Las Aguas, Tag #16

Diego ist ja ein Fuchs. Er schlägt eine Variante einer schon gegangenen Wanderung vor, vielleicht ist dann „das Botanische“ schon bekannt und deswegen wird alles nen Hauch kürzer?

Der Teide, das Wetter, das Frühstück, Planungskommission (hab‘ ich alle schon geschrieben), … Steht bei den Tagen #3, #5, #8, #11.
Neu ist, dass die Planungskommission heute etwas länger braucht. Das mag an der Sonne liegen, vielleicht am Pracht-Teide oder an der langgezogenen Gemütlichkeit des Frühstücks. So geht es dann doch etwas späte los als sonst, aber immerhin, es geht los.
Diego fährt nach Las Aguas und von hier geht es nun zu Fuß die Küste entlang. Bis zur Abzweigung zum Barranco Ruiz kennen wir die schöne Strecke schon, auch die Blümchen und Pflänzchen sollten auch alle bekannt sein, ABER ÜBERRASCHUNG. Kopf im Gebüsch stehen meine Damen wieder ein paar hundert Meter hinter mir und haben was Neues gefunden. Na sowas! Ich habe also Zeit, mich in meiner ruhigen Art dem Wellengang zu widmen. Die Wellen sind kleiner geworden die Woche über, aber nicht viel. Immer noch weht der Wind vom Land und er reißt den brechenden Wellen einen Schleier Gischt von der Krone. Mit dem richtigen Winkel und der Sonne im Rücken müsste doch … Tatsächlich, es gibt kleine Regenbögen. Na, das sollte man doch mit der Kamera einfangen können – irgendwie. Hunderte von Metern vor mir stehen M* und E*, blicken zurück. Wo bleibt er denn? Oh! Trab an Junge. Würdevoll schließt Diego zu den Damen auf.
So geht es munter bis zum Abzweig, dann aber nicht zum feurigen Kellner in seiner leckeren Blockhütte – die heute sicher völlig überlaufen sein dürfte, sondern weiter geradeaus. Auch dieser Weg ist wunderbar, links das tiefblaue Meer, rechts die grünen Gärten mit den netten kleinen Häusern und den schroffen Hängen, die hoch zum Teide führen. Wir steigen noch in den Barranco Ruiz hinab, aber hier soll Schluss sein, der weitere Weg geht steil runter, dann über Geröll, dann wieder steil hoch und immer so weiter. Nichts, was man Sonntags und ohne Lebensgefahr wandern möchte.
Wir drehen um und wandern gemütlich zurück. Hier gibt es einen Baum, den die Damen Oliven-Wolfsmilch-Baum nennen wollen, denn sie haben ihn ganz neu entdeckt. Den kennt eigentlich noch niemand. Ich mache zur Sicherheit ein paar Bilder, falls wir den zum Patent anmelden wollen oder so, kann so ein Bild ja sicher gute Dienste leisten.
Später zu Hause schicke ich die Bilder einer anerkannten Expertin, die das Teil als Ixora
aus der Familie von Herrn und Frau Rubiaceae identifiziert. Tja, das war’s dann wohl mit Patent.
Wieder in Las Aguas widmen wir uns den Wellen – da sind wir näher dran und versuchen mal den Regenbogen zu fangen. Wir verbringen damit eine ganze Weile und genießen den Blick aufs Meer, der hier auch wirklich schon neiderregend gut ist. Vielleicht ein paar Schiffe oder Walfische könnten das Ganze noch perfekter machen, aber nein, so ist es auch schon ganz große Natur.
Auch als wir wieder in der Finca sind, ist es noch besonders schön und ich montiere jetzt mein „Fernrohr“ an die 5D, um Königin Teide mal mit mehr Größe auf die Speicherkarte zu bannen. Alle 10 Sekunden ein Bild, bis die Karte voll ist. Das sieht schon richtig gut aus. Das Alpenglühen kommt bildfüllend drauf. Jetzt muss ich das nur noch auf dem Klapprechner zu einem Video verarbeiten – das kann aber etwas dauern. Oder es braucht einen Regentag (wollen wir aber nicht).

Und sonst?

  • Herzliche Grüße an Hella! Alles Gute!
  • Mit einer Fahrt zum Teide hoch, um dort eine Tour zu laufen, wird es nichts mehr werden. Alle Infos sagen uns, da oben ist gesperrt. Keine Spanierin will doofe Touris bergen, die mit falscher Ausrüstung und Sommerreifen auf den z.T. steilen Erster-Gang-Vollgas-Straßen vom Weg abkommen. Ich verstehe das – und für Diego gibt es keine Ausnahme.
  • Was ist denn eigentlich mit Schwimmen, also im Meer plantschen? Ja Leute, das Wasser ist recht kalt – im November hat es noch Restwärme aus dem Sommer, aber im Februar? E* hat Friesinnenblut, die beißt auch auf Sylt das Eis auf und geht schwimmen. Und M* ist kaum anders. Also die Kälte ist es nicht allein. Es ist mit so 19 bis 20 Grad nicht warm genug, um sich dann das Eis aus dem Haar zu klopfen und sich wieder aufzuwärmen. Und bisher weht überall die rote Flagge – Baden verboten. Ich denke mal, mit Meer-Plantschen wird diesmal nichts.
Las Aguas

Las Aguas

Gischt und Meer

Gischt und Meer

Ixora

Ixora

Las Aguas und Meer

Las Aguas und Meer

Regenbogen an Welle

Regenbogen an Welle

Königin Teide am Abend

Königin Teide am Abend

Aktualisierung 24.2.14:

Über Florian Seiffert

http://www.seiffert.net
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2 Antworten zu Las Aguas, Tag #16

  1. Hella schreibt:

    Lieber Diego, über die Grüße aus Tenerife herzlichen Dank!Finde Ihre Berichterstattung spannend und lehrreich!Freue mich über jedes neues Hirnzellentraining. Leider geht Ihre Freizeit zu Ende, schade!, aber es kommen noch viele Überraschungen!?!Wünsche noch ein paar gemütliche und erholsame Tage und eine hindernisfreie und gute Rückreise für Sie und M*+E*!
    Herzliche Grüße SMvJ Hella

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