. Ihm darf die Kommunion nicht verweigert werden und sie wurde ihm nicht verweigert.

Hatte Ali das richtige Verständnis der Eucharistie, der sakramentalen Gemeinschaft? Vielleicht ja! Das, was Herr Kardinal Müller darunter versteht, hatte er wohl eher nicht.

Ich glaube, Ali hat gut und richtig gehandelt und der Kommunionausteiler ebenfalls! Oder? Was hätte wer anders gemacht?

Ich möchte noch eine Geschichte aus dem Kommunionhelferinnenlehrgang fragend anschließen [5]. Im Mittelalter wurden übrig gebliebene konsekrierte Hostien, also die Heilige Kommunion an Kinder ausgeteilt, die vor der Kirche spielten. Wenn das rechtens war und ich glaube, dass es das war, warum sollte es heute Unrecht sein?

Wenn der in der Heiligen Kommunion anwesende Herr Jesus Christus, der mit dem allmächtigen Vater eins ist an evangelische Christen, Muslime, Hindus, …., an MENSCHEN ausgeteilt wird, was kann da bitte beschädigt oder zerstört werden, was kann daran Sünde sein?

Ich möchte noch einen Schritt weiter gehen. Die evangelischen Schwestern und Brüder auf der einen Seite und uns Katholiken auf der anderen trennt nach [1] das Verständnis der Eucharistie und das Papsttum. Wenn wir bei der Eucharistie bleiben, fällt mir auf, dass alle Artikel, Kommentare und Stellungnahme bei dem (unterschiedlichen) Verständnis stehen bleiben. Ist Jesus Christus wesentlich anwesend? Ist das Abendmahl (nur) ein Gedenken?

Warum gehen wir nicht weiter?

Ist das entscheidende bei Heiliger Kommunion und Abendmahl nicht, dass Jesus Christus in unser Herz kommt und dann liebevoll unser Handeln leitet oder sogar bestimmt? Ist es nicht das Wichtigste, dass wir uns ihm nahe fühlen, umarmt, wie von einer liebenden Mutter oder einem liebenden Vater? Getröstet, angenommen, erlöst?

Wenn wir nun nach Empfang von Abendmahl oder Kommunion so empfinden und handeln, ist es dann nicht (völlig) egal, wie Jesus Christus in unser Herz gekommen ist [6], [7]? Durch Kommunion oder durch Gedenken? Ist da der Unterschied zwischen Transsubstantiation und Konsubstantiation noch wichtig? Und wenn er wichtig ist, ist er wichtig für alle Christen (Menschen)?

Fällt die – so meine ich – größte Hürde auf dem Weg zur Einheit der Christen nicht weg, wenn wir uns erlauben zu denken, dass christliches Handeln das wichtigste ist nach dem Empfang der Kommunion bzw. nach Empfang des Abendmahles? Haben wir so lange auf Unterschiede beim Verständnis der Kommunion geschaut, dass wir nicht mehr sehen, dass die Wege dahinter wieder zusammenlaufen?

Oder andersrum: Was ginge verloren, wenn Christen zu allen Kommunionen von Katholiken, Evangelischen, Orthodoxen,… eingeladen und zugelassen wären? Muss es hier ein Richtig und Falsch geben? Und muss das Richtig immer beim eigenen Glauben liegen und das Falsch immer bei den anderen?

Papst Benedikt XVI. schrieb als Kardinal: Es gibt so viele Wege zu Gott, wie es Menschen gibt [8]. Karl Rahner sagte: Die Hölle ist leer [9].

Warum also ist die Frage der Kommunion, die Frage, wie Jesus Christus in unser Herzen kommt so, so wichtig? Wieso hat diese Frage (angeblich) die Kraft den Katholischen Glauben zu zerstören? Warum soll es hier um Leben und Tod gehen?

Mir kommt manchmal der Verdacht, dass es gar nicht um das Verständnis von Eucharistie und Abendmahl geht, sondern um Einfluss auf die Gläubigen. Welcher Hirte führt die Schafe? Wer hat mehr zu sagen? Wer weiß mehr Schafe hinter sich? Hat der Papst MEINER Meinung zugestimmt oder der eines anderen (Kardinals)?

Kann das sein? Könnte es darum in Wirklichkeit gehen? Und falls das so ist, ist das richtig?

Ich glaube, dass das Bild von Hirte und Schaf heute nicht mehr ganz genau passt. Um es klar zu sagen: Jesus Christus ist der gute Hirt. Gegen ihn bin ich ein (kleines, schwarzes) Schaf. Bei meinem Hirten Jesus Christus bin ich gut aufgehoben. Hier passt das Bild vom gutem Hirten und der Herde Schafe.

