Tag #5 – Belgrad

Golden leuchtet die Donau und der Morgen. Ich bin früh raus.
Beim Frühstück ist es leer. So ists schön. Wir durchfahren Novi Sad. Die Pfeilerstümpfe der im Kosovo-Krieg bombardierten Brücke ragen still in den Sonntagmorgen.
Ich beende mein Frühstück und gehe an Deck. Wunderbar liegt Licht über der Donau, es glitzert und leise plätschern die Wellen. Frühe Angler sitzen in Booten und am Ufer. Wenige winken.

Es ist kaum Verkehr auf dem breiten Strom, ganz anders, als auf dem Rhein. Eine Brücke bietet Abwechslung. Langsam taucht sie auf, hastig sind wir durch, noch lange ist sie zu sehen.

Als die Prinzessinnen an Deck erscheinen, kommen auch weitere Passagiere. Ich gehe nach 2vorne. Hier stehe ich mit D* und J* und wir machen Witze und helfen Kapitän Kirilov mit der Schiffsführung.

Als wir uns Belgrad nähern, weist uns Königinmüttern E* auf Kormorane mit gelbem Schnabel hin, sie sind einzigartig hier.
Während wir schon wieder essen, biegt Kapitän Kirilov in die Save ein, dreht und legt an. Wir sind in Belgrad, der Hauptstadt Serbiens.

Kurze Zeit später startet die Stadtrundfahrt durch Belgrad. Darco, ein junger Mann macht seine Sache gut. Er zeigt uns die Würdigkeiten und Unwürdigkeiten der Stadt. Vieles aus Glas, Stahl und Beton, aber auch Plattenbauten, Ruinen und Baulücken. Belgrad ist keine schöne Stadt.

Erstes Aussteigen ist am Dom des Heiligen Sava. Ein großer weißer Kuppelbau, ein symmetrischer Grundriss. Serbisch-Orthodox. Aber noch nicht fertig. Innen Betonboden, Gerüste und Baustelle. Nur ein kleiner Teil wird zum Gottesdienst benutzt. Schade, ich wollte Pracht ablichten.

Draußen ist eine Hochzeitsgesellschaft, um glückliche Momente einzufangen. Das mag ich ja. Der Fotograf scheint sein Handwerk zu verstehen. Gutes Licht, guter Hintergrund und Springbrunnen im Vordergrund. Ich meine, das könnte was werden.

Wir fahren weiter. Nächster Halt ist die Festung von Belgrad, der historische Kern der Stadt. Eine riesige Anlage und voller Menschen. Viel Backstein.
Von oben bietet sich ein schöner Blick auf die Stadt mit den zwei Flüssen Donau und Save. Darco macht Witze über die Freiheitsfigur und wo man fälschlicherweise an Material gespart hat bei der nackten Figur.

Ein Spaziergang durch die Fußgängerzone beendet den schönen Ausflug.

Das leckere Abendessen beendet fast den Tag.

Während ich jetzt schreibe wartet die MS Bolero auf den Abendausflug, der um 22h an Bord sein soll, dann legen wir ab und weiter geht’s zum schwarzen Meer.

Über Florian Seiffert

http://www.seiffert.net
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