Schluchttour

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Ein Glanzlicht auf La Palma ist die Schluchttour. Wir brechen früh auf, das empfiehlt sich. Bei den VLF holen wir Anig ab, die uns netterweise begleitet. Die beste Ehefrau von allen is „watt nervös“ ob des Wetters, aber das Wetter ist kein Problem heute, es ist auch in der Schlucht sonnig und frei von Niederschlag.
Wir fahren in die Caldera, den RIESIGEN Krater der Insel. Unten am Grund gibt es einen Taxidienst, der für festgesetzte 51€ pro Taxi die Wanderer hoch fährt. In wilden Serpentinen, schrauben wir uns am Innenrand der Caldera hoch, bis wir nach ca. 30 Minuten das Ende der Piste erreichen. Hier am Brecitos, startet das Wandern. Die Tour führt nun an der Calderawand nach unten, bis man den Kratergrund und das Wasser erreicht. Von dort geht es immer dem Wasserweg folgend aus der Schlucht hinaus zum Parkplatz.

Wir haben ein spanisches Paar mit im Taxi, die die Tour zum ersten mal machen, sie überholen nach einem Kilometer und werden nicht mehr gesehen. Bei Sonnenschein bewundere ich vor allem die alten und gigantischen Urgroßväterbäume, die hier überall stehen. Kanarenpinien, denen die alten Nadeln so dicht im Pelz hängen, dass darauf z.T. schon wieder Farne wachsen. Dazu sind eigentlich alle Bäume angebrannt, haben schwarze, rissige Rinde. Sie werden wohl mehr als einen Waldbrand überlebt haben. Wirklich tolle Bäume, schwer mit der Kamera einzufangen.
Wir erreichen die Zona de Acampada und treffen hier erstmals einen breiten Bachlauf.
Nun geht es nach einer Pause steil bergab – aber der Weg ist gut befestigt und mit Wanderschuhen kein Problem. In Phase 3 erreicht man das Flussbett und hat nun ca. 5km von Fels zu Fels und Stein zu Stein springen. Ein Universum an Steinen aller Größen, Formen und Farben ist zu betreten, zu betrachten und zu überwinden, ohne zu tiefe Bekanntschaft mit dem Wasser zu machen. Nicht immer leicht für einen mittelalten Sack, wie mich.
Der Blaubasalt hat es mir am meisten angetan. Tolle Farbe, weiche, runde Formen. Blaubasalt stammt vom Meeresgrund und ist hier, weil er bei der vulkanischen Entstehung von La Palma über die Meeresoberfläche gedrückt wurde.
Das Flussbett hat zu viel Wasser, um ihm immer folgen zu können, an kritischen Stellen gibt es höhere Wege am Rand.
Schließlich weitet sich die Schlucht, aber bis zum Ausgang sind es noch immer 3km. Immer noch geht es von Stein zu Stein. Puh!
Ohne Konzentration gibt es zumindest nasse Füße.
Nach 6:42 Stunden und 16,8km (GPS) sind wir erschöpft am Auto.
Es geht zurück nach Puerto Naos, wo die Brecher und die rote Flagge das Bad im Atlantik verwehren.
Der Abend klingt in der Orinoco-Bar aus, wo leckeres einheimisches Essen serviert wird und alle VLF es mit uns krachen lassen – und der EffZeh hat auch gewonnen, was will man mehr?
Wieder endet ein schöner Urlaubstag, wieder einer mit einem schönen Glanzlicht.

Über Florian Seiffert

http://www.seiffert.net
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