Lange Zeit in der Geschichte der Kirche traf das Bild auch hier unten auf der Erde zu. Papst, Bischöfe und Priester waren die Hirten, ihre Gemeindemitglieder waren Schafe. Der Pfarrer war (vielleicht neben dem Lehrer) der Einzige, der studiert hatte, der schon mal “in der Welt“ draußen war. Es war gut, wenn er seinen Gemeindemitgliedern sagen konnte, was richtig und falsch war und aus der Heiligen Schrift vorlesen konnte.

Aber heute? Praktisch alle können hier bei uns Lesen und Schreiben, sie sind unterrichtet im Denken. Viele haben studiert oder Ausbildungen abgeschlossen. Sie entscheiden selbst, was für sie gut und richtig oder böse und falsch ist. Sie übernehmen dafür die Verantwortung. Jemand, der das tut, ist kein Schaf mehr!

Ich glaube, ich bin kein Schaf und ich brauche keine menschlichen Hirten, die für mich entscheiden und bestimmen. Ich möchte gleichberechtigt mit Priestern und Bischöfen sprechen! Es wäre schön, sie könnten anerkennen, dass ich auch ohne Theologiestudium in Glaubensfragen (in Fragen meines Glaubens) mitreden (mit ihnen reden) kann.

Von meinen Bischöfen und der Deutschen Bischofskonferenz wünsche ich mir kluge Ratschläge! Keine Erlaubnisse, keine Verbote! Erklären Sie mir, warum ich etwas tun oder lassen soll. Noch besser: Seien Sie Beispiel! Sagen Sie mir, was Sie glauben und warum. Was Sie glücklich daran macht und warum Sie diesen oder jenen Weg gehen. Oder noch viel besser: Was fällt Ihnen schwer zu glauben, woran zweifelt ihr (gelegentlich)?

Beispiel: Sagen Sie mir, warum Sie in der Fastenzeit fasten. Worauf verzichten Sie? Was macht das mit Ihnen, wie fühlen Sie sich damit?

Sehr geehrter Kardinal Müller, sehr geehrter Kardinal Marx, sehr geehrter Kardinal Woelki, bitte überzeugen Sie mich davon, dass es nicht gut ist bei den evangelischen Schwestern und Brüdern zur Kommunion zu gehen, wenn Sie selbst davon überzeugt sind! Sagen Sie mir, wo ich, wo meine Seele Schaden nimmt, wenn ich es tue. Ein Verbot reicht mir nicht (mehr).

Wenn Sie in Konferenzen und Konzilien Beschlüsse fassen und Sie glauben dabei vom Heiligen Geist gelenkt zu sein – was ich auch glaube – warum glauben Sie dann nicht, dass auch das ganze Volk Gottes, also die Kirche, vom Heiligen Geist gelenkt ist? Also ihr Bischöfe und wir Laien zusammen.

Kann es nicht auch durch den Heiligen Geist gelenkt sein, dass viele evangelische Christinnen zur Kommunion in der katholischen Kirche gehen? In eigener Verantwortung, (vielleicht) abgesprochen mit ihren Pfarrern? Auch bereit, dies beim jüngsten Gericht zu vertreten? Und bereit eine etwaige Strafe dann auf sich zu nehmen?

Es tut mir weh zu lesen, wie der Heilige Vater in dieser Frage kritisiert wird und durch wen [10], [11]. Dabei gibt gerade er mir das Gefühl auf den “Glaubenssinn der Gläubigen“ [12] zu hören.

Ich möchte zum Schluss noch zwei Stellen aus den Klageliedern zitieren, die es mir möglich erscheinen lassen, mit meiner Meinung hier nicht ganz falsch zu liegen.

Wer Gott fürchtet, wird sich in jedem Fall richtig verhalten. [12]

Halte dich nicht zu streng an das Gesetz und sei nicht maßlos im Erwerb von Wissen! [13]

Wenn Sie meiner Argumentation folgen können: Prima. Wenn nicht: Wo liege ich falsch und warum?

Oft hört man an einer solchen Stelle ein (hilfloses) “dann bist Du nicht katholisch“. Da frage ich mich immer: Ist es ein Wert an sich katholisch zu sein? Werden wir das als erstes gefragt an der Himmelstür? Oder gibt es gute Argumente, die mich von meiner hier geschilderten Meinung abbringen und mir vielleicht einen besseren (fröhlicheren?) Weg zu Gott weisen?

