Mittwoch 20.03.2013 – Tag #11: Jerusalem

Wir beten die letzte Laudes im heiligen Land in der Kapelle des Pilgerhauses, dann gibt es Frühstück. Wir stürzen uns in das bunte Getümmel hinter dem Damaskustor und winden uns hinter Yossi her durch Gassen und Gässchen zum Zionsberg. Da wir noch Zeit haben, schauen wir uns zunächst den Saal des letzten Abendmahls an, der aus der Kreuzfahrerzeit stammt. Da das letzte Abendmahl in einem Obergeschoss stattfand und zweistöckige Häuser damals nur auf dem Zionsberg standen, ist mir jeder Fleck hier gut genug für ein Gedenken und der Kreuzfahrerraum sieht schlicht und einfach aus. Wir singen ein Lied und gehen dann zur Kirche rüber. Wir feiern heilige Messe. Michael erinnert an das letzte Abendmahl und dass es Glaube der Kirche ist, dass Jesus selbst mit uns feiert.
Nach dem Gottesdienst gibt es den besten Kaffee des Heiligen Landes, sagt Yossi. Wir glauben auch hier an die Überlieferung und lassen es uns schmecken.
Dann gehts weiter zu Fuß an der Stadtmauer entlang zum Jaffa-Tor. Yossi zeigt uns die beiden Hotels, die für Obama vorgesehen sind, wo es vor Sicherheitsleuten kräftig wimmelt. Die Gruppe geht in die türkische Zitadelle und bestaunt die Ausstellung, ich setze mich in die Sonne und schaue dann nach elektronischen Fassungen der Gottesdienste für das heilige Land, aber es gibt die erwartete Fehlanzeige. Die Kirchenleitung vergibt (zumindest auf deutsch) die Chance die zahllosen Smartphone- oder iPad-BesitzerInnen kostenlos mit dem Wort Gottes zu versorgen. Es wäre wirklich ziemlich einfach. Nach 90 Minuten ist meine Pause vorbei und Yossi führt uns zu einem Laden gleich am Österreichischen Hospiz und wir essen Falafel oder Gyros in der arabischen Version. Yossi zeigt uns den Weg nach Hause und zur Westmauer des Tempels (Klagemauer). Ich gehe mit zur Mauer. Diese alte Mauer ist der heiligste Ort des Judentums und ich freue mich, dass man mich als Christen hier beten lässt. Ich lege die Hände an die Mauer und mich durchschauert mich sehr heftig. Seit wirklich tausenden Jahren wird hier zu dem einen Gott gebetet und wie die vielen vielen Zettelchen in den Ritzen und Spalten stecken hier Gebete, Sorgen, Hilferufe, Verzweiflung, aber auch Freude und Dank im Stein. Halt all die Dinge mit denen man zu einem liebevollen Vater oder einer liebenden Mutter kommt.
Die Frauen gehen shoppen und ich begleite sie ein Stück. Dann gehts zum Paulushaus zurück. Morgen wird es anstrengend und ich will mich etwas ausruhen.
image
image
image
image
image


Das Programm für morgen:
12. Donnerstag, 21.03.2013
Hl. Messe in der Grabeskirche um 5 Uhr (4 Uhr deutsche Zeit)
Fahrt zum Flughafen Ben Gurion – LH-Flug 14.30 Uhr
Ankunft in Düsseldorf 18.25 Uhr

Über Florian Seiffert

http://www.seiffert.net
Dieser Beitrag wurde unter Israel veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Schreibe einen Kommentar

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s