20.01.2018 #11 – Barranco Ruiz

Der erste Plan ist heute: Markt in Tacoronte. Dann wird es: Spazierengehen in Santiago del Teide und dann gibt es ein paar WattsLoss mit O* und ein Telefonat und dann soll es die Küstenwanderung in Las Aguas werden.

Nach dem Frühstück in der Sonne fahren wir also nach Puerto de la Cruz und sammeln O* ein. Da sich aber schnell rausstellt, dass er morgen schon eine Wanderung von Las Aguas aus hat, ändern wir nochmal den Plan und fahren zum Mirador San Pedro und holen den zweiten Teil der Wanderung nach, die wir Donnerstag schon begonnen hatten. Diesmal soll es von San Pedro bis zur Casa Hamilton gehen. Die Sonne scheint, der Himmel ist blau. Perfekt – mal wieder.

Mit O* macht das Wandern Spaß. Er passt sich unserem Tempo an, hat keine Angst vor der Kamera und er erzählt coole Geschichten aus seinem Leben. Scheunen, die zu Silvester umfallen oder Wälder voller Alkis, wo man nicht pinkeln kann, weil hinter jedem Baum jemand steht und seine Flasche versteckt. Da ist das Leben eines Bibliothekscomputerfuzzis ja deutlich ärmer an Geschichten. Ich rate O* zu einer Chronik mit all seinen Erlebnissen! Ich bin sehr für Erlebnisse und Chroniken!!

Wir wandern einen schönen Weg mitten durch Grün und Palmen und sind flugs an der Casa Hamilton. Jetzt ist der Weg von uns komplett erwandert und wir können umkehren. Wir wandern durch Palmen und Grün zurück. Es bewölkt sich etwas und uns wird kühler.

Da O* Hunger hat und ich auch nicht abgeneigt bin, meinen Körper zu pflegen, schlagen wir den Barranco Ruiz vor, wo die beste Frittenbude Teneriffas steht – eine abgeschmockte Kneipe möchte man sagen, wenn es nicht eigentlich ein Hütte mit Zeltteilen wäre.

Nach fünf Minuten sind wir da. Ein Tisch Wanderer: todsicher Deutsche, der Rest Eingeborene. Die 15 jährige Tochter am Nachbartisch mag es offenbar, wenn ich filme und in mein iPhone spreche. Ob sie auch mal drauf will? Och nö. Schüchtern? Jo.

Wir essen Brot mit Aioli, Queso a la Plancha, Karamellkuchen und Albondigas mit papas fritas, Cortado, Café con leche, agua mineral con gas. Das Leben ist lecker!

Wir versuchen noch ein Wanderpaar zu retten, denen der Bus (bösartig) weggefahren ist, aber das ist dann doch nicht nötig, da andere freundliche Menschen sie mit nach Puerto Cruz nehmen wollen.

Nachdem mir O* noch ausdrücklich vom Männer-Yoga abgeraten hat („Alle Übungen sind Schweineübungen“) und wir fast die ganze Zeit herzlich lachen mussten, mache ich noch ein kurzes Video (Nachbartischtochter schaut schon wieder – sehnsüchtig?) für H*, die Frau von O*, die alleine in Bordesholm sitzt und uns sicher nur ungern ihren Mann ausleiht – und wir machen uns auf zur Rückfahrt. Der Kellner bringt dann doch noch die Rechnung („¡la cuenta por favor!“) und wir fahren nach Puerto de la Cruz zurück. M* kauft kurz Brot, wir setzten O* ab und hoffen, dass wir hier noch ein Treffen hinbekommen und fahren Heim.

Wir sind pünktlich zu einem Bier in der Sonne und haben freu-Sicht auf den Himmel, der wieder die magischen Farben der Kanaren zeigt. Dazu liegt die Mondsichel hoch am Himmel. Einfach zauberhaft.

Dann GEWINNT auch noch der Effzeh in Hamburg und Maren und ich führen (zum Schrecken der Nachbarn – sie verschwinden flugs) ein Freudentänzchen auf. Was für ein Gefühl. Schon drei Siege hintereinander. Bravo Effzeh!! Wenn wir den Abstieg vermeiden, wird gefeiert, wenn nicht, dann auch!

Es gibt noch ein Drei Gänge Menü von M* und einen prachtvollen Sternenhimmel. Die Kamera steht jetzt draußen und nimmt einen Startrail auf. Vielleicht gelingt mir auch noch ein Milchstraßenzeitraffer. Jedenfalls vom Ausläufer der Milchstraße – das galaktische Zentrum ist im Winter hier nicht zu sehen.

Toller Tag, toller Effzeh. Das Leben ist schön!

Sonne und Meer zum Frühstück.

Magische Baumwurzeln am Weg.

Wanderung an der Küste lang.

Albondigas, Papas fritas.

Zauberhimmel für den Effzeh.

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Über Florian Seiffert

http://www.seiffert.net
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2 Antworten zu 20.01.2018 #11 – Barranco Ruiz

  1. Jörg schreibt:

    Am Barranco Ruiz startete eine unserer schönsten Wanderungen. Die Frittenbude hatten wir damals gesehen aber nicht weiter beachtet. Hätten wir mal gewusst, dass es dort die besten Fritten Teneriffas gibt… Schöner Blogpost! Danke!

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