Literatur:
[1] Kaplan Schwarz. Religionsunterricht Rhein-Gymnasium, Köln Mülheim. Ca. 1980.

[2] Bischof Peter Kohlgraf zur Kommunion. Abgerufen am 29.05.2018.
katholisch.de

[3] Kardinal Müller nennt Kommunion-Gespräche in Rom „armselig“. Abgerufen am 29.05.2018.
www.kirche-und-leben.de

[4] Kommunionstreit: Woelki will gesamtkirchliche Lösung. Abgerufen am 01.06.2018. www.katholisch.de

[5] Kommunionhelferlehrgang in Köln bei Pfarrer Bohl. Ca. 1993.

[6] Liebe – und tu was Du willst. Augustinus: aphorismen.de

[7] Laß die Liebe in deinem Herzen wurzeln, und es kann nur Gutes daraus hervorgehen. Augustinus: aphorismen.de

[8] Heiliges Senfkorn. Abgerufen am 29.05.2018.
m.faz.net
Siehe auch: Salz der Erde, 7. Auflage. Mai 1997. Vorwort.

[9] Abgerufen am 29.05.2018
www.emk-zofingen.ch

[10] Kommunionstreit: Was ausländische Bischöfe über den deutschen Vorschlag sagen. Abgerufen am 29.05.2018.
de.catholicnewsagency.com

[11] Erzbischof: Konsens der deutschen Bischöfe kann Lehre nicht ändern. Abgerufen am 30.05.2018. www.kath.net

[12] “Die meisten Gläubigen sind theologisch nicht hinreichend geschult, um die Einladung des protestantischen Partners konfessionsverbindender Paare zum Sakrament der Eucharistie von der Einladung des katholischen Partners konfessionsverbindender Paare zum protestantischen Abendmahl unterscheiden zu können.“ Dogmatiker Karl-Heinz Menke.
www.domradio.de

[12] Wer Gott fürchtet, wird sich in jedem Fall richtig verhalten. Klagelieder 7,18

[13] Halte dich nicht zu streng an das Gesetz und sei nicht maßlos im Erwerb von Wissen! Klagelieder 7,16

Dieses Werk ist lizenziert unter einer Creative Commons Namensnennung – Weitergabe unter gleichen Bedingungen 4.0 International Lizenz:
creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0/

Kurz: Sie dürfen diesen Text beliebig weiter veröffentlichen, solange Sie meinen Namen (Florian Seiffert) als Autor nennen. Sie dürfen auch gerne auf meinen Blog flohblog.wordpress.com verlinken.

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Interkommunion.pdf

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Samstag 02.06.2018 #8

Um 7:00h geht es aus den Federn, um 07:30 starten wir nach Pisa. Nach unserem ausgeklügeltem Zeitplan haben wir eine Stunde bis Pisa und sind dann mit 30 Minuten Reserve eine Stunde vor Abflug am Flughafen. Doch es kommt anders. Die Tankstellen haben geschlossen und man kann nur einen italienischen Automaten bestechen, um an Sprit zu kommen. Das zieht sich und wir lernen noch ein bisschen Pisa kennen. Immerhin müssen wir 17€ Lehrgeld bezahlen. Geld, für das wir keinen Sprit bekommen. Dafür klappt die Autorückgabe gut und schnell. Die Schlange am Check-In ist dafür wieder sehr lang. Und es gibt es keine Selbstbedienung. Jetzt sind die Zeitreserven futsch. Aber: Kurze Durchsage: EINDHOVEN, EINDHOVEN und wir dürfen nach ganz vorne. Auch die Security hält uns nicht sehr auf und wir sitzen schließlich im Flieger, der sogar pünktlich startet. Wir fliegen über das Meer, über die Schweiz, streifen den Genfer See, lassen den Neuenburger See rechts liegen und gleiten dann über Frankreich, Luxemburg in die Niederlande und landen um 11:50h in Eindhoven. Offenbar, weil wir pünktlich sind, erschallen Fanfaren, sehr lustig. M* möchte noch mal so hobbymäßig zum Lidl. Holländischer Lidl, versteht sich. Okay. Quetschen wir ihn rein. Dann ab nach Hause.
🚙💨 Huiiiiiiiii
Wir kommen gut durch und erreichen gesund wieder Heim und Hof.
Der Regenmesser zeigt 40mm, war gut was los hier.

