Margarete Boie: Der Sylter Hahn als eBook

Meine Frau M* und meine Schwiegermutter E* sind Nachfahrinnen von Jens Meinert
Boysen und somit stammen sie von dem ‚Wecker der Sylterfriesen und Zuchtmeister der Strandräuber‘ Lorenz Petersen de Hahn ab.

Als mir das klar wurde, machte ich mich auf die Suche nach
Informationen über das Leben und die VorfahrInnen von Lorenz Petersen
de Hahn.

Ich stieß erst auf das Buch:
C. P. Hansen: Der Badeort Westerland auf Sylt und dessen Bewohner. 1870.

Zu Weihnachten 2016 schenkte mir meine Schwiegermutter E* den Roman:
Margarete Boie: Der Sylter Hahn
Auch ein Buch über Lorenz Petersen de Hahn. Ich machte mich auch hier an die Digitalisierung.
Heute bin ich damit fertig und stelle es gerne der Öffentlichkeit frei zur Verfügung.

Der Sylter Hahn

Der Sylter Hahn

Ich wünsche viel Vergnügen mit dem Buch.
Florian Seiffert, 09.02.2017

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28.01.2017 Aus die Maus

Tag #17

Als ich auf meiner letzten Morgenrunde zum Meer und zum Roque bin, sehe und rieche ich es schon: Die Luft ist voller Gischt, zerstäubtes Salzwasser überall. Am Kirchlein, schaue ich aufs Meer. Da tobt die Brandung. Es kocht. Mehr als gestern. Sehr heftig. Schade schade, wir weg müssen …

Ich verabschiede mich beim Minimarket El Roque mit 60 Cent für Brot.

Frühstück, Spülen, Packen, schwer Aufräumen.

Wir fahren noch kurz runter zum Meer. Hier an der Promenade ist es noch besser, noch gewaltiger. Ich wäre ja gerne mal bei Sturm hier …

Wir umrunden die Insel und fahren zum Aeropuerto Sur. Volltanken, Auto abgeben (kein neuer Kratzer – Vollkasko mit 10€ pro Tag richtigerweise gespart!) und zum Check In.

Um 16 Uhr sitzen wir im Flieger nach Köln. Es ist nicht sehr voll. So kommen wir gut zurecht.

Es ist diesig, die Fenster etwas zerkratzt, dann dunkel, so gibt es keine spektakulären Bilder.

Wir landen gut in Köln. Danke Eurowings!

Der Parkplatzservice klappt gut. Danke Carservice Cologne!

Unser Auto springt gleich an. Um 22:30h sind wir zu Hause.

Aus die Maus.

Gischt über Las Aguas.

Mein Morgenblick aufs Meer.

Zurück in Köln.

PS: Wir sind auf Tenerife 1300km gefahren und haben 30,5h im Auto gesessen.

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27.01.2017 Bajamar

Tag #16

Es donnert wieder. Wellen krachen an den Kai von Bajamar. Große Wellen!

Wir sind nochmal hier hergekommen, weil beim morgendlichen Brotpreisvergleich eine schwere Dünung gegen die Nordküste zog und schwere Dünung bedeutet Juchheissassa Erklinge am Leuchtturm von Bajamar.

So stehe ich wieder hier und kann nicht genug bekommen von dem, was die Natur zu bieten hat. Was für ein Schauspiel. Wellen krachen an den Kai, das Wasser steigt senkrecht hoch, bleibt einen Augenblick stehen und fällt wieder zurück. Es gibt kurze Pausen mit kleinen Wellen, aber dann kommen zwei, drei, die richtig groß sind. Die vom Kai zurück ins Meer reflektierten Wellen überlagern sich mit den Ankommenden, was eine stehende Welle gibt. Das ist sehr selten zu sehen, aber hier gibt es das.

Ich mache Aufnahmen, so gut es geht, aber das Gefühl im Bauch, wenn diese Donnerschläge der Brandung durch einen durchgehen, ist nicht einzufangen. Dafür muss man sich schon her bemühen. Ich bin glücklich. Wellen sind einfach klasse. Und hier gibt es genug für alle.

Die Wache vom Cruz Roja Española passt auf, dass sich Touris nicht in Gefahr bringen. Aber heute sind sie alle vorsichtig. Kein Problem.

