Tag #3 – Wien

Gutes Frühstück, guter Tag. Gemütliches, gutes Frühstück, sehr guter Tag!

Vor dem Frühstück, schaut schon die Sonne in die Kabine. Sehr schön!
Nach dem Frühstück erlaubt der Kapitän, dass wir an Deck bleiben, trotz sehr niedriger Brücken. Das ist nett und alles geht gut, kein Touri kommt zu Schaden, obwohl ich so n paar Verdachtsfälle ausgemacht hatte.

Weil es Vorschrift und sinnvoll ist, gebe ich Captain Ivan Kirilov ein Zeichen.

Und ganz dankbar befiehlt er eine Rettungsübung. Alle Touris binden sich eine Rettungsweste um und fotografieren sich gegenseitig. Das ist wichtig, damit man dann im Ernstfall auch mit dem Fotoapparat richtig umgehen kann (z.B. kein Blitzlicht in der Nacht – und sowas).
Nach längerer Ruhezeit an Deck bei Prinzessinnenwetter, trifft man sich zum Mittagessen im Restaurant und speist erneut feine Dinge. Während wir fröhlich mümmeln, wendet Kollege Ivan im Strom und legt gekonnt an der Moldavia an, einem Kreuzfahrtschiff aus der Ukraine. Das Manöver erinnert mich ein bisschen an Lord Nelson bei Kap St. Vincent.
Wir machen uns landfein und M*, E* und ich fahren mit der Bahn vom Liegeplatz in Nussdorf ins Zentrum von Wien.

Ein lustiger Zufall lässt uns meinen alten Freund Michael treffen, der gerade in Wien weilt und netterweise etwas Zeit für uns abzweigen kann.

Wir lassen die Hofburg hinter uns und suchen uns ein nettes Plätzchen, um Wiens Getränke zu probieren. Michael probiert auch noch Jahrgangssardienen, was ihm unsere Bewunderung einbringt.

Die Sardinen kommen an Zitrone, nur ohne Jahrgang. Na sowas.
Als alles weggehauen ist, trennen wir uns und kehren über den Schwedenplatz zurück nach Nussdorf, nicht ohne einen ungewollten Abstecher nach Klosterneuburg zu machen. Der ÖBB hatte es gefallen einfach nicht in Nussdorf zu halten. Dank guter Planung bleiben wir aber im Zeitfenster und sind pünktlich an Bord zurück.

Wir legen dann in Nussdorf ab, wenden und gleiten bei goldenem Licht durch Wien. Nochmal Kopf einziehen, niedrige Brücken, dann sind wir weiter auf der Fahrt ins Delta.

Schnell hübsch gemacht, denn es folgt der Empfang durch Captain Kirilov. Ein Glas Sekt, nette Worte, Beifall und schon fertig.
Das Galadiner nach dem Empfang hat 6 Gänge und zieht sich. Auch die Wahl des Weines ist nicht ganz einfach, aber Expertin Hildegard meistert dies für uns bravourös.

Eigentlich ist der Tag schon um, aber da kommt noch die Nachtdurchfahrt durch Bratislava. Wir queren die Grenze, lassen Österreich hinter uns und sind nun in der Slowakei. Schön beleuchtet grüßt Bratislava, wir legen hier auf der Rückfahrt an.

Das Frühstück hatte es schon versprochen. Wir sind dankbar für einen wunderschönen Tag.

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Tag #2 – an Bord

Um 17:25h sind die Leinen los und die BOLERO legt ab. Über 4400km liegen vor uns. Eigentlich liegen sie hinter uns, den wir liegen Bug stromauf. Die BOLERO ist über alles 126,60 Meter lang und so ist die Donau hier zu schmal zum Wenden. Aber der Kapitän weiß Rat und so fahren wir das erste Stück rückwärts und wenden an der Mündung des Inn. Dann rütteln die beiden MTU 16V 2000 M60 Maschinen das Schiff kurz durch und wir beschleunigen auf satte 13 Knoten (24 km/h). Im Salon gibt der Reiseleiter eine erste Info über Sicherheit, Ausflüge, Getränke etc. für 174 Passagiere an Bord. Als ich dann wieder auf dem Sonnendeck bin, kommt gerade die erste Schleuse. Ich darf an Deck, aber nur sitzend. Eine Stahlbrücke kommt auf uns zu und sie gleitet sehr knapp über mich. Toll!