Tagesvideo:
https://youtu.be/p21IaRRVNm8

Start raus aufs Meer.

Neuenburger See

Wolken.

Ist Physik nicht klasse? Wasser, Licht, Luftdruck und Temperatur und was für ein Universum an Wolken ist möglich!

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Freitag 01.06.2018 #7

Heute gibt es eine gut abgestimmte Mischung aus Kultur und Strand.

Bei Sisi-Wetter (Lang lebe die Kaiserin! 🥂) geht es zum Städtchen Suvereto. Das liegt auch auf einem Hügel und hat auch eine kaputte Burg oben drauf. Na sowas.

Damit wir vorher noch etwas von der Toskana haben, drehen wir ein Ründchen über Sassetta und Prata entlang der schönen und kurvenreiche SP18a.

In Suvereto streifen wir dann durch das sonnige Städtchen, die engen Gassen und versuchen ein bisschen den Zauber, der über allem liegt einzufangen. Eine Pause in einem Café sorgt für Gemütlichkeit, bevor wir dann zum Strand aufbrechen und unsere angestrengten Körper im Mittelmeer abkühlen.

Es folgt nach gemeinsamen Kochen ein leckeres Abendessen mit einer Rede von E* auf M* und Dank für so viel Gutes in ihrem und unseren Leben.

Nach dem Vorbeiflug der ISS geht der Abend in Spülen, Aufräumen und Packen über.

Und plötzlich ist der Urlaub schon fast wieder zu Ende.

Was hat uns hier neben vielem anderen sehr gefreut? Die vielen Schmetterlinge!

Tagesvideo:
https://youtu.be/tmOaZjBs68s

Suvereto.

Burgruine.

Strand.

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Donnerstag 31.05.2018 #6

Heute fahren wir nach Campiglia Marittima. Das ist eine kaputte Burg mit einem kleinen Städtchen oben auf einem Hügel. Das Wetter ist gut. Und nach 15 Minuten sind da.

Wir durchstreifen die Burgruine und dann die engen Gassen. Ein Ort, wie gemalt. Warme Farben und Blumen vor den Fenstern, steile Treppen, schöne Aussichten, schöne Bilder.

Wir nehmen einen Cappuccino. Gemütlich, versteht sich. Dann gehe ich irgendwann doch das Auto holen, die Damen gemütlichen sich zum Parkplatz hangabwärts. Ich habe ein bisschen Mühe mit den engen Straßen und dem Auto, es gelingt mir aber schließlich doch nicht stecken zu bleiben und M* und E* gesund einzuladen.

Nach einem Halt zur Vorratsergänzung rollen wir nach Hause und widmen uns der verschärften Ruhe.

Denn! Heute! Ist der Tag! Wir feiern den 80.ten Geburtstag von E*. Dazu versammelt sich die Familie in der Pizzeria Mum&Dad und wir tafeln lang und lecker.

Ich bekomme statt Selezione di Pecorini irgendwas mit Frutti di Mare. Da die Platte nun schon mal da ist, protestiere ich nicht und denke: das Leben ist ein bunter maritimer Teller. Und was Neues lernt man sonst ja auch nicht kennen … Es schmeckt sogar. Auch die noch zappelnden Oktopoden.

Und zur Belohnung ist dann auch die Pizza so, wie bestellt und sehr lecker dazu.

Vielen Dank liebe E*! Ein schöner Abend und mögen uns mit Dir noch viele Jahre in Gesundheit vergönnt sein!

M* muss früh ins Bett – ich fahre sie nach Hause – und nutze gleich die Gelegenheit für eine Startrailaufnahme mit Mondaufgang und ein Bier in frischer Ruhe.

Tagesvideo:

https://youtu.be/HEZ9R-Fyaa4

Burg.

Campiglia Marittima.

Campiglia Marittima.

Pizzeria Mum&Dad, San Vincenzo.

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Mittwoch 30.05.2018 #5

Die ganze Gemütlichkeit lasse ich jetzt mal weg.

Am Nachmittag geht es heute zu biologischen Studien ans Meer. Stopp Eins ist bei den Schnirkelschnecken (ja, die heißen wirklich so – D* hat es bestätigt). Die Schnirkelschnecken haben einen Leitpfosten bestiegen und halten dort ein Großfamilientreffen ab oder genießen die Aussicht oder warten auf Regen. Jedenfalls sitzen sie alle oben am Leitpfosten und sonst nirgendwo. Sehr faszinierend.

Stopp Zwei ist eine Pinienallee. Sie ist abgesperrt, bietet aber trotzdem schöne Einblicke. E* und ich machen Bilder.

