Samstag 28.10.2017 – Südtirol #7

Wir starten pünktlich nach Brixen. Am Getränkemarkt treffen wir den Weltreisenden W*. Er empfiehlt M* einen Lebensmitteltempel, denn sie möchte noch einen Arm voll einkaufen. Da W* mir die Gemüsetheke für Männer besonders ans Herz legt, schaue ich mir an, was die Fleischfachabteilung da so ausgelegt hat. Sensationell. Lecker. M* kauft uns ein paar Kleinigkeiten.

Draußen geht es dann in die Autos und ab ins Pustertal. Über Mülbach brausen wir hoch noch Rodeneck. Parkplätze an der Kirche sind kein Problem.

Wir haben noch etwas Zeit und grüßen auf dem Friedhof kurz die Verwandtschaft und schauen, was sich so tut bei einer Hochzeit in Südtirol. Sehr spannend.

Wir feiern heute die Hochzeit von Gabi und Anton. Anton ist der Chef vom Moarhof in Nauders, der Pension, wo wir mit der Ferienfreizeit „Hubbies on Tour“ ein paar Jahre zu Gast waren und uns immer sehr wohl gefühlt haben.

Der Gottesdienst ist wunderbar gestaltet und gut besucht. Neu ist für mich, dass aus dem italienischen Gesetz vorgelesen wird, da die kirchliche Trauung auch zivilrechtlich anerkannt wird – anders, als bei uns. Und der Hochzeitsfotograf hat es mir angetan. Wo der überall rumspringt und wen und was der so wann aufs Korn nimmt, ist schon sagenhaft. Das würde ich mich nie trauen und auch für unangebracht halten.

W* und ich gratulieren bescheiden am Ende der Feier in der Kirche – da sind gerade die Hochzeitsbilder am Altar fertig geschossen. Anton freut sich sehr und lädt uns gleich zum Aperitif ein. Super nett!

W* muss aber leider ablehnen, die Rückreise steht jetzt an. Da lehne ich dann auch ab – ohne W* geht das nicht.

Als wir aus der Kirche kommen, drückt man uns Luftballons in die Hand. Und als das Brautpaar aus der Kirche tritt, gibt es Applaus, das glückliche Paar küsst sich und alle Gäste lassen ihre Ballons in den blauen Himmel steigen. Ein schönes Bild.

W* verabschiedet sich! Er muss los. Mach es gut alter Freund, gute Fahrt, komm gut nach Hause!

M* und ich rufen die Planungskommission zusammen. Nach kurzem Palaver fahren wir hoch zur Rodenecker Alm. Zwei Stunden bis Sonnenuntergang, das reicht für einen Spaziergang.

Vom Parkplatz Zumis gehen wir rauf zur Roner Hütte, verweilen kurz und kehren zurück. Die Sonne steht tief und leuchtet auf die fernen Dolomitengipfel, die Lärchen zwischen den Fichten strahlen golden und große Ruhe liegt über der Alm.

Leider sind die Kühe schon im Tal, die fehlen mir noch auf der Speicherkarte.

Wir kehren nach Hause zurück. Ein leckeres Abendessen beendet den schönen Tag.

Ich nehme noch ein bisschen Trost aus dem Rucksack – war leider doch nötig. Man man Effzeh!

Tagesvideo (1:57min):

Die Kirche „Maria Himmelfahrt“ in Rodeneck.

Hochzeit in der Kirche.

Rodenecker Alm.

Ditto.

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Freitag 27.10.2017 – Südtirol #6

Es gibt beim Bund zwei Temperaturfenster. Lau und frisch. Daran muss ich denken, als ich das Thermometer sehe, welches die Temperatur auf dem Panoramabalkon anzeigt. M* findet 11 Grad sind frisch, aber „man kann sich ja einen Pullover anziehen“.

Also Frühstück auf dem Balkon. Wolken ziehen, es rauscht „die Adria“ und es gibt den ein oder anderen Stillstand auf dem Brenner – unserer Adria. Immer was los beim Kaffee!

Da sich der Effzeh-Samstag nähert, finden wir, dass es Zeit ist den Trostvorrat aufzufüllen. Man kann ja nie wissen. Wir wollen also die Trostburg besichtigen, das geht heute wegen der „Klausen Card“ noch für ‚umme‘.

Wir fahren zu Tal. Hoch zur Trostburg geht es nur zu Fuß und wir nehmen den historischen Aufstieg. Das ist ein altes Pflaster, große Steine, buckelig, große Unebenheiten, ein Eierkartonweg ist eine Autobahn dagegen.

