Kreuzweg

Nach der Frühmesse in der Grabeskirche gibt es erstmal Frühstück. Auch die Kranken schleppen sich herbei und schleichen sich mit Tee oder Cola wieder ins Bett zurück. Achtzehn von Achtundzwanzig machen sich dann auf zur Annakirche und zum Teich Bethesda. Wir nutzen die gute Akustik um in der Kirche zu singen.

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Dann beten wir den Kreuzweg und gehen dabei die Via Dolorosa von der ersten Station bis zur Grabeskirche, auf deren Dach wir dann die letzten Stationen beten. Der ganze Kreuzweg ist eine kleine Glaubensdemo, denn wir stehen z.T. mitten auf der Straße und Geschäftsleute, Touries, Jugendliche, Mütter mit Kindern quetschen sich an uns vorbei. Heinz-Josef ist genau der Richtige, um hier als Lektor zu dienen. Mit schallender Stimme liest er die Texte, Gebete und Gedanken. Und uns stört das prall-bunte Leben ringsrum nicht und wir stören auch nicht – man kennt „diese Christen“, die laut beten. Ein sehr harmonisches Miteinander von Leben und Glaubensdemo in der Heiligen Stadt. Viel (neu) bemerkenswertes steckt in den Texten. Da der Nachmittag nur ein lockeres Programm vorsieht, habe ich Zeit zum Nachdenken über die Kreuzwegtexte.

Elisabeth führt uns zu einem Fruchtsaftladen und ich nehmen einen wunderbaren Granatapfelsaft. Dann wühle ich mich durch die wilden Läden des moslemischen Viertels, um die Frage „und Schatz, hast Du mir was mitgebracht?“ mit meinem spezial-selbstverständlich-Lächeln beantworten zu können.

Über Florian Seiffert

http://www.seiffert.net
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