Tag #11 – Emmaus

Wir starten spät mit dem Frühstück. Dann folgt um 9:00h die Laudes in der Kapelle von Notre Dame. Ihr seht, wir haben etwas Zeit.

Die Gruppe soll um 11h im Bus sein, aber als ich um 10:30h runter komme, geht ein Stönen durch die Lobby. Ich bin nämlich der Letzte und alle haben schon ihre (Riesen)koffer im Bus. Demütig schleiche ich raus und schiebe mein Köfferchen vor den Bus, wo Michael (halbwegs wieder gesund) meine Schachtel Kleinigkeiten in den Bus packt. Und Los! Es ist 10:35h. Versteht ihr das? Ich nicht.

Wir fahren runter Richtung Tel Aviv und Mittelmeer, halten aber vor Latrun an einer Ruine. GANZ GENAU HIER war vielleicht Emmaus. Kennt ihr. Zwei Jünger gehen am Ostertag nach Emmaus und Jesus geht unerkannt mit ihnen, bis sie ihn am Brotbrechen erkennen. Bei diesem Emmaus ist heute die Abschlussmesse.

Wir sitzen in den Resten der Apsis einer alten Basilika und ein Zeltdach schützt uns vor der Glut der Sonne.

Wir verabschieden uns vom Heiligen Land und sind froh, dass wir eine gute Pilgerreise ohne negative Zwischenfälle und mit vielen positiven Glanzlichtern hatten.

Im Kloster etwas oberhalb der Ruinen bekommen wir bei französischen Schwestern ein lecker Mittagessen.

Jamil fährt uns zum Flughafen und wir verabschieden uns.

Dann mühen wir uns durch die Kontrollen, die ja nur unserer Sicherheit dienen. Da wir unsere Pilgerinnen-T-Shirts tragen, erleichtert das die Prozedur doch sehr. Renate und ich überstehen den Self-Check-In nicht. Wir bekommen einen gelben Extrazettel und ich bin sicher, dass das ein Ticket auf die Malediven ist. Jetzt sind natürlich alle Damen neidisch und wollen auch mit mir auf die Malediven, aber es können natürlich nur zwei pro Gruppe.

Nach der ausführlichen Befragung von Michael und mir durch eine junge und gut aussehende Dame, kommen wir an den Schalter und dürfen die Koffer abgeben. Leider tauscht der Onkel mein Malediventicket gegen Düsseldorf um. Schade. Renate sagte, sie könne gut kochen… Ich kann gut Putzen. Das wäre doch was gewesen.

Nun kommt der Körperscan und der Scan des Handgepäcks. Das geht leicht. Aber ich muss Marga und Elisabeth retten, die Titan im Körper haben und der Onkel am Scanner kann kein Kölsch. Und die zwei sind schon gefühlt auf dem Weg in die Zelle und nen Hauch nervös. Der Onkel ruft eine (junge, gut-aussehende) Tante und ich übersetze ihre Fragen. Eigentlich will sie nur ein Dokument sehen, was sagt: ja Titan im Körper! Als ich das mit Zauberlächeln zwischen der Tante und meinen gutaussehenden Damen geklärt habe, löst sich alles auf und wir haben nur noch die Paßkontrolle vor uns. Hier kommt man nur durch, wenn das aktuelle Bild einer Scannerin und der Scan im Paß übereinstimmen. Wo es passt: Super. Sonst: Ab auf die Malediven.

Wir dürfen alle nicht auf die Malediven und so sammelt sich die Gruppe meiner Freundinnen so langsam am Gate B6.

Wie es sich gehört für Pilgerinnen, belagern sie gleich das Café Amico und nehmen geistliche Getränke zu sich. Da will Germania beim Umsatz helfen und verzögert den Abflug. Erstmal um 25 Minuten. Bis wir dann starten, sind es reichlich Minuten mehr. Wir fliegen in die Dämmerung, das ist sehr schön.

Ich darf noch den Platz wechseln und dann die Beine ausstrecken, Germania ist so nett ein warmes Essen auszugeben und so steht einer guten Rückkehr nichts im Weg. Wir landen gut in Düsseldorf um kurz vor 23h, einen kaputten Koffer bekommen wir zügig reklamiert, die netten Abholer sind da und fahren uns nach Flittard. Um 1:32h bin auch ich gut in Uedorf.

Es war wieder eine schöne und inspirierende Pilgerreise! Wenn jetzt Ostern kommt, haben wir intensive und aktuelle Bilder der Orte und des Geschehens vor Augen.

Ein herzliches Dankeschön an Michael, Elisabeth, Jamil und Yossi! 1000 Dank!!

Und 1000 Küsse an Stammheim, an Ulla, an Renate und alle meine Freundinnen. Ihr Schätze wart unbezahlbar.

Laudes in der Kapelle von Notre Dame. Das שלום auf den T-Shirts heißt übersetzt Schalom (Unversehrtheit, Heil, Gesundheit, Wohlfahrt, Sicherheit, *Frieden* und Ruhe.)

Abschlussgottesdienst in Emmaus.

Flug von der Dämmerung in die Nacht.

Düsseldorf. Gut angekommen. Ein Dankeschön an Germania.

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Über Florian Seiffert

http://www.seiffert.net
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Eine Antwort zu Tag #11 – Emmaus

  1. Angelika Teresa O. schreibt:

    Schön, dass ihr eine so gute Pilgerreise erfahren durftet und gut wieder zuhause angekommen seid! Jetzt kann es umso tiefer in die Heilige Woche gehen…
    Ich wünsche euch allen gesegnete Tage und frohe Festtage in Erinnerung an das Leiden und Sterben Jesu, aber vor allem an die Auferstehung! Christus lebt!! 🙂

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