Liebestolle Kühe

Ich bin ja gegen Hormone und Chemie in der Tierzucht. Heute ist wieder so ein Tag, wo mir das bewußt wird.
Der Tag beginnt mit der Anfahrt zum Parkplatz ‚Zumis‘. Im ‚Free Solo‘ will ich heute die höchste Spitze der Rodenecker Alm, das Astjoch (2194m) ohne Hilfsmittel und ohne Sicherung besteigen. Ich habe dazu mein schwarzes freesolo Funktionshemd und den berühmten Tilley Hat ausgewählt. Die richtige Ausrüstung ist wichtig. Gute Vorbereitung sowieso.

Ich starte um 09:30 Uhr und komme gut voran. Dass etwas nicht stimmt bemerke ich, als Kuh Frieda, die erste am Wegrand dieses Gesicht macht:

Kuh Frieda

Ich denke mir nichts, denn ich habe das Ziel fest vor Augen und will mich nicht ablenken lassen. Doch es offenbart sich, dass da etwas nicht in Ordnung ist, als Kuh Hertha ganz offensichtlich versucht mich zu küssen. Hallo? Küssen??

Kuh Hertha

Etwas stimmt nicht, aber was? Keine Zeit, ich muss weiter. Ich turne das Astjoch hoch und erreiche den Gipfel 11:34 Uhr. Eine gute Zeit. Ich schaue etwas angestrengt, denn die Kühe wollen mir nicht aus dem Kopf:

Free Solo

Die erste Kuh, die mir beim Rückweg über den Weg läuft ist Ludmilla, auch sie versucht micht zu küssen.

Kuh Ludmilla

Es muss an meiner Kleidung liegen, oder? Der Hut ist es nicht. Für den Hut hat mich noch nie jemand geküsst schon gar keine Kuh. Ist es mein Hemd? Es ist das Hemd. Das spezial freesolo behandelte Multifunktionshemd, das muss es sein. Und die Kühe haben etwas Chemie bekommen, dass sie so scharf auf mein Hemd sind! So muss es sein. Die wenigen anderen Touris hier, sind nicht so attraktiv für die starken Kuh-Mädels hier, wie ich bemerke. Hm. Ganz sicher Hormone, der BUND sagt das ja schon seit Jahren. Oder Zaubertrank in der Hütte, die nachts nicht bewacht ist und deren Schloß kaputt ist, schießt es mir durch den Kopf.

Richtig Angst bekomme ich, als ich den vollen Einsatz von Elsa sehe, die mich offenbar nicht nur küssen, sondern gleich ganz verschlingen will …

Kuh Elsa

Ich rette mich zum Parkplatz, eine ganz Herde ist mir auf den Fersen. Nur mit Mühe kann ich während der Hatz ein Beweisbild aufnehmen:
Kuhverfolgung

Sebl rettet mich, ich springe in das mit laufendem Motor wartende Hubbies-Fahrzeug, Sebl läßt’s quietschen und wir fliegen den Berg runter, weg von den Kühen, weg von falscher EU-Agrarpolitik, von Chemie und Hormonen. Ich stelle mir vor, dass ich vielleicht heute nacht von Kühen träumen werden. Aber bitte wenn es schon nötig ist, dann so:

Ich muss sicher ncht extra erwähnen, dass ich Hormone in der Tierzucht doof finde, oder?

Über Florian Seiffert

http://www.seiffert.net
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