Madeira 2023 – Das Video

Ich habe die Tagesvideos zu einem Gesamtvideo zusammengeschnitten:

https://youtu.be/fUQVK9qLzUA

Hühnchen-Report-Nachtrag:
Mittlerweile wurde wohl ein Ei gefunden. EINS.

Veröffentlicht unter Madeira | Verschlagwortet mit , , | Kommentar hinterlassen

26.01.2023 Donnerstag #15

Wenn es keine Eier gibt, wird nicht die Mannschaft ausgewechselt, sondern der Trainer. ICH werde also ausgewechselt. U* meine Nachfolgerin, wird andere Seiten aufziehen. Ich wünsche ihr im Amte der Eiertrainerin viel Erfolg, ein glückliches Händchen und viele Eier für die Zukunft.

Ich versammle nochmal alle Hühnchen vor der Terrasse. Das geht leicht. Man muss nur „Hühnchen Hühnchen“ rufen und Brotkrümel runterwerfen, schon kommen sie (meistens) angeflitzt.

Ich gebe meine Ablösung bekannt. Schweigen. Ihr könntet das Eierversteck noch schnell preisgeben und die Sache abwenden …

Schweigen.

Wir fahren zum Flughafen. Ich weine kurz. Noch ein Halt in Santa Cruz. Im Café gibt es Solarsonnenschirme. Oben Photovoltaik, am Stiel USB-Stecker. Wow.

Dann geht es zur Tankstelle und zum Abflug. M* setzt mich ab und bringt den Wagen zurück. Ich checke schon mal ein und werde den Koffer los.

Wir verabschieden uns. Tschüss mein Schatz!

Ich gehe durch die Security und auf die Terrasse. Da landet gerade die Condor mit U* an Bord. Wir winken uns herzlich zu. Die Hühnchen werden es hoffentlich bereuen. Ich stelle mir Strafeierlegen vor. U* singt und dirigiert von der Terrasse. M* macht das Controlling mit therapeutischen Einzelgesprächen und einer Excel-Tabelle. Und wenn sie eine Augenbraue hochzieht, wird es Zeit ein Ei zu legen.

Diesmal sitze ich am Fenster. 33F. Condor nimmt dafür 10€ extra. (Das werde ich bei Eiern einsparen!)

Der Airbus A321-200 ist voll. Ich sehe keinen freien Platz. Es dauert vier Stunden bis Düsseldorf, wir haben Gegenwind. Da ist es gut, dass wir was früher starten können.

In Düsseldorf ist das übliche Chaos beim Aussteigen und Koffer-Grapschen. Der Shuttle-Bus steht aber da, wo er sein soll und bringt mich zum Parkhaus.

Ich sitze endlich im Auto, aber es fährt nicht los. Ich brauche etwas für die Diagnose: Handbremse löst sich nicht. Mist. Um 23 Uhr kann ich meinen Bruder nicht anrufen. Aber Hurra! Hubbi ist noch wach. Ich erkläre ihm die Lage und frage, was ich machen kann. Er sagt: 1) ADAC und 2) mit Hammerschlägen gegen die Hinterachse versuchen, die Handbremse zu lösen. Ich telefoniere mit dem ADAC, wo ich nicht Mitglied bin. Man will mich in etwa 20 Minuten zurück rufen und mir einen Preis nennen. Es kommt dann fix eine SMS mit URL und meinem Schadensfall.

Nach langen 30 Minuten, gehe ich Idee 2 an. 1 wird ja offensichtlich nix. Ich suche mir auf dem Parkplatz einen Pflasterstein und klopfe damit über ein Plastik auf die Hinterachse. Und Bingo. Die Bremse löst sich. Danke Hubbi! Ich storniere den ADAC und fahre nach Hause.

Tirza freut sich sehr, sie hat uns vermisst.

Ein schöner Urlaub ist gut zu Ende. Ich bin sehr dankbar.

Abschied vom Meer.

Condor nach DUS.

Ab nach Hause.