Eigentlich könnte ich den ganzen Tag hier verbringen aber ich habe dafür nicht genug ‚Film‘ und wir wollen ja noch nach San Andrés. Nach gefühlt zwei Stunden brechen wir auf. Wir fahren zur Autobahn, überqueren die Insel, passieren Santa Cruz und fahren rauf nach San Andrés. Die Sonne ist draußen auf dem Meer zu sehen, aber am Strand zeigt sie sich nicht. So geht es mit den Füßen ins Wasser und nicht mit dem ganzen Körper. Wir drehen eine lange Strandrunde und nehmen zum Abschluss noch ein Tellerchen Papas fritas.

Dann geht es nach Las Aguas zurück.

Noch ein fantastischer Tag geht zu Ende.

Morgen fliegen wir nach Köln zurück. Da wir erst um 21:30h in Köln landen,

kommt morgen vielleicht kein Posting. Mal sehen.

Ich denke, dass ich noch ein kleines Video von ‚Tenerife 2017‘ veröffentliche und wohl auch die besten Bilder aus Smartphone und 5D Mark III hier zeigen werde.

Damit ihr das nicht verpasst, könnt ihr rechts auf der Seite unter ‚Blog per E-Mail folgen‘ eure EMailadresse eintragen, dann bekommt ihr bei jedem Posting (Beitrag) automatisch von WordPress eine EMail mit dem Inhalt des Postings als Text (ohne Bilder). Ich find’s praktisch.

Ein herzliches Dankeschön an alle Mitleserinnen und -Leser und ein besonders herzliches Dankeschön an alle, die per Twitter, EMail, Threema oder gar via eines Kommentars Anteil an unserem Urlaub genommen haben. Ich lese dann gerne eure Blogs, wenn ihr wieder mit Urlaub dran seid.

Weil Wellenbilder schon ganz gut sind, aber ein Video hier doch den etwas besseren Eindruck macht, gibt es heute ein Wellenvideo für euch. Alle Aufnahmen kommen vom iPhone 6S.

Oder:

https://youtu.be/E5oWzpBze00

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26.01.2017 Santiago del Teide

Tag #15

Sonnenschein und Wandertag ist die Devise. Die Sonne scheint, also wollen wir ins Teno-Gebirge. Gestern bei der Durchfahrt haben wir blühende Mandelbäume gesehen und hier gibt’s eine nette Tour, die wir schon kennen, die wollen wir neu erlaufen.

Auf der Fahrt verschwindet die Sonne hinter Wolken, der Teide zeigt sich auch nur kurz. Pech.

Wir laufen trotzdem. Von Santiago geht es den Camino Real runter Richtung Küste. Wir überholen eine geführte Wandergruppe und bewundern eine neue Klimazone mit wieder neuer Vegetation. Diesmal sind blühende Mandelbäume dabei.

Im Tal biegen wir dann scharf rechts ab und ersteigen einen Kamm, den Degollada del Roque. Hier bietet sich ein fantastischer Blick auf die Nachbarinsel La Gomera, das Meer, die Wolken und die Vulkanlandschaft zu unseren Füßen.

Wir unternehmen einen Versuch auf den Gipfel des Los Quemados zu kommen, aber der sehr enge und ausgesetzte Weg ist mir zu nahe am Verderben, nach 20 Minuten brechen wir ab.

Vom Degollada del Roque führt ein schöner Weg über verschiedenfarbige Lava zurück zum Auto.

Weil es empfohlen wird und wir hungrig sind, kehren wir in Santiago im Restaurant El Patio ein. Wir stärken uns mit Queso Asado, Gambas al Ajillo und Potaje Canario. Das Essen ist gut, aber es wird so weit auseinander serviert, dass wir uns gegenseitig zuschauen, statt miteinander essen können.

Als wir das Lokal verlassen, regnet es leicht. Das bleibt auch so bis Las Aguas. Die ersten Tropfen seit 15 Tagen.

Trotzdem ein schöner Tag und eine sehr schöne Wanderung.

Blühende Mandelbäume.

Blick vom Camino Real zur Küste.

Blick auf La Gomera.

Pfad zum Los Quemados.

Queso Asado – gebackener Käse mit Ahornsirup.

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25.01.2017 Chayofa

Tag #14

Heute ist Familientag. Wir fahren nach Chayofa und besuchen eine Großcousine von mir. Ihre Oma Mathilde ist die Schwester von meinem Großvater Egbert.

Ein toller Besuch, viele neue Eindrücke, schöne Geschichten, ein besonders Geschenk! lecker Essen, sonniges Wetter. Alles super.