Wir kommen ohne Schaden hoch und gleich startet die Führung. Eine nette alte Dame, die ihr ganzes Leben nahe bei oder auf der Burg verbracht hat, macht die Führung. Vor allem die Wappen und die gemalten Stammbäume erinnern mich an die Burg Rodenegg. Echt super.

Da die Sonne durch die Wolken kommt, strahlt das Licht maximal schön in die alten Räume. Das spendet den erhofften Trost, den M* in ihren Rucksack packt. Irgendwann werden wir ihn brauchen – morgen für den Effzeh sicher nicht 🙂

Die alte Dame macht ihre Sache sehr gut und engagiert, sie kennt die Burg noch aus der Zeit vor 1967, als das Gemäuer noch den Grafen von Wolkenstein-Trostburg gehörte.

Runter zu Tal. Wir nehmen das Versorgungssträßlein, das ist länger, aber weniger steil.

Nun geht es nach Brixen. Wir besuchen den Domkreuzgang, der ein besonderes Glanzlicht ist. Tolles Gemäuer, tolles Licht, stille Atmosphäre.

Kleine Einkäufe runden den Besuch ab. M* und ich trennen uns nun. M* fährt mit dem Zug zurück nach Waidbruck und steigt dann hoch zur Ferienwohnung. Ich hole den Weltreisenden W* am Löwenhof in Brixen ab und wir fahren nach Sterzing zur „kleinen Flamme“. Hier gibt es besonders leckeres Essen, das lassen wir uns bei gepflegter Unterhaltung schmecken. Vielleicht ist hier ja auch Wikingertreffen #200, da ist es gut, wenn man mal wieder Probeessen war.

Ich fahre W* zu Hund und Löwe. Danke für den schönen Abend – mal wieder.

Morgen ist Hochzeit – mal sehen, wie das wird.

Aufstieg zur Trostburg.

Die Trostburg.

Der Rittersaal.

Abstieg von der Trostburg.

Dom-Kreuzgang in Brixen.

Lammkarree in der kleinen Flamme.

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Donnerstag 26.10.2017 – Südtirol #5

Es ist schon wieder gutes Wetter. Wir nutzen das für eine Tour auf den Ritten. Der Ritten ist ein weitläufiger Bergrücken im Südosten der Sarntaler Alpen. Das ist gleich bei Bozen.

Wir fahren also nach Bozen und nehmen die Seilbahn rauf nach Oberbozen. Mit der Ferienwohnung haben wir die „Klausen Card“ bekommen, die uns die kostenlose Benutzung von Seilbahn und Rittner Bahn erlaubt. Prima.

Die Seilbahnfahrt ist grandios. Wir fliegen über goldene Weinberge, bunte Wälder und die Gipfel der Dolomiten recken sich in der Sonne. Bunte Bäume von oben sind einzigartig.

Gleich an der Bergstation ist die Haltestelle der Rittner Bahn. Ein eingleisiges Schmalspurbähnchen, welches uns nach Klobenstein bringt, fährt fast 11km durch Wald und Wiesen mit Ausblick auf Lang- und Plattkofel, Seiser Alm, Schlern und Rosengarten. Grandios.

Leider viel zu schnell vorbei, sicher eine der schönsten Bahnstrecken der Welt!

Wir steigen in Klobenstein aus und folgen dem Weg zu Europas größten Erdpyramiden. Das sind Türme aus leicht erodierbarem Gestein und oben auf der Pyramide liegt immer ein z.T. dicker Stein. Sehr cool die Teile. Wie zerbrechlich die aussehen und wie stabil sie offenbar doch sind. Wir steigen einen Pfad runter, da sind wir alleine, die Bustouristen bleiben lieber oben auf dem breiten Pyramidenweg.

So kommen wir an ein paar ungewöhnliche Ausblicke. Die Aussichtsplattform nehmen wir aber auch noch mit. Gut, wer hier eine richtig lange Brennweite oder eine Kameradrone hat.

Nah lässt man uns nicht an die Pyramiden – vielleicht 130m, das dient sicher dem Erhalt und das ist okay.

Wir kehren durch den Wald zurück zum Bahnhof und nehmen nochmal die Rittnerbahn und die Seilbahn. Jetzt ist das Licht noch besser und ich würde am liebsten aufs Dach klettern, um glasfreie Sicht nach allen Seiten zu haben.

Nach einem Bummel durch den Eurospin mit nur einem Arm voll Einkäufe, geht es zum Auto. Wir holen erneut W* am Campingplatz ab und begleiten ihn zur VinotheK AnsitZ PillhoF. Wir essen sehr lecker und verleben einen schönen Abend. Nett, dass die Chefin Kathrin Oberhofer W* noch erkennt. Beim Marklhof, haben wir schon bei ihren Eltern hervorragend gegessen.

