18.01.2017 Puerto de la Cruz

Tag #7

Mit warmer Freude trifft eine Nachricht von Merzenich bei mir ein. Mein Experte sagt den Brotpreis vorher: 60 Cent. Ich finde es gut, dass die Welt Anteil nimmt. Täglich Brot ist nicht selbstverständlich.

Als mich der blaue Himmel blendet und mir Sonnenstrahlen ins Auge pieken, ist es Zeit zu prüfen, ob Merzenich geraten hat oder ob Merzenich international den Brotpreis diktiert. Zuzutrauen wäre es der Kölner Backzunft ja schon.

Gespannt renne ich zum Meer – alles gut und weiter zum El Roque. Señora lächelt und hat noch ein Brot für mich. Und? Jo 60 Cent. Merzenich ist überall. Sachen gibt’s!

Hallo Merzenich, mach morgen mal 59 Cent!!!

Nach Yoga hat M* das Leckerfrühstück fertig, was wir mal wieder in der Sonne einnehmen und wir gedenken allen in der Heimat, die gerade nicht auf der Terrasse frühstücken können.

Die Planungskommission ist heute für Besinnung und so verpöseln wir den Tag mit Kaffee, IT und so Zeug. Natürlich auch Besinnung.

Dann raffen wir uns auf und kreuzen nach Puerto Cruz. Ein noch unbekannter Garten ist das Ziel: Parque Taoro. Schwerlustige Blumen, Sträucher und Bäume, dazu Piepmätze und sogar zwei Papageien lassen mein Herz hüpfen. Freudig versteht sich. Ich lichte alles Lustige ab, M* fasst alles an und in das meiste steckt sie auch noch die Nase.

Ein traumhaftes kleines Café liegt in der Nähe, das Risco Bello. Cafétische unter Orangen und Blumen, deren lateinisch-botanische Namen einen Bischof seine Kirchenfenster eintreten ließe. Dazu ein schwarzer Schwan auf einem Schildkrötenteich, der um Nahrung bettelt, aber nur mein Smartphone von nahem sieht und auch gleich reinbeißen will. So mag ich das. Das Video kommt in meinen nächsten Gruselkurzfilm.

Nachdem wir damit durch sind, geht es den Berg runter ans Meer. Das Auto lassen wir stehen, wir sind gut zu Fuß (und haben keinen Muskelkater). Unten am Meer besichtigt M* den Supermarket, ich das Häfchen. Kleine offene Fischerboote liegen hier, wenige im Wasser, fast alle an Land. Ob Fischen noch lohnt, so als Lebensgrundlage? Wohl eher nicht.

Als M* wieder da ist, schauen wir nach Mole und Leuchtturm. Mächtige Dünung, schwer was los. Der Leuchtturm ist nicht so schön, so klassisch, wie Landegode fyr oder Grip fyr, aber er hat seinen Reiz gegen den Abendhimmel.

Eine kleine Bergbesteigung bringt uns zurück zum Auto und mit ihm brausen wir nach Las Aguas und dem Abendessen entgegen.

Ich schicke die Freublumembilder an D* vom HoDoBlog, die Botanikexpertin ist, aber ich muss euch die gelieferten Namen verschweigen, sonst tretet ihr am End noch irgendwas ein oder den Bischof. 🙂

M* an roten marsianischen Baumperlen. Giftig. (M* nicht)

Blumenkohlfarbige Öltrichterfleure.

Fraktalstatistischer Gelbgrünlattich.

Guanschieder Kratzstamm gegen Rückenjuck.

Fischerboot am Kran ist in Kürze an Land.

Leuchtturm von Puerto de la Cruz.

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Über Florian Seiffert

http://www.seiffert.net
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2 Antworten zu 18.01.2017 Puerto de la Cruz

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