17.01.2017 Anaga-Gebirge

Tag #6

Während M* Yoga macht und die Sonne vom Himmel lacht, erforsche ich die Abhängigkeit des Brotpreises vom Wochentag. Señor ist da, aber er flüchtet, als ich komme. Es gibt im Roque noch zwei Brote (hurra!), ich nehme eins. Und? Genau 60 Cent. Ich notiere Dienstag-60. Ich muss unbedingt mal nen Fachmann von Merzenich dazu befragen. Der Markt schwankt mit den Preisen.

Beim Leckerfrühstück tagt die Planungskommission. Es wird das Anaga-Gebirge vorgeschlagen. 3:0. Okeeee machen wir.

Der Meisterfahrer Diego fährt bis zum Mirador de Jardina. Hier hat es einen Blick über fast die ganze Insel und sogar El Teide gibt sich die Ehre und zeigt sich. Frühlinghaftes Grün, gelbe Blumen, Sonnenschein, ein schöner Tag.

Bis zum Parkplatz La Ensillada an der TF123 fährt nun M*, sie kann das geöchels einfach besser.

Hier startet nun die Tour Rother-No60. Eine Wanderung durch den Lorbeerwald und die schönste Waldwanderung überhaupt. Der Lorbeerwald war im Tertiär in Europa verbreitet und so sieht er auch aus. Moos und Flechten an den Bäumen, Feen und Elfen, wenn man ruhig ist und den Atem anhält, dichtes Unterholz, riesige Farne, Lorbeerbäume und Erika.

Wir steigen den Pfad Ensillada hoch, bis zum Gipfel Roque Chinobre (909m). Eine tolle Aussicht belohnt uns. Kantige Gipfel, grüne Rücken, Licht- und Schattenspiele, kleine bunte Dörfchen kleben am Fels, tief unter uns rauscht das Meer, Felsen mit weißen Schaumringen in tiefem Blau. Wir übersehen die ganze nordöstliche Inselspitze.

Durch das dichte Grün gehen wir auf schmalem, manchmal glitschigem Pfad weiter und weiter. Flechten und Moose an den Bäumen erinnern an Zauberwelten, über Echsen, Schlangen und riesige Insekten wunderte man sich nicht.

Wir erreichen den Aussichtspunkt Cabezo del Tejo. Unendliche Weiten, eine fantastische Sicht auf das Gebirge, die Felsen und das Meer. Zum Niederknien schön.

Nun ist der Weg eine Forstpiste und die Felswand zur Rechten ist durchweg grün bemost, befarnt oder bewachsen. Hin und wieder Löwenzahn canariensis oder Glockenblumen. Sogar „Lianen“ aus Brombeer. Was für eine Welt!

Nach 14.1 km, 15600 Schritten oder 3h sind wir zurück am Auto. Schade! Der beste Wald meines Lebens!

Jetzt geht es runter vom Berg, aber nach Süden. Wir fahren nach San Andrés. Hier hat es weißen Sandstrand, Sand extra von der Sahara angekarrt (das ist Marketing). Alle sonstigen Strände der Insel sind schwarz. Wir machen ein gemütliches Auslaufen mit den Füßen im Wasser.

Vor der Küste von San Andrés liegen (nach der Klassifikation von A.Cremer) Spezialschiffe, dazu eine Ölbohrplattform. Bohren die hier nach Öl? Was ist hier los? Sieht jedenfalls mächtig beeindruckend aus. Hoffen wir mal, dass nichts schief geht!

Über Santa Cruz, Puerto Cruz und Einkaufsstopp geht es zurück nach Las Aguas.

Ein toller Tag! Wir sind sehr dankbar.

Aussicht von Mirador de Jardina. El Teide im Dunst.

Lorbeerwald.

Aussicht vom Roque Chinobre.

Moos, Flechten und schweres Grün.

Aussicht vom Cabezo del Tejo die Nordküste entlang.

Farne und Prinzessin im Zauberwald.

San Andrés zum Sonnenuntergang.

Spezialschiff vor der Küste.

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Über Florian Seiffert

http://www.seiffert.net
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