Tag #6 – Łeba

Am 17.5.1728 wurde Jacob Gottlieb Teschler in der St. Marien-Gemeinde in Stolp geboren. 32 Jahre später, am 22.10.1760 kam seine Tochter Charlotte Wilhelmine Tessler ebendort zur Welt. Beide sind mit Sicherheit in St. Marien in Stolp getauft worden. Grund genug, Słupsk, so heißt Stolp heute, einen Besuch abzustatten und St.Marien zu besuchen.

Der Tag beginnt etwas eher als sonst, aber gemütlich. Bis 10 Uhr haben wir die Villa geräumt, das Auto beladen und brechen auf nach Heringsdorf, um die Schlüssel abzugeben.
Dann geht es nochmal nach Świnoujście Die Grenze nach Polen ist so unproblematisch, wie die nach Belgien. Super. Wir halten uns südlich und nehmen die Fähre, um von Usedom zur Insel Wollin zu gelangen. Die Fähre ist kostenlos. Danke Polen!
Bis Słupsk zieht es sich. Unendliche Weite, Wald und Wiesen, kaum Häuser, wenig Verkehr.
Wir parken und gehen zur Marienkirche zu Fuß. Ein schöner Backsteinbau und zu meiner Freude offen. Es berührt mich nach 286 Jahren an den Ort der Taufe meines Ururururgroßvaters und meiner Urururgroßmutter zu kommen. Anders als im Dom zu Stendal gibt es hier keine Grabplatten oder -Denkmale. Spuren der Familie Tessler sind im Dunkel der Geschichte versunken. Ich nehme trotzdem so viel, wie möglich von der Kirche in mich auf.
Wir drehen noch eine Runde um die Kirche und ins Zentrum, kaufen kurz ein und fahren weiter.
Waren die Straßen bisher gut, so sind es nun 50km schmale Rüttelstrecke. Bei Regen nicht ganz einfach zu meisten.
Wir erreichen aber unser Ziel, kurz vor
Łeba gut und sicher nach 5:45h und 310km. Unsere Unterkunft liegt am Jezioro Łebsko (Lebasee) und unser schönes, helles Appartement blickt gleich auf den See hinaus.
Unsere Wirtin Janina begrüßt uns herzlich und nötigt uns erstmal einen polnischen Wodka auf. Die Mädels sind gleich angeschickert, ich kümmere mich ums Gepäck.
Vor dem Essen drehen wir noch eine Runde zum See und sind dann pünktlich um 19h zurück. Ein sehr leckeres Abendessen rundete den Tag ab. Prachtvoll spielt die Sonne mit den Wolken und dem Licht über dem See. So soll ein Tag enden.

Meine Wikinger schicken noch polnische Nachhilfelektionen, damit ich hier noch was besser zurechtkomme – was mehrere heftige Heiterkeitsanfälle auslöst. 👍👍👍
Danke Männer.

Nachrichten vom Pfarrgemeinderat lassen mich verwundert staunen, verderben mir aber nicht die Laune.
Danke Pate für die Berichte.

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Über Florian Seiffert

http://www.seiffert.net
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