Totes Meer – Tag #7

Es ist bewölkt, als ich um 6:30h zur Laudes an den See gehe. Ob das was wird mit der Sonnenfinsternis heute? Aber wir fahren in die Wüste. Wird schon werden.
Wir beten, während Lichtstrahlen durch die Wolken brechen und Tiberias erleuchten. Ich mag das ja, wenn die Natur offensichtlich mitbetet.
Frühstück. Koffer identifizieren, ab in den Bus. Wir fahren nun nach Süden, die Jordansenke hinunter. Links und rechts ist viel Landwirtschaft. Orangen, die nach Jordanien exportiert werden, aber das Etikett Gaza erhalten, weil man sie sonst wohl nicht so gut verkauft bekommt.
Ich lese in der Landschaft. Schon mein Großvater hat das gerne gemacht. Es ist viel zu sehen und wird nicht langweilig. Wir steigen von -200m auf -800m hinab. Das tote Meer ist der tiefste Punkt auf der Erde.

Wir biegen kurz vor dem toten Meer links ab und fahren runter zum Jordan. Hier ist die Stelle, wo Joshua mit den Israeliten den Jordan durchquerte, um das gelobte Land zu betreten. Und hier ist auch die Stelle, wo Johannes Jesus taufte. Wir halten eine schöne, kurze Andacht, um unser Taufversprechen zu erneuern. Bis auf die beiden israelischen Soldatinnen sind wir allein. Da die Grenze zu Jordanien in der Mitte des schmalen schlammigen Flüsschens verläuft, sind die beiden wohl da, um übermütige Pilger vom Grenzübertritt abzuhalten. Wir fahren nun ans tote Meer, wo Bade-, Sofi- und Mittagspause ist.
Gisela und Volker haben für alle Brillen besorgt und ich schaue, was sich am Himmel so tut. Es gibt ein paar Wolken, aber ich sehe genug.

Die Sonne ist auf 1-2Uhr angeknabbert. Ich denke mal so 10-15% Bedeckung erreichen wir. Ich bin begeistert! Ich hätte Astronom werden sollen.

Ich esse eine Kleinigkeit und mache ein paar Bilder.

Als auch die Badebande zurück ist und gegessen hat, fahren wir weiter. Es geht am toten Meer lang nach Masada, daran vorbei und plötzlich rechts ab in die Wüste von Judäa. Hier feiern wir auf einem Felsen unseren Gottesdienst. Wüste als Zeichen des Todes, aber auch des Lebens.

Es geht es fast 1000m höher zur Wüstenstadt Arad. Die tiefe Sonne wirft wunderbares Licht auf Meer und Felsen. Ich bin Yossi dankbar, dass er für das Knipsen (wie er es nennt) zweimal halten lässt.

In Arad übernachten wir im Hotel Inbar. Einfacher, netter Laden.
Ich hoffe hier auf ein ‚Startrail‘-Bild. Mal sehen, was der Nachthimmel so hergibt. Am See Genezareth war es zu diesig.

Morgen geht es nach Masada und dann rauf nach Bethlehem.

Über Florian Seiffert

http://www.seiffert.net
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Eine Antwort zu Totes Meer – Tag #7

  1. Heinz-Josef Longerich schreibt:

    Bin Gedanken bei Euch. Leider War hier von der Sonnenfinsternis nichts zu „sehen“. Salon und liebe Grüße

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