Dann geht es zum Essen. 4 Gänge, alle lecker. Draußen dunkelt es und die Schönheit der Landschaft bleibt uns etwas verborgen.
Als ich an Deck bin blinken die Sterne der Milchstraße über uns und ein Iridiumflare flackert heftig. Wunderschön. Die Milchstraße habe ich seit Jahren nicht gesehen.

Wir schauen uns noch das Manöver an der Schleuse Aschach an. Ich staune, wie schnell es abwärts geht. Ich schätze mal 5-10cm pro Sekunde. Wupps unten.

Der Tag beginnt mit einem Prachtfrühstück (Lachs, Rührei, Kaffee). Da die drei Prinzessinnen noch auf den Zimmern zu tun haben, flitzte ich zum Dom und hole Eintrittskarten für das mittägliche Orgelkonzert.
Unter Zurücklassung des Gepäcks (der Gepäckservice bringt den Berg aufs Schiff und gleich auf die Kabinen!) schauen wir erstmal, ob die BOLERO schon da ist. Ja, da liegt sie und fröhliche Matrosen putzen sie von außen. Die BOLERO ist nicht die Polarlys, aber sie macht einen guten Eindruck. Wir kurven durch die schöne Altstadt von Passau, bis wir um 12h im Dom ankommen. Die große Kirche ist rappelvoll und mit 4€ pro Kopf sind das nette Einnahmen, die das Bistum sicher gut gebrauchen kann.
Domkantorin Brigitte Fruht beglückt uns auf der Domorgel. Lumen Christi von Langlais passt wunderbar zu den Lichtstrahlen, die den üppigen Barock beleuchten. Sehr schön.
Die Prinzessinnen geben nun den Sack Flöhe und hüpfen in jenes oder dieses Geschäft, während mir hier und da der Überblick verloren geht.
Schließlich landen wir in der Heilig Geist Stiftschänke (auf Wunsch eines einzelnen Prinzessinnen-Begleiters). Ein prächtiger Garten mit Schatten und Weinranken erfreut mich und ein Radler. Bis dann alle da sind und bestellt haben, ist doch eine erstaunlich lange Zeit bei einem zweiten Radler angenehm entspannt verstrichen.
Frisch gestärkt, wird eine Badewanne voll Wasser gekauft, die der nette Gepäckträger zum Schiffe schleppt, welches just die Gangway öffnet, als wir ankommen.
Erstaunlich ruhig und professionell läuft der Check-In ab. Flugs haben wir unsere Kabinen bezogen und Hurra, das Gepäck ist auch schon da. Kann man mehr verlangen?

Jetzt platschen die Wellen an meine Kabine und Spritzer gegen mein Fenster. Schleuse Ottensheim.
Es ist schön mal wieder an Bord zu sein, schade, dass J* und D* fehlen.

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Tag #1 – Passau

Claudia fährt uns netterweise zum Bahnhof, nachdem Patensohn mit Freundin und Hund (seufz) eingetroffen ist.
H* ist auch schon da und so türmen wir uns und Gepäckberge zu Gleis 3. Kaum haben wir unser Lager aufgeschlagen, sagt der Mann von der Bahn, dass die Wagen heute in umgekehrter Reihenfolge….
Wrks. Der Gepäckträger und seine Prinzessinen wuchten sich zum anderen Ende des Bahnhofs. Der ICE nach Wien fährt ein und wir stehen gar nicht mal so falsch.
Nach ein paar Muskelspielen haben wir unsere Vierergruppe bezogen und der Gepäckberg ist verstaut. Und sogar das Bahn-WLan tut, was es soll. Fein.

Bis Passau passiert nicht viel und wir haben eine vergnügliche Fahrt.
Mit einem Taxi und dem Gepäckträger schaffen wir den Gepäckberg zum Hotel Residenz, was gleich an der Donau liegt und nicht weit vom Anleger 5 entfernt ist. Kurze Pause, der Gepäckträger ist nicht mehr der Jüngste.

Dann erkunden die Prinzessinnen und ich Altstadt, Anleger und Zusammenfluss von Donau und Inn.
Ein netter Bayer verhilft uns Preußen zu einem freundlichen Lokal und bei bayerischem Sprudel und bürgerlichen Speisen klingt ein schöner Tag gemütlich aus.