Nach dem Besuch zieht es M* noch ins Meer und wir fahren nicht weit zum Strand von Los Christianos. Los Christianos ist eine lebhafte, junge Stadt, also voll und laut. Das mögen wir nicht so und sind ganz froh, als wir wieder auf der Bahn in den Norden sind.

Strand von Los Christianos.

El Teide in der Abendsonne.

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24.01.2017 Cueva del Viento

Nach dem Dach von Tenerife gestern, geht es heute in die Tiefe. Wir haben per Internet eine Höhlentour gebucht, die Cueva del Viento in Icod. Überpünktlich sind wir da. Um 13:15h geht es los mit einer Einweisung und Erklärung. Wie Lavahöhlen entstehen, über die Lavasorten Pāhoehoe-Lava, ʻAʻā-Lava, Blocklava, was man für Lava an der Oberfläche findet und wie man das am Pflanzenwuchs feststellen kann. Alles super interessant. Carsten erklärt das kompetent, witzig und auf Deutsch.
Dann gibt es Helme mit Stirnlampe und Akkupack zum Umschnallen. Mit Kleinbussen geht es steil hoch zum Waldrand. Die Lavahöhle, die wir anschauen wollen, ist von Lava des Pico Viejo gebildet worden. Der Pico Viejo ist nach dem Teide der zweithöchste Inselvulkan und einer von 321 Feuerbergen auf Tenerife.

Jetzt geht es ein Stück zu Fuß durch den Wald. Und als die Kiefern aufhören, hört auch die Blocklava auf. An der Pāhoehoe-Lava erkennt man, dass darunter Lavahöhlen sein können. Carsten öffnet ein schweres Gitter und es geht in die Lavahöhle. Hier ist alles so belassen, wie es ursprünglich war. Der Boden ist uneben und scharfkantig und es gibt keine Beleuchtung, außer unseren Helmenlampen. Wir gehen in der Röhre, die die Lava hinterlassen hat, als sie vor 27.000 Jahren den Berg runter zum Meer geflossen ist. Sieht super aus und ich beschließe gleich mal, dass ich die IT drangebe und Höhlenforscher werde!
Wir gehen in eine Seitenhöhle, schauen uns riesige Felsbrocken an, die aus der Decke gefallen sind, sehen Verzweigungen und Zusammenflüsse. Dazu erzeugen die Helmlampen eine besondere Atmosphäre und man muss sich konzentrieren, wohin man leuchtet, bzw. seinen Kopf bewegt, um ein ordentliches Bild einzufangen. Rucksäcke und Taschen sind verboten in der Höhle, ich nehme mal an, damit man nicht irgendwo hängenbleibt aber Fotografieren ist erlaubt und es wird kräftig ausgenutzt. Sogar die befürchteten Blitze meiner Spezialfreunde bleibt praktisch aus, Männer und Frauen blitzknallen nicht doof in der Gegend rum, sondern nehmen das Licht, was sie sehen, was auch völlig ausreicht.
Als wir an der tiefsten Stelle angelangt sind, gibt es Tageslicht zu sehen. Ca. 17 Meter über uns ist ein alter Eingang in die Höhle, der jetzt aber mit einem Gitter verschlossen ist, damit niemand hier landet, der nicht bezahlt hat.
Auf dem Rückweg setzen wir uns an geeigneter Stelle und löschen alle Lichter, sogar leuchtende Uhren decken wir ab. Das ist absolute Finsternis. Kein Photon fliegt mehr umher. Das ist richtig dunkel. Wo hat man das sonst noch? Dann bittet Carsten uns ruhig zu sein und uns nicht zu bewegen. Das ist die absolute Stille in der absoluten Findternis. Sehr cool. Auch toll, dass das klappt. Sonst hat man ja gerne Scherzbolde dabei, die diese Erlebnisse durch Witze, die keine sind, zerstören.
Dann geht es wieder raus. Wie hell es hier ist!
Nach 2+1/2 Stunden sind wir am Parkplatz und schade, das Abenteuer ist schon vorbei. Wer von euch also keine Engenangst hat und gut genug zu Fuß ist, sollte sich das nicht entgehen lassen. Ich musste mich mit meinen 192cm Höhe nur einmal bücken, das wars.

Wir fahren steil runter nach Icod und holen ein paar Pflanzenbilder nach, denn die internationale Pflanzenbestimmungskommissionsvorsitzende D* vom HoDoBlog konnte eine der Blüten auf einem unserer Bilder keinen Namen geben und jetzt liefern wir noch ein paar Fakten nach. Mal sehen, ob das reichen wird oder ob D* und HdGr mal nach Tenerife kommen, um der Sache auf den Grund zu gehen.

