Sonntag, 07.04.2019 – #7 Ramon Krater, Awdat, Jerusalem

Ein herrlicher Sonnenaufgang über den Bergen von Jordanien begrüßt mich.

Zum Frühstück gibt es einen Koch, der auf Wunsch Omelettes macht. Das ist herrlich.

Dafür verliert man leider beim Kaffee heute ein bisschen.

Um 08:00h sitzen wir im Bus. Wir fahren zur Grenze. Marcus und Yossi müssen noch geschäftliches regeln. Sie sind kurz verschwunden, dann kommen sie triumphierend zurück. Marcus hat zwei Hosen mit Wohnungs- und Autoschlüssel und eine Jacke zurück (nur seine Zigaretten fehlen). Die Klamotten waren in Petra aus seinem Koffer ‚verschwunden‘. Super Arbeit von Yossi! Kompliment.

Wir machen eine Gesundheitspause am Kibbutz Jotvata in der Aravasenke. Dann beten wir die Laudes im Bus.

Die Wüste ist an vielen Stellen grün und sie blüht hier und da. Es hatte vor kurzem geregnet.

Eine Gruppe Schwarzstörche ist beim Frühstück.

Wir fahren durch die wunderbare und abwechslungsreiche Wüste zum Ramon Krater. Das ist ein sehr großer Erosionkrater.

Wir halten am Makhtesh Ramon Visitors Center. Wir sehen zwei Filme. Einen über den israelischen Astronauten Ilan Ramon, der mit dem Spaceshuttle Columbia beim Wirdereintritt ums Leben kam – er stammt aus der Gegend. Und ein Film über die Tiere im Krater. Aber statt nun ein Ründchen durch den Krater zu gehen, gibt es Mittagspause in einem Park mit einem schönen Picknick unter israelischen Pinien. Auch schön!

Die Reise geht weiter durch die Wüste nach Avdat. Avdat ist ein Nationalpark und hier liegen die Reste einer Stadt der Nabatäer. Es gibt eine byzantinische Kirchenruine, die dem Heiligen Theodor gewidmet ist und die auf dem Berg liegt.

Es ist schön auf dem Berg in der Wüste, aber es ist heiß, gleißend hell und es gibt kaum Schatten.

Wir feiern Gottesdienst und Rabbuni Michael sagt, dass der Heilige Theodor ein echter ökumenischer Heiliger ist, da er auch bei den anderen christlichen Konfessionen verehrt wird. Und aus seiner Lebensgeschichte folgert Rabbuni Michael, dass es ist nicht unsere Aufgabe ist, den Märtyrertod zu suchen. Aber wir sollen bewußt Christ*innen sein. Worte und Taten!

(Warum sagt er das? Hat er Angst, dass ein paar von uns in Bethlehem oder Jerusalem eine große Dummheit anstellen? 🙂

Am Ende der Messe bedankt sich Rabbuni Michael bei uns allen, die wir im gleißenden Ofen hier auf dem Berg durchgehalten haben. Und er bedankt sich bei seinem IPad, welches wohl Ausfälle in der Hitze hatte, dann aber doch seine Pflicht getan hat.

Wir reisen weiter. Nächster Halt ist ein Aussichtspunkt, vom dem aus man das Tote Meer sehen kann – wenn man guten Willens ist und mit scharfen Augen den Dunst durchdringen kann.

Nun geht es durch die besetzten Gebiete, an Hebron vorbei, Richtung Jerusalem. Das Ziel der Pilgerreise! Drei Weltreligionen ist Jerusalem heilig.

Yossi stimmt das „Großer Gott wir loben Dich“ an. Singend fahren wir durch die frische, grüne Landschaft. Blühende Olivenbäume, Obstbäume in zartem Weiß und Weinreben, die noch schlafen.

„Immer, wenn ich in Jerusalem war, komme ich etwas mehr Glicklich nach Hause!“, sagt Yossi. Ich habe Tränen in den Augen. Genau so ist es!

Wir fahren an Bethlehem vorbei nach Jerusalem. Wir halten der Altstadt gegenüber. Der Felsendom leuchtet in der goldenen Abendsonne, die Kuppeln und Türme von Jerusalem grüßen zu uns rüber. Wir grüßen die heilige Stadt mit dem „Lauda Jerusalem“ (Lobe, Jerusalem, deinen Herrn!).

Hallo Jerusalem, wir sind wieder hier!

Eine gute Idee, nicht gleich ins Hotel zu fahren.

„Mit Gott zu sprechen ist hier in Jerusalem ein Ortsgespräch!“, sagt Yossi.

Wir setzen Yossi bei den Borromäerschwestern ab, die mag er besonders. Nach Bethlehem darf er leider nicht mit.

Yamil fährt uns zurück nach Bethlehem. Wir sind im Saint Gabriel Hotel. Das kennen wir schon.

Der Muezin ruft um 19:00h zum Gebet. Um 19:30h gibt es „Ammbrod“.

Eine Riesengruppe – ich halte sie für Russen oder Ukrainer – feiern Geburtstag mit Kerzen, Feuerwerk, Riesentorte und Gesang. Ich überlege kurz, ein völkerverbindendes Grußwort zu sprechen, da der Kuchen unmittelbar neben mir steht und sehr lecker aussieht, aber die Schwester, die die Stücke schneidet, schneidet Carpaccio, da sehe ich dann von Grüßen ab 😉

Tagesvideo:

https://youtu.be/f1NrnxhM8bo


Sonnenaufgang


Blick auf den Ramon Krater.


Ramon Krater.


Kirche des Heiligen Theodor.


Jerusalem.


Bethlehem am Abend.

Morgen steht auf dem Programm;
06:30 Wecken
07:00 Frühstück
07:45 Im Bus.
En Kerem, Kreuzweg auf der Via Dolorosa.

Über Florian Seiffert

http://www.seiffert.net
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