Morgen gehts ab 16h aufs Schiff, bis dahin machen wir Passau unsicher.

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Donaukreuzfahrt

Nach einem Jahr Pause geht es kommende Woche wieder los. Ich habe die Freude mit den drei Prinzessinen M*, E* und H* eine Donaukreuzfahrt zu machen. Wir starten am kommenden Mittwoch mit der Bahn nach Passau. Am Donnerstag geht es an Bord der MS Bolero. Eigentlich war die MS Victoria unser Schiff, aber da gab es einen Unfall. Wir bekamen eine EMail mit ‚In Folge einer Havarie eines Frachtschiffes im Gabcikowo Kanal am 11. September 2016 wurde ein Schiffswechsel zwischen den baugleichen Schwesterschiffen MS BOLERO und MS VIKTORIA notwendig …‘ Statt eines Sieges haben wir also eine Torerojacke. Mir soll es recht sein.

Wir haben ca. 4460 km Wasser vor uns. Vom Donau Delta geht es wieder zurück nach Passau.

Tag Datum An Ab Ort
1 29.09.2016 17:00 Passau
2 30.09.2016 14:00 18:30 Wien
3 01.10.2016 14:00 18:30 Ordas
4 02.10.2016 13:00 22:30 Belgrad
5 03.10.2016 Eisernes Tor
6 04.10.2016 08:30 10:00 Giurgiu, Bukarest
7 05.10.2016 07:00 12:30 Meile 35
8 06.10.2016 12:30 16:30 Rousse
9 07.10.2016 Eisernes Tor
10 08.10.2016 14:00 21:00 Novi Sad
11 09.10.2016 10:00 17:30 Mohács
12 10.10.2016 09:00 23:00 Budapest
13 11.10.2016 15:00 18:30 Bratislava
14 12.10.2016 08:30 12:30 Wachau
15 13.10.2016 08:00 Passau

Wir freuen uns. Auf die Details sind wir gespannt, wenn es das WLan an Bord erlaubt, werde ich euch hier auf dem Laufenden halten.

Zur Vorfreudenvertiefung empfehle ich:

Und werft mal einen Blick auf den HoDo Blog. Da gibt es gerade Bericht vom Schwesterherz von den Azoren.

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Bilder: SilentMOD im Kölner Dom

Ich bin schon immer ein Fan des Kölner Doms. Das gehört dazu, wenn man Kölner ist. Ein Muss.
Seit Vorträgen von Dombaumeister Arnold Wolff ist mir die Gotik die liebste Bauform bei Kirchen. Und der Kölner Dom ist mir noch ein Stück lieber. Unser Dom ist die Krönung der Gotik, ein nach den Originalplänen vollendeter gotischer Dom. Eine prachtvolle Kirche, ein wunderbares Haus Gottes. Was mir am besten gefällt ist, wie lichtdurchflutet er ist. Einfach wunderbar.
Seit Donnerstag gibt es nun das SilentMOD im Dom. Ein Kunstprojekt mit Licht, Ton und Duft. Klar, dass ich da hin will. Und ich freue mich, dass die Kirche von Köln das möglich gemacht hat!


Spät ist besser, wenn 30.000 Besucher zu SilentMOD strömen. Als J*, D* und ich am Dom auftauchen, ist es kurz vor Mitternacht. Aber die Schlange zieht sich bis hinter das Römisch-Germanische. Himmel. Sieht nach mehr als zwei Stunden Warten aus. Mist.
Der Dom ist von außen und innen beleuchtet und in den Türmen leuchtet es blau, das sieht schon sehr spektakulä̱r aus – mir würde gefallen, wenn man die Turminnenbeleuchtung so lassen würde.
Wir drehen eine Runde durch die Altstadt. Dann über die Deutzer Brücke, über das Deutzer Ufer und über die Hohenzollernbrücke zurück.
Jetzt ist die Schlange viel kürzer, aber immer noch eine lange Schlange. Und das um 0:45h. Gestern war schon um Mitternacht keine Schlange mehr.
Ich flirte mit einem Domschweizer am Ausgang. Kardinal Woelki kommt aus meiner Heimatpfarrei und ob ich nicht schnell hier rein kann, ich sags auch keinem weiter. Der Domschweizer ist ein echter Schweizer und bleibt hart, wenn er mir für den Ansatz doch in der B-Note eine Zwei gibt. War einen Versuch wert. Also jetzt ab in die Schlange.
Ich staune, wieviele Bierflaschen hier mit warten. Ohne geht es wohl nicht. Wir wickeln uns durch ein hübsches Labyrinth aus Absperrgittern, bis wir nach ca. 45 Minuten vor dem Hauptportal stehen. Dann endlich geht es rein. Der Dom ist voll, aber nicht brechend voll oder eng. Gut so.