Ein kleiner Einkauf rundet den Tag ab. Ich werde Höhlenforscher!

PS.
60 Cent. Ihr wißt schon.
Preis Höhle: Je 20€. Kann man nur per Internet buchen. Keine „Abendkasse“.
Der Heilige bei der Prozession war wohl der Heilige Antonius. Er ist Schutzpatron der Bauern und der Tiere. Das erklärt das Attribut Katze. Und evtl. war die Kuhversammlung eine Tiersegnung. Carsten hat das M* heute auf Nachfrage erklärt.

Höhlenforscher in spé mit Frau.

In der Höhle.

Leuchte mal nach da!

Höhlenende und Schacht nach oben.

Wieder im Wald.

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23.01.2017 Sternenhimmel

Tag #12 Nachtrag.

Gestern abend war ein toller Sternhimmel zu sehen. Das erste Mal in diesem Urlaub. Sonst waren meist zu viele Wolken da, die die Sicht auf die Sterne verhinderten oder der Mond schien zu hell. Gestern war es anders.

Ich war auf der Sonnenterrasse und konnte mich nicht satt sehen. Orion stand hoch am Himmel in seltener Klarheit. Sogar der Orionnebel (M42) war wundervoll zu sehen. Mit dem Kieker konnte man das bläuliche Leuchten der Plejaden sehr gut zu einzelnen Sternen auflösen. Die Plejaden sind das Sternbild, was auf der Himmelsscheibe von Nebra abgebildet ist.

Für mich ungewohnt, balancierte der Große Wagen (Ursa Major) auf der Deichsel und der Polarstern stand ziemlich tief über dem Horizont. Ich dachte: Versuch doch mal ein Startrailbild und baute Smartphone und Stativ auf.

Man sieht, wie die Erde sich unter dem Sternhimmel wegdreht und die Sterne auf dem „Film“ Striche hinterlassen. Der Polarstern steht (fast) still, der Himmel dreht sich scheinbar um ihn.

M* kam dann auch noch mal auf die Astronomieterrasse und als wir gerade gemeinsam schauten, ging ein unglaublich große Feuerkugel fast senkrecht über dem Meer nieder. Ein Meteor. Fantastisch. Die Herzen hüpften vor Freude! Leider, leider war die Feuerkugel knapp außerhalb des Sichtfeldes meines Smartphone. Wenn das gepasst hätte, wäre das mein Bild des Jahres gewesen! Aber auch so: Saugut!

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23.01.2017 Pico del Teide

Tag #12

Heute soll es ein besonderes Glanzstück werden. Wir fahren auf das Dach von Tenerife, es geht hoch zum Pico del Teide.

Über La Orotava und Los Organos geht es hoch und höher. Die Vegetation ändert sich zu ‚immer karger‘ und hört dann auf. Wir sind am Parque Nacional del Teide. Hier ist vulkanische Wüste, fast keine Pflanzen, dafür Lava, Bimsstein, Asche in gelb, rot, braun und schwarz. Sehr sehenswert!

Wir fahren bis zum Kegel des Teide.

Wir haben Glück mit einem Parkplatz. Jetzt Jacken raus, winddicht machen und feste Schuhe an. Es ist kalt auf 2300m über dem Atlantik und es bläst eine steife Brise. Dafür scheint die Sonne vom blankgeputztem Himmel.

Wir starten langsam und dann mit einer Pause. Unsere Körper wollen sich auf die Höhe einstellen.

Bei strackem Gegenwind geht es jetzt langsam bergan. Wir gehen zu den Los Huevos del Teide den Teide-Eiern.

Atemraubende Landschaft ist um und unter uns. Sie ändert sich alle paar Schritte. Wir sind über den Wolken, die mit dem Meer verschwimmen und am Horizont sieht man die Gipfel von Gran Canaria. Höher und höher steigen wir. Erste Schneefelder tauchen auf. Der Schnee hat eine Eiskruste. Wahrscheinlich taut er am Tage an und friert in der Nacht.

Die Wandersleut, die uns begegnen sind alle gut ausgerüstet, heute ist niemand von der Badelatschenfraktion unterwegs. Auf La Palma haben wir die öfters im Gebirge getroffen…

Noch ein echter Kerl ist, wie ich, in kurzer Hose unterwegs, dafür aber auch gut verpackt in oranger Everestkleidung.