Spät sind wir dann zurück in Barbian.

Die Rittner Bahn – ein historischer Wagen.

Rittner Bahn.

Ritten.

Erdpyramiden.

Bozen im Abendlicht.

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Mittwoch 25.10.2017 – Südtirol #4

Heute wird es erstmal gemütlich. Gemütliches Frühstück mit Blick auf die Trostburg und der (bangen) Frage: Werden wir heute Abend noch Trost brauchen?

Es folgen gemütliche Pausen und ein paar IT-Backup-Arbeiten. Die Planungskommission beschließt dann einen Ausflug nach Bozen mit Besuchen beim Lidl und dem Campingplatz Moosbauer.

Lidl und Aldi im Ausland sind uns immer ein Besuch wert und man lernt, was es so für Spezialitäten gibt und wo die Unterschiede zu uns in DE sind.

Wir kaufen ein bisschen Grundsätzliches und ein bisschen Spezielles.

Dann geht es zum Campingplatz Moosbauer. Wir holen W*, den Weltreisenden ab, er macht hier Station von Portugal kommend, um einzukaufen. Wir haben eine Verabredung zur Livetickerverfolgung des Effzeh in Berlin. Und W* hat ein kleines schwarzes Gerät, um irgendwie Peter Stöger und den Effzeh fernzusteuern – sagt er. Hm.

Da es am Campingplatz nicht genug Stühle hat, fahren wir ein Stück weiter zum Kirchsteiger in Lana, da ist noch Platz.

Da das Spiel 90 Minuten dauert – mindestens – suchen wir uns eine Zweitbeschäftigung, die uns solange tarnen kann. Die Chefin Lenka bringt Speisekarten, okay, dann soll Essen die Tarnung sein. M* bestellt zwei Gänge, da sie sich nicht hetzt, wird das reichen. W* und ich brauchen vier Gänge – wir sind auch etwas nervöser.

W* stellt sein schwarzes Gerät ein. Unauffällig. Da kommt der Gruß aus der Küche. Lecker. Aber das Spiel fängt an. Konzentration jetzt!

Es folgt Gang Eins. Pastete aus Gänseleber. W* drückt ein paar Tasten UND DA STEHT DANN 0:1. Lecker. Ich kann es nicht glauben. Und prüfen kann ich es auch nicht, da mein „Äpfelchen“ kein Netz hat. Wie macht W* das?

Als Kanstaniennocken in einer unglaublichen Soße kommen, steht da 0:2. LECKER! Jetzt nichts verrücken, nicht das GERÄT anfassen – nur heimlich freuen – am End‘ geht sonst noch was schief.

M* tut so, als würden zwei sympathische Spinner mit ihr zu Abend speisen – ich bewundere das. So Schauspielern kann ich nicht.

Ich denke zitternd, wir haben zwei Tore bei zwei Gängen. Wie soll das weitergehen?

Tarngang drei kommt. Hirsch auf Gemüsestrafraumszene – glaube ich. Ich habe der Dame nicht genug Aufmerksamkeit schenken können.

Und dann drückt W* einen Knopf am GERÄT und a) fällt das Licht im ganzen Lokal aus und b) hat das GERÄT nun kein Netz mehr.

Wir wissen nicht, ob der dritte Gang das dritte Tor bringt.

Als der Nachtisch kommt (D* hat gesagt, ich soll immer Nachtisch nehmen!), gehe ich kurz raus zum Parkplatz. Hier hat mein „Äpfelchen“ Empfang UND es steht 1:3 in Berlin. Tatsächlich vier Gänge, vier Tore! Ich mache die GROSSE Kuntz‘sche Säge – hier sieht mich ja keiner.

Schnell rein. Es fällt schwer, die Tarnung aufrecht zu erhalten. M* allerdings schafft das spielend, W* und ich würden lieber ein Tänzchen aufführen. Bei all der Freude, widmen wir uns nun doch der LECKERen Nachspeise – Schokotörtchen. Eh sich noch jemand vom Nachbartisch zu uns rumdreht.

Plötzlich tut es auch DAS GERÄT wieder und zeigt: AUS AUS AUS – DAS SPIEL IST AUS. DER EFFZEH IST WELTMEISTER.

Nein. Der Effzeh hat gewonnen! GEWONNEN! So, so lange hatten wir das Gefühl nicht mehr. GEWONNEN!! „Mer freue sich!“

Zahlen und schnell raus.

Herr, Du hast mein Klagen in Tanzen verwandelt!!

