11.01.2021 Madeira #23 – Câmara de Lobos

Winston Churchill war hier. Auf Madeira. Er hat in einem Fischerdörfchen im Hotel gewohnt, am Hafen gesessen und gemalt. Das Dörfchen heißt Câmara de Lobos. Wir wollen heute da hin und die Besichtigung der Insel-Fischerdörfchen weiterführen.

Vorher ist M* wieder im Pool – nä, mir ist es heute zu kalt!
Wir frühstücken in der Sonne, es ist zwar kühl – aber wie Oma Ellen immer sagt: Man kann sich ja einen Pullover anziehen.

Dann recherchieren wir ein bisschen, was für Regeln wir für die Rückreise aus einem Risikogebiet beachten müssen. NRW und der Rhein-Siegkreis widersprechen sich. Im Moment sieht es aber so aus, dass wir uns testen lassen müssen – da das Testzentrum am Flughafen in Düsseldorf geschlossen haben wird, müssen wir den Test einen Tag später in Bonn machen lassen. Ich denke, dass ist auf der sicheren Seite, auch wenn wir sicher sind, dass wir uns hier ohne Kontakte eigentlich nicht angesteckt haben können und der Rhein-Siegkreis sagt: „Abgesehen von den speziellen Regelungen für die Einreise aus Großbritannien, (…) gibt es in Nordrhein-Westfalen aktuell keine grundsätzliche Quarantäneverpflichtung mehr für Personen, die aus einem vom Robert Koch-Institut ausgewiesenen Risikogebiet nach NRW einreisen.“

Ich telefoniere noch lange mit W*, er hat mich beauftragt, die Fakten für einen Aufenthalt mit Prachtwohnmobil zu erforschen. Leider sieht es z.Zt. schlecht aus, wir haben insgesamt EIN Auto mit ausländischer Nummer gesehen und Camper, Wohnmobile oder Caravans gar nicht. Es gibt keine Fährverbindung – die Kolleg*innen kommen einfach nicht auf die Insel. Vielleicht lohnt sich eine Fähre ja wieder im Sommer! Wollen wir es mal hoffen.
Eine Idee war noch den Hafen von Funchal mit https://www.marinetraffic.com/ (oder ähnlich) zu beobachten. Wenn ein Fähre anlegt, hat man leicht den Schiffsnamen, die Rederei und und und. Dann bekommt man auch raus, wie man an Bord von so einer Fähre gelangen kann.

Wir fahren dann gemütlich in Richtung Funchal und vorher rechts ab und runter zum Meer. Wir parken und bummeln durch das Dörfchen, was heute ein Städtchen ist. Immerhin liegen hier mal FIscherboote auf dem Strand und sogar zwei im Wasser. Und Fischen fährt hier gerade auch niemand.
Dafür sind die Restaurants bevölkert und zwei Kellner versuchen uns für ihr Angebot zu begeistern. Laut Reiseführer sind wohl zu normalen Zeiten hier mehr Touris, als Einheimische. Heute ist es andersrum. Gut für uns und: Seltsame Zeiten.
Wir schauen uns gemütlich alles an. Sogar die Pfarrkirche São Sebastião hat offen. Es wir gerade im Eingangsbereich renoviert, aber ein Arbeiter winkt uns freundlich rein. Blinkender Weihnachtsschmuck ist ja ganz out in unserem Kulturkreis. Hier aber nicht. Es leuchtet und blinkt ein bisschen. Eine alte Frau sitzt vorne in einer Bank. Wir sind rücksichtsvoll und setzen uns auch erst mal eine Weile, um den Raum in uns aufzunehmen und ein paar (Dank-)Gespräche zu führen.
Vorne ist so eine digitale Kerzenmaschine. Die finde ich ja voll klasse. Nix Wachs und Flamme und Tradition, hier ist Kirche mal modern! Elektronik! Ich werfe einen Euro ein und fünf neue Lampen blinken – damit ich weiß, welche jetzt von mir sind – und dann leuchten sie eine Weile. Vielleicht einen Tag? Fünf reichen für meinen Vater und seine Brüder, die sicher einen Heidenspaß an dieser Kerzenmaschine gehabt hätten.
Wir gehen nochmal um den Block und setzen uns dann in die Sonne mit Blick aufs Meer. Maren will dieses TIefseeungeheuer den Schwarzen Degenfisch probieren und ich probiere eine einheimische Köstlichkeit: Espetada regional.
Die Sonne blickt durch die Wolken, das Essen ist gut und lecker – wir habe es schon besonders gut hier!

Wir kaufen noch ein und fahren dann wieder zu unserer Weihnachtsvilla.


Tagesvideo #694

Schiffchen am Hafen

Winston und M*

Meer

Der Heilige Sebastian und eine elektronische Kerzenmaschine.

Über Florian Seiffert

http://www.seiffert.net
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