Da waren es nur noch vier

Rudi ist raus. Er wird von seiner Frau abgeholt und verlässt Tour-de-Flitt heute Abend. Schade.

Und warum? Er muss nach Shanghai. Na sowas!? Er will morgen noch in Ruhe Mandarin lernen, damit dann auch alles klappt in China.

Der Tag gestern endet mit Weinkeller, Essen im Weingut Müller und dem Überflug der ISS.

Nach einem Absacker in der Bar ist dann Nachtruhe bis 6h. Nachtruhe? Da Hamlet keine Nachtshow abzieht, macht das die Disco nebenan. Seufz.

Um 6h kracht dann ein Gewitterchen vom Himmel – aber viel harmloser, als wohl an anderen Orten in Deutschland.

Frühstück um 8h (ohne Kamera) und Start um 8:45h.

Es geht nach Fuchsstadt zurück und dann nach rechts. Also rechts HOCH. Djonsie nennt es „leichte Wellen“. Aber Odu und ich sehen, es sind die Alpen. Gipfel in den Wolken, Schnee, Eis – der Wahnsinn. UND DA HOCH??? „Yep“, höre ich noch. Das Alpha-Team entschwindet auf der Passstraße, Odu und ich sind allein.

Was tun? Memmen jammern, das Omega-Team kämpft sich hoch. Übelkeit, Schwächeanfälle – egal, wir geben nicht auf. An einigen Stellen müssen wir unsere Lasttiere führen, es ist zu vereist, ein Wahnsinn, dass das Alpha-Team hier drüber gespurtet ist. Odu schüttelt den Kopf. Ich tue es ihm gleich. Wie können die nur?!

Schließlich erreichen wir den Gipfel der Tour, die Wasserscheide zwischen Saale und Main. Naß geschwitzt, die Zunge bis zum Boden, die Trinkflasche leer, gezeichnet. Das Alpha-Team bricht sein Camp ab, macht die üblichen Witze über das Omega-Team. ja ja ja.

Dann beginnt die lange Abfahrt runter zum Main. Es ist eine schöne, sanfte Abfahrt zum großen Teil.

Mohnfelder, das Kernkraftwerk Grafenrheinfeld, Weizen, dann wieder Gerste links und rechts. Hamlet fehlt, der an einem von drei Biergärten eine Pause für ein ZwiBie durchgesetzt hätte. Schade Schade.

In Garstadt gibt es die späte Mittagspause. Ein Riesen-Prachtwirt macht aus Mitgefühl ein paar Riesenportionen. Odu schafft den Riesenteller nicht. Ich denke er könnte – aber die Witze, die er sich dann wieder anhören muss …

Nun geht es den Main lang. Statt zu schwimmen, nehmen wir heute mal die Fähre. Noch ein Päuschen im Eiscafé in Volkach. Dann radeln wir den Mainkanal lang und erreichen nach knapp 70km insgesamt unserer heutiges Ziel Hörblach.

Wir palavern kurz und beschließen, die Tour-de-Flitt heute schon zu beenden. Wenn schon Hamlet, Kotelett und jetzt auch Rudi fott sinn – also ehrlich, watt soll datt dann noch?

Als Frau Rudi mit Sohn Rudi eintrifft, um Rudi abzuholen, nehmen sie Odu einfach mit und fahren ihn nach Würzburg, Odu bringt dann sein Auto her und wir fahren morgen gleich nach Köln, ohne noch zu Radeln.

Über Florian Seiffert

http://www.seiffert.net
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Eine Antwort zu Da waren es nur noch vier

  1. hodoblog schreibt:

    Schade, fehlt uns ein Blogeintrag. Fein, seid ihr eher zurück!!!

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