Wir fahren W* zum Campingplatz und weiter nach Barbian.

Auch hier steht es jetzt auf dem „Äpfelchen“ und in den Threemas von J*: Der Effzeh hat gewonnen. Ich glaube es langsam.

Die Trostburg leuchtet heute ganz umsonst. WOW.

Ich nehme ein Glas Rotwein.

Lana, Südtirol.

Greet and Eat.

0:1.

0:2.

Hirsch.

1:3.

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Dienstag 24.10.2017 – Südtirol #3

Das Wetter ist sogar noch besser, als gestern. Klare Fernsicht, strahlende Sonne und blauer Himmel.

Wir freuen uns beim Panoramabalkon-Frühstück, wie die ersten Strahlen leuchtende Linien in Wiesen und Bäume auf den Hang gegenüber zeichnen.

Als wir mit gemütlich fertig sind und die Planungskommission getagt hat, brechen wir auf nach Dreikirchen.

Wir starten von Barbian aus. Es geht Sträßchen und Forstpisten ganz gut nach oben. An einer Schonung machen wir ein Päuschen und ich entdecke unter uns am Waldrand ein Reh! Starr steht es da und starrt mich an, als wolle es sagen: Jung, mach‘ mal n Bild von mir. Okay, das mache ich gerne. Ganz gemütlich, verschwindet das Reh dann zwischen den jungen Fichten.

Wir erreichen dann Dreikirchen und – Überraschung, da stehen drei kleine Kirchen. Klein, aber sehr schön. St. Gertraud, St. Nikolaus und St. Magdalena. Alle auf! Das lobe ich. M* spendet gleich etwas für den Erhalt.

Wir gehen noch ein Stück höher und rasten an einer Bank in der Sonne mit Blick auf Dreikirchen, Plose, Tullen, Geislergruppe, Grödner Joch und Sellagruppe. Super!! Am Horizont ist sogar die Riesenfernergruppe zu sehen. Wir können uns kaum satt sehen.

Die Herbstfarben und der erste Schnee auf den Gipfeln geben der Sache den besonderen Reiz.

Wir gehen schließlich etwas tiefer und kehren beim Mesnerhof ein. M* probiert den selbstgebackenen Kuchen. Dazu gibt es Berg-Cappuccino (der identisch ist mit dem Michkaffee). Nach ausführlicher Würdigung aller Ausblicke und Nahrungsmittel, steigen wir auf einem anderen Weg zu Tal. Es geht durch einen hohen Fichtenwald, er erinnert an die Camino Real auf La Palma, das mögen wir ja.

Nun steht der DeSpar auf dem Programm. Einkaufen. Nur einen Arm voll. Und noch zum Bäcker gegenüber. Tolles Brot hat‘s hier und kleine Croissants mit Füllung, die stammen aus Sizilien, sagt die Fachverkäuferin.

Als es nach Abendessen und Vorlesen dunkel ist, geht es auf den Astrobalkon, der sonst auch als Panoramabalkon dient.

Die Milchstraße steht fett am Himmel und bei der Dunkelheit und der Fernsicht, ist sie fantastisch gut sichtbar. Hammer.

Ich mache Bilder mit dem Samyang 12mm an der A6500. Da mich Dach und Kanten in der Sicht einschränken, wechsel ich auf den Parkplatz am Haus.

Als ich gerade ein Bild mache, zieht eine Feuerkugel über den ganzen Himmel. Mir stockt der Atem. Habe ich das drauf? Ja!!! Ist drauf. Der Meteor hat eine grüne Spur über den gesamten Himmel gezogen. Von Nord nach Süd! So groß war der, dass ich das Verglühen nicht mehr drauf habe oder sehen konnte. Das muss schon ein Brocken gewesen sein! Echt super.

Als ich mich etwas beruhigt habe, mache ich weiter Bilder der Milchstraße. Das war eins meiner Fotoziele für dieses Jahr: Ein gutes Bild der Milchstraße! Check. Das ist im Kasten!

Der Knaller heute aber war der Feuerball. So einen habe ich noch nie gesehen! Der Wahnsinnshammer. Und dann noch mit der Kamera eingefangen. Mehr geht nicht!

Herbstleuchten am Morgen.

Reh erbittet Foto:

Dreikirchen:

Innen:

Herbstleuchten:

Und nochmal:

Feuerball über Südtirol:

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Montag 23.10.2017 – Südtirol #2

Der Tag beginnt so sonnig, dass wir unseren Panoramabalkon nutzen wollen, um zu frühstücken. Es rauscht zwar ein bisschen die Autobahn, aber eigentlich kann das gar nicht sein – ich meine, es die Adria.

