Tag #13 – Budapest

Das Schiff ruckelt, ich wache auf. Wir sind schon in Budapest.

Als ich oben bin, legen wir gerade an.

Wir liegen leider etwas weiter draußen (47.47358°N 19.06549°E), aber dafür kann man dann die Ausflüge besser verkaufen.
Nach dem Frühstück haben E* und H* Ausflüge mit dem Bus vor, M* und ich ziehen auf eigene Rechnung los. Heute nehmen wir mal unseren starken Freund W* mit, denn er ist, wie wir, ein Fan von Märkten. Und die Markthalle in Budapest ist ein MUSS!

Wir gehen zur Petőfibrücke. Dort kann man gegen EC-Karte zwei Tagestickets für Bus und Straßenbahn ziehen. 1650 Forint. Das sind umgerechnet 5,43€. Kann man nicht meckern. Und da unser Ungarisch so mau ist, wie unser Pre-Molwanisch, kann der nette Automat auch alle Sprachen des Kontinents, er nimmt Plastikgeld und Scheine und man versteht sogar die Menueführung. Ach wäre es in Köln doch auch so bequem. Ach käme ein Ungar in Köln doch auch so gut zurecht!!

Wir haben zwei Tickets plus Quittung und jubeln erstmal, was die Schlange hinter uns in gute Laune versetzt.

Flugs kommt die Bahn und wir queren die Brücke und die Donau. Raus. Zwei Stationen mit Linie 2 und wir sind an der Freiheitsbrücke. Da steht auch schon die Markthalle. Drei Stockwerke Einkaufs- und Fotoparadies.

Tolle Architektur. Stahl, Eisen, schlicht.

Oben gibt es „Stehrümmchen“, herrliche Dinge, die man nicht braucht und die „rüm“stehen. Prachtvoll, bunt, überflüssig, super anzuschauen.

Im Erdgeschoss hat es Obst, Gemüse und Fleisch.

Es ist (noch) nicht so voll. Da macht es noch mehr Spaß.

Natürlich darf die Salami nicht fehlen.

Es gibt aber auch Pansen, Herz, Leber, Entenfüße, Entenköpfe und Zeugs, was ich nicht erkennen kann. Gut, dass W* dabei ist!

Es gibt lila Blumenkohl. Habe ich noch nie gesehen. Da wäre was los, hätten wir den mal in der Mensa.🙂

Und Radieschen, groß, wie Mandarinen. Tolle Teile!

Und endlich mal Paprika!!!

Da fragt sich die Hausfrau: Was kaufen?

Im Keller ist der Fisch und der Aldi. Den besichtigen wir auch. Die Unterschiede, die die Fachfrau sofort sieht, fallen mir nur bei der Flaschen- und Dosenabteilung auf.

Draußen inspizieren wir die Einkaufs- und Prachtstraßen.
Es folgt ein Besuch in der Szent István-bazilika. Ein Riesenbau. Von außen und innen sehr eindrucksvoll.

Es findet eine Taufe statt, ein Chor singt. Meine Gedanken sind bei einem am Freitag verstorbenen Kollegen.

Vielleicht passt da eine Taufe ganz gut. Ende und Anfang. Beides gehört zusammen.
Dann geht es mit der Straßenbahn zum Schiff, wo Mensch im Restaurant und Smartphone am Strom wieder aufgeladen werden.

Wir starten erneut. Jetzt der Burgberg. Straßenbahn, dann Zahnradbahn auf den Berg. 1800 Forint kostet Rauf und Runter.

Der Blick bei heiterem Wetter ist schon klasse.

Kettenbrücke, dahinter das Parlament.

Matthiaskirche. Hier wurde SISI zur ungarischen Königin gekrönt. Aber wir kommen nicht rein. Umgerechnet 5€ Eintritt für ein Gotteshaus sind skandalös.

Die Fischerbastei ist so, wie Montmartre in Paris. Überlaufen, von außen schöner, als von innen.

Nachdem alles inspiziert ist, wir noch den Wachwechsel der Wache beobachten konnten (dokumentiert wurde er von 2000 Töchtern und Söhnen Nippons), fahren wir zu Tal.

Über die Kettenbrücke spazieren wir zum größten Gebäude Ungarns, dem Parlament.

Unter Mitnahme weiterer Denkmale, einer Demo, Ronald Reagan, Linie 10, Einkauf von Wasser, geht es zum Schiff zurück.

Es folgt das Abendessen.

Gegen 22 Uhr werden wir ablegen und fahren dann stromauf durch das beleuchtete Budapest. Morgen sind wir in Bratislava.

Über Florian Seiffert

http://www.seiffert.net
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3 Antworten zu Tag #13 – Budapest

  1. optimisc schreibt:

    Wieder einmal: Danke für die tolle Berichterstattung und die Fotos! Macht wirklich Spaß zu lesen.

  2. hodoblog schreibt:

    Ja, gut programmierte Automaten sind leider eine Sensation. In Portugal sprechen die Geldautomaten die selbe Sprache, wie der Inhaber der Karte. Ganz easy. Aber nicht selbstverständlich.
    Tolle Bilder, danke!

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