Veröffentlicht unter Ostsee | 2 Kommentare

25.01.2023 Mittwoch #14

Sind Hühnchen den Menschen überlegen? Diese Frage beschäftigt mich. Warum finden wir keine Eier?

Die Hühnchen-AG sendet mehrfach Expeditionen ins Hühnchen-Land, aber sie kehren alle ohne Eier zurück. Ein Teilnehmer berichtet sogar, von den Hühnchen angepickt worden zu sein. Will sich etwa Gallus gallus domesticus über Homo sapiens sapiens uedorfus erheben? Es scheint fast so.

Da zu viel Hühnchen auch nicht gut ist, verlassen wir kurz die Weihnachtsvilla und gehen einer Anfrage der Fangemeinde nach: Wohin fließt die Levada?

Ich denke, sie fließt irgendwie im Kreis. Also global. M* sagt: nach unten. Die Hühnchen sagen: Hihihihihi.

Wir fahren also das kurze Stück zur Levada Nova und gehen der Frage nach. Dazu müssen wir das letzte Stück gehen, was wir diesmal noch nicht gegangen sind.

Wir erreichen nach einer schönen Wanderung die Stelle, wo die Levada die Straße trifft und sich nach unten ergießt. Es sieht so aus, als gäbe es weiter unten ein Sammelbecken von wo das Wasser für die Landwirtschaft verteilt wird. Fall gelöst. Mehr gibt es dazu vielleicht im nächsten Jahr.

Wir kaufen ein und kehren zur Weihnachtsvilla zurück.

Es gibt nochmal Maracuja-Torte. (Warum zwei Stücke kaufen, wenn man auch vier kaufen kann?)

Freitag habe ich einen feinen Termin mit den Wikingern in Köln. Deshalb werde ich morgen zurück fliegen. Und damit M* solange nicht alleine ist, habe ich Freundin U* gebeten, sich um M* zu kümmern. Sie kommt mit dem Flieger, der mich zurück nach Düsseldorf bringen wird.

Levada Nova.

Levada Nova.

Agapanthus.

Ernsthafte Hühnchen-Befragung: Wo sind die Eier?

Veröffentlicht unter Madeira | Verschlagwortet mit , , , | Kommentar hinterlassen

24.01.2023 Dienstag #13

Keine Eier. Unsere Hühnchen streiken oder sie spielen Verstecken oder es gibt einen Eierdieb. Jedenfalls haben wir seit drei Tagen keine Eier mehr gefunden. Und wir haben wirklich gründlich gesucht! Vielleicht gründen wir einen Arbeitskreis? Ich werde berichten. Bleibt dran!

Wir fahren zur LEVADA FAJÃ DO RODRIGUES. Das ist im Norden. Da waren wir nicht so häufig.
Wir kommen gut hin. Nach der Frühstückssonne (T-Shirt-Wetter) ist es hier leicht bewölkt, aber es regnet nicht und Nebel gibt es auch nicht.
Wir müssen vom Parkplatz erst 800 Höhenmeter machen, bevor die Levada los geht. Das schaffen wir leicht.
Die Levada ist breit, führt gut Wasser und der Weg daneben ist auch breit und wird erst später eng.
Diesmal überwiegt der Eukalyptus-Wald, aber es gibt ein paar riesige Farne, die so manche hohle Gasse dunkel bedecken.
Es wird enger und nach einem wilden Kessel erreichen wir den Tunnel in senkrechter Wand.
M* feengleich kommt da gut durch, der große graue Mann passt nicht ohne zu riskieren in die Levada zu plumpsen.
Ein polnisches Paar entschlüpft dem Tunnel. Er hat sich den Kopf angeschlagen. Nö, das brauchen wir nicht. Am End machen wir im Tunnel noch was kaputt …
Wir wenden. Auf gleichem Wege geht es nun zurück. Was für eine schöne Wanderung. Sogar Fische stehen in der Levada!
Wir erreichen das Auto und fahren ein Stück die Nordküste entlang nach Porto Moniz. Das pitoreske Fischerdorf ist gar nicht pitoresk, sondern touristisch aufgeladen mit Andenkenbüdchen und Restaurants, die Speisekarten mit blaustichigen Bildern anbieten. Tschüß.
Wir halten unterwegs, kaufen kurz ein und M* erbeutet nochmal Maracuja-Torte. Hurra. Auf der Terrasse ist noch Sonne (hinter Wolken) und wir lassen es uns schmecken.

