Donnerstag, 17.012019 – Teneriffa #12

Wie soll das mit dem Frühstück was werden, wenn die Prinzenterrasse nass ist? Es hat zum Teil heftig geregnet heute nacht. Etwa kein Frühstück draußen?
Doch doch!

Wir ziehen um auf den Prinzenbalkon. Da ist schon trocken und die Stühle haben nix abbekommen.
Es ist wolkig – kennen wir gar nicht mehr. Kein Sisi-Wetter.
Die Planungskommission schlägt zwei Ziele vor. Hoch aufs Dach: zum Teide oder auf die andere Seite der Insel nach Güímar zur vulkanischen Küstenwanderung.
Wir routinieren die Single Track Road hoch. Null Problemo heute.
Mama Teide verhüllt sich unter einem Wolkenmützchen. Das wird nichts. Also Güímar.
Wir fahren auf der Inselautobahn ein schönes Hufeisen und parken in Puertito de Güímar. Auch hier gibt es keine Touristeninformation. Mist.

Wir gehen einen Rundweg im Nationalpark Malpaís de Güímar. Wunderschön! Die Sonne scheint, die Wolken stehen über Santa Cruz, sie zeigen ab und zu Abschnitte eines Regenbogens. Sehr schön. Am Horizont zeigen sich die blauen Berge von Gran Canaria. Grandios.
Wir gehen über ein Lavafeld aus Geröll und scharfen Steinen. Man muss hinschauen, wohin man den Fuß setzt. Ein kräftiger Wind bläst. (Das ist der Preis für die ständige Sonne hier im Osten von Teneriffa.)
Am Ufer sind natürliche Salzpfannen. Die Gischt bringt genug Wasser auf die Felsen, Wind und Sonne trocknen aus, Salz bleibt zurück.

An einer Stelle faucht ein wildes Ungeheuer, es bläst Dampf, Schaum und Wasser in die Luft. Ich schaue es mir aus der Nähe an. Es röchelt sogar dabei. Die Brandung drückt Wasser in eine Höhle, die sich dann nach oben öffnet. Das ist dann der Schlund des Ungeheuers. Ich staune eine Weile.

Die Pflanzen hier sind voll angepasst. Offenbar hat der Wind den Haupteinfluss. Wo Wind ist, ducken sich kleine Pflanzen in Mulden. An windgeschützten Orten, wachsen auch Sträucher. Und alles sieht aus, als könnte es auch auf dem Mond sein.
Die Regenbögen, die Wolken und die Dunkelheit nähern sich mächtig von Santa Cruz. Der Wind pfeift. Wir biegen rechtzeitig ab, aber wir sind nicht schnell genug. Ein paar Schauer ereilen uns. M* bekommt meinen Hut, ihre Jacke hat keine Kapuze.
Wir erreichen wieder Puertito de Güímar. Der Wind hat uns trocken gepustet.

Hause fahn, Österreich gehen, wie es in meiner Familie heißt. Auf zum Prinzenhaus.
Vorher noch ein Stop zur Vorratsergänzung.

Im Prinzenhaus ist es dunkel und es regnet. Sundowner geht nicht mehr. Sun ist schon down. (Für den Satz hätte mich mein Englischlehrer beidhändig erwürgt.) Für Bier draußen ist es auch zu kalt. Aber ich will auch die Fans des Tagesvideos nicht enttäuschen. Was also tun?
Natürlich: M* findet eine Lösung! Es ist, denke ich, ein Moonriser 🙂

Mer freue sich!


Nationalpark Malpaís de Güímar.


Küste mit Sonne und Wind.


Das Ungeheuer bläst.


Geduckte Pflanzen in der Lava.

Tagesvideo:
https://youtu.be/ubxLtYEJuFc

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Über Florian Seiffert

http://www.seiffert.net
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2 Antworten zu Donnerstag, 17.012019 – Teneriffa #12

  1. hodoblog schreibt:

    Wunderschön. Jetzt werd ich auf den letzten Metern doch noch neidisch ….. 🙂

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