22.01.2017 Madre del Agua

Tag #11

Uns zieht es nochmal zu den Kühen. Gestern hatten wir ein paar gesehen, die Richtung Tacoronte zogen. Also schwingen wir uns nach Yoga und dem sonntäglichen Leckerfrühstück auf die Bahn nach Norden. In Tacoronte ist wieder Markt und tatsächlich ist der Kuhplatz voll mit Mensch und Tier. Die Kühe und Stiere sind alle angebunden und stehen in der Sonne und freuen sich. Wir bekommen nicht raus, ob das hier ein Viehmarkt ist oder ob die alle hier nur die Luft so toll finden … Aber die Tiere sind z.T. fein geschmückt, alle sind sehr sauber und die Hirten und Treiber stehen zusammen und schwade und schwade. Ab und zu wird ein Gläschen Vino Tinto gekippt. Ganz entspannt geht es hier zu.

Wir quetschen uns zu den Viechern runter. Ich mache noch ein paar Aufnahmen. Mit Respekt begegnen wir den Hinterteilen und besonders den Stieren. Aber weder keilt mal ein Tier aus, noch sind die Stiere auch nur einen Hauch aggressiv. Sehr schön so.

In der Markthalle ergänzen wir gerade den Vorrat an Sternefrüchten (wie immer die auch heißen, der Querschnitt ist der eines fünfzackigen Sternes, sie sind gelb und schmecken lecker), da hört man Blasmusik und offenbar ist ein Umzug im Gange. Silke auch Karneval, denke ich und fix raus. Aber es ist eine Prozession. Eine Heiligenstatue wird von Männern getragen. Ein Bischof mit Stab und als Attribut offenbar eine Katze. Hm. Ich bin ratlos. Hinter der Figur geht ein Priester (keine Messdiener), dann kommen zwei Reihen Zivilisten (Honoratioren?), dann kommt ein Musikcorps, das sehr, sehr langsame Musik spielt. Spielte da das Musikcorps Köln-Flittard, wäre die Prozession sicher schneller aus. Dahinter kommen noch ein paar alte Frauen und Männer. Auch hier ist Prozession wohl nicht mehr die Form der Anbetung, hinter der die Massen stehen. Auf dem Kuhplatz ist deutlich mehr los und lässt man das Musikcorps weg, ist am Getränkewagen mehr los, als mit dieser Prozession. Alles, wie bei uns …

Da der Tag noch jung ist, fahren wir den Berg hoch zu den Riesenbäumen bei Madre del Agua. Die Jungs sind neu für uns, die stehen nicht im Wanderführer. Wir laufen ein bisschen und es ist wieder so ein klasse Lorbeerwald um uns rum. Diesmal ist noch Eukalyptus dabei. Die Riesenbäume sind kleine Baumfamilien, die so eng zusammenstehen, dass man sie für einen Baum halten kann. Mächtiger Umfang, z.T. sehr hoch. Schon ganz gut! Wir drehen eine 2-Stunden-Runde, dann sind wir zurück am Auto und auch früh zu Hause. Ein Kaffee, der FC und ein Sonnenbad runden den Tag ab.

Wieder alles schön!

PS: Mich erreichten ein paar Preisnachfragen.

Brot. Es ist bei 60 Cent pro Brot im El Roque geblieben. Heute, gestern, davor. Warum da einmal 63 Cent waren? Keine Ahnung. Dass es am Wochenende vielleicht teurer ist, kann ich also nicht bestätigen. Ich passe aber weiter auf, was sich tut.

Sprit. Heute haben wir vollgetankt. Eine Tankfüllung war verbraucht. Für knapp 40 Liter zahlte ich 36€. Der Preis für Super stand mit 0.889€/L angeschlagen, der für Diesel 0.96€/L. Hammer, oder?

Kuh- und Stierplatz.

Zwei Stiere unter dem Joch.

Riesenstier vor Kleinbus.

Riesenbaum.

Wald, Felshöhlen und Brückengeländer.

Advertisements

Über Florian Seiffert

http://www.seiffert.net
Dieser Beitrag wurde unter Tenerife veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s