Der Effzeh erfreut noch unser Herz und bringt einen Punkt aus München mit. Super. Natürlich sind wir dankbar.

Urwald mit Eukalyptus.

Levada.

M* am Tunneleingang.

Levada.

Steile Lavawand.

Veröffentlicht unter Ostsee | Kommentar hinterlassen

23.01.2023 Montag #12 – Zauberwald Fanal

Wir sind in den Zauberwald von Fanal zurück gekehrt.
Unten am Meer ist prächtiges Sonnenwetter, aber auf der Hochebene, steckt Fanal in Wolken. Der Übergang folgt abrupt. Gerade noch führt die sonnige Straße durch blühenden Ginster, plötzlich fällt die Temperatur auf 5,5 Grad und wir verschwinden im Nebel.
Uralte Lorbeerbäume stehen auf einer Weide. Sie sind mit Moos und Farn bewachsen. Ein paar moderige Äste sind abgebrochen und liegen auf der Erde.
Vom Meer her kommen Wolken den Hang hoch, hin und wieder hat man den Eindruck, es würde heller und die Sonne setzte sich durch.
Die urweltliche Umgebung verlangt geradezu an Feen, Elfen und Zauberei zu glauben. Geister sitzen hinter jedem Baum.
Wir klettern von dem kleinen See durchs Unterholz auf die Wiese, hier stehen die Lorbeerbäume nicht so dicht. Graue Gestalten, halb im Nebel verschluckt, werden erst beim Näherkommen zu Touris. Was für eine tolle Landschaft! Wir drehen eine ordentliche Runde und kehren dann zum Auto zurück.
Wir fahren jetzt zurück zum sonnigen Ginster. Plötzlich steht im Nebel eine Kuh mitten auf der Straße. Zum Glück sind wir langsam unterwegs.
Am Ginster folgen wir der Levada do Paul. Ein paar junge Rinder verbringen hier ihre Freizeit und kauen vor sich hin. Mit genug Sonne im Tank fahren wir dann zur Weihnachtsvilla zurück.

Und nun ist es soweit. Ich mache mich und den Pool frei und gehe schwimmen. Weil das Wasser doch keine 25 Grad hat, lasse ich erst meinen starken Freund W* ins Wasser. Das gefällt ihm. Er schwimmt ja sonst auch im Nordatlantik rum … W* sagt: komm Jung. Und da schwimme ich dann auch ein Ründchen. Schön frisch! Erneut ein schöner Urlaubstag, der uns mit Dankbarkeit erfüllt.

Kuh im Zauberwald.

Lorbeer.

Zauberwald.

Waldzauber.

Fee im Wald.

Veröffentlicht unter Madeira | Verschlagwortet mit , , , | Kommentar hinterlassen

22.01.2023 Sonntag #11 – Franzosen-Levada

Der Markt ist weg. Und dafür sind wir extra früh los. Aber in Punta do Sol gibt es nur ein altes Schild »Mercado«, aber der Platz ist leer.

Okay. Dann an der Tanke schnell die Reifen mit neuer Luft versorgen. Wir hatten eine Warnung im Cockpit. Den Alarm zurücksetzen und gut ists. (Aber beobachten.)

M* geht schwimmen. Sie berichtet, der Pool ist wärmer, aber 25 Grad hat er noch nicht. Ich muss also weiter warten.

Nach dem Sonnen-Frühstück steht uns der Sinn nach der Franzosen-Levada (da hatte uns mal ein Franzose wild beschimpft und wir haben nie rausbekommen warum. Sie heißt richtig: Levada das Rabaças im anderen Reiseführer auch: Levada do Norte. Siehe: https://flohblog.wordpress.com/2020/12/24/23-12-2020-madeira-04-levada-do-norte/).

Die Wolken sind hoch genug und wir wandern mal im Schatten, mal in der Sonne.

