Teneriffa schwarz-weiß

Bei Instagram wurde ich zu einer black-and-white-Challange herausgefordert. Mir hat es Spaß gemacht, jeden Tag auch auf Motive zu achten, die in schwarz-weiß was her machen. Natürlich habe ich mehr Bilder gemacht, als die sieben, die ich für Instagram brauchte.
Für mich habe ich die Bilder zu einer Diaschau zusammengestellt:

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Sonntag, 20.012019 – Teneriffa #15

Wir fahren zum Flughafen. Die Autobahn ist leer. Ich checke ein, M* gibt derweil das Auto zurück. Alles sehr entspannt. Wir verabschieden uns herzzerreißend. Wir sehen uns ja jetzt ganz lange nicht…

Die Boeing 737-800 ist nicht voll und so habe ich Glück, der Sitz 4E bleibt frei. So habe ich etwas Platz.

Wir stehen auf der Startbahn rum. Der Kapitän sagt, es liegt an Spanien.

Wir starten nach Westen.

Ich kann beim Start den Teide sehen. Extra für mich hat er im Norden ein kleines Mützchen aus Schnee aufgesetzt. Wir umrunden einmal die Insel und drehen dann nach Norden. Auf Wiedersehen Tenerife!!

Ich habe einen Imbiss mit Kaffee gebucht. Das klappt. Grandios.

Am Fenster wechselt: Blau, Weiß, Blau. Wir erreichen das Festland bei Lissabon. Portugal und Spanien haben Sonne. Kastilien hat Schnee. Es ist schön mit mehr als 800km/h über die Erde zu fliegen. Ich lese in der Landschaft. Das tat schon mein Großvater gerne. Zwischen Gijón und Bilbao fliegen wir raus auf die Biskaya. Südlich von Nantes erreichen wir wieder Festland. Frankreich liegt unter Wolken. Auch die Stadt der Liebe ist zugedeckt. In Luxemburg liegt Schnee auf den Höhen, Windräder drehen sich in der Abendsonne und der volle Mond leuchtet an Steuerbord voraus.

Ein leuchtendes Abendrot begrüßt uns über Köln. Wir fliegen am Stadion des Effzeh vorbei, queren den Rhein mit Blick auf den // und landen sanft in CGN.

Ich werde lieb abgeholt und nach Hause gebracht. Vielen Dank.

E* öffnet die Tür. Ich bin zu Hause.

Den Moonriser nehmen E* und ich im Nuraxi.

Mer freue sich.

Der Teide dominiert Teneriffa.

Schnee über Luxemburg.

Der Dom zu Köln am Rhein.

Tagesvideo:

https://youtu.be/ByDDdCDowF8

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Samstag, 19.012019 – Teneriffa #14

Samstag ist Markttag. Wir fahren also zur Markthalle nach Tacoronte. Wieder gibt es das bunte Treiben. Es gibt heute Riesenkarotten zu sehen. Teile, wie Mädchenarme. Wow.

Ansonsten: Gemüse, Gemüse, Obst, Gemüse. Ein Veggie-Fest.

Ich kaufe 10 Mandelkekse.

Da das Wetter hier in der Gegend super ist, laufen wir noch ein Stück Küstenweg. Diesmal an der Costa El Sauzal. Eine enge Single Track Road windet sich zum Meer. Kein Gegenverkehr, alles gut.

Das Meer ist Avocado-türkis blau. Was das Licht alles ausmacht. Und in der Sonne sind Atlantik, Gischt und Wellen noch einmal so schön.

Wir gehen erst nach Westen. Da klebt hoch über uns das Skelett von La Matanza am Felsen. Zwei riesige Rohbauten, jetzt Bausünden. Was für spektakuläre Aussichten hätten Wohnungen hier gehabt! Es scheint sich seit Januar 2018 nichts getan zu haben. Keine Veränderung.

Dann wandern wir nach Osten, bis man Mesa del Mar sehen kann. Schade, dass es keinen Küstenweg bis dahin gibt!

