23.01.2017 Pico del Teide

Tag #12

Heute soll es ein besonderes Glanzstück werden. Wir fahren auf das Dach von Tenerife, es geht hoch zum Pico del Teide.

Über La Orotava und Los Organos geht es hoch und höher. Die Vegetation ändert sich zu ‚immer karger‘ und hört dann auf. Wir sind am Parque Nacional del Teide. Hier ist vulkanische Wüste, fast keine Pflanzen, dafür Lava, Bimsstein, Asche in gelb, rot, braun und schwarz. Sehr sehenswert!

Wir fahren bis zum Kegel des Teide.

Wir haben Glück mit einem Parkplatz. Jetzt Jacken raus, winddicht machen und feste Schuhe an. Es ist kalt auf 2300m über dem Atlantik und es bläst eine steife Brise. Dafür scheint die Sonne vom blankgeputztem Himmel.

Wir starten langsam und dann mit einer Pause. Unsere Körper wollen sich auf die Höhe einstellen.

Bei strackem Gegenwind geht es jetzt langsam bergan. Wir gehen zu den Los Huevos del Teide den Teide-Eiern.

Atemraubende Landschaft ist um und unter uns. Sie ändert sich alle paar Schritte. Wir sind über den Wolken, die mit dem Meer verschwimmen und am Horizont sieht man die Gipfel von Gran Canaria. Höher und höher steigen wir. Erste Schneefelder tauchen auf. Der Schnee hat eine Eiskruste. Wahrscheinlich taut er am Tage an und friert in der Nacht.

Die Wandersleut, die uns begegnen sind alle gut ausgerüstet, heute ist niemand von der Badelatschenfraktion unterwegs. Auf La Palma haben wir die öfters im Gebirge getroffen…

Noch ein echter Kerl ist, wie ich, in kurzer Hose unterwegs, dafür aber auch gut verpackt in oranger Everestkleidung.

Noch ein paar Schneefelder, noch ein paar Kurven, dann sind wir bei den Los Huevos del Teide. Die Huevos sind riesige Lavakugeln, die irgendwann aus dem Krater geflogen und hier eingeschlagen sind oder sie sind bis hierher gerollt, die Wissenschaftler sind sich nicht einig. Jedenfalls sind es mächtige Teile und wir bewundern sie gebührend. Nach einer kurzen Rast geht es zurück, diesmal mit dem Wind und bergab, das macht es leichter.

Gerade am Auto stürmt ein junger Mann den Berg runter und fragt, ob wir rechts rum fahren. Jo. Ob er mitkönne? Klar. Der Bursche ist Schotte und ich erkläre ihm, dass der Fahrpreis ein Witz ist, den er uns erzählen muss, was er dann tatsächlich auch tut. Scotty hat den Bus verpasst und wir fahren ihn zum Parador de Las Cañadas del Teide, das ist das Rasthaus und da steht der Bus und wartet noch.

Ich mache noch ein paar Bilder vom Roque Cinchado (Gottesfinger) mit Teide. Das Bild ist ein Muss. Jede Reiseführerin hat den Roque Cinchado vorne drauf.

Dann geht es durch 5000 kleine Kurven wieder den Berg runter und nach Las Aguas, wo es was Warmes zu Essen gibt.

Schon wieder ein Glanztag vorbei.

Wir merken uns, dass man im Rasthaus oben mal eine oder zwei Nächte verbringen muss. Am besten bei einem Meteorschauer. Hier oben sind sicher 1A Bedingungen für Startrailbilder. Auch Sonnenauf- oder Untergang am Teide dürfte was hergeben.

M* in der Lavawüste.

Schneefelder am Weg.

M* schiebt ein Teide-Ei aus dem Weg.

Roque Cinchado und der Gipfel des Teide.

Nach Las Aguas immer gerade aus.

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Über Florian Seiffert

http://www.seiffert.net
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