Hier hat alles angefangen – Tag #2

Manchmal dauert es etwas länger, bis man ganz unverdient belohnt wird.
Gestern war es soweit. Ich bekam die große Präsidenten-Suite, statt einer Einzelzimmer-Besenkammer, für 6 Jahre Flohblog. Zwei Badezimmer, zwei Schlafzimmer, ein Wohnzimmer mit Balkon und Aussicht auf Netanya und das Meer im 12.ten Stock. Und Warum?
Weil ich Yossi 2011 und 2013 lobend im Blog erwähnt hatte und er jetzt bei der Zimmervergabe sagte: Florian ist Journalist! Schwups: Präsidenten Suite.
Also ihr schreibenden Menschen da draußen, steigt im The Seasons – Boutique Hotel – On the Sea, Netanya ab! Toller Laden, großzügige Zimmer!!

Ich sitze am Ufer des See Genezareth, die Sonne ist gerade hinter den Bergen Galliläas untergegangen, die Brandung rauscht und die Lichter von Tiberias leuchten über das Wasser. Es ist ruhig und friedlich, besser kann es nicht sein. Ein wunderbarer Tag neigt sich.

Der Tag beginnt in der Synagoge des Hotels. Wir dürfen das Gotteshaus der Juden für die Laudes um 6:30h (5:30h bei euch), nutzen. Mir gefällt es mit dem Morgengebet der Kirche auszudrücken, dass wir zu dem einen Gott der Juden und Christen beten.
Dann ab zum Frühstück, was vielfältig und jüdisch ist, d.h. es gibt kein Fleisch (also Wurst), weil man Milch und Fleisch nicht mischen darf. Macht nix, ich nehme dafür Gemüse (d.h. Pflichtgemüse).
Nach dem Räumen meines Palastes, geht die Fahrt nach Norden. Immer am Meer entlang bis Cäserea Maritima, der alten Hauptstadt von Palästina. Yossi führt uns kompetent durch die Ausgrabungen, wie gewohnt. Blauer Himmel, sonniges, warmes Wetter. Ein prachtvoller Amphitheater. Pontius Pilatus war hier Kommandeur, er oder andere Römer wußten, wo es angenehm ist. Sicher nicht so heiß im Sommer. Wunderbar auch heute.
Noch ein Stück geht es weiter nach Norden. Wir fahren am Karmelgebirge entlang und hoch bis Haifa. In der Stella Mariskirche ist unser erste Heilige Messe. Maria steht hier besonders im Mittelpunkt, eine gute Mutter zu der man immer kommen kann und vielleicht lieber geht, wenn man etwas angestellt hat, sagt Pfarrer C*.
Wir fahren weiter am Karmelgebirge entlang. In einem bemerkenswerten Schuppen gibt es eine leichte Mittagspause. Falafel und Salat. Yossi nennt Falafel Kichererbsen-Kloppse. Sie schmecken viel besser, als sich das anhört, auch von Plastikgeschirr.
Eine kurze Fahrt führt zum Kloster, wo Elias verehrt wird. Hier hat Elias gegen die Bahlpriester gekämpft und 240 umbringen lassen – steht so im alten Testament. Eine finstere Geschichte.
Yossi erklärt uns Gallilä vom Dach des Klosters aus. Dann geht es zwischen Berg Tabor und Nazareth hindurch, runter zum Kinneret, dem See Genezareth. Hier hat alles angefangen, unser Glaube stammt vom Ufer des Sees. Ganz unschuldig leuchtet er in der Abendsonne.
Wir fahren zum Ostufer zum Kibbuz Ein-Gev, wo wir fünf Nächte bleiben werden. Wir bekommen prachtvolle kleine Bungalows am Seeufer. Ganz wunderschön. Da muss man vielleicht Journalist sein, um die Stimmung schön einfangen zu können. 😊

Blick auf Haifa.

Theater in Cäserea Maritima.

Sonnenuntergang am Ufer des See Genezareth.

Über Florian Seiffert

http://www.seiffert.net
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2 Antworten zu Hier hat alles angefangen – Tag #2

  1. Florian Seiffert schreibt:

    Vielen Dank! Ja, bisher verläuft alles sehr gut.

  2. hodoblog schreibt:

    Ich wünsche Euch ne tolle Reise. Möge sie weiter so schön sein, wie es bislang aussieht.
    Schick uns mehr Frühling.
    Liebe Grüße, Thea

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