Überall kocht die Brandung. Wellen rauschen durch die Felsen, in Naturbecken wimmeln kleine Fische und an die steilen Wände ducken sich schwarze und rote Klippenkrabben.

Ein kleiner Greifvogel fliegt umher und rüttelt ab und zu. Wunnerschie!

Die Wege hier unten sind Eins A ausgebaut, gut zu laufen und kaum vom Meer angefressen. Der Planungsingenieur hier verstand – anders als in Mesa del Mar – sein Geschäft. Lob!

Hause fahn Österreich gehen. Ab zum Prinzenhaus.

Der Sonnenuntergang spendiert eine Ziegenherde auf der brach liegenden Plantage nebenan, einen Sundowner und ein Abschiedsdinner.

Morgen fliege ich nach Hause, E* kommt dann geflogen und verbringt hier weiter Zeit mit M*. Das Prinzenhaus wird dann ein Königinnenhaus!

Es war ein wunderschöner Urlaub! Dankeschön M*.

Mer freue sich!

Riesenkarotten.

Das Skelett von La Matanza.

Costa El Sauzal.

Costa El Sauzal.

Tagesvideo:

https://youtu.be/Kjw_iy4dCYo

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Freitag, 18.012019 – Teneriffa #13

M* wird wach. Schwerer Regen klatscht an das Fenster. Sind die schönen Tage (in Aranjuez) nun zu Ende? Wir wissen es nicht.

Der Regen bringt eine große Papaya. Sie liegt auf dem Terrassentisch bei dem übrigen Obst, was nachreifen möchte. War das der Regen? War das Domingo oder Don Alfonso? Der Kardinal? Wir wissen es nicht. Aber vielen Dank!!

Zum Frühstück ist es nass. Überall! Wir frühstücken im Prinzenhaus.

Wenn das Wetter nicht passt, fahr‘ woanders hin. Auf dem Teide liegt Schnee. Wow. Dahin geht es also nicht. Wir fahren nach Osten, da scheint es zu gehen. Blaue Stellen am Himmel, groß genug für eine Hose.

Wir kurven nach El Pris runter. Ein Örtchen am Ufer. Felsen und Meer.

Die Uferstraße wird repariert. Da hat das Meer dran genagt. Die rote Flagge weht. Das ist gut. Das heisst: Wellen. Ich mag große Wellen.

Wir spazieren den Uferweg nach Mesa del Mar. Am Weg fehlen Teile, er ist stellenweise unterspült, aber nicht gesperrt. Das Meer hat dran genagt. Wir klettern drüber.

Das Meerwasserschwimmbecken in Mesa del Mar zeigt ein paar schöne Wellen-Choreos. Auch die Choreos mit den Felsen sind super. Zu dem Wetter aus Sonne und Wolken, sieht das ganz prachtvoll aus. Wir unterqueren das Hochhaus, was auf einem Felsen ins Meer gebaut ist. Es sieht noch sehr heftig angebissen aus. Ein Sturm vor zwei Monaten hatte bis in den dritten Stock gewütet. (https://youtu.be/zs1riXghgcc). Wenn man das bei ruhigem Wetter sieht, kann einem noch nachträglich Angst und Bange werden. Was müssen das für Wellen gewesen sein? Mit dem Meer ist nicht zu spaßen. Verbogener Stahl, weggefetzte Balkone, Löcher in den Mauern. Heftig angeknabbert. Sehr heftig.

Wir gehen noch den Strand lang. Bei ruhigem Meer ist es hier sicher sehr schön zu baden.

Der Uferweg am Ende liegt unter einer senkrechten Felswand. Steinschlaggefahr. Es liegen auch überall kleine und größere Brocken.

Wir kehren um. Das Meer leuchtet in der Sonne. Gischt zieht die Hänge im Gegenlicht hoch. Und es sieht aus, als sei weiter westlich der Regen zu Ende.

Wir halten noch am Hiper Dino und kaufen Kaffee und Brot.

