Malpaís de Güímar, Tag #13

Heute hat der Leistungskurs Biologie, Stufe 12 des Johanneum Gymnasium Herborn eine Exkursion gebucht. Es geht zur einer besonderen Vulkanlandschaft auf Tenerife, der „Malpaís de Güímar“. Thema ist: „Bringen Sie die verschiedenen Vegetationsstufen der Landschaft in Zusammenhang mit Mikroklima, Bodenbeschaffenheit, Windrichtung, Höhe über NN unter besonderer Berücksichtigung von Niederschlagsmenge und Temperatur“. Zeit 3,5 Stunden. Viel Glück.

Der Leistungskurs setzt sich gegen Mittag in Bewegung, nachdem sich die TeilnehmerInnen noch mit einem Frühstück stärken konnten. Es geht die Küstenstraße, dann die Autopista del Norte lang. In Santa Cruz ist es etwas tricky, die Abfahrt auf die Autopista del Sur zu finden, denn sie ist etwas bescheiden und kündigt sich kaum an, aber Fahrer Diego meistert dieses Problem. Er führt die Gruppe sicher nach Puertito de Güímar, findet einen perfekten Parkplatz und die Gruppe kann starten.
Es geht am Meer entlang Richtung Nordost. Die beiden Lehrerinnen Maria und Elke müssen nochmal zurück, es ist zu windig, die Jacken liegen im Bus. (Augenverdreh). Die Gruppe studiert schon mal die Landschaft und den Vulkan Montaña Grande, dann sind auch die beiden Lehrerinnen soweit. Über Lava geht es gegen den Wind am Meer entlang. Karg ist die Botanik, eigentlich nur zwei Sorten Pflanzen. Tot und Halbtot, denkt Fahrer Diego, aber die Lehrerinnen weisen auf spannende Aspekte hin. Hin und wieder lacht die Sonne und die Gruppe freut sich, war es im Norden der Insel doch recht diesig heute.
Nach einer Stunde, wendet sich der Lavaweg nach links und verlässt die Küste. Und schon stecken die Lehrerinnen mit den Köpfen im Gebüsch – die Vegetation ändert sich rasant, neue Pflanzen, neue Größen alter Pflanzen, neue Farben. Auch die Lava bleibt nicht bei schwarz, sondern rote und ockerfarbene Felsen treten hinzu. Jetzt geht es eine Weile auf den alten Vulkan Montaña Grande zu und sowohl die Bodenbeschaffenheit als auch die Vegetation wetteifern um Änderungen. Die Vielfalt wächst. Die Damen haben entweder den Kopf unten und besprechen sich oder sie fotografieren neue Pflanzen. Der Leistungskurs hat Mühe zu folgen. Vor dem Vulkan geht es wieder links und am Fuße dieses mächtigen Berges, geht es nun wieder eher südlich. Nochmal legt die Vegetation zu, höher wird sie vor allem und der Wind lässt nach. Ob es da einen Zusammenhang gibt?
Der Leistungskurs pirscht sich ein bisschen an die Lehrerinnen ran. „Kandelaberwolfsmilch“ murmeln die Zwei und sie beugen sich wieder tief hinab. „Endemisch auf Tenerife“, hört Fahrer Diego noch. Dann kommt „Baumschlingen“. Das soll wohl eine Sportart sein? Hm. Kurze Zeit später folgt ein „Balsam-Wolfsmilch“. Und so geht es weiter. Zwischendurch scheint es Latein zu sein. Kann das sein? Als der Boden sandiger wird – das ist Sand vom Strand hier rauf geweht, murmeln die Zwei „Behaartes Bartgras“. Das ist sicher ein Witz und dann kommt „Wimperstachelgras“. Da hat sich wohl die Erstentdeckerin sich keine besondere Mühe gegeben? Oder?
Mit Mühe erhascht der LK noch ein „Frankenia“ und die „Nymphendolde“.
So ganz leer ausgehen, wird der LK wohl nicht. Ja, so kann das was werden. Der Aufsatz wird nicht ganz verpfuscht sein. Genug aufgeschnappt.
Nach gut 3 Stunden nähert sich die Karawane, etwas müde, mit etwas Schmerzen im Rücken (aber nur bei den Lehrerinnen) dem Bus.
Kurzes Durchzählen:
Lehrerin Maria? Hier.
Lehrerin Elke? Hier.
Leistungskurs? Hier, sagt Fahrer Diego.
Prima, alle da. Ab nach Hause.
Noch mal kurz überlegen, wie man jetzt den Aufsatz schreiben kann. Wie wäre es mit: „Heute hat der Leistungskurs Biologie, Stufe 12 des Johanneum Gymnasium Herborn eine Exkursion gebucht. Es geht zur einer besonderen Vulkanlandschaft auf Tenerife…“

Malpaís de Güímar

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Lehrerinnen M* und E*

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Malpaís de Güímar

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Lehrerinnen M* und E*

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Über Florian Seiffert

http://www.seiffert.net
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2 Antworten zu Malpaís de Güímar, Tag #13

  1. optimisc schreibt:

    „Hey, da macht einer Urlaub auf den Kanaren. Der trinkt gerne mal n Bier, isst etwas zu gerne und ist mit zwei Frauen da. Nein, nein, kein so’n Dreierding, eher so’n Schwiegermutterding. Aber der hat n Blog, das liest sich echt gut.“

    „Sach ma, bis Du Banane, hast Du zuviel Zeit?“

    „Gucks Dir an, mach ma Google nach flohblog. Mir zuliebe.“

    [Später]

    „Hey, Du hast recht, guter Tipp. Man sollte es nicht glauben, ist mir wurscht, was der Typ da macht, aber er schreibt so lustig, dass man es wirklich gerne liest. Grüß ma.“

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