Wien #3 Donnerstag 22.02.2018

Mein Vortrag „Ist Digitalisierung der der Tod der Bibliothek?“ klappt gut. Es sind trotz starker Parallelvorträge ca. 40 Damen und Herren anwesend, die mich sehen und hören wollen, das ist super! Ich freue mich. Es gibt sogar noch eine kleine Diskussion am Ende und so sind die 30 Minuten gut gefüllt und schnell rum. Es gibt noch Lob dafür, dass der Vortrag im Blog (s.o.) und bei YouTube schon kurz vor dem Vortrag online ist. Da freue ich mich gleich zum zweiten mal.

Der Tag begann wieder mit einem gemütlichen Frühstück im Hotel. Dann wieder diese nette Straßenbahn, dann wieder Vorträge. Aber so langweilig sich das anhören mag, das sind richtig gute Vorträge. Zum Teil ist es das Thema, wie „Smart Harvesting with OXPath“, was mich sehr interessiert und was mit bei meiner Arbeit hilft oder es ist einfach das Engagement oder das Feuer, mit dem einige vortragen, wie z.B. Tanja Erdmenger von der Münchner Stadtbibliothek. Da hätte ich mir mal gewünscht, dass die gesamte Service-Abteilung der ZBSport dabei gewesen wäre. Das hätte denen sicher auch Freude gemacht und wäre Vorbild gewesen.

Heute gibt es ein kleines Mittagessen. Zu einem Glas Nudelsalat erbitte ich mit eine Falafel, aber das wird mir verweigert, weil man Veggy und Fleisch nicht mischen dürfe. Ich staune. Ist das in Wien so? Oder in Österreich? Oder ist die EU schuld? Oder Trump? Sachen gibt’s!

Ich bin sehr pünktlich im Seminarsaal 20 und checke nochmal den PC, ja, mein Vortrags-PDF ist noch da. Das hatte ich schon heute früh aufgespielt und getestet, ob Beamer und Acrobat-Reader das tun, was ihre Pflicht ist. Das mache ich immer weit vor dem Vortrag so, denn wenn der Saal schon voll ist und man bekommt den Vortrag nicht auf die Leinwand – das ist für jeden ITler super peinlich.

Stefan Drößle moderiert den Block, den ich zusammen mit zwei anderen Herren habe. Er stellt mich kurz vor und los gehts. Ich rede, wie immer frei und orientiere mich grob an den Folien, möglichst ohne abzulesen.

Richtig gut sind dann aber die beiden nach mir: Harald Eberle von der Vorarlberger Landesbibliothek und Wolfgang Stille von der UB Darmstadt. Sie zeigen, wie man Digitalisate heutzutage im Web präsentieren muss. So, dass man richtig Spass daran hat und irgendwie hängen bleibt und die Zeit vergisst. Besonders die Flora Graeca (http://www.flora-graeca.de) hat es mir angetan! Alte Kupferstiche in sehr hoher Auflösung von Pflanzen aus Griechenland – verknüpft mit aktuellen Informationen aus der Wikipedia. Das muss man erstmal hinbekommen! … Ich muss dringend mit Chefin reden. Ich bin ganz hibbelig. Immer wenn ich von einer Inetbib-Tagung nach Hause komme, will ich gleich eine Menge neue Dinge anschieben oder ausprobieren. So muss das sein!

Da ich heute und gestern nur Bahn gefahren bin, will ich mich jetzt mal bewegen und gehe zu Fuß zum Abendevent – zu dem ich netterweise eingeladen bin. Ich nutze die 30 Minuten Weg dazu, Wien bei nassen und glänzenden Straßen mit den vielen bunten Lichtern zu fotografieren. Die RX0 leistet da gute Dienste. Zwischen Rathaus und Burgtheater ist eine riesige Eisbahn aufgebaut. Das ist super. Bunte Lichter in den Bäumen, Eisläuferinnen, das tolle Rathaus. Ich mache Bilder, was das Zeug hält. Dann eile ich das letzte Stück zur Wiener Hauptbücherei. Hier verbringe ich einen schönen Abend, bei leckerem Essen und angenehmen Gesprächen und von der Dachterrasse hat es einen fantastischen Blick auf Wien!

Da ich noch das Tagesvideo schneiden und den Blog verfassen möchte, bleibe ich nicht allzulang. Ein weiterer Spaziergang durch das nächtliche Wien bringt mich zu meinem Erzherzog Rainer.

Seminarsaal 20. Noch leer.

Eisbahn, buntes Licht und der Rathausturm.

Wien bei Nacht.

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Über Florian Seiffert

http://www.seiffert.net
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