Montag, 01.04.2019 – #1 Schalom Israel

Boker-tov – guten Morgen. Eigentlich ist es noch Nacht, tiefe, schwarze Nacht. Aber der Wecker klingelt um 03:15h und ich muss raus. Schade, dass M* nicht mitkommt, aber sie kümmert sich um Haus, Hof und Garten.

Um 4:00h sitze ich im Bus in Flittard und um 7:00h auf 21F in einer Bombardier C100/300 nach Zürich. Unsere Pilgergruppe, 28 Frauen und Männer sind müde, aber guter Laune an Bord. SwissAir spendiert sogar ein Morgengetränk mit Vanilla roll – Handmade Swiss tradition! Dankeschön! Und schon geht es wieder runter.

In Zürich müssen wir erstmal Bahn fahren, um zum Gate E27 zu kommen. In der Bahn kommt Alphornmusik mit Kuhmuhen und Glockengebimmel aus dem Lautsprecher. Ich liebe die Schweiz.

Wir haben eine Schokoladenstunde. Dann geht es weiter.

51k in einer Boeing 777-300ER. Ganz hinten. Die Pilger*innen sind gut verteilt: 30H, 48K, 48J, 48H, 30J, 30K, 12A…. 2895km und 3:25h liegen vor uns. 10058m Reiseflughöhe. Orangensaft. Nickerchen – aber nicht zu fest. Mittagessen mit Nudeln, Brötchen und Salat. Nichts fürs Auge, aber sonst sehr gut. 1381 km bis Tel Aviv. Wir erreichen die Ägäis. Limnos und Lesbos liegen paradisisch im Blau.

14:30 wir landen. Pünktlich. Die Einreisekontrolle geht zügig und problemlos. Draußen warten Yossi und Yamil.

Yossi erzählt mir, dass der Preis für Arak von 20 Schekel auf 90 Schekel gestiegen sei – die Russen (und die Pilgergruppen aus Köln) hätten einfach zu viel getrunken…

(Ich weiß nicht, ob das ein Aprilscherz ist, aber im Bus gibt es erstmal keinen Arak zur Begrüßung.)

Wir fahren nach Norden, mitten durch den Berufsverkehr. Yossi sagt, der Verkehr habe sehr zugenommen und schwupps stehen wir im Stau.

Yossi erklärt in seiner lustigen Art das Land und die Regeln, das Programm für morgen und übermorgen.

Wir erreichen den See Genezareth. Hier ist alles heiliger Boden. Wir machen eine kurze Pause.

Elisabeth geht dann doch mit der ersten Flasche Arak durch den Bus. Die geschickte katholische Regel lautet: Wer auf Reisen ist, braucht in der Fastenzeit nicht zu fasten. Prost!

(Yossi erzählt, dass die Katholiken sehr gerne in der Fastenzeit ins Heilige Land kommen!)

Wir fahren den See entlang. Die Sonne neigt sich. Wir singen das erste Lied: Hevenu Shalom Alechem – wir bringen Frieden für alle.

Die Pilgerreise hat angefangen und ich stehe an Seeufer und sage leise: Shalom Israel.

Ich lese in der Landschaft.

Ägäis

See Genezareth.

Jetzt folgt noch um 19:30 „Ammbrod“.

Morgen geht es los mit:

06:00 Laudes

06:30h Frühstück

07:45h Im Bus. Wer zu spät kommt, muss vor der Gruppe singen.

Über Florian Seiffert

http://www.seiffert.net
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