Ich verweile beim Sonnenuntergang, während M* das Dinner bereitet. Der Tag klingt mit der ISS aus, die das Prinzenhaus überfliegt, aber wegen einer Wolke fast nicht zu sehen ist.

Mer freue sich. Ein schöner Urlaub.

Vorne: El Pris. Hinten: Mesa del Mar.

Der Weg ist angeknabbert.

Welle am Schwimmbecken.

Heftig angeknabbertes Hochhaus.

Das Prinzenhaus in der Nacht. Die ISS hinter der Wolke.

Tagesvideo:

https://youtu.be/p4h4EPSkeS4

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Donnerstag, 17.012019 – Teneriffa #12

Wie soll das mit dem Frühstück was werden, wenn die Prinzenterrasse nass ist? Es hat zum Teil heftig geregnet heute nacht. Etwa kein Frühstück draußen?
Doch doch!

Wir ziehen um auf den Prinzenbalkon. Da ist schon trocken und die Stühle haben nix abbekommen.
Es ist wolkig – kennen wir gar nicht mehr. Kein Sisi-Wetter.
Die Planungskommission schlägt zwei Ziele vor. Hoch aufs Dach: zum Teide oder auf die andere Seite der Insel nach Güímar zur vulkanischen Küstenwanderung.
Wir routinieren die Single Track Road hoch. Null Problemo heute.
Mama Teide verhüllt sich unter einem Wolkenmützchen. Das wird nichts. Also Güímar.
Wir fahren auf der Inselautobahn ein schönes Hufeisen und parken in Puertito de Güímar. Auch hier gibt es keine Touristeninformation. Mist.

Wir gehen einen Rundweg im Nationalpark Malpaís de Güímar. Wunderschön! Die Sonne scheint, die Wolken stehen über Santa Cruz, sie zeigen ab und zu Abschnitte eines Regenbogens. Sehr schön. Am Horizont zeigen sich die blauen Berge von Gran Canaria. Grandios.
Wir gehen über ein Lavafeld aus Geröll und scharfen Steinen. Man muss hinschauen, wohin man den Fuß setzt. Ein kräftiger Wind bläst. (Das ist der Preis für die ständige Sonne hier im Osten von Teneriffa.)
Am Ufer sind natürliche Salzpfannen. Die Gischt bringt genug Wasser auf die Felsen, Wind und Sonne trocknen aus, Salz bleibt zurück.

An einer Stelle faucht ein wildes Ungeheuer, es bläst Dampf, Schaum und Wasser in die Luft. Ich schaue es mir aus der Nähe an. Es röchelt sogar dabei. Die Brandung drückt Wasser in eine Höhle, die sich dann nach oben öffnet. Das ist dann der Schlund des Ungeheuers. Ich staune eine Weile.

Die Pflanzen hier sind voll angepasst. Offenbar hat der Wind den Haupteinfluss. Wo Wind ist, ducken sich kleine Pflanzen in Mulden. An windgeschützten Orten, wachsen auch Sträucher. Und alles sieht aus, als könnte es auch auf dem Mond sein.
Die Regenbögen, die Wolken und die Dunkelheit nähern sich mächtig von Santa Cruz. Der Wind pfeift. Wir biegen rechtzeitig ab, aber wir sind nicht schnell genug. Ein paar Schauer ereilen uns. M* bekommt meinen Hut, ihre Jacke hat keine Kapuze.
Wir erreichen wieder Puertito de Güímar. Der Wind hat uns trocken gepustet.

Hause fahn, Österreich gehen, wie es in meiner Familie heißt. Auf zum Prinzenhaus.
Vorher noch ein Stop zur Vorratsergänzung.

Im Prinzenhaus ist es dunkel und es regnet. Sundowner geht nicht mehr. Sun ist schon down. (Für den Satz hätte mich mein Englischlehrer beidhändig erwürgt.) Für Bier draußen ist es auch zu kalt. Aber ich will auch die Fans des Tagesvideos nicht enttäuschen. Was also tun?
Natürlich: M* findet eine Lösung! Es ist, denke ich, ein Moonriser 🙂

Mer freue sich!