Traditionell geht ja unsere erste Wanderung irgendwo am Hausberg lang. Unser Hausberg ist wohl der Speikegg. Also da hoch! Und da ich schon lange mal „glattgebügelte“ Wasserfallbilder machen wollte, entscheidet sich die Planungskommission für den Weg zum unteren und oberen Wasserfall.

Es geht sanft bergan. Das Wetter ist grandios, Sonne, weiße Wolken, blauer Himmel. Fantastisch ist aber, wie Südtirol in herbstlichen Farben leuchtet. Die Plose, die wir ja von vielen Ferienfreizeiten kennen, hat sogar eine weiße Schneekappe aufgesetzt. Unsere Trostburg steht gegenüber in einem leuchtenden Herbstwald, um uns, strahlen Kastanienbäume und die Sonne durchflutet alles warm.

Wir steigen höher und erreichen den riesigen Wasserfall an seinem Fuß.

Schon nicht schlecht. Ich mache Bilder mit ND-Filter und langer Belichtungszeit. M* klettert solange auf Felsen rum und macht Berg-Yoga.

Über mehrere Aussichtspunkte mit Blick auf den Wasserfall steigen wir bis zur Spitze, wo der Wasserfall mit dem Sturz in ein felsiges Becken beginnt. Noch ein paar Bilder, dann geht es raus aus dem Schatten und durch den sonnigen Wald zurück. Hier oben sieht man den Schlern, die zwei Gipfel des Peitler und das Würzjoch. Super Aussicht.

In Barbian nehmen wir eine kleine Zwischenmahlzeit, gleich neben der berühmten Kirche mit schiefem Turm.

Als wir wieder auf unserem Panoramabalkon stehen, steigen langsam die Schatten am Berg hoch und das Eisacktal liegt schon kalt unter uns. Ein toller Anblick.

Die Trostburg macht die Außenbeleuchtung an. Das ist sicher ein Zeichen, wegen des Effzeh – irgendwas ist wieder passiert. Schade, keine guten Nachrichten aus dem Domschatten. Muss die Trostburg schon wieder trösten. Ach je.

Ein Abendessen in der Küchenzelle rundet den Tag gelungen ab.

Südtirolherbst:

Wasserfall:

Wasserfall mit ND-Filter und 30Sekunden Belichtungszeit.

Abend über dem Eisacktal.

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Sonntag 22.10.2017 – Südtirol #1

Heute ist unser Anreisetag. Wir kommen von Regensburg und fahren über München, Innsbruck und den Brenner bis Brixen. Dort verlassen wir die Autobahn und kurven hoch nach Barbian. Wir steigen etwas unterhalb des Örtchens im Kinnhof ab. Dort haben wir eine kleine Ferienwohnung mit Wohnküchenkammer und großem Panoramabalkon, der einen fantastischen Ausblick auf das Eisacktal und die Trostburg bietet. Wir haben den Blick auf die Trostburg natürlich wegen des Effzeh genommen. So kann der Urlaub trotz des Herzensvereins und seiner Superriesenpechsträne vielleicht noch was werden.

Kleiner Hintergedanke ist auch, vom Astro-Panoramabalkon ein Bild der Milchstraße aufzunehmen. Muss nur noch das Wetter mitspielen. (Und der Effzeh!)

Ich werde berichten.

Ich werfe mich an den Herd und nudle ein Zehn- minus Neungangmenue auf den Kammertisch. Das macht uns warm und spart der Heizung Energie, die sie schon mal investieren kann, um die Wohnung auf angenehme Temperatur zu bringen.

Auf den Bergen am Brenner lag heute schon Schnee auf den Fichten, in Barbian versperrten dicke Wolken den Blick zur Milchstraße. Morgen soll es durchwachsenes Wetter werden. Im Laufe der Woche wird es dann immer besser – laut Vorhersage. Wir sind gespannt.

Eisacktal mit Trostburg am späten Nachmittag.

Eisacktal mit Trostburg zur blauen Stunde:

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Lissabon 17.10.2017

Wieder kümmern sich meine Chefs um mein Frühstückswohlergehen. Liebevoll versteht sich. Super Frühstück, super Wetter.

Da wir heute auch Auschecken, sehe ich die Jungs dann erst um 09:30h in der Lobby.

J* hat heute einen ruhiges Programm vorbereitet. Wir laden unser Köfferchen ins Auto und fahren zum Meer runter, unter der Ponte durch und raus nach Belém.