Noch ein paar Schneefelder, noch ein paar Kurven, dann sind wir bei den Los Huevos del Teide. Die Huevos sind riesige Lavakugeln, die irgendwann aus dem Krater geflogen und hier eingeschlagen sind oder sie sind bis hierher gerollt, die Wissenschaftler sind sich nicht einig. Jedenfalls sind es mächtige Teile und wir bewundern sie gebührend. Nach einer kurzen Rast geht es zurück, diesmal mit dem Wind und bergab, das macht es leichter.

Gerade am Auto stürmt ein junger Mann den Berg runter und fragt, ob wir rechts rum fahren. Jo. Ob er mitkönne? Klar. Der Bursche ist Schotte und ich erkläre ihm, dass der Fahrpreis ein Witz ist, den er uns erzählen muss, was er dann tatsächlich auch tut. Scotty hat den Bus verpasst und wir fahren ihn zum Parador de Las Cañadas del Teide, das ist das Rasthaus und da steht der Bus und wartet noch.

Ich mache noch ein paar Bilder vom Roque Cinchado (Gottesfinger) mit Teide. Das Bild ist ein Muss. Jede Reiseführerin hat den Roque Cinchado vorne drauf.

Dann geht es durch 5000 kleine Kurven wieder den Berg runter und nach Las Aguas, wo es was Warmes zu Essen gibt.

Schon wieder ein Glanztag vorbei.

Wir merken uns, dass man im Rasthaus oben mal eine oder zwei Nächte verbringen muss. Am besten bei einem Meteorschauer. Hier oben sind sicher 1A Bedingungen für Startrailbilder. Auch Sonnenauf- oder Untergang am Teide dürfte was hergeben.

M* in der Lavawüste.

Schneefelder am Weg.

M* schiebt ein Teide-Ei aus dem Weg.

Roque Cinchado und der Gipfel des Teide.

Nach Las Aguas immer gerade aus.

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22.01.2017 Madre del Agua

Tag #11

Uns zieht es nochmal zu den Kühen. Gestern hatten wir ein paar gesehen, die Richtung Tacoronte zogen. Also schwingen wir uns nach Yoga und dem sonntäglichen Leckerfrühstück auf die Bahn nach Norden. In Tacoronte ist wieder Markt und tatsächlich ist der Kuhplatz voll mit Mensch und Tier. Die Kühe und Stiere sind alle angebunden und stehen in der Sonne und freuen sich. Wir bekommen nicht raus, ob das hier ein Viehmarkt ist oder ob die alle hier nur die Luft so toll finden … Aber die Tiere sind z.T. fein geschmückt, alle sind sehr sauber und die Hirten und Treiber stehen zusammen und schwade und schwade. Ab und zu wird ein Gläschen Vino Tinto gekippt. Ganz entspannt geht es hier zu.

Wir quetschen uns zu den Viechern runter. Ich mache noch ein paar Aufnahmen. Mit Respekt begegnen wir den Hinterteilen und besonders den Stieren. Aber weder keilt mal ein Tier aus, noch sind die Stiere auch nur einen Hauch aggressiv. Sehr schön so.

In der Markthalle ergänzen wir gerade den Vorrat an Sternefrüchten (wie immer die auch heißen, der Querschnitt ist der eines fünfzackigen Sternes, sie sind gelb und schmecken lecker), da hört man Blasmusik und offenbar ist ein Umzug im Gange. Silke auch Karneval, denke ich und fix raus. Aber es ist eine Prozession. Eine Heiligenstatue wird von Männern getragen. Ein Bischof mit Stab und als Attribut offenbar eine Katze. Hm. Ich bin ratlos. Hinter der Figur geht ein Priester (keine Messdiener), dann kommen zwei Reihen Zivilisten (Honoratioren?), dann kommt ein Musikcorps, das sehr, sehr langsame Musik spielt. Spielte da das Musikcorps Köln-Flittard, wäre die Prozession sicher schneller aus. Dahinter kommen noch ein paar alte Frauen und Männer. Auch hier ist Prozession wohl nicht mehr die Form der Anbetung, hinter der die Massen stehen. Auf dem Kuhplatz ist deutlich mehr los und lässt man das Musikcorps weg, ist am Getränkewagen mehr los, als mit dieser Prozession. Alles, wie bei uns …

Da der Tag noch jung ist, fahren wir den Berg hoch zu den Riesenbäumen bei Madre del Agua. Die Jungs sind neu für uns, die stehen nicht im Wanderführer. Wir laufen ein bisschen und es ist wieder so ein klasse Lorbeerwald um uns rum. Diesmal ist noch Eukalyptus dabei. Die Riesenbäume sind kleine Baumfamilien, die so eng zusammenstehen, dass man sie für einen Baum halten kann. Mächtiger Umfang, z.T. sehr hoch. Schon ganz gut! Wir drehen eine 2-Stunden-Runde, dann sind wir zurück am Auto und auch früh zu Hause. Ein Kaffee, der FC und ein Sonnenbad runden den Tag ab.