Nationalpark Malpaís de Güímar.


Küste mit Sonne und Wind.


Das Ungeheuer bläst.


Geduckte Pflanzen in der Lava.

Tagesvideo:
https://youtu.be/ubxLtYEJuFc

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Mittwoch, 16.012019 – Teneriffa #11

Es gibt Dinge, die muss ein Mann alleine erledigen. Im Erfolgsfalle fällt dann der ganze Ruhm auf ihn alleine, im Falle des Scheiterns muss er nicht lange nach Schuldigen suchen. Die Lage ist dann klar.

Ein solches Ding ist meine Aufgabe heute: Klärung der Kleinen Prinzenanfrage. Ich will nach Puerto Cruz, eine Touristeninformation finden. M* würde mich gerne begleiten, aber das muss ich alleine erledigen. M* muss da jetzt ganz stark sein.

Bevor ich aufbrechen kann, muss ich noch schnell in der Prinzenplantage nach dem Rechten sehen. Die Blumen sind gut drauf, die Bananen wachsen, das Tor gleitet weiter sanft, ich muss nur einen Arm voll Granadilla (Maracuja) einsammeln, die vom Gebüsch gefallen sind. Also alles Paletti.

Auf geht’s. Ich durchquere den Barranco, wo ein paar Echsen lauern, die sich aber mit Bananenstücken ablenken lassen.

In Puerto durchsuche ich das ganze Viertel, was wohl überwiegend von Grauhaarigen und Gefärbthaarigen belebt ist. Klamottenläden, Bars, Restaurants, Pizzerias, Immobilienhändler, sogar eine Tiroler Stube mit Apfelstrudel auf der Tafel, sogar Nagelstudios und Rundreiseanbieter, aber keine Touristeninformation. Nixi.

Frustriert kaufe ich Avocado (por hoy), Wein und Brot. Beim Bier schaue ich mir das Angebot für Papa Grauhaar an. Der Papa trinkt offenbar am liebsten das, was er von zu Hause kennt. Vielleicht kauft auch Gefärbthaarige ihrem Grauhaar das, was sie immer kauft? Na sowas. Ich trinke lieber das, was Don Alfonso oder der Kardinal nehmen würden.

Auf dem Rückweg hat keine Touristeninformation neu aufgemacht. Schade. War erstmal nixi zu machen.

Ich kämpfe mich durch Bananen, Barranco und die Prinzenplantage zurück.

Etwas frustriert zwinge ich mich zu einem Dorada als Sundowner. Es gab Proteste, als er im Tagesvideo nur angedeutet war. Nochmal: Na sowas. M* tröstet mich.

Trotz der (bisher) ungelösten Kleinen Prinzenanfrage, war es wieder ein schöner Tag. Natur, Wärme, Sonne, Trost. Kerzen und Dinner runden das Vergnügen ab.

Mer freue sich.

Maracujaernte.

Bananen.

Der Mond über Puerto de la Cruz.

Tagesvideo:

https://youtu.be/YdcNBPMWYas

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Dienstag, 15.012019 – Teneriffa #10

Nach den Leistungsmärschen der vergangenen zwei Tage, soll es heute etwas ruhiger sein.

Der Kardinal und sein Sohn sind aber vorher dran. Don Alfonso kommt mit seinem Kleinbus die Auffahrt hoch. Begrüßung, Winken, Sicherungskasten. Auf Geschenke wird diesmal verzichtet, wir kennen uns ja schon ganz lange. Wir hoffen, dass das PPT (Prinzenplantagentor) nun diesmal ein gelungenes Gesamtkunstwerk wird. M* will beim Tordienst nicht immer ihren zarten Körper so anstrengen müssen! (Ich nehme es vorweg, Don Alfonso enttäuscht uns nicht. Abends öffnet und schließt das Tor sanft, wie ein Babymäulchen.)

Wir fahren nach Icod de los Vinos. Das ist ein hübsches Städtchen und da gibt es DEN Drachenbaum. Die Superlativen und Legenden dazu lasse ich heute mal weg.