Ein blauer Lasertunnel längs durch den Dom empfängt uns. Viele bleiben gleich mal staunend stehen. Ich staune auch. Ein Duftwolke strömt blau beleuchtet aus dem Triforium, so sieht man den Laser besser. Sehr beeindruckend.

Ich mache Bilder, was das Zeug hält. Jeder Blick ins Gewölbe ist fantastisch. Zum Glück ist Platz genug, dass man umhergehen kann. Zum Stillsitzen bin ich zu aufgeregt.


Im rechten Seitenschiff ist ein einsamer roter Laser, der den Boden und das Glas der Eingangstür beleuchtet. Das macht einen tollen Eindruck.

Schließlich finde ich doch noch etwas Ruhe in mir und setze mich an die Wand. Ein kurzes Gebet, dann muss ich schon wieder Bilder machen. Alles reißt den Blick nach oben, das Licht, das Blau, der Duft und der Rhythmus der Musik auch.


Schade, dass die halbe Stunde so schnell vorbei ist. Um 2 Uhr treffe ich J* und D* wieder an der Kreuzblume.
Es hat sich sehr gelohnt, finde ich.
Ich werde gerne wieder kommen, auch wenn der Dom dann nicht mehr voll von blauem Licht ist.

SilentMOD

SilentMOD


SilentMOD

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Dom-SilentMOD

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Dom-SilentMOD

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Dom-SilentMOD

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Dom-SilentMOD

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Dom-SilentMOD

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Dom-SilentMOD

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Dom-SilentMOD

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Dom-SilentMOD

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Ein ganz herzliches Dankeschön an alle, die dieses schöne Erlebnis kostenlos möglich gemacht haben!

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Venedig #2

Der Tag beginnt recht früh, denn wir sind ja nicht zum Vergnügen hier. Um 8 hat RL J* das Frühstück angesetzt und wir sind alle pünktlich. JD** haben allerdings schon Frühsport am Strand gemacht, ihre Sachen gepackt und nochmal umgepackt, den Strand besichtigt und die Fähren gecheckt und dazu noch zwei Vorfrühstücke genommen. Tja, ich bin irgendwie keine Nachtigall, also kein Morgenmensch und muss deswegen etwas kleinlaut den Tag beginnen. Aber wir haben ein schönes Frühstück mit Rührei und Obst und Gebäck – nur der Kaffee ist etwas mau – was mich in Italien wundert, aber es verdirbt uns nicht den Tag.

Wir nehmen die Fähre vom Lido zurück zum Markusplatz und stürzen uns dort ins Getümmel, was da aber gar nicht sein sollte, es ist doch Montag und vor der Saison… Es ist aber doch Getümmel. Ne Menge Soldaten und Carabinieri sind da und ein paar marschieren so knackig, wie das nur Italiener können und sich trauen und was für prachtvolle Uniformen die alle anhaben. Und Flaggen sind gehisst und es sieht alles nach ordentlich was aus.

Wir lassen das aber alles hinter uns und ich versuche in den Markusdom vorzudringen, was mir aber verwehrt wird, da ich mit Rucksack sicher ein Terrorist bin und nicht in ein Gotteshaus darf. Da ich schon ein paar Mal drin war, lassen wir es.

Wir stürzen uns weiter durch die schöne Stadt und geben den Kameras reichlich was zu tun. Schöne Kanäle, viele Gondeln, auch weniger schöne Stellen, Geschäfte, die hier (gefühlt) nicht hingehören und viele interessante Menschen.