Stopp Drei ist der Steineichenwald vor dem Strand. E* und ich bummeln hier gemütlich rum, um das Abendlicht in den Bäumen gut einzufangen und festzuhalten.

Schließlich sind wir bei Stopp Vier, dem Strand. Es wird gut 30 Jahre her sein, dass ich meine Füße ins Mittelmeer getaucht habe. Aber zum Glück weiß ich noch, wie es geht 🙂

Das Wasser ist angenehm warm und der Strand sehr leer. Dazu wird das Licht langsam golden. Sehr schön!

Wir bleiben eine Stunde. Dann geht es nach Hause, wo wir in der Abendsonne ein leckeres Essen genießen.

Der Vollmond steigt dann hinter dem Hügel auf. Erst sieht man nur den Schein, dann kurz einen hellen Fleck, dann steigt die Mondscheibe empor und durch die Mondillusion sieht sie riesig aus. Wow!

Tagesvideo:
https://youtu.be/2hW8wCW6qf8

Schnirkelschnecken am Leitpfosten.

Pinienallee.

Steineichenwald.

Das Meer.

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Dienstag 29.05.2018 #4

Das wird ein kurzes Posting heute, denn es ist einfach nichts besonderes passiert.

Es gab

1) das gemütliche Frühstück und dann

2) Erholung,

3) Ausspannen,

4) Nickerchen.

5) Genug erholt?

Ja! (weiter mit 6)

Nein! (zurück zu 2)

6)Abendessen.

Fertig.

Toskana-Licht

Nochmal.

Tatsächlich ein paar Tropfen.

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Montag 28.05.2018 #3

Wir frühstücken wieder mit diesem tollen Blick auf die Toskana, das Meer und ein bisschen Elba. Das hat schon was.

Die Planungskommission hat heute Archäologie und die Etrusker auf die Tagesordnung gesetzt. Und so geht es mit dem Auto zum Parco Archeologico di Baratti. Aber außer ein paar Blumen, die katalogisiert und fotografisch eingefangen werden müssen, gibt es nichts zu sehen, denn der Parco hat geschlossen.

Das macht nichts, Plan B ist Populonia. Populonia ist eine etruskische Stadt an der Küste. Sie war Zentrum der Eisenverarbeitung in der Antike.

Wir fahren hoch zum Städtchen Populonia Alta und besichtigen das Museum mit Burg, Turm und Kirchlein. Unter den riesigen Schlackebergen der Antike wurden Gräber entdeckt und so zeigt das Museum ein paar schön erhaltene Funde.

Wir fahren noch weiter zum Städtchen Piombino. Hier ist sehenswert der Piazza Bovio mit Blick aufs Meer und auf Elba. Sogar ein Leuchttürmchen gibt es hier.

Gemütlich schlendern wir noch durch die engen Gassen, bevor wir den hiesigen Euro Spin entern und für das Abendessen einkaufen.

Es folgt dann das erwartungsgemäß leckere Abendessen mit Blick auf den Dunst, hinter dem Elba liegt.

Tagesvideo:

https://youtu.be/NYLngAy3V-8

Frühstücksblick.

Burg von Populonia.

Piombino.

Türklopfer mit Werbung in Piombino.

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Sonntag 27.05.2018 #2

Wir beginnen mit dem Frühstück in der Sonne mit Blick auf die Insel Elba, die am Horizont im Meer schwimmt. Nachdem Frühstück und Elba genügend gewürdigt sind, tagt die Planungskommission, der ich heute als Spülbeauftragter mal nicht angehöre.

Nach dem Spül geht es dann auch gleich los. Ein Spaziergang den Haushügel hoch und dann in den Wald. Ein tropischer Wald, den Temperaturen nach. Korkeichen gibt es hier und der Wald erinnert stark an den Lorbeerwald auf Teneriffa. Sehr schön!

Nach einer mittellangen Runde, wenden wir uns zurück zum Refugium IL Cardinale.

Eine ausgedehnte Mittagspause legt nun Stille auf Haus und Hof.

Der Nachmittag geht bei Zeitunglesen nicht sehr hektisch in den Abend über und die Damen lassen es sich nicht nehmen, ein köstliches Mahl zu bereiten.

Und schon ist wieder ein schöner Tag ins Land gegangen.

Tagesvideo.
https://youtu.be/gSwTS7ZRyR8

Waldweg.

Toskana am Abend.

Elba am Horizont.

