Landwasserviadukt und erste Höhenmeter

Der Tag startet gemütlich. Im Tal ist es nebelig, die Wettervorhersage ist nicht sehr gnädig. Naja.

So schlafen wir aus ich mache meine Kniegymnastik, Peterr liest die Zeitung. Die Kapselmaschine verweigert die Zusammenarbeit, so werden die Kapseln aufgeschnitten und der Kaffee so aufgeschüttet. Man darf doof sein, muss sich aber zu helfen wissen. Während ich die Knie dehne, wird in der Küche gewerkelt und ein feines Frühstück gezaubert. Wir genießen sowohl das Essen, als auch ein mega Panorama. Die grossen Fenster sind großzügig mit Kinderpatschehänden dekoriert worden, wir suchen nach Zeitung und Putzmitteln, damit der Panoramagenuss etwas ungestörter gerät. Aber nur kurz. Lieber folgen wir der Empfehlung der Ein-Mann-Planungskommission (Einheimische sind eindeutig schlauer im Abwägen von Wetter- und Kniefaktoren, berechnen von Höhenmetern und so Zeugs) und machen uns dann mal auf den Weg. Mit dem Auto geht es das Tal hinauf. Wir spazieren zum Landwasserviadukt. Kurz bevor es ins Sichtfeld gerät, spurtet meine Begleitung los. Ein Zug! Da er eh die besseren Bilder macht und meine Knie momentan die reibungslose Zusammenarbeit verweigern, lasse ich ihm den Vortritt. Zu spät. So spazieren wir in Ruhe hin und knipsen erst einmal zuglos. Die hier gezeigten Bilder sind übrigens von Peterr und von mir.

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Peterr checkt online den Fahrplan, wann der nächste Zug kommt. Wir haben noch Zeit und laufen weiter unter dem Viadukt hindurch. Der nächste Zug fährt durch, ohne von uns abgelichtet worden zu sein. Ich lästere über die schweizerische Pünktlichkeit, er nimmt’s gelassen. Jetzt warten wir einfach, bis ein Zug vorbeikommt. Der ist dann „unserer“…

Dann fahren wir das Tal weiter hoch. Die Straße klebt an der Felswand, es wird kuschelig eng. Kurvig schrauben wir uns den Berg rauf. Viele Motorradfahrer heizen mit uns, der kleine Fiesta gibt alles. In Bergün halten wir an, um Brot zu kaufen. Das Dorf ist soo schön, ein Brunnen in der Mitte des Dorfplatzes spendet kaltes Wasser für unsere Trinkflaschen.

Wir fahren bis zum Sessellift, der uns auf luftige Höhen bringt. Das Wetter hält sich nicht an die Wettervorhersage, die Sonne lacht. Im Tal ist ein Schießstand des Militärs. Jedesmal, wenn es knallt, hallt der Schuss und seine Echos durch die Täler. Irre Geräusch. Wie würden wohl die Flittarder Schwerkaliber klingen?

Oben angekommen müssen wir uns erst einmal in der Hütte stärken.

Dann wandern wir gen Alp Darlux. Da ja die Knie bockig sind, machen wir langsam und ich horche immer mal wieder ins Innere meiner Extremitäten. So bekomme ich ein gemäßigtes Tempo geboten. Das merke ich mir, einfach humpeln und schon geht es langsam und vorsichtig. Guter Plan. Wir machen Päuschen und ich staune kräftig und genieße noch mehr. Im Hang stehen lotrecht Bergkühe mit zwei langen und zwei kurzen Beinen und ihre Glocken machen tolle Berggeräusche für mich. Eine Wiese hat extra den würzigen Kräuter-Bergduft aufgelegt. Ständig denke ich an die blöde Werbung: „….wer hat’s erfunden?“ Alle Minute sieht man ein neues Fotomotiv. Seufz.

Es türmen sich Wolkenberge auf, wir blasen zum Rückzug.

Der Abstieg macht den Knien Mühe, ich freue mich auf die Rückfahrt im Lift. Mein erstes Höhentraining bis 2282 Meter endet erfolgreich. Natürlich bin ich nur einen kleinen Teil von etwa 300 Höhenmetern rauf und runter gelaufen, aber die hab ich gut hinbekommen.

Den Rest des schönen Tages genießen wir im Häuschen. Mit frisch geputztem Ausblick.

[category Schweiz]

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[tags Schweiz, Landwasserviadukt, Landwasser, Berge, Alpen, Albulatal, Albulatal, Urlaub]

Über theaseiffert

Ich bin die Schwester von Florian. Ich reise gern, ich blogge gern auf Reisen. Danke für den Gastauftritt hier!
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2 Antworten zu Landwasserviadukt und erste Höhenmeter

  1. Peter Hänggli schreibt:

    Liebe Theaa!!
    Das war ein weiterer schöner Tag mit Dir!!
    Alles Liebe

    Peterr

  2. M* schreibt:

    Liebe Thea, das freut mich wenn sich die Wolken in Eurem Sinne verhalten! Und wir bekommen dann besonders strahlende Fotos. Danke schön!
    Kennst Du den Trick zum Knie schonenden Abstieg? Rückwärts gehen?
    Herzliche Grüße
    M*

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