Ein selbsternannter Parkwächter zeigt D*, wo er zu parken hat und kurbelt auch gleich mit Händen und Armen hilfreich mit, das ist für D* selbstredend nicht nötig, sieht aber cool und mitfühlend aus.

Ich erkaufe mir des Parkplatzwächters lebenslange Freundschaft für 1€ – Selfie inklusive. Ich liebe Portugal.

Das ruhige Programm startet jetzt mit dem architektonisch reizvollen Krankenhaus direkt am Ufer mit blauem Wasser, blauem Himmel und weißem Marmor. Cool cool.

Ein sehr langer, aber ruhiger Spaziergang bringt uns zum Torre de Belém und vorher zum Museu dos Combatentes do Ultramar, einem Denkmal für gefallene Soldaten mit zwei zackigen Gardisten davor.

Der alte Torre ist sehr voll, aber wir wollen sowieso nicht da rauf. Weiter geht’s zum Padrão dos Descobrimentos. Ein Denkmal für Heinrich den Seefahrer (der aber nie zur See fuhr) und andere wichtige Personen, insgesamt 32 Männer und EINE Frau. Das Denkmal ist bei mir gleich durchgefallen. Ich lösche sofort alle Bilder. Portugal das kannst Du besser!

Man kann hier auch Liebesschlösser kaufen und an Gitterbuchstaben des Wortes LOVE festschließen. Da stehe ich ja total drauf und lasse gleich für 30€ ein D*J*F*-Schloss stechen! Wir sind glücklich! Ein SCHLOSS als Zeichen der LIEBE. 1A!

Weiter geht es zum MAAT – Museu de Arte, Arquitetura e Tecnologia. Ein toller Bau, schön zu fotografieren. Geschwungene Kanten, weißer Marmor vor blauem Himmel-Meer und der Ponte. Hier ist dann auch Schluss für heute und wir gemütlichen uns langsam zurück. Ein schattiges Café sieht eine kleine Zwischenmahlzeit mit Pause, dann erreichen wir das Auto, wo wir vom Freund fürs Leben herzlich empfangen werden und nach gegenseitigen Wünschen für langes Leben und Gesundheit für die Familie, starten wir zum Expo-Gelände, wo wir diesmal das Licht an, den Stecker drin und den Wasserfall gigantisch rauschend vorfinden. Er fällt wie ein parabolisch geformter Vorhang aus Wasserstrahlen, gut 3m hoch und 10m lang. Ich friere die Tropfen mit 1/2000 Sekunden Belichtungszeit ein. Wow. Auf die Bilder auf einem großen Monitor freue ich mich besonders.

Wir schauen uns noch ein bisschen bei EXPOs so um, bevor es zum Auto, zur Tankstelle und zum Flughafen geht. D* und J* verbinden (nicht nur heute) Fahrspaß und Navigation zu einem Gesamtkunstwerk. So lässt es sich Reisen.

Am Flughafen klappt alles super, nur J* lässt ausrichten, dass der Wasserflaschenautomat an Gate 10, Terminal 1 defekt ist. Danke J*!

Wir sitzen dann in einem schmalen Flugzeug von TAP und ich staune und freue mich, dass die E190/E195 ausreichend Beinfreiheit auf allen Plätzen hat. Ich stoße mit den Knien tatsächlich nicht an meine Ohren oder den Vordersitz. Danke Portugal!

Und dann noch eine Überraschung, es gibt ein belegtes Baguette, Kaltgetränk, sogar Rotwein, wer mag. Toller Service. Danke TAP, danke Portugal! Warum sind wir hin Eurowings geflogen?

M* holt uns ab, fährt die Jungs nach Hause, dann auch uns zwei. Danke M*!

Wikingerausflug #5 und Wikingertreffen #114-#116 waren wieder mal super und erlebnisreich.

Danke Männer und Danke M*, B* und H*!

Wir sehen uns 2018 bei den Hurtigruten wieder! Ich freu’ mich schon!!

Freunde fürs Leben:

Krankenhaus am Meer:

Torre de Belém mit Schlange:

LOVE für Liebesschlösser:

MAAT:

Wasserfall an der EXPO:

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Lissabon 16.10.2017

Meine zwei Chefs kümmern sich großartig um mich. Sie stehen früh auf, sondieren das Terrain und testen schonmal das Frühstück, um Empfehlungen für mich zu haben.

Tipp des Tages sind Schokocroissants und Orangensaft zum kauen.

Bei soviel Zuwendung, kann ich nun nicht länger auf dem Zimmer verweilen und gehe um 09:00h schnell zum Frühstück.

Gemeinsames Frühstück wird ja heutzutage immer noch zu hoch bewertet und so treffen wir uns um 09:30h in der Lobby – Ausrüstung und Regenschutz „am Mann“.