Am Rialto kommen wir wieder ans Tageslicht. Der RL hält uns ein Vaporetto an und wir lassen es zum Bahnhof fahren, wo wir den Lidl stürmen. Klappt aber nicht. Lidl hat zu. Pech. So nehmen wir ersatzweise ein neues Vaporetto zur Insel San Giorgio Maggiore mit der gleichnamigen Basilica darauf. Das sonnige Wetter, wird etwas dunkler hier und da, was uns mit schönen Bilder mit Wolken und Sonne beschenkt. Nach kurzer Wartezeit erreichen wir den Aufzug zum Campanile und fahren hoch, um über Insel, Land und Venedig zu schauen. Es lohnt sich sehr und ich denke, es war besser diesen Turm hier zu besteigen, als den Campanile von San Marco (mit einer ca. 2h langen Warteschlange). Hat der RL wieder gut gemacht!

Dem beginnenden Regen weichen wir aus und verstecken uns in einem Vaporetto, was uns zurück zum Markusplatz bringt. Da uns auch hierhin der Regen verfolgt, flitzen wir schnell zu unserer abgeschmockten Kneipe von gestern, wo uns der Kellner als Familienmitglieder willkommen heißt und uns einen großen Sonnenschirm (gegen den Regen), Tische und Stühle vor seiner Hütte auf dem schönen kleinen Platz errichtet. Da es Mittag ist, schlägt der RL ein Picknick vor. Okay, machen wir. Zu drei Pizzas, gibt es drei Birra Moretti (Danke für den Tipp an optimisc), nachdem der Reiseleiter bestätigt, dass es schon nach Vier ist. (Alte Regel: Kein Bier vor Vier!). Es schmeckt und alles ist gut.

Das nächste Vaporetto bringt uns um die Insel herum und weiter an der Friedhofs-Insel San Michele vorbei zur Insel Murano. Meine Verbindungen aus ungezählten Ferienfreizeiten machen sich bezahlt und schon bald und 5€ später, sitzen wir in der Werkstatt eines Glasbläsermeisters, der eine wunderbar häßliche Vase bläst, dreht und bastelt und als Zugabe noch ein Ferrari-Pferd. Leider reicht mein Italienisch nicht, um ihn zu bitten uns einen Geißbock zu erzeugen. Beleidigt kaufen wir dann auch nichts, zumal meine Jungs mir ständig blaue Pinguine, Hunde, Katzen, Vasen, Kronleuchter für M* empfehlen. Die ich aber garnicht kaufen will und M* auch garnicht haben will. Aber ich merke schon. Die zwei Wikinger finden es nicht in Ordnung. Wo M* doch blaue Flaschen so liebt… Sie wollen halt, dass M* glücklich ist! Gute Jungs.

Eine kurze Wanderung durch Murano bringt uns zur hinteren Haltestelle und wir nehmen ein neues Vaporetto zum Bahnhof. Bei nun wieder strahlendem Sonnenschein erkunden wir nun hier noch die Gegend zu Fuß, was Spaß macht, da das Licht wärmer und weicher wird und das Viertel nicht überlaufen ist und schöne Plätze, Kanäle und Gebäude zu bieten hat. Ein Platz in der Sonne lädt uns zu einem Kaltgetränk ein und wir schauen in die Gegend und freuen uns des Lebends und der gegenseitigen Witze.

Zurück am Bahnhof soll es nun doch der Bus zum Aeroporto di Venezia-Tessera “Marco Polo” sein. Wir haben zwar noch etwas Zeit, aber wenn man über 50 ist, weiß man ja nie und Reserve ist besser als dumm aus der Wäsche zu schauen. Und weil uns Eurowings dann auch noch gut sein will, lassen sie – so sagt der Captain – eine Schraube locker sein, die unserem Flieger eine Stunde Verspätung einbringt.

Wir fliegen dann um 22:25h und sind 70 Minuten später wieder in Köln. Das Europatreffen #4 der Wikinger ist gut zu Ende.

Ein herzliches Dankeschön an J* für gute Vorbereitung und Reiseleitung und an D* für coole Witze und die Kassenpflege!

Fazit 2: Venedig für eine Nacht ist sehr zu empfehlen und April ist dafür ein gute Monat. Ich war vier-fünf Mal in Venedig und immer im Sommer. Da ist der April deutlich angenehmer!

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Venedig #1

J* ist RL (Reiseleiter). Er hat gesagt, ich möchte bitte Plätze im Flieger auf der rechten Seite buchen, wenn ich den Checkin mache. Hab‘ ich auch gemacht. Drei Fensterplätze hintereinander. So kommen wir alle in den Genuss, Venedig von oben im Landeanflug zu sehen.

