Mi 05.01.2022 – Tag #5 – Levada do Rei

Was für eine wunderschöne Levada. Die königliche, die Levada do Rei! Das ist unser heutiges Ziel und unsere Wanderung.
Der Tag begann mit Sonnenschein, mit Ruhe und Entspannung am Pooldeck (habt ihr mitbekommen, was bei den Kreuzfahrten gerade abgeht? Was hatten H* und ich für ein Glück!).
Dann ging es quer über die Insel in den Nord-Osten. So zwischen São Vicente und Santana. Da ist die Levada do Rei. Sie ist neu für uns und deshalb steht sie heute auf dem Programm.

Nach gut einer Stunde Fahrt sind wir da und laufen los.
Zur Ausrüstung heute gehört eine wasserdichte Jacke, da ein Wasserfall zu unterqueren ist.
Die Levada liegt im Lorbeerwald und große Baumfarne säumen den Weg. Eukalyptus wächst hier und verbreitet guten Duft und seine charakteristischen Samen. (Er gehört nicht hier her und macht Probleme auf der Insel.)
Es ist mehr los, als auf den bisherigen Wanderungen, aber fast alle Wanderer sind rücksichtsvoll und halten Abstand, soweit das geht.
Die Levada läuft immer am Hang entlang in den wilden Uwald Laurisilva. Am Wendepunkt am Ende des Tals gibt es jeweils Bäche oder Wasserfälle, die die Levada speisen.
Ein Bautrupp macht gerade Mittagspause, sie graben neben der Levada ein tiefes Loch. Wofür das wohl gut ist? Immerhin können wir passieren.
Es ist mitunter schlammig und glatt am Kanal und ein falscher Tritt und ich kann mich gerade noch abstürzen, ehe ich lang im Dreck liege, aber das rechte Bein ist dafür bis zum Knöchel voll in der Levada. Mist. Ganz schön kalt das Wasser. Aber außer meinem Stolz ist nichts beschädigt. Hände abspülen und weiter.
Wir erreichen den Wasserfall. Rucksack unter die Jacke und durch. Erst M*, dann ich.
Dann noch ein paar hundert Meter und wir erreichen das Ende. Ein wildes Tal speist hier die Levada. Weiter geht es nicht mehr.
Eine Gruppe versperrt rauchend den Weg und die Aussicht. Wir warten, bis sie weg sind.
Die Fortsetzung der Levada wäre hier in den fast senkrechten Felsen zu hauen gewesen. Als Ingenieur hätte ich davon auch die Finger gelassen. Zumal die Levada wirklich gut gespeist viel Wasser führt.
Wir kehren um. Auch in die andere Richtung ist es ein schönes Erlebnis. Man sieht den Urwald, die steilen Hänge und ganz hinten das Meer.

Wir halten noch in Ribeira Brava zum Einkaufen, sind zum Sundowner – einem Vinho da Madeira D.O.P. am Pool.
Es war mit 12km und einem nassen Fuß ein bisschen anstrengend heute, aber trotzdem wunderschön!


Ende bzw. Anfang der Levada do Rei.

Baumfarne

Über Florian Seiffert

http://www.seiffert.net
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