Chef J* führt uns zur Metrostation um die Ecke unter dem Praça Marquês de Pombal. Hier ziehen wir ein Tagesticket für 6,50€ und suchen uns ein Taxi. Das fährt uns für kleines Geld zur Endstation der berühmten Straßenbahnlinie 28E. Der Trick ist, dass man hier noch einen Sitzplatz in dem Bähnchen bekommt. Dazu einen am offenen Fenster. 1A.

Das wunderbare und bunte Lissabon zieht an uns vorbei. Manchmal sehr knapp, manchmal schnell, immer laut aber doch irgendwie auch sehr gemütlich. Das ist schon recht prachtvoll!

Da die schmale, alte Bahn nun brechend-pickepacke voll ist, muss J* ein Threema schicken, damit alle Wikinger das Bähnchen an der richtigen Station verlassen. Oh Tempora oh mores.

Nun geht es zu Fuß weiter! Wir ersteigen den Miradouro da Nossa Senhora do Monte – einen schönen Aussichtspunkt mit Blick über Lissabon.

Wir durchstreifen gut gelaunt Lissabon, erfreuen uns an den hübschen Bähnchen, den schmalen Häusern, an den bunten Kacheln überall und an der Catedral Santa Maria Maior. Sehr romanisch, kräftig und dunkel, aber offen und kostenlos. Wir besichtigen weiter den großen Bogen Arco da Rua Augusta, unten am Meer den großen Platz Praça do Comércio und den Platz Rossio mit Springbrunnen. Knapp dahinter ist die Stehbar A Ginjinha und da muss man einen Ginjinha (Kirschlikör) nehmen, so will es das Gesetz. Da hat man keine Wahl.

J* führt uns weiter zum Bahnhof, der eine sehenswerte Fassade und Halle hat.

Wir wollen nun zum Elevador do Município. Er verbindet einen Stadtteil oben mit einem Stadtteil unten. Aber weil da unten immer eine Schlange ist (Super Tipp von der HoDoBlog-Chefin – Obrigado), nehmen wir eine Schrägbergbahn und fahren schonmal auf den passenden Hügel nach oben. Ein paar Straßen weiter, sind wir auch schon am Aufzug und entern erstmal die Aussichtsplattform. Sie bietet, wie die anderen Aussichtsstellen auch, einen tollen Blick über die Stadt, die Viertel und die Dächer.

Nun folgt eine sehr fotogene Vier-Rolltreppentour. Voll cool.

Und weil wir immer noch nicht genug haben von den alten Wägelchen, fahren wir noch so eine Schrägseilbahn nach unten und kommen fast genau an der 1882 erbauten Mercado da Ribeira raus. Das Teil ist ein gigantischer Fresstempel. Wirklich gut gemacht, viele leckere kleine Küchen kochen Köstlichkeiten, die man an dicken Holztischen zu sich nimmt. Nach dem Bestellen bekommt man ein Ufo, was leuchtet und rappelt und offenbar Startvorbereitungen trifft, wenn das Essen fertig ist. Der Knaller.

Wir lassen uns eine veganesische, doppelt gemüste Möhrengartenschau schmecken. Ein Top-Essen!

Nun nochmal ganz runter ans Meer und die Promenade entlang. Hier ist es bunt und quirlig.

J* bereitet ein Zwischenabenteuer vor. Wir gehen unter die Erde und fahren fünf Stationen Metro. Am Praça Marquês de Pombal kommen wir wieder raus und haben jetzt nur noch wenige Schritte zum Hotel.

Wir machen uns kurz frisch, legen Rouge ab und sind nach 90 Minuten alle wieder in der Lobby.

Nach ein paar Garagenschwierigkeiten verlassen wir das Hotel und starten zu einer Licht- und Architektur-Fototour.

Halt Eins ist der Vasco-da-Gama-Turm am Meer. Er ist mit 145m Höhe das höchste Gebäude Portugals. Der Stahlbau mit Hotel macht schon was her. Weiter geht’s zum Expo-Gelände, aber die Wasser- und Lichtfestspiele haben Aus! – jemand hat den Stecker rausgezogen – schade.

Stop Drei folgt nach der Fahrt über die tolle Ponte 25 de Abri und den Tejo. Wir halten am Cristo Rei, einer Christus-Statue in Almada. Christus breitet die Arme aus und schaut über den Tejo und auf Lissabon.

Letzter Halt ist am Fähranleger in Cacilhas. Wir machen Bilder der Ponte, von Lissabon und von den finsteren Gassen und Häusern am Hafen. Da es etwas regnet, gibt es jetzt schöne Reflexe auf den Pflastersteinen.