Den ersten Tunnel lassen wir rechts liegen, den kennen wir schon. Wir gehen weiter, den Weg kennen wir noch nicht. Steiler Hang, steiler Berg. Und es hat eine tolle Aussicht.

Jetzt kommt noch ein Tunnel.

Die Stirnlampen sind geladen und bereit. Ich muss etwas gebückt gehen, der Weg ist etwas matschig, aber es geht ganz gut. Nach 200m sind wir wieder im Tageslicht.

Hier hinter dem Berg ist es etwas wilder und steiler, aber weiter sonnig. M* geht bis zum 2km-Tunnel von dem aber abgeraten wird. Ich parke mich vorher und mache noch ein paar Bilder.

Dann geht es zurück. Tolle Wanderung! Und sehr leer heute!

Ab nach Ribeira Brava.

Wir haben noch Sonne auf der Terrasse der Weihnachtsvilla. Super.

Ein schöner Tag. Wir sind dankbar.

Die Himmels-Levada.

Sonne im Gebirge.

Bereit für den Tunnel.

Das Gebirge gegenüber.

Levada das Rabaças.

Veröffentlicht unter Madeira | Verschlagwortet mit , , , | Kommentar hinterlassen

21.01.2023 Samstag #10 – Jardim Tropical Monte Palace

Heute Blumen!
Die Wolken hängen nicht so hoch und wenn bei uns gutes Wetter ist, muss das für Funchal nicht unbedingt was heißen. Um keine Wanderung im Regen zu haben (das hatten wir ja schon), soll es heute – ganz gemütlich – nach Funchal zum Jardim Tropical Monte Palace gehen. Er liegt hoffentlich unter den Wolken! (Ja tut er.)
Wir erreichen den Park ohne Probleme und ergattern sogar einen der sehr wenigen Parkplätze.
Der Garten ist groß und wir kennen ihn noch nicht. Die Gartenarchitektur macht etwas mehr her, als die Vielfalt der Pflanzen, aber es ist in jedem Fall eine tolle Anlage.
Wir gehen eine künstliche Levada, schauen nach Wasserfall, Koi Karpfen, dem japanischen Tempel und der langen Mauer.
Unter der Mauer führt die Route der Korbschlitten vorbei. Das ist hier ein Glanzlicht für Touristen. Sie starten oben an der Kirche de Nossa Senhora do Monte und kommen dann hier längs. Zwei Touris in einem Korbschlitten und zwei Männer, die schieben, bremsen und steuern.
Wir schauen den Schlitten eine Weile zu, wie sie hier vorbei brausen. Das wäre nichts für mich. Zumal auf diesem Stück Linksverkehr herrscht und nicht alle Autos das gleich begreifen.
Wir wenden uns den Orchideen zu und suchen in Absprache mit der heimischen D* nach Cyclamen, finden aber keine. Mit Stop beim Supermarkt, geht es nach Hause.
Manuel werkelt am Pool. Er hat die Solarheizung repariert und der Pool heizt nun auf 25 Grad und damit kann dann sogar ich mich anfreunden.
Während ich Videos von der Insta 360 ziehe, fertigt der Effzeh die Bremer ab. So mag ich das! Was für ein schöner Tag!

Orchidee

Bambus

Farn

Japanischer Tempel

Garten mit Brücke

Veröffentlicht unter Madeira | Verschlagwortet mit , , , , | Kommentar hinterlassen

20.01.2023 Freitag #9 – Doppel-Levada

Wir lassen es krachen. Die Doppellevada-Wanderung steht an.

Wir öcheln zur Kirche Igreja da Lombada, die zu Ponta do Sol gehört. Einen Parkplatz zu finden ist schwierig, gelingt aber. Während sich die Frage: »Wo geht es los« stellt, tritt sie auch wieder in den Hintergrund, denn eine flauschige Katze liegt betriebsbereit unter einem Auto und bittet um Zuwendung. Da ist sie bei M* ganz richtig und die Zwei unterhalten sich eine Weile, wobei Infos gegen Leckerli getauscht werden.