Wir bummeln durch die Stadt, schauen einen schönen alten Franziskaner-Konvent an, M* ergänzt ihre Blumenbildersammlung und wir kehren im Tierra de Campos ein. Ich muss mal den gegrillten Käse: Queso Asado probieren. M* nimmt Seehecht. Alles gut und lecker.

Frisch gestärkt nehmen wir den Weg zum äußersten Nordwesten der Insel. Am wilden Kap Punta de Teno, wartet der Faro und eine kleine Bucht mit Blick auf die gigantischen Felsen von Acantilados de los Gigantes.

Verbotsschilder warnen vor Steinschlag, Felsbrocken und Hangrutschungen. Beim ersten Besuch hat uns das nachdenklich gemacht, heute wissen wir: Das sind für uns „Empfehlungen“ und Beulen gehen auf eigenes Risiko. Wir fahren die für Autowerbung und Freiheit bestens geeignete Straße zum Leuchtturm. Riesige Stahlnetze hängen über der Straße. Kleinere Felsen liegen an der Seite. Zwei finstere Tunnel führen geheimnisvoll in den Berg, aber auch wieder hinaus.

M* springt ins kalte Wasser, ich will der Klimaerwärmung lieber nicht helfen und sehe davon ab, mit meinem Körper den Atlantik zu heizen. Ich halte mal stattdessen ein paar Eindrücke auf Silizium fest. Da schon wieder Sisi-Wetter ist, sind das ganz neue Eindrücke. Bisher war es hier immer wolkig.

Die Felsen der Steilküste sind schon gigantisch! Da drunter möchte man nicht stehen, wenn was von oben kommt.

Als wir genug gebräunt sind und genug Bilder im Kasten sind, geht es zurück.

In Los Silos stehen zwei Mädchen an der Straße und wollen mit. Zwei Französinnen. Sie wollen zum Strand von Puerto de la Cruz, um dort zu übernachten. Staun. Eine der beiden spricht gutes Englisch und M* und sie schnattern gleich fröhlich. Der Hammer ist, dass die beiden nicht wissen, wo Köln in Deutschland liegt. Ich wende sofort und setze sie am Teno aus! Hallo??

Mache ich natürlich nicht, wir setzen sie in Puerto aus. Zu Fuß sind es 15 Minuten zum Strand (mit dem Auto 30).

M* haucht das Tor zur Prinzenplantage auf. Grandios!

Sundowner und das Dinner im Prinzenhaus runden den Tag ab. Noch einmal heben wir die Gläser auf Princesa Amelie.

Mer freue sich.

Schöner Innenhof des ehemaligen Konvents.

Icod de los Vinos.

Queso Asado.

Faro Punta de Teno.

Los Gigantes.

Tagesvideo:

https://youtu.be/7_L-ge9K5uQ

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Montag, 14.012019 – Teneriffa #9

Wenn es noch Dinosaurier gibt, dann im Macizo de Anaga. Dieser alte Lorbeerwald ist leider aber erst 9 Millionen Jahre alt, also ist da wohl nix mit Dinos. Schade eigentlich, denn der Wald sieht aus, als würden hier Wesen der Finsternis hausen.

Um 7:03 Uhr hat die internationale Raumstation einen Überflug und ich bin bereit. Es ist einen Hauch zu dunkel, um ein perfektes Bild zu bekommen, aber es ist gut.

Nach dem Frühstück, geht es zum Anagagebirge, zum Lorbeerwald. Lorbeerwald in der Sonne ist super. Bei Nebel oder Regen, nicht so.

Wir quirlen uns ins Gebirge. Enge Sträßchen mit Gegenverkehr, gefährlich nahe, unendlich viele Kurven.

Kurzer Stop an einem Aussichtspunkt, wo ich mit dem Parkplatzwächter Freundschaft schließe. Er verkauft belegte Brote und zeigt den Touries, wo sie parken sollen. Ich lächle ihn an, er schenkt mir Weintrauben.

