Tag #5 – Peenemünde und Mellenthin

Das gemütliche Frühstück geht in die Tagung der Planungskomission über. Da man nun mal nicht alles haben kann, müssen MEF*** sich heute aufteilen.
Eine kurze Fahrt bringt uns nach Mellenthin, wo es ein Wasserschloss gibt und einen Fahrradverleih. Das Schloss hat einen Graben rings rum, der voller Wasser ist und dadrin tummeln sich Frösche, die ein betäubendes Konzert angestimmt haben. Ich erschieße ein paar von ihnen mit dem 400mm-Objektiv.
Die Damen mieten sich derweil Fahrräder und ich mache mich auf nach Peenemünde, ich will mir das U-Boot und das Historisch-Technische Museum anschauen.

U-461 ist ein sowjetisches Boot und heißt richtig K-24. Für 6€ darf ich mal reinkriechen. Es ist eng, stinkt nach Öl. Kaum bin ich drin, bin ich froh hier nur freiwillig zu sein. Durch die Schotts kommt man kaum durch, mit Kamerarucksack noch weniger.
Das 8-15mm vom Zwillingsbruder leistet gute Dienste.
Ich krieche bis zu den achteren Torpedoräumen – Himmel, wie furchtbar sind solche Sardinenbüchsen. Aber auch spannend sich das mal anzuschauen.

Ich fahre zum Parkplatz des Historisch-Technischen Museums Peenemünde. Für 8€ kommt man in die Ausstellung und auf das Gelände. Eine V2 (eigentlich Aggregat 4) und eine V1 (Fieseler Fi 103) fallen gleich auf.
Richtig gut ist das alte Kraftwerk, was stark an die Zeche Zollverein erinnert. Hier ist die Ausstellung, die Raketenentwicklung beschrieben, aber auch den Opfern wird Raum gegeben. Ich habe zwei Stunden Zeit und die braucht’s auch, um einen tieferen Eindruck zu bekommen.
Ich wußte nicht, was für eine gigantische Industrie und wieviele Menschen hinter der Raketentechnik standen. Das Kraftwek und die Kohleförderanlage sind gute Motive und ich spare nicht mit Bildern.

Ich gönne mir dann eine Waffel und ein Wasser und fahre anschließend nach Mellenthin zurück.
Die schöne kleine Backsteinkirche im Örtchen hat zu. Ich komme nicht rein. Aber auch der Kirchhof mit uralten Grabkreuzen und riesigen Eichen macht was her.
Da meine Damen noch nicht eingetroffen sind, mache ich Bilde der lauten Sängerinnen im Froschorchester und umrunde einmal das Wasserschloss.
Die Rückfahrt geht über den Aldi in Heringsdorf zurück zur Villa in Ahlbeck, nicht ohne noch beim schlesischen Himmelreich vorbei zu fahren. Zum Abschied sage ich ein leises Servus.
Der Abend bringt ein gutes Essen und ein Abschiedsspaziergang am Strand bei Sonnenuntergang.
Wieder sind wir dankbar für einen schönen Urlaubstag.

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Über Florian Seiffert

http://www.seiffert.net
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Eine Antwort zu Tag #5 – Peenemünde und Mellenthin

  1. hodoblog schreibt:

    Also der Diver sagt, so ein U-Boot ist auch nicht für so einen Germanen wie Dich gebaut….
    Gruß aus dem fernen Ägypten

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