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Samstag 26.05.2018 #1

Um 9:05 sitzen M*, E* und ich im Auto. Der Urlaub startet mit Sissi-Wetter (Lang lebe die Kaiserin! 🥂). Wir müssen nach Eindhoven, um mit Ryanair nach Pisa zu fliegen. Ich glaube, dass es jetzt so kompliziert ist, liegt sicher auch an der DSGVO.

Google landet uns punktgenau am Longstay-Parkplatz, der tatsächlich nur 10 Minuten vom Terminal entfernt ist.

Als geübte Selbstfachleute ersetzen wir eine CheckIn-Fachfrau und geben unser Gepäck selbst auf. Die Security dürfen wir leider nicht selbst machen, da ist noch Sparpotential, denke ich.

Schließlich sitzen wir in der Ryanair-Zigarre. Eingezwängt, des Handgepäcks beraubt (das fliegt im Zigarrenbauch mit) klemmen wir auf harten Pritschen. Mit über 60 Minuten Verspätung (seufz) geht es dann doch endlich los. Selbstredend erfüllt Ryanair den Kommunikationsstandard ZeroZeroXXL und erklärt mit keinem Wort, was los ist. Warum fast ein Stunde eingezwängt und wir fliegen nicht? Nie wieder Ryanair!

Der Flug verläuft LAUT. Ein Zufallspaar neben mir quasselt den ganzen Flug. Und quasselt und quasselt. Ich konzentriere mich daran vorbei, so gut es geht.

In Pisa herrscht das Chaos. Der Flughafen ist viel zu klein für zwei Maschinen, die gleichzeitig landen. Ein Gedränge und Geschiebe und intensives Im-Weg-rum-stehen. Dazu hat es 30 Grad. So braucht es Geduld, bis M*, E* und ich endlich im Wagen sitzen und (hurra) die Klimaanlage einschalten.

Wir fahren 60 km nach Süden. San Vincenzo. Wir lassen Google einen Supermarkt suchen und kaufen ein.

Dann geht es noch etwas den Berg hoch zu Agriturismo IL Cardinale.

Hier sind wir untergebracht. Traumhaft schön. Blick auf den Sonnenuntergang, das Meer, das satte Grün der Wälder.

Wir beziehen eine schöne Wohnung. E* bekommt die Cardinals-Suite. Das hat sie sich verdient.

Wir essen draußen mit diesem fantastischen Blick. Wirklich gut.

Tagesvideo:

https://youtu.be/4PE66oz9OUY

Blick zum Meer

Sonnenuntergang.

Ein schöner Abend.

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Freitag 27.04.2018 Tag #12

Ich bin vor Florø draußen, aber der hübsche kleine Leuchtturm Stabben fyr, der hier Wache hält, ist in der dicken Bodenfeuchtigkeit kaum zu sehen. Also geht’s zum Frokost.

Bis 10:00h müssen die Kabinen geräumt und das Gepäck am Aufzug sein.

Wir schlagen ein Wikingercamp auf Dekk 4 mit unserem Handgepäck auf. Von hier starten wir Exkursionen nach draußen, zum Lunsj und zum Tee.

Es gibt noch eine wunderbare Passage durch den Steinsund. Wir sind das Schöne schon fast gewöhnt. Aber eben nicht ganz.

Pünktlich erreichen wir Bergen. Das Gedränge und die decksweise Schiffsentlehrung klappen gut. Das Gepäck ist auf dem Band in der Halle und der Flughafenbus wartet.

Der CheckIn am Flughafen ist voll automatisiert und wir sind selbst das Flughafenpersonal. Die Security ist ausführlich und Pelicase darf zweimal durch den Scanner.

Der Flug nach Kopenhagen erfreut uns mit lauten Frauen und Männern, die offenbar auf Feier- oder Sauftour sind.

Von Kopenhagen nach Düsseldorf fliegen wir mit einem Cityjet CRJ900 und mein Pelicase muss in den Flugzeugbauch.

Der Mond spiegelt sich unter uns im Meer. Und ich genieße draußen eine Orgie in Blau.

In Düsseldorf eilen wir zur S-Bahn. J* fährt mich noch Hause.

Eine lange und wunderbare Reise ist zu Ende. Meine vierte Hurtigrutenreise.

Vielen Dank Männer! Ich fahre gerne wieder mit euch!!

Tagesvideo:

https://youtu.be/84uYN6K5EI8

Anfahrt auf den Steinsund.

Schären vor Bergen.

Angekommen.

Norwegen leuchtet.

Orgie in Blau.

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