Samstag, 06.04.2019 – #6 Timna, Eilat

Ich mag die Wüste, ich mag den Negev. Auch die Wüste südlich von Petra ist super. Was ist das für eine tolle Landschaft! Was für Felsen, was bietet die Natur hier für ein Schauspiel! Ich sitze im Bus und schaue die ganze Zeit aus dem Fenster. Dann beten wir die Laudes, da schaue ich nur bei den Stellen, die ich auswendig kann.

Der Tag begann um 06:30h. Dann gab es ein leckeres Frühstück, ich bin aber bescheiden geblieben. Um 08:00h startete der Bus und Adef erzählte über Jordanien.

Wir machen eine Gesundheitspause:The Desert Castle Bazaar erwartet uns mit Sonderangeboten und Toiletten.

Wir passieren das Wadi Rum. Es ist das größte in Jordanien.

Pünktlich erreichen wir Aqaba und die Grenze um 10:00h. Ein „Expert“ regelt irgendwie die Ausreise für unsere Gruppe. Warum wir den jetzt genau brauchen, ist ein Geheimnis. Das Gepäck bekommt eine jordanische Durchleuchtung, Pass vorzeigen, Quittung für die Ausreisegebühr, die der Expert in bar bezahlt hat, empfangen. Pass und Quittung nochmal zeigen. Mit Gepäck durch die Wüste bis nach Israel wandern. Die Grenze heißt hier Yitzhak Rabin Border Terminal. Eine italienische Gruppe verstopft die Einreise. Stau. Geschnatter. Stau. Mama Mia. Schließlich bin ich dran. Eine strenge Schönheit prüft meinen Pass, mein Foto und sieht mir tief in die Augen. Dann lächelt sie und fragt nach meiner Mobilfunknummer – nein, Unsinn. Dann darf ich endlich weiter zur israelischen Durchleuchtung. Dann kommt die Einreise-Passkontrolle und einer älteren Dame erkläre ich das Programm der Gruppe, wann wir wo sind und dass wir Pilgern. Dann bin ich durch. 11:18h. Yossi sitzt da und begrüßt mich. Unser Bus wartet mit Yamil. Ein Olivenbaum spendet Schatten. Yitzhak Rabin spendiert ein WLAN. Dankeschön.

Bis dann alle beim Bus sind, dauert es noch ein bisschen.

Ich freue mich, dass es diese Grenze gibt. Seit Jordanien mit Israel Frieden geschlossen hat, kann man von Aqaba nach Eilat. Und ich freue mich mal wieder über Europa. Ich kann ohne Scans und Pass und SchnulliBulli einfach nach Polen oder Frankreich. Ist das nicht großartig?

Wir passieren den neuen Flughafen von Eilat und Yossi kann nicht widerstehen und macht Witze über dessen Bauzeit und den BER. Toll.

Um 12:12h halten wir am Timna Park. Das ist ein Nationalpark und ein sehr altes Kupferabbaugebiet in der Wüste. Wir fahren ein Stück hinein und halten an den Säulen des Salomon. Das sind riesige Felssäulen, durch Erosion entstanden und sie sehen wirklich super aus. Sie hätten mehr Zeit und Bilder verdient. Wie Salomon zu diesen Felsen kommt, ist unklar, aber egal.

Ein paar Meter weiter feiern wir Heilige Messe in einer mächtigen Felsspalte. Rabbuni Michael hat extra das Kirchen-Reiseset mitgenommen. Yossi steht zwar etwas abseits, aber sein Herz feiert mit und „Großer Gott wir loben Dich“ ist eines seiner Lieblingslieder. Da singen wir dann drei Strophen.

Rabbuni Michael sagt, wie wichtig Frieden ist. Im Großen und im Kleinen. Für uns und die Region. Und wir beten für Wasser. Mindestens zwei Meter mehr für den See Genezareth.

Weil es gut passt, machen wir nach der Messe das erste Gruppenbild. Für Versuch Eins, ist es schon ganz ordentlich.

Jetzt geht es weiter zu einem Picknickplatz und Yossi und Yamil haben extra lecker für uns gekocht.

Arabisches Brot, Salate, (angefrorener) Hummus, Orangen und Getränke. Super lecker. Und weil die geistlichen Vergnügen hinter uns liegen, gibt Elizabeth eine Runde Arak aus.

Nun geht es zurück nach Eilat. Die „New York Times“ hat 2019 zum 14.ten Mal ein Ranking der Top-Reiseziele veröffentlicht. Auf Platz 6: Eilat. So eine coole Stadt lassen sich Kölner Powerpilger natürlich nicht entgehen. Die Stadt hat ein Stadt-WLan – sehr sehr cool, das ist doch mal ne gute Idee! Köln könnte sich doch auch damit zieren!? Vielleicht würde uns dann die NYT im Ranking auf Eins setzen?

