I’m in fucking Scotland

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Vom Flughafen gehts mit dem Taxi zur Unterkunft. Pollock Halls. Das sind Studentenunterkünfte, die aber in den Ferien vermietet werden. Sieht alles gut aus. Das Frühstück ist sehr ordentlich und wir machen uns mit dem Bus auf ins Zentrum. Wir gehen die High Street hoch, Richtung Castle. Es ist sehr viel los und tausende Touris bevölkern die Stadt. Am Ticketschalter des Castle ist ein Schlange, die so lang ist, dass wir uns das Schloss schenken. Wir wählen einem Rundweg durch die Altstadt. An einem Aussichtspunkt genießen wir den Blick bis zum Meer, während neben uns ein Typ laut in sein Handy brüllt: „I’m in fucking Scotland“. Sieht auch wirklich nicht glücklich aus der Typ. Tja, so unterschiedlich kann Schottland empfunden werden.

Nach weiteren Besichtigungen, gehts zu Fuss zurück zur Unterkunft. Wir holen unser Gepäck und lassen uns zum Flughafen fahren. Ich schaue dem Taxifahrer über die Schulter und präge mir Linksfahren ein.
Am Flughafen holen wir unseren Mietwagen ab, ein winziger Opel. Ich passe so gerade rein und sitze auf der falschen Seite. Das kann zwar heiter werden, wird es aber nicht. Es geht ganz gut. Ich halte mich an die vor mir fahrenden Autos, die fahren auch alle auf der falschen Seite.
Die Kreisverkehre sind etwas anstrengend, besonders da zum Verkehr und dem Linksfahren die Schaltung des Wagens auch Links ist und ich so mit der falschen Hand schalten muss, die das richtige Gefühl für die Gänge noch nicht hat.

Wir gelangen gut auf die Autobahn nach Norden, überqueren den Firth of Forth mit Blick auf die schönste Eisenbahnbrücke der Welt, dann immer gerade aus. Hinter Dundee gehts nach Forfar. Dort ist ein Aldi und Maren liebt deutsche Geschäfte im Ausland.
Das Sortiment wird nur durch wenig Bekanntes getrübt, dafür ist das Konzept gleich vertraut und wir finden uns gut zurecht. 72 £ später schaukeln wir zurück auf die A90 und freuen uns über Lebensmittel für gefühlt eine Woche an Bord.
Es geht an Aberdeen vorbei weiter nach Norden. Auf kleinen und kleinsten Strässchen erreichen wir das Fischerdörfchen Gardenstown. Hier haben wir ein Häuschen „direkt in der Brandung“ gemietet. Die Zufahrt ist schmal und gleich an der Kante zum Strand. Ein Lenkfehler und die Karre liegt 4m tiefer im Wasser. Maren steigt schonmal aus, um die richtige Hausnummer zu finden. Alles klappt reibungslos: Häuschen ist da, Schlüssel passt, Koffer und Vorräte ins Haus, Blick aus Meer genießen, langsam Abschalten. Wir schlendern nach einem Imbiss noch bis zum kleinen Hafen und freuen uns am Meer, an den Fischerbooten, der frischen Luft und den freundlichen Menschen, die in der Abendsonne mit Whisky oder Bier sitzen und alle freundlich grüßen. Schottland ist klasse.

Über Florian Seiffert

http://www.seiffert.net
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