Es zeigt sich, dass wir noch die Straße hoch müssen und dann nochmal fragen.

Okay. Wir steigen die steile Straße hoch und weiter oben wartet dann auch tatsächlich eine weitere, diesmal kleine schwarz-weiße Wegweiser-Katze. Gegen Leckerli tauscht M* auch hier Informationen und wir finden nun den Einstieg in die Levada Nova problemlos.

Hoch über dem sonnigen Tal geht diese schwarze Levada auf steilen Mauern und zum Teil ohne Absicherung das Tal hoch. Heute ist viel Verkehr. Hinter und vor uns gehen Gruppen und Gegenverkehr hat es auch häufig. Wir sind dieses Stück schon mal gegangen! (25.12.2020 Madeira #06 – Levada Nova | FlohBlog). Da war an einer besonders ausgesetzten Stelle Schluß und wir kehrten um. Jetzt geht es besser und ich meistere die Abgründe ohne größere Probleme. Die Planungskommission spricht ein Lob aus. Man hatte mit einem Abbruch rechnen müssen.

Es geht weiter und weiter bis zu einem Tunnel. Ich habe eine Stirnlampe mit. Hurra! Deren Akku aber leer ist. Mist. Meine Filmleuchte füllt die Lücke und M* nimmt ihr Smartphone. Man muss etwas gebückt gehen, aber es geht.

Am Ende öffnet sich der Blick auf einen Kessel, den ein Wasserfall dominiert. Der Weg läuft im Fels des Kessels rund und hinter dem Wasserfall lang. Ein wirklich toller Anblick.

Es ist gerade Stau und alle Paare wollen Selfies machen und bei dem engen Weg dauert es eine Weile, bis wir Platz und unsere Bilder auf der Speicherkarte haben.

Bis zum Talschluss ist es jetzt nicht mehr weit und es gibt eine Treppe, die zur Levada do Moinho hinunter führt.

Auch hier ist die Kulisse beeindruckend, vielleicht sogar etwas wilder, als Levada Nova ca. 50m höher.

Wir folgen der Levada nun wieder aus dem Tal Richtung Meer und freuen uns an Sonne und dem Grün und Gelb der Pflanzen und Blumen.

Wir erreichen die Kirche – die leider zu hat und das Auto.

Wir fahren Tanken (32L, 49.70€) und Einkaufen.

Dann warten Kaffee und Maracuja-Torte auf uns.

Wir sind dankbar für einen schönen Tag. Vielleicht war das die schönste Wanderung bis heute.

Levada

Levada

Kessel mit Weg und Wasserfall

Wasserfall mit M*

Levada mit Meee

Veröffentlicht unter Madeira | Verschlagwortet mit , , , | Kommentar hinterlassen

19.01.2023 Donnerstag #8

Maracuja-Torte. Der zweite Versuch ist erfolgreich. Die Bäckerei in Paúl do Mar hat auf und wir kaufen den Rest einer kleinen Torte.
Zuvor gab es einen Sonnen- und Trocknungstag für Leib und Seele in Madalena do Mar. Das kleine Städtchen liegt ausgebreitet am Meer und hat heute Sonne. Wir bummeln durch den Ort und die Bananenplantagen und genießen das schöne Wetter. Das Meer hier ist ein Ententeich. Auf einem Steg ins Meer angeln ein paar Männer. Ein paar scheue Katzen sitzen auf den steilen Straßen, die den Hang hoch führen. Nahe kann man ihnen nicht kommen, gleich sind sie verschwunden.
Am Ende der Straße ist ein alter Tunnel. Ein Auto parkt darin. An den steilen Felsen wird vor Steinschlag gewarnt. Wir bleiben nicht lange.

Da wir schon mal am Meer sind, fahren wir noch ein paar Tunnel weiter nach Paúl do Mar. Hier gibt es ordentliche Brandung und drei Wellenreiter sind im Wasser und reiten die ein oder andere Woge. Wir setzen uns ins Restaurante Sol e Mar, schauen auf die Sonne und das Meer und die Wellen, die immer in Gruppen kommen und sich am steinigen Strand brechen.
Wir nehmen zwei Prego Especial mit Fisch und mit Steak, die einfach aber sehr lecker sind.
Wir schauen am Ufer noch eine Weile den Wellenreitern zu. Es sind Meister, die bereit sind für größere Wellen.

