Pilgerreise Israel 2017 – Noch zwei Worte zur Technik

Fotoausrüstung
Lange musste ich suchen, bis ich für das Fotografieren und Bloggen eine Lösung hatte, mit der ich zufrieden war.

Ich konnte vor 17 Jahren in meinem ersten Blog nur Bilder aus der Canon EOS 350D verarbeiten, indem ich die Bilder auf den Laptop spielte und dann im Blog verwendete.

Als dann Smartphones auf kamen, konnte man einfacher und leichter bloggen, wenn man die Bilder vom Smartphone verwendete. Die von der großen Canon konnte man weiter nur in den Blog bekommen, wenn man seinen Laptop dabei hatte. Das mit dem Smartphone war schon okay, aber ich wollte nicht immer und nur weitwinklige Aufnahmen im Blog haben. Bilder mit großer Offenblende, Teleobjektiv, Langzeitbelichtungen, Bilder bei schlechter Beleuchtung etc. gingen per Smartphone praktisch nicht.

Ich suchte nach einer Lösung, wie man die Bilder einer „richtigen“ Kamera im Blog verwenden kann, ohne einen Riesenaufwand an Technik oder Gewicht zu betreiben. Insbesondere bei einer Pilgerreise, will ich nicht so viel Technik mitschleppen.

Ich habe mir dieses Jahr eine Sony Alpha 6500 gekauft und die Kamera ist voll super! Ich kann die Bilder via WLan auf mein Handy beamen und dort weiterverwenden, insbesondere in den Blog laden! Dazu kann ich alle meine Canon EF- und EFS- und (der Hammer!) auch meine alten FD-Objektive (gekauft in den 80er) weiter verwenden. Dazu kommen noch ein paar weitere Vorteile z.B.: Klappmonitor (wie habe ich den bei Canon 50D und Canon 5D Mark III vermisst!) – damit kann man endlich wieder aus der Hüfte und sehr unauffällig fotografieren und filmen, Videofunktionen, Apps, Fokus-Peaking, 11 Aufnahmen pro Sekunde, super Autofocus, ein Modus ohne Kamera- oder Autofocusgeräusche und GPS via Smartphone und Bluetooth. Auch ist die Kamera klein und handlich und ich muss nicht so viel schleppen und wichtiger, ich bin viel unauffälliger mit so nem kleinen Knippsteil – niemand fühlt sich bedroht oder erschrickt! Noch ein Vorteil für mich ist: Ich muss nicht mehr überlegen, habe ich dies oder das auch mit dem Smartphone aufgenommmen, damit ich die Bilder auch im Blog verwenden kann. Das entspannt!
Eigentlich sollte die A6500 meine kleine Zweit- und Immer-dabei-Kamera hinter der Canon 5D Mark III werden, aber nun ist sie plötzlich doch die Nummer Eins.

Die Israelreise war der erste richtige Test der Kamera und des Equipments und es klappte alles bestens! Ich kam zurück mit 2264 Bildern und 276 Videos (2:30h).

Wie läuft es genau?
Am Ende des Tages, schaue ich über die Bilder auf dem iPhone und der A6500. Welche Bilder sollen in den Blog?

Die Bilder vom Smartphone sind unproblematisch, die von der A6500 wähle ich aus und beame sie via WLan auf das Smartphone. Das geht stabil und gut! Da die A6500 24 Megapixel (6000x4000px) große Aufnahmen macht, was bei schmalem Internet und bloggen via EMail deutlich zu groß ist, ist geschicktes Verkleinern angesagt. Das geht so: Auf der A6500 stellt man ein, dass man nur in RAW aufzeichnen will. Wenn man dann Bilder auf das Handy beamt, kommen dort JPEGs der Größe 1616x1080px an. Wenn man JEPG+RAW auf der A6500 einstellt, landen 6000x4000px große JPEG-Bilder auf dem Smartphone und man muss dort via App verkleinern, dazu passen nicht so viele Bilder auf die SD-Karte. Zwei Nachteile. Bilder mit 1616x1080px sind groß genug fürs Web. Wenn ich die Bilder dann in die Mail an WordPress auf dem Smartphone einbaue, fragt mich mein iPhone beim Absenden, wie groß die Bilder denn verschickt werden sollen. Es gibt (wie bei der römischen Armee in Asterix) Klein, Mittel und Groß (und Originalgröße). Wenn man hier Mittel wählt, kommen im Blog Bilder der Größe 640x480px an. Das ist okay. Lieber wäre mir ein Modus, dass ich beim bloggen kleine Bilder nehmen kann und wenn ich zu Hause bin, die Bilder in groß oder in Originalgröße nachgeladen werden, aber das kann WordPress nicht und das von Hand zu machen, ist zu mühsam.

Meist bearbeite ich die die Bilder noch vor der Veröffentlichung. Dazu nehme ich auf dem iPhone die App VSCO (Apple: https://goo.gl/iYdASQ). Damit kann man dann in gewissen Grenzen ein Bild noch so anpassen, dass es mehr so aussieht, wie man es mit dem Auge gesehen und im Kopf gespeichert hat.

