04.09.2017, Tag #21 – Schottland

Ich verbringe eine gute Nacht. Das Schaukeln hindert mich nicht am tiefen Schlaf.
Ich ziehe die Windjacke an und schaue draußen nach dem Rechten. Starker Wind, wenig Regen, ganz netter Seegang. Ich lasse mich mal etwas durchpusten. Basstölpel begleiten das Schiff.
Die Zahl der Ausfälle ist beim Frühstück weiter recht niedrig. Es hängen aber Sickness Bags im Treppenhaus.
H* ist frisch und strahlt beim Frühstück, der Seegang gefällt ihr, wenn auch ein Eimer in ihrem Gang steht und Wasser von der Decke tropft. (Die MS Artania geht im November in die Werft, da wird das sicher repariert.)
Nach dem Frühstück hören wir Axel Krack zu „Braveheart: Die wahre Geschichte von William Wallice“. (sic)
Dann muss ich raus. Auf 5vorne gibt es trockene Stellen, wo es sich bei Wind- und Seegang zwischen 6 und 8 ganz gut aushalten lässt.
Um 12 Uhr dreht der Kapitän die Schiffsuhr nach vorne. Wir sind jetzt bei der Zeit von London und eine Stunde von Deutschland entfernt.
Wir steuern dann auf die Meerenge zwischen Schottland und den Orkneys zu. Zwischen 17 und 18 Uhr sollen wir da vom Atlantik in die Nordsee schlüpfen. Dann sollen auch Seegang und Windstärke abnehmen.
Mittagessen im 4JZ. Wir haben einen Fensterplatz ergattert. Während wir essen, reisst der Himmel auf und die Sonne zeigt sich.

Nach dem Essen muss ich sofort raus. Deck 10 ist jetzt mal gut. Da sieht man am weitesten.
Nach kurzer Zeit sieht man die Berge Schottlands im Dunst auftauchen. Ich winke nach Tongue rüber. Hello Silke, Hello Scott!
Dann kommen auch die Orkneys an Backbord in Sicht. Es wird immer besser. Licht, Küsten, Schiffe, Fähren, Leuchttürme. Ich identifiziere Dunnet Head Lighthouse. Und das Lighthouse auf dem Inselchen Stroma. Fantastisch spielt die Sonne in Meer und Wolken. Schöner kann auch William Turner das nicht gestalten. Ich bleibe 5 Stunden oben. Weniger hält man nicht aus. So, so schön alles!
Ich muss mich noch in Schale werfen, Stufe 3. Abschlussball. Um 19:15h treffe ich H* im Waschsalon. Als wir in der Atlantik Show-Lounge eintreffen, geht die Show los. Dank an die Teams und Crews. Kapitän Hansen und der Vicekreuzfahrtdirektor machen das sehr gut. Wir applaudieren. Wunderbar. Wunderkerzen. Hach.
Dann gibt’s das Galaabendessen, was lecker und 1A ist. Wirklich gut.
Nebenbei gibt es die Highland-Lichtfestspiele, die wir durchs Fenster sehen. Dazu krönt der Sonnenuntergang mit blauem Blitz den Abend. Eigentlich müsste man draußen sein.

Und sonst?
Ich peile an für Peter Hölzer heute abend erstmals die Currywurst in drei Schärfen zu probieren. Mal sehen, ob das klappt.
Morgen gibt es mein Schottland-Glanzlicht. Die Forth Bridge. Die schönste Eisenbahnbrücke der Welt. Ich ziehe los, um sie einzufangen. Wir unterqueren sie zweimal. Ich hoffe auf gutes Licht und Wetter. H* stimmt einer Verlegung des Abendessens auf 18:00h zu, damit ich abends draußen sein kann.
H* hat die Stadtrundfahrt gebucht und wird meine Vorfahrin St.Margreth auf dem Castle würdigen. Es gefällt ihr, dass ich schottische VorfahrInnen habe. Mir gefällt das auch.

Regenbogen über dem Meer.

Orkneys.

Lichtfestspiele.

Wolken vor dem Bug.

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Über Florian Seiffert

http://www.seiffert.net
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