Wir erreichen unser Ziel. Weil man uns hier vor einem Jahr das Auto aufgebrochen hat, lassen wir nichts wertvolles im Auto und das Handschuhfach offen.

Wir steigen steil hoch zum Gipfel Chinobre (909m), der eine wunderschöne Aussicht bietet.

Weiter geht es durch bemooste und wilde Bäume und grünes Gebüsch. Der Weg ist zum Glück trocken, sonst ist es hier seifig und glatt.

Es geht nun auf dem Kamm lang. Am Guanchen-Felsen vorbei zum Aussichtspunkt Cabezo del Tejo. Unter den grünen Hängen des Anaga rauscht das blaue Meer. Gegenlicht liegt golden über der Szene. Eine Gruppe Vögelchen wartet, ob die Touries vielleicht ein paar Krümel mitgebracht haben. Ich meine, es könnten Gimpel sein (Bucanetes githagineus amantum). Aber wer weiß?, ein gutes Portrait erlauben sie uns nicht.

Der Rückweg geht über eine Forstpiste, die einfach zu laufen ist, aber trotzdem grandiose Blicke in den Wald bietet. Riesenfarne wachsen hier, ich bin sicher kleine Raptoren verstecken sich unter ihnen.

Auf der Rückfahrt halten wir noch kurz zum Einkaufen.

Dann gibt es den Sun-ist-schon-weg-downer und Dinner.

Wir trinken heute abend einen Schluck auf den neuen Familiennachwuchs Amelie. Willkommen an Bord!

Die ISS über dem Meer.

Lorbeerwald.

Guanchen-Felsen.

Blick vom Aussichtspunkt.

Bärte an Bäumen.

Goldene Stunde.

Tagesvideo:

https://youtu.be/G0jHpJGMecw

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Sonntag, 13.012019 – Teneriffa #8

Es ist nicht jedem gegeben, gut auf einer Single Track Road zu fahren. Das lernen wir heute nach dem Frühstück. M* hat heute Dienst am Eisen-Tor (die Prinzenplantage ist immer verschlossen), ich am Lenkrad. Schon das Verlassen der Prinzenplantage geht nur mit Rückwärtsgang, damit zwei kleine Hoppeks bei uns in der PP kurz Unterschlupf finden können. So ist die Straße frei und ein paar (Idioten)Autos rollen runter zum Strand. Bis es aber soweit ist, zieht es sich und M* muss mehrfach energisch werden. Sie bekommt es sogar fertig die Insassen der Hoppeks anzuweisen ihre Motoren abzustellen. UND die Herrn (offensichtlich aus Süd-Ost-Europa) staunen kurz, folgen aber M*. Die GLANZTAT für heute. Ich bewundere sie dafür uneingeschränkt! M* zeigt Motoraus (aber flott) und es kehrt tatsächlich Ruhe ein. STAUN STAUN!!

Die Karawane zieht weiter. Aber nicht lange. Kurz vor dem Ende stecken wir fest. Ein Taxi (natürlich) sehnt sich zum Strand und fährt mir frech in den Weg, meint es sei genügend Platz und ich solle doch fahren (zum Kuckuck nochmal). M* steigt aus. Der Taxifahrer auch. Hinter mir haben drei Hoppeks die Lücken zugefahren, ein Mini hinter dem Taxi auch. Nachdenken? Doch nicht am Sonntag! Ein breiter Audi kommt hinter dem Mini. M* winkt ihn zurück und er fährt auch brav 100m rückwärts und hält weiteren Verkehr auf. Gut! Ich klappe die Außenspiegel ein und klebe mich praktisch an die Mauer, rücke so viel vor, dass M* den Taxifahrer wieder in sein Auto schicken und ihn anweisen kann nun endlich zu fahren. Es geht um Seidenpapierdicke, aber es geht. M* schneidet (mir noch neue) Grimassen, aber es geht ohne Feindberührung. Das Taxi kommt vorbei, der Mini auch, dann kann ich zurück, Spiegel raus und vorwärts, raus aus dem Schlund. Danke M*!

