Rheinschlucht

Gutes Wetter ist angesagt, es hält sich an den Plan. Wieder stehen wir mit dem ersten Glockengeläut, das wir so wahrnehmen auf. Ich finde, unsere Kirche könnte auch mal die Uhrzeit schlagen.
Wir halten uns streng an den Zeitplan, der am Vorabend beschlossen wurde und betrügen ihn glatt um 15 Minuten, die wir schneller sind, als er. Sachen gepackt und auf ins brave Autochen. Wir fahren das Albulatal zurück bis nach Reichenau. Hier vereinigen sich Vorderrhein und Hinterrhein zu Vater Rhein:

Wir werden heute in der Rheinschlucht Wildwasserfahren.
Dazu parken wir in der Nähe der Vereinigungsstelle, zahlen brav die Parkgebühren für den Schotterplatz (hier gibt man das Kennzeichen in den Parkomaten ein – Sachen gibts….) und schlendern zum Bahnhof. Da wir dem Zeitplan ein weiteres Schnippchen geschlagen haben und jetzt etwa 40 Minuten Vorsprung auf ihn haben, ist locker noch Zeit für einen echten Kaffee drin.
Dann fahren wir mit dem Zug die zu paddelnde Strecke den Vorderrhein hinauf – quasi schon eine Vorerkundung.
Am Bahnhof werden wir von sportlichen jungen Männern erwartet, die uns zum Ort des Geschehens bringen. Einweisen, zahlen, umziehen, ausrüsten und ab in die Boote. Mit Neopren, Schwimmweste und Helm bekleidet, klettern wir zum Fluss hinab und besteigen zu zehnt die Boote Modell Hippo. Dann warten wir auf mehr Wasser. Wirklich. Das Kraftwerk oberhalb wird gebeten, mehr Wasser durchzulassen, damit wir nicht an jedem Stein hängenbleiben. Wir lernen ein paar Kommandos – vor, zurück, nur links zurück, ab ins Boot vom charmanten scottish man, der unser Boot führt. Er sagt, seine Kommandos seien alle german, kommandiert dann aber doch fast nur english. Keinen störts. Wir paddeln los „forward“ und bleiben gleich an einem Stein hängen. Wir finden es lustig, er ackert und kommandiert, bis wir wieder runter sind. Seine Kollegen in den anderen Booten amüsieren sich…

Es folgt ein „rapid“ namens Romeo und Julia. Wir kurven erfolgreich um die beiden Steine.

Es macht wirklich Spaß und niemand bleibt trocken. Das liegt weniger am Fluss, als an den Paddlern in den anderen Booten.

Da es langsam wirklich warm wird, und wir gut eingepackt sind, dürfen wir auch mal schwimmen gehen. Ich verzichte – als einzige – und darf mir natürlich dazu Kommentare anhören.

Ist mir egal, ich friere halt extrem ungern….
Nach etwa drei Stunden haben wir das Ziel erreicht. Tolle Erfahrung.
Wir steigen ins geparkte Auto um und fahren die Schlucht nochmals mit dem Auto ab. Von oben sieht das Ganze auch wirklich toll aus, von unten hat es mir besser gefallen. Leider geht Paddeln und Knipsen nicht gleichzeitig. Jedenfalls nicht mit der vorhandenen Technik.

Die Reinschlucht noch von oben…

Und die Rheinschleife

Über theaseiffert

Ich bin die Schwester von Florian. Ich reise gern, ich blogge gern auf Reisen. Danke für den Gastauftritt hier!
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2 Antworten zu Rheinschlucht

  1. Veronika schreibt:

    Beeidruckende Bilder – auch von oben!

  2. Peter Hänggli schreibt:

    Liebste Theaa!!
    Wie jeden Tag haben wir schöne gemeinsame Erlebnisse!! Der Vorderrhein war vor 43 Jahren mein erster „Wildbach“ den ich erleben durfte!! Schön mit mit Dir dies in Erinnerung zu rufen!!
    Alles Liebe
    Peterr ❤

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