Wir landen gut, kaufen Tickets für Bus und Boot und warten dann im Schnellbus, während im Laufe der Zeit, drei „Langsambusse“ an uns vorbei fahren. Dann aber geht’s auch bei uns los und der Bus fährt uns zum Busbahnhof von Venedig.
Hier bestaune ich eine Straßenbahn, die nur auf einer Schiene fährt. #Sachengibts.

J* hat uns Plätze vorne im Vaporetto reserviert und so werden wir bei bester Aussicht den Canal Grande entlang geschippert.

Wir steigen am Markusplatz aus und sind ganz froh, dass die meisten Touris schon wieder auf der Heimreise sind. Leider ist das Wetter zu frisch für draußen zu sitzen, sonst hätte ich mal in mein Café gebeten, aber vielleicht klappt es ja morgen.

Nach einer großen Runde, zieht es uns zu einem netten Platz, wo es was zu Essen gibt. Ich finde gleich auf Anhieb den Laden wieder, den man wohl abgeschmockte Kneipe nennen muss und den Bernd und ich 1995 bei der Verfolgung einiger Gondoliere aufgetan hatten.

Der Schuppen ist super. Lecker, schnell und nicht voll. Wir essen und wärmen uns.
Dann ruft J* uns zu Runde 2 und wir durchstreifen Venedig bis zur Ponte dell’Accademia, wo es in der Dämmerung schon ein paar recht nette Motive gibt. Da ich noch nie nachts in Venedig war, lassen meine Kameras es sich schmecken.

Nun zurück zum Markusplatz, dort noch ein paar späte Lichter auf den Chip gebannt und weiter folgen D* und ich J* aufs Vaporetto, welches uns zum Lido und nach einer kleinen Wanderung zu unserem Hotel (Villa Mabapa) bringt. Zwei Bier runden einen schönen Tag ab.

Fazit 1: Dämmerung in Venedig ist super. Gerne mehr davon.

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La Serenissima Repubblica di San Marco

Auch 2016 gibt es ein Europatreffen der Wikinger. Nach Prag, Barcelona und Oslo, wird es – ist ja logisch – wieder eine Stadt am (im?) Meer sein.

Am Sonntag geht es los. Wir freuen uns.

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Grönland 2017

Isfjord, Ilulissat, Diskobay, West Greenland von Michael Haferkamp

Wer nach Grönland will, muss früh buchen! Meine Patentante H* und ich wollen nach Grönland und Eisberge sehen! So haben wir heute gebucht. Diese Reise geht im August 2017 mit der MS Artania von Bemerhaven über Island bis zur Discobucht in Westgrönland und über Schottland wieder zurück.
Wir freuen uns!

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C.P.Hansen: „Der Badeort Westerland auf Sylt und dessen Bewohner“ als eBook

Meine Frau M* ist eine Urenkelin von Jens Meinert Boysen und somit stammt sie von
dem ’Wecker der Sylterfriesen und Zuchtmeister der Strandräuber’ Lorenz Petersen de Hahn ab.
Als mir das klar wurde, machte ich mich auf die Suche nach Informationen über das
Leben und die VorfahrInnen von Lorenz Petersen de Hahn.
Ich stieß auf das Buch:
C. P. Hansen: Der Badeort Westerland auf Sylt und dessen Bewohner. 1870.
Da ich das Werk in elektronischer Form nicht finden konnte, beschloss ich, das Buch zu digitalisieren und der Öffentlichkeit zur Verfügung zu stellen. Das hier vorliegende Werk ist das Ergebnis dieser Digitalisierung.

Da Christian Peter Hansen mehr als 70 Jahre tot ist, ist sein Werk nach
Deutschem Recht gemeinfrei und jede(r) kann damit machen, was ihr oder
ihm beliebt. Es steht sozusagen unter der CC0-Lizenz. Auch durch meine Digitalisierung ist kein neues Copyright entstanden! Selbstverständlich nicht!

Bitte melden Sie mir Namen und Daten neuer VorfahrInnen von Lorenz Petersen de
Hahn, falls Sie bei Ihren Forschungen auf solche stoßen.

Ich wünsche viel Vergnügen mit dem Buch.
Florian Seiffert, 16.10.2015

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