Befreit aus Schlund und Enge, geht es frei geradeaus nochmals zum Mercadillo del Agricultor de Tacoronte und zum Arrastre de ganado. M* stürmt den Markt, ich parke und gehe zum Viehziehen gegenüber. Zwei Stiere oder zwei Kühe im Gespann ziehen einen Schlitten mit ner Menge Sandsäcke obendrauf. Hier geht es also um: Cojones.

Wir schauen eine Weile zu. Kraft, Staub, Geschick, Gebrüll, Sonne, blauer Himmel, Cojones! Wunderschöne Tiere mit langen Hörnern und sie gehorchen auf das Klopfen des Treibers mit dem Hirtenstab. Schade, dass wir die Ansagen nicht verstehen.

Ein Kameramann kann genug englisch, um mir den Namen dieses Treibens zu nennen: Arrastre de ganado! Perfekt. Dankeschön!

Als wir genug gesehen haben, geht es zum Mesa de Tejina. Ein Berg oberhalb von Tejina und Bajamar. Es ist windig, aber warm. Wir klettern erst über einen steinigen Pfad, dann über schmale Wege 200 Höhenmeter nach oben. Wir überblicken bei Sisi-Wetter (Lang lebe die Kaiserin!) diesen Teil der Insel. Teide, Bajamar, Punta del Hidalgo, den Faro und das Anaga-Gebirge. Sehr prächtige, wunderschöne Natur. M* fotografiert Glockenblumen (Canarina canariensis). Sie kommen nur hier vor, sind Nationalblume und heißen auf den Kanaren Bicácaro. Und sie blühen im Winter, also jetzt. Da hat sich der Weg ja gelohnt.

Im Abstieg trennen wir uns. M* steigt nach Bajamar ab, ich hole das Auto und sammle sie am Kreisverkehr wieder ein.

Beim Abstieg habe ich plötzlich eine Vision. Dem Effzeh singe Hennes steht hoch über allem und berührt den Himmel! Wer kann das Zeichen deuten?

Natürlich nutze ich die Zeit, um nach den Wellen am Faro in Bajamar zu schauen. Dazu habe ich bei den letzten Urlauben auf Teneriffa berichtet. Also hier nur kurz: Kleiner Leuchtturm, Mauer, Wellen, Gischt, Zisch, tolle Bilder. Es weht die grüne Flagge, Gischt-Zisch also nur klein, ich bin aber zufrieden.

M* und ich kehren Heim zum Prinzenhaus. Taxis und Süd-Ost-Europa haben den Weg frei gemacht oder sich in die Schlucht gestürzt.

Sundowner, Dinner. Nä watt schön!

Mer freue sich.

PS:

W* und und Lieschen übermitteln eine „kleine Prinzenanfrage“. Hihihihihi. Prinzenanfrage: sehr gut! Und gleich fallen mir überall die spanischen Wohnmobile auf… Selbstverständlich! schauen wir, dass wir die kPa gut beantworten. Wenn es was auf Papier gibt, finden wir es.

Herzlichen Dank an die Tanz-, Kreisspiel-, Nsorge- und Heilige Feldfrauen! M* und ich freuen uns sehr über die positiven Rückmeldungen.

Herzlichen Dank an die Wikinger! Ihr seid die Besten!

Herzlichen Dank an http://hodoblog.wordpress.com mit der unvergleichlichen D* (oder T*?)

BvF*

Stiere und Kühe warten auf das Viehziehen – Arrastre de ganado.

Ein Gespann im Ziel.

Canarina canariensis.

Der Leuchtturm (Faro) von Bajamar.

Tagesvideo:

https://youtu.be/fI-Ng4VAOIo

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Samstag, 12.012019 – Teneriffa #7

Um 7:05h ist ISS-Alarm. Ich flitze raus. Um 07:10h zieht die Internationale Raumstation still ihre Bahn über den frühmorgendlichen Himmel des Prinzenhauses. Es ist schon ein bisschen Sonnenaufgang. Ich mache zwei Bilder. Eins frißt die Kamera, das zweite ist auch schön. Wrks!

