Barcelona – ein Abbild des Himmels

Sie bauen ein Abbild des Himmels. Hoch, hoch, hoch hinaus. Ich stehe in Sagrada Familia und habe Tränen der Freude in den Augen.
Was für ein heller, bunter, magischer Raum. Was für ein Gewölbe, was für wahnsinnige Architektur. So hoch, so weit.

Ich brauche etwas, um mich zu fassen. Halleluja, was für ein Bauwerk.

Nach dem Traum von Frühstück mit Gemütlichkeit, Orangensaft, Kaffee und Omelette, den lustigen Sticheleien der Jungs, die ich erst nach einer Tasse Kaffee vertrage, nach dem Räumen der Zimmer, geht’s gleich zur Sagrada Familia.
J*, hat alles bestens organisiert. Eine coole Katalanin scannt die zu Hause ausgedruckten Tickets und schwups stehen wir in einem der schönsten Räume, die ich kenne.
Es regnet draußen, aber trotzdem spielt der Raum mit Licht und Schatten, dass man staunt.
Viel hat Antoni Gaudí bei der Hochgotik abgeschaut. Ein fünfschiffiges Langhaus, ein dreischiffiges Querhaus, ein hohes Gewölbe und viel Platz für Fenster, die mit bunten, abstrakt geformten Glas gefüllt sind.
Man muß nicht erwähnen, dass der Raum voller Menschen ist, die laut schnatternd die Herrlichkeit des Himmels mit Smartphones und Kameras einfangen wollen – so wie ich (nur ohne Schnattern). Es stört mich nicht. Das lernt man in Israel. Menschen, scheinbar unandächtig, haben ihre je eigene Art, das ist gut so. Wer sich da ärgert, verdirbt sich den Tag.

Die Jungs und ich fangen Raum und Licht und wir schmunzeln über die vielen Selfies mit Kamera an langer Stange.
Nach 45 Minuten geht’s zum Aufzug, wir haben noch Dach und Gewölbe für sündhaft teuer von J* buchen lassen. Aber leider fällt der Blick von oben aus – der Regen verhindert die Fahrt nach oben. Unsere Bezahlung wird eine Spende an die Kathedrale.

Wir reißen uns los und ziehen in den Dauerregen nach draußen. Ein Taxi brettert uns zur Casa Milà, auch ein Bauwerk von Antoni Gaudí, die ist aber verhüllt. Pech. Rein wollen wir nicht und so führt uns J* zur alten Kathedrale, die auch auf ihre Art prachtvoll, wenn auch was bescheidener ist. Ein alter Kreuzgang wir von riesigen Palmen und ein paar Gänsen bewohnt. Sehr hübsch.
Der Regen lässt nach und wir suchen uns einen netten Platz mit Café und netten Menschen und einer Demo in der Nachbarschaft, die ein paar Ü-Waagen anlockt.
Endlich mal wieder gibt’s einen Cortado, der mich wohl bis morgen früh unter Strom und Spannung hält.
Am Nachbartisch zieht eine Gruppe junger Schwedinnen ein, wir bleiben noch was. D* bestellt sogar noch einen Kaffee, damit der Kellner cool bleibt, der aber seine Augen kein bisschen bei uns hat.
Viel später brechen wir dann doch auf. Es zieht uns zum Markt und der Flaniermeile La Rambla. So bunt wie das Leben schon mal spielt, so quillt es hier über. Toll.
Der Markt lockt mit Fleisch, Fisch und Früchten. Aber die Enge und das Gedränge vertreiben uns nach einem Rundgang.
Jetzt geht es die La Rambla runter zum Meer, am Columbus-Denkmal vorbei und in den Hafen.
Jetzt gibt es was zu Essen. Wir besuchen ein Tappas- Restaurant und bestellen 9 Häppchen. Ein leckeres und gemütliches Mahl folgt, dabei schauen wir aufs Meer und Seilbahn II, die wir gestern ja auch gefahren waren.
Durch den hellen Sonnenschein spazieren wir zurück zur Plaça d’Espanýa, wo wir gestern aus dem Taxi sprangen. War das erst gestern?
Ein paar Einkäufe für die Ladies zu Hause runden das Abenteuer ab – nächstes Jahr wollen wir ja auch ein Okay von H*, B* und M*.
Es beginnt erneut zu Regnen und wir beschließen zum Flughafen aufzubrechen.
Ein Taxi rast uns zu BCN, dabei haben wir es gar nicht so eilig.
Jetzt sitzen wir gemütlich in M3, warten auf den Flug, während die Jungs hochintelligente Witze reißen und auf mein Posting warten. Je weniger ihr mich ablenkt und je mehr Geschenke ihr mir bringt, desto schneller geht’s!

Gegen 22 Uhr sind wir heute abend in CGN. J* und D* werden ein Car2go nehmen und ich ein Taxi (M* ist für das THW unterwegs). Wahrscheinlich werde ich schnell einschlafen, während noch ein irdisches Abbild des Himmels an meinem inneren Auge vorbei zieht.
Danke Jungs!

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Über Florian Seiffert

http://www.seiffert.net
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2 Antworten zu Barcelona – ein Abbild des Himmels

  1. hodoblog schreibt:

    Tolle Kurzreise, inspiriert mich, auch mal nach Barcelona zu streben. Schade, dass Bilder nicht alles ausdrücken können – auch wenn sie wirklich gut sind.
    Interessant, dass die Stangen-Selfie-Knipser weltweit aktiv sind….
    Vielleicht geht die nächste Kurzreise nach HongKong? Ich würde sofort virtuell mitreisen.

  2. B Herklotz schreibt:

    Liebe Wikinger…Schade, nun neigt sich die diesjährige Wikingertour in Barca dem Ende zu😔! Was Euch bleibt sind die schönen Erinnerungen und die tiefen Eindrücke von dem Gesehenen 👀und dem Getanen!👍
    Nun wünsche ich Euch einen angenehmen Rückflug und freuen uns (*M, *H und ich) Euch bald wieder in die Arme schließen zu können!
    LG
    *B ( Frau vom Informstionsspezialistwikinger )

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