Ölberg

Der Muezin weckt um 4:30. Ob um die Zeit wohl jemand zur Moschee geht?
Ein Rudel Hunde bellt endlos in die Dämmerung.

Wir beten die Laudes um 6:00. Dann Frühstück, dann Fahrt zum Ölberg. Wir besichtigen den Garten Getsemani mit Getsemani-Kirche. Da dort Gottesdienst ist, wollen wir nicht stören und wenden uns dem Mariengrab zu. Nach kurzer Zeit der Besichtigung fahren wir vom Fuß zum Gipfel und beten ein „Vater unser“ in der Paternosterkirche. Hier herrscht der wilde Trubel. Gut nur, dass sich alle Gruppen vor ihrer eigenen „Vater unser“-Version (Bilder/Kacheln in 140 Sprachen) tummeln, singen, beten aber meist fotografieren.

Vom Ölberg aus gibt es die beste Sicht auf die Altstadt und wir drücken fleißig auf die Auslöser. Yossi sprudelt über von Erklärungen und Geschichten. Wir lauschen begeistert.
Nächste Station ist Dominus Flevit „Der Herr weinte“. Eine Kirche in Tropfenform, die – ganz unüblich – nicht nach Osten, dem Morgen entgegen, sondern nach Westen hin ausgerichtet ist. Die Achse der Kirche zielt genau – am Felsendom knapp vorbei – auf die Grabeskirche. Hier haben wir unseren Gottesdienst. Die Zeit-Irritationen mit der Gruppe vor uns ignoriere ich, wir haben eine Stunde, das ist mehr als genug. Ich will mich einfach nicht ärgern.
Es folgt ein wunderschöner Gottesdienst für unsere Gruppe. Der Chef gibt alles. Ich sitze ganz hinten mit Blick durch das Altarfenster auf Felsendom und Grabeskirche. Einfach super. Zum „Vater unser“ fassen wir uns in der Gruppe immer alle an der Hand. Ich kann diesmal nicht, ich greife mir den greisen Pater, der sich durch die Sakristei in die Kirche geschlichen hat und hinter mir sitzt. So halten wir zwei uns aneinander fest und beten zusammen das Gebet des Herren. Der Greis steht dann sogar extra auf, um mir die Hand zum Friedensgruß zu schütteln. Es berührt mich, wie sehr er strahlt.

Nach dem Mittagessen geht die Fahrt nach Yad Vashem (s.u.)

Ein besonderes Glanzlicht ist dann der Gang durch den Hasmonäer Tunnel. Nur Elisabeth und Yossi danken wir das. Der Tunnel geht an der Klagemauer los und führt an der Grundmauer des zweiten Tempels lang. Tief unter der Erde. Ziemlich klasse.

Der Tag endet mit Kaufrausch im „heiligen“ Andenkenladen in Bethlehem. Eigentümer sind hier Christen, anders als in der Jerusalemer Altstadt. Die Gruppe lässt hier wirklich viel Kohle liegen.

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Zum Gruppenbild muss ich anmerken, dass das nur mit 10mm Weitwinkel zu machen war. Mit der Handykamera gabs keine Chance. Da ich ohne Laptop die Kamerabilder hier im Blog nicht veröffentlichen kann, ist das obige Gruppenbild ein „Bildschirmfoto“ des Kameramonitors mit dem Handy aufgenommen. Deswegen auch das etwas matschige Bild. Sorry. Gute Bilder in hoher Auflösung kommen nach der Reise.

Über Florian Seiffert

http://www.seiffert.net
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