Mercadillo del Agricultor de Tacoronte. Da wollen wir hin. Markt ist super. Immer ein Glanzlicht. Auch ist heute der Samstag vor dem Festtag des Heiligen Antonius (17.1.) und wir hoffen deswegen auf die Pferdefiesta. Eine Gaudi, die wir vom letzten Jahr her kennen.

In Tacoronte erkämpfe ich einen Parkplatz, dann geht es zur Markthalle. Mama Teide zeigt sich majestätisch und prächtig über der Insel.

M* kauft exotische Früchte und Gemüse, ich kaufe Almendrado – Mandelkekse. Frisch sind sie die leckersten Kekse der Welt! Allein diese Kekse sind die Reise zu den Kanaren wert.

Der Mercandillo ist ein wunderbares buntes Treiben und ich staune, wie nett und fröhlich die Verkäuferinnen alle sind. Wir bekommen eine Sternfrucht geschenkt, aus Freude, dass wir uns über den Preis von 39 Cent für fünf Sternfrüchte freuen.

Gegenüber von der Markthalle baut man die Fiesta für die Pferde auf. Sehr gut. Das zieht sich aber noch, bis es da losgeht.

So beschließen wir noch ein Stück weiter zum Faro Punta del Hidalgo zu fahren und diesem wilden Stück Küste einen Besuch abzustatten.

Wir parken hoch über dem Meer und laufen zur felsigen Küste runter, zum Strandbad und zum Faro. Trotz des eher ruhigen Atlantik, sind doch ein paar ganz gute Brecher zu sehen, die laut und schäumend auf die Felsen schlagen. Eigentlich ein Fest für die Kamera, aber ich komme nicht nah genug ran. Pech.

Da wir die Pferde und die Reiter noch sehen wollen, dehnen wir unsere Runde nicht zu lange aus.

Wieder an der Markthalle finden wir einen Parkplatz, schauen kurz – ja, die Fiesta läuft noch – und gehen zur Bar el Mercadillo einen Kaffee trinken. Sehr nette Bar, lecker Cortado. Soweit so gut. Als wir dann bei der Fiesta sind, dröhnen gerade die Abschiedsworte aus den Lautsprechern. Was? Ja. Es ist Schluß. Mist. Pech gehabt. Hätten wir doch!

15:50h ist zu spät. Nächstens also früher da sein.

Trotzdem drehen wir eine Runde und schauen uns die Reiterinnen und Reiter und Pferde an. Tolle Sache! Wieviel Stolz und Freude zu sehen ist und natürlich, wie coooool alle sind. Tattoos, geschmückte Pferde, Jogginganzüge. Großartige Mischung.

Ab nach Hause.

Und STAUN. Die „Perle“ war da. Neue Handtücher und neue Ordnung. Alle unsere Klamotten, Technik, Vorräte und Utensilien sind akurat so platziert und ausgerichtet, wie „Perle“ meint, dass es zu sein hat. Sogar das Toilettenpapier ist zu einer Bohrspitze gefaltet. Wofür das wohl gut ist? Sachen gibt’s!

Danke „Perle“! Etwas gewöhnungsbedürftig, aber zweifellos gut gemeint.

Da keine noch so kleine Wolke am Himmel steht, wird es heute ein sehr prächtiger Sonnenuntergang. Alle Farben von magenta über gelb und orange, bis tief blau! Zum niedersetzen schön.

La Palma zeigt seine Konturen am Horizont im Feuerlicht. Wir träumen.

Ich nehme heute mal ein Dorada als Sundowner. Wieder ein herrlicher Tag. So kann es weiter gehen. Mer freue sich.

Die ISS über dem Prinzenhaus am Morgen.

Der Teide überragt alles.

Bunte Markthalle.

Schroffe Küste.

Der Leuchtturm. Faro Punta del Hidalgo.

Tagesvideo

https://youtu.be/54XqwfDBauM

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