Eine schnelle Fahrt bringt uns dann zurück zum Hotel.

Ein Supertag. Danke Chef J*, danke Chef D*. 🙂

Lissabon von oben:

Schrägseilbahn:

Elevador do Município:

Elevador do Município innen:

Fresstempel:

Zwei Wikinger am Ufer mit Ponte:

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Lissabon 15.10.2017

Nach Prag, Barcelona, Oslo und Venedig, ist das fünfte internationale Wikingertreffen in Lissabon.

Weil man das schwer an einem Tag durchziehen kann, machen wir es ganz gemütlich an drei Tagen. Und wenn man es an drei Tagen macht, kann man auch was länger schlafen!

Die Chefs müssen selbst anreisen, ich werde von M* gebracht und am Flughafen würdig verabschiedet.

Wir fliegen mit Eurowings operated by Air Berlin um 11:15 nach Lissabon. Das klappt alles super. Während ich in Lissabon unseren kleinen gemeinsamen Koffer (Wikinger brauchen nicht viel) suchen gehe, organisieren die Chefs das kleine Autochen.

Ich stauche mich auf die Rückbank, die dann doch keine Beinfreiheit bietet, dafür aber auch so niedrig ist, dass ich mir fast in die Knie beißen kann.

J* hat sein iPhone-Navi mit und diese „Doris“ sagt D*, wie wir nach Sintra kommen. Da ich nur meine Kniee sehe, gibt es von der Fahrt nicht viel zu berichten.

Wir drehen in Sintra eine Runde, bis wir in dem Trubel einen Parkplatz ergattern. Als das erledigt ist und die Jungs mich rausgezogen, ausgestreckt und hingestellt haben, machen wir uns auf zum Quinta da Regaleira. Das ist ein Anwesen mit Park, Wasserfällen und Grotten. Es zählt zum Weltkulturerbe und kostet 6€ Eintritt. Das ist okay.

Wir durchstreifen den Park und suchen Poço Inciático. Das ist ein Schacht von fast 30m Tiefe mit Wendeltreppe. Sehr spektakulär und toll zu Fotografieren. Wenn man dann unten ist, schließen sich dunkle Gänge, Wasserfälle und Grotten an. Schön kühl ist es hier. Bei 32 Grad draußen ganz angenehm.

Durch das Städtchen Sintra mit z.T. wunderschönen Häusern und Palästen, geht es zurück zum Auto.

J* erbarmt sich nun und ich darf jetzt vorne sitzen. Oh welch Erleichterung, ich kann aufrecht sitzen!

Chef-Reiseleiter J* hat eine schöne Tour ausbaldowert und es geht runter ans Meer zum Leuchtturm von Cabo da Roca. Die Felsnase von Cabo da Roca ist der westlichste Punkt des Festlands des europäischen Kontinents. Toll. Man sieht es der sehr windigen und überlaufenen Klippe nicht an. Wir machen ein paar Bilder und fahren weiter an der Küste Richtung Lissabon. An schönen Stellen und Leuchttürmen halten wir an. Am Boca do Inferno (Höllenmund) hat das Meer eine Schlucht in die Küstenklippen nahe der Stadt Cascais geschlagen. Bei ordentlich Seegang ist das sicher recht spektakulär.

Da ein leichter Hunger drückt, fahren die Chefs uns nun rein nach Lissabon und gleich zu einem abgeschmocktem Lokal, dem zauberhaften O Tachadas (Rua da Esperança 178, 1200-808 Lisboa), was ich sehr empfehlen kann. Wenig Touris, sehr voll, wir ergattern den letzten Tisch, knapper Service, grelle Beleuchtung, aber was ich so auf den Tellern und Brettern sehe, gefällt mir sehr. Danke J* – gute Wahl!

D* und ich nehmen Fleisch, J* Fisch! Da die Karte nur portugiesisch ist, suchen D* und ich was aus, wo vielleicht ‚Beef’ und ‚a la Casa‘ drin vorkommt. Klappt. Alles kommt frisch vom Grill, der gleich am Eingang steht. Ja, was soll ich sagen? Einfach lecker. J* fragt gleich mal nach, ob morgen auch offen ist.

Nun aber geht es mit nur einem Stop beim ‚Figaro’ zum Hotel. Es hat schöne Zimmer mit Prunkbetten.

Nach einem Bier in der Bar beginnt ein erholsamer Schlaf.

Das Reintal:

Poço Inciático:

Cabo da Roca:

Der Atlantik im Abendlicht:

Lissabon bei Nacht:

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