Wieder alles schön!

PS: Mich erreichten ein paar Preisnachfragen.

Brot. Es ist bei 60 Cent pro Brot im El Roque geblieben. Heute, gestern, davor. Warum da einmal 63 Cent waren? Keine Ahnung. Dass es am Wochenende vielleicht teurer ist, kann ich also nicht bestätigen. Ich passe aber weiter auf, was sich tut.

Sprit. Heute haben wir vollgetankt. Eine Tankfüllung war verbraucht. Für knapp 40 Liter zahlte ich 36€. Der Preis für Super stand mit 0.889€/L angeschlagen, der für Diesel 0.96€/L. Hammer, oder?

Kuh- und Stierplatz.

Zwei Stiere unter dem Joch.

Riesenstier vor Kleinbus.

Riesenbaum.

Wald, Felshöhlen und Brückengeländer.

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21.01.2017 Mesa del Ma

Tag #10

Kaiserwetter der Stufe 8. Das wollen wir zum Baden nutzen. Aber vorher Markt. Und Einkaufen müssen wir auch noch.

Die Planungskommission findet, Tacoronte, El Pris und Mesa del Mar sind dafür bestens geeignet. Okeeee, so machen wir es.

In Tacoronte ist kein Kuhkampf heute, dafür ist der Markt was quirliger. Wir kaufen allerlei gesundes und leckeres für fast kein Geld. Erstaunlich.

Von der Markthalle geht es in den kleinen Supermarkt, dann stürzen wir das Autochen und uns den Hang runter nach El Pris. Es gibt von dem kleinen Fischerdorf eine tolle Aussicht die Küste lang und oben drüber schaut der schneebedeckte Gipfel des Teide aus einem Wolkenband. Schon sehr schön.

Wir starten mit Cortado und Café con leche an dem kurzen Promenädchen, während die Wellen an die Küste und die Felsen donnern.

Wir schlendern den Küstenpfad nach Mesa del Mar. Hier hocken zwei Hochhäuser auf einem Felsen im Meer. Etwas gruselig, aber die Aussicht von den Wohnungen da wird gigantisch sein. Vor der Anlage ist ein Meerwasserschwimmbecken und ringsum an den Felsen kocht die See und donnern die Wellen.

M* ist schwupps im Wasser, ich folge etwas gemütlicher. An der Außenwand des Beckens schießt bei den großen Wellen die Gischt steil hoch. Wenn man nur einen Meter entfernt ist, kann man kaum genug davon bekommen. So tummeln wir uns eine Weile im Wasser. Bei Sonne und ca. 18 Grad Wassertemperatur, ist es sehr angenehm.

Der „Strand“ am Beckenrand besteht aus Holz, da wärmen wir uns eine Weile auf und schauen dem kochenden und donnerndem Meer zu.

Wir gehen noch ein Stück den Küstenpfad, er ist länger geworden seit dem letzten Besuch.

Die Sonne hat sich jetzt hinter dickem Grau versteckt, auf der Rückfahrt regnet es sogar ein paar Tropfen. Draußen auf dem Meer sieht man Schauer und einen Regenbogen.

Wir halten noch mal an einem Supermarkt, der schon von der Autobahn aus riesig ist. Aus der Nähe wirkt er so, als ob er eine Fahrradausgabe braucht, damit man überall bequem hinkommen kann.

Wir kaufen nur Kleinigkeiten, aber die Größe und Lautstärke des Schuppens ist enorm. Allein eine Regalwand ca. 30m x 2,50m nur Thunfisch! Zwei Regalwände nur Cola. Bier aus ganz Europa (aber kein Kölsch), Wein aus der ganzen Welt … Circa 30 Kassen, über 10 haben auf.

Als wir in Las Aguas sind, geben Himmel, Wolken und die Abendsonne noch ein kleines Lichtfestspiel der besonderen Art. Grandios.

Markthalle in Tacoronte.

Möhrchen. Lecker und lustig.

El Pris, Mesa del Mar dahinter. Über den Wolken El Teide.

Riesensupermarkt.

Las Aguas. Lichtfestspiele.

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