‪11.01.2018‬ #2 – Bauruinen

Vor dem Frühstück fahre ich hoch nach La Matanza, um einzukaufen. Brot, Käse und eine Avocado „por hoy“ (für heute – also weich). Dann folgt ein leckeres Frühstück mit geräuchertem Ziegenkäse, Schinken und Kaffee auf der Terrasse. Es ist zwar nicht lecker warm, aber warm genug ist es doch.

Da wir noch mit Runterfahren und Ankommen beschäftigt sind, wollen wir heute nur eine kleine Runde drehen. Das geht am besten am Hausberg. Wir gehen also unsere Straße runter Richtung Meer und schauen mal, wie weit wir kommen. Hier stehen nette kleine Häuschen und größere Apartmentanlagen. Zum Teil fest und eng an den Felsen gebaut. Ich staune, dass das hält. Offenbar ist hier die uralte Lava sehr stabil.

Weiter unten stehen zwei riesige morbide Bauruinen. In ihrer verrotteten Gruseligkeit doch wieder Glanzlichter auf ihre Art. Es stehen noch Stahlgerüst mit Betonböden. Der Stahl ist rostig, die Betonböden sind zum Teil weggebrochen und einige hängen noch an den Armierungseisen. Ein Symbol, dass auch etwas so stabiles, wie Beton und Stahl vom Zahn des Meeres und der Zeit klein gekriegt wird. In Deutschland hätte man die Teile sicher gesprengt und die Trümmer weggeräumt, hier stehen diese Gerippe sicher schon zwanzig Jahre.

Zurück am Haus, genehmige ich mir ein Urlaubsbier und probiere ein paar Zeitraffer- und Zeitlupenaufnahmen. Immerhin gibt es einen recht schönen Abendhimmel, wenn es auch keinen wolkenfreien Sonnenuntergang hat. Und es leuchten Pastellfarben über dem Meer und Horizont und Wolken verschwimmen. Es kommt sogar kurz die Sonne raus – wir wußten schon kaum noch, wie sie aussieht.

Da der Himmel klar genug ist und die Umgebung dunkel, schaue ich noch, ob die Milchstraße oder ein Startrail auf den Chip möchte.

So sind wir mit dem ersten Tag sehr zufrieden. Wir freuen uns auf mehr.

Der Frühstücksblick.

Die zwei Bauruinen am Hang.

Zugang nur für ganz Mutige.

Abendlicht.

Startrail mit der Palme, die auch oben auf den Bildern zu sehen ist. Der Polarstern steht hier tief am Himmel (logisch), deswegen liegen die Sternenspuren auch recht tief.
Ich glaube, dass ich auch zwei Sternschnuppen (Meteore) eingefangen habe. Wenn die zwei Spuren auch ein bisschen wie Iridium-Flares (s. Wikipedia) aussehen. Aber laut App gab es zum Aufnahmezeitfenster hier keine. Also Sternschnuppen!
(Aufnahme mit iPhone 8Plus und NightCap, 80 Minuten.)

Und Grüße nach:

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Über Florian Seiffert

http://www.seiffert.net
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2 Antworten zu ‪11.01.2018‬ #2 – Bauruinen

  1. optimisc schreibt:

    Ich habe das Deiner Schwester auch schon geschrieben: Bitte zukünftig die Urlaubstermine abstimmen. Man kommt ja zu nix hier, wenn man jeden Tag zwei Blogs lesen muss.

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