An Foto-Equipment hatte ich in Israel dabei:

  • XTREMplus Fotorucksack Powermove L. Der Rucksack war mein Handgepäck. Kamera und Objektive passen in die Fotoabteilung. Sonstiges Zeug in den Daypack. Dazu gehen die Papiere, die nicht geknickt werden sollen in das Laptopfach, Pass und Portemonai in den Deckel. Stativ kann man hinten aufschnallen, dazu eine Jacke und zwei kleine oder eine große Wasserflasche. Perfekt!
  • Sony Alpha 6500
  • Sony SELP1650 6-50mm, F3.5–5.6 Das Kit-Objektiv der A6000. Klein und gut (genug).
  • Samyang 12mm F2.0 Mein Astroobjektiv und Superweitwinkel.
  • Canon EF 135mm f/2L USM mit Commlite Automatik Objektivadapter für Canon. Mein Portraitobjektiv.
  • Canon FD 70-210mm f4.0 mit Quenox Adapter Gegen mein Canon 100-400mm geradezu winzig und leicht. Und manuell gut bedienbar. Mit etwas Übung im Vorfeld sind mir alle Telebilder in Israel gut gelungen, auch die von den fliegenden Störchen.
  • Sony ECMXYST1M.CE7 Stereomikrofon Das habe ich mir hauptsächlich gekauft, damit man die Windgeräusche des internen Mikros bei Videos nicht hört. Klappt gut, Ton ist viel besser, als der vom internen Mikro – was kein Wunder ist.
  • Ersatz-Akku Ein Nachteil der Kamera sei, wird im Internet gesagt, man müsse täglich den Akku laden. Als Gegenargument wird angeführt: Das Smartphone oder die Smartwatch müsse man auch täglich laden. Ich hatte keine Probleme mit dem täglichen Laden. Den vollen Ersatzakku habe ich nicht gebraucht, auch nach reichlich Bildern und Videos nicht. Er gab mir ein Gefühl der Sicherheit, das war gut.
  • Zweite 64GByte SD Karte. Erst am vorletzten Tag habe ich die Karte gewechselt. Es wäre wohl auch alles noch auf die erste Karte gegangen, aber ich wollte nicht in Jerusalem stehen, ein Bild machen und dann geht nichts mehr und man fängt mühselig an nach Bildern zu suchen, die man löschen kann.
  • Sirui T-005BX/C-10S Traveler Ultralight Dreibeinstativ mit Kugelkopf Die Stative reisten im Koffer mit. Ich wollte nicht riskieren, dass die Security am Flughafen sagt: fliegt nicht mit. Und so hatte ich an den Flugtagen halt kein Stativ zur Verfügung. Ansonsten war der Einsatz eines Statives in Israel so unproblematisch, wie sonst auch überall, wenn man nett und zurückhaltend ist. Lediglich im Grab von Maria fragte mich der griechisch-orthodoxe Geistliche, ob ich Videos mache, als er Stativ mit Kamera sah. Als ich das verneinte, war er zufrieden.
  • Sirui 3T-35R Tisch/Videohandstativ mit Kopf Das kleine Tischstativ hatte ich dabei, wenn ich das große Stativ nicht dabei haben wollte. Z.B. beim Falafelessen, in der Brotvermehrungskirche oder in der Grabeskirche. Es fällt einfach weniger auf und stört (andere) damit weniger.
  • ND Filter. 1000x und 64x. Die zwei Graufilter hatte ich mit, um auch bei Tag Langzeitbelichtungen von 30Sekunden zu machen. Das klappte am See Genezareth sehr gut.

WLan
WLan ist immer noch der Knaller in Israel. Wir hatten in jeder Unterkunft WLan. Im Kibbuz Ein Gev war es nun auch in meiner Hütte, nicht nur an der Rezeption. Dazu war es ordentlich schnell. Auch in Bethlehem im Saint Gabriel gab es nun WLan auf den Zimmern. Da war es allerdings etwas langsam. Unten bei der Rezeption war es aber super! In Haifa und Jerusalem, war WLan auch 1A. Es gehört nun schon zum Standard! In Deutschland ja eigentlich auch, aber ich bin immer mal wieder in Hotels, wo es WLan laut Beschreibung gibt, aber wenn man es benutzen will, ist es so lahm, dass man lieber Internet via Mobilfunk betreibt.
Ein Geheimtipp sind immer noch die Busparkplätze an den Pilgerglanzlichtern. Die Busse stehen da dicht an dich, alle leer und die, die WLan für ihre Fahrgäste haben, haben es nicht ausgeschaltet. Um mal eben einen Tweet zu schicken oder ein paar Threemas loszuwerden, reichte es immer!
Auch cool war das WLan im Andenkenriesengeschäft. Ein WLan hieß, wie der Laden. Ich zum Chef. Fluggs hatte ich den Key. Die Jungs wissen halt, was man so zum Geldausgeben braucht. Abstimmungen und Bestellungen mit Gika in Köln gingen so prima per Bild und Threemas hin und her. Gleichzeitig hatte ich mal eben 30 Bilder neu in die Dropbox geschickt.

Insgesamt war WLan so super, dass ich jeden Abend meine sämtlichen Bilder und Videos vom Smartphone in die Dropbox geladen hatte. Das war bei den letzten Reisen noch nicht so. Das gab mir das gute Gefühl, dass selbst dann, wenn ich Kamera und Smartphone verliere, ich noch ein (halbes) Backup habe.

Making of

Das Smartphone macht ein Zeitraffervideo, das Stativ steht da für Langzeitbelichtungen vom Sonnenuntergang.

Fotoausrüstung für Israel

Fotoausrüstung für Israel

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Über Florian Seiffert

http://www.seiffert.net
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