01.09.2017, Tag #18 – Erholung auf See

Das breite Aurora Florialis Lächeln täuscht nicht über meine Müdigkeit hinweg. Ich bin zum Frühstück um 9:00h da, aber noch nicht richtig wach.
Die Sonne scheint, aber es bewölkt sich. Wir fahren auch nur noch 20km/h, nicht 30, wie sonst. Und es ist warm geworden. 16 Grad hat es.
Ich sichte Bilder und Filme der Nacht. Auch die Videos haben geklappt. Feine Sony A6500. Ich habe noch ein paar Ideen, was man verbessern könnte, aber die Ausbeute für Herz, Seele und Kamera war 1A. Mehr geht fast nicht.

Hinweisen möchte ich darauf, dass Menschen, die das Polarlicht zum ersten Mal sehen, vielleicht enttäuscht sind. Auch gestern kam ein Paar und hielt das Polarlicht für Wolken oder Dämmerung. Eine Dame meinte: Ich habe Polarlicht auf Postkarten gesehen, das sah anders aus.
Das ist der Kern.

A) sind wir von Dokus, Bildern und Zeitraffern vom Polarlicht verwöhnt. Wenn wir es schwächer am Himmel, als im Fernsehen sehen, sind wir enttäuscht oder skeptisch.

B) addiert eine Langzeitbelichtung (ich habe zwischen 5 und 20 Sekunden belichtet) Licht und Farbe auf. Das ist wie beim Feuerwerk. Eine Langzeitbelichtung von Feuerwerk sieht super aus, ist aber was anderes, als mit dem Auge dabei zu sein.
Also erwartet nicht beim ersten Polarlicht, dass der ganze Himmel brennt. Freut euch an dem fahlen und vielleicht schwachen Schimmern der Rüstungen, wenn die Walküren über den Himmel reiten und Heldinnen und Helden an Odins Tafel bitten.
Cool war eine Dame, die erst dem Monitor von Axel Krack glaubte, dass er Polarlicht fotografiert hatte. Um für sich ein gutes Bild auf dem Smartphone zu haben, fotografierte sie sein Monitorbild ab. Als ich einwendete, das sei doch gefuscht, machte sie auch ein Bild von meinem Kameramonitor. Fand ich super!
Gut war auch, dass mein Stativ über die Reling (so ca.150cm) reichte. Das war nicht bei allen Paxen so. Einige versuchten sich mit Bildern aus der Hand (wenn man die Empfindlichkeit hochschraubt, kann das ganz gut klappen).
Wenn ihr also in Gegenden kommt, wo Polarlicht möglich ist, nehmt ein Stativ mit und eine Kamera, die man manuell einstellen kann (Blende, Verschlusszeit, Empfindlichkeit). Schaut im Internet (vor der Reise) wo es gute Seiten gibt, die Polarlicht vorhersagen. Und habt Geduld. Raus, peng, peng – super Bilder, das klappt nicht. Ich war gestern von 20h bis 3h auf Polarlichtjagd. Und Glück gehört auch dazu.

Und sonst?
Grauer, ruhiger, entspannter Seetag mit Decksrunden, Staunen aufs Meer, Mützchen voll Schlaf und Vorbereitung auf Island.
Der Himmel ist bedeckt, mit Polarlicht ist wohl nicht zu rechnen.
Für Reykjavik ist Regen angesagt.
Aber weiter alles cool hier.
Wir sind nicht seekrank. H* hofft noch auf richtigen Seegang.

5vorne.

Meer noch mit Sonne.

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Über Florian Seiffert

http://www.seiffert.net
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