Jetzt Daumen drücken. Ja, die Bäckerei hat offen und wir tragen zwei Pakete Maracuja-Torte zum Auto und nach Hause.
Die Sonne scheint noch auf die Terrasse und M* geht die Hühnchen füttern, nicht ohne mit ihnen eine kleine Prozession zu üben.

Magdalena do Mar

Bougainvillea

Meer

Paúl do Mar

Maracuja-Torte

Veröffentlicht unter Madeira | Verschlagwortet mit , , , , | Kommentar hinterlassen

18.01.2023 Mittwoch #7 – Levada do Caldeirão Verde

Ich bin so froh, einen Stock mitgenommen zu haben, denn damit kann man auch paddeln.
M* und ich schwimmen die Levada do Caldeirão Verde. Es regnet kräftig und wir paddeln ohne Mühe von Pfütze zu Pfütze von Bach zu Bach.
Dabei hatte der Tag so schön angefangen. Sonne, Wärme, langes Bummelfrühstück. Wir blieben also bei dem Plan: Caldeirão Verde. Google zeigte eine Stunde Fahrt. Okay – dann los. Am Parkplatz auf 800 Meter: Regen. 5 Minuten warten: leichter Regen. Okay. Los. Wir werfen uns ins Wasser und schwimmen los.
Der erste Wasserfall auf der Levada füllt mir die Schuhe. Der Zweite sagt: Die gute Haukland-Jacke hält auch nicht stundenlang trocken.
Die innere Wärme hilft. Kalt ist mir nicht und M* würde mit ihrem Friesenblut auch dann nicht frieren, wenn sie barfuß paddelte.
Die Levada und der Weg sind grandios. In den steilen Hang ist die Levada und der Weg gehauen. Senkrecht steigt rechts der Fels in den Himmel und links fällt er senkrecht in die Tiefe. Dazwischen Wasser, Regen, kleine Tropfen und Rinnsale, die den Weg in die Kleidung suchen.
Das wasserreiche Wetter sorgt dafür, dass die Hobbytouristen und die Badelatschenfraktion heute frei haben, jedenfalls nicht mit uns die Levada schwimmen. Die, die uns entgegen kommen sind wasserdicht verpackt, gut ausgerüstet und – wie wir – guter Laune.
Die Natur um uns ist großartig. Baumfarne, Bartflechten und ein wilder, nasser, aber stiller Zauberwald. Es rauscht der Regen, es plätschern Wasserläufe, von der Zivilisation hört man keinen Laut. Auch Vögel und Insekten haben Ruhetag.
Die Aussicht ist atemberaubend, könnte man sie sehen. Seltene Lücken im Bewuchs zeigen Nebel und Wolken in glitzerndem Grün. Blau ist keine Farbe hier.
An einem gigantischem Wasserfall ist Schluss. Wir wenden nach 75 Minuten. Schade schade, da wäre mehr drin gewesen. Ich denke, wir kommen nochmal wieder. Wir schwimmen zurück. Durchweicht erreichen wir das Auto.
Wir stürzen uns den Berg runter: Der Regen hört auf. Wir erreichen Funchal: Die Sonne kommt raus.
Wir machen feuchte Tapsen im Supermarkt von Ribeira Brava. Vielleicht bilden sich auch kleine Laachen, wenn wir stehen bleiben. Wir erreichen die Weihnachtsvilla, die Hühnchen freuen sich uns zu sehen. Tolle Wanderung, ein schöner Tag. Neopren wäre super gewesen.

Levada mit Regen

Pilz an Baum im Regen

Aussicht im Regen

Grünes Grün im Regen

Wasserfall im Regen

Zwei im Regen

Regenbogen an der Weihnachtsvilla

Veröffentlicht unter Madeira | Verschlagwortet mit , , , | 2 Kommentare