Zuerst geht es zum Aquarium. Es heißt: The Underwater Observatory Marine Park – Eilat. Der Wahnsinn. Nicht wir staunen, nein – die Fische tun es. In einem Turm im Meer kann man in die Tiefe steigen. Durch Fenster unter Wasser stellt man sich den Fischen vor und zur Schau, die vom Korallenriff zahlreich hereinschauen und knusprige Katholiken sehen möchten :-).

Das Glanzlicht ist aber für mich ohne Zweifel das Hai-Aquarium. Fasziniert schaue ich fast eine Stunde Haien und Rochen zu, wie sie durch das Becken kreisen. Aus starren Augen schauen sie Dich an oder durch Dich hindurch. Ein kleiner Hammerhai ist dabei, er kommt aber nicht so nah an das Fenster. Viele kleine, bunte Fische finden nicht so richtig Beachtung, geben sich am Fenster aber trotzdem mächtig Mühe. Ein Rochen mit Punkten und sehr langem Schwanz kommt so richtig nah. Eine Zahnärztin hätte ihre Freude an den hübschen Zähnchen.

Als alle genug von den Fischen haben und die von uns, fahren wir vom Strand zurück in die Stadt. Das Nova-like-Hotel ist heute unsere Unterkunft. Ich bekomme die Prinzensuite mit zwei Fernsehern (die ich nicht brauche) und einem Wohnzimmer mit Küche. Vom Fenster aus kann ich Aqaba sehen.


Tagesvideo.
https://youtu.be/EDGFEbaZ1sA


Die Säulen des Salomon.


Felsspalte, gleich nebenan.


Heilige Messe.


Kölner Powerpilger*innen.


Felsen im Timna-Park.


Hai.


Rochen (der im Anflug wie Miss Piggy aussieht.)


Faszination Hai-Becken.

Morgen gibt es:
06:30 Wecken
07:00 Frühstück
08:00 Abfahrt
Ramon Krater, Mitzpe Ramon, Bethlehem.

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Freitag, 05.04.2019 – #5 Nabatäerstadt Petra

Ein wunderschöner Blick liegt morgens vor meinem Fenster im Mövenpick in Petra. Staun.

Das sehr gute Hotel-WLan bringt zum Morgen nette Kommentare und Grüße. 1000 Dank!

Es gibt ein entspanntes Frühstück. Alle sind froh über eine lange Nacht, nach der Anstrengung gestern.

Um 09:00 sitzen wir im Bus und fahren zum Besucherzentrum von Petra.

Es dauert ein bisschen, bis das mit dem Eintritt dem Scan der Rucksäcke und den Kutschen geregelt ist. (Meine Bauchtasche mit 2 Kameras wird als zu meinem Körper gehörig betrachtet und wird nicht geröntgt! Sie lässt aber tapfer piepen!!)

Die Harten fahren Kutsche durch den Schacht, die ganz Harten gehen zwei Kilometer zu Fuß. Für Fotografen ist zu Fuß ein Muss!

Der Siq (Schacht) ist der einzige Zugang von Osten nach Petra und eine der besten Schluchttouren meines Lebens. Das toppt Masca oder Kreta aber locker.

Von Wasser glattgehobelte Felswände aus ockerfarbenem Sandstein recken sich in die Höhe. Zum Teil im Schatten, zum Teil in der Sonne. Licht, Schatten und Farben lassen das Herz höher schlagen.

Wir kommen nur langsam voran, weil Adef sehr viel erklärt. Nabatäer rauf und runter, aber ich kann nicht zuhören, ich staune die Felsen an. Was für großartige Felsen, wie wunderbar ist doch hier die Natur.

Durch die Schlucht leuchtet das Khazne al-Firaun („Schatzhaus des Pharao“). Es ist aber ein Felsengrab und birgt weder einen Schatz, noch den Heiligen Gral.

Hier auf dem Platz davor wimmelt das Leben. Kutschen, Kamele, Andenken, Selfies, Menschenmassen. Ich würde gerne auf die Felsen steigen, um mal andere Perspektiven zu fotografieren, aber Adef will nicht so richtig und hat anderes vor.

Wir machen also die Bilder, die von dem Erdboden aus gehen und folgen Adef dann durch Petra.

Es gibt wunderbare Gräber hier, sie sind alle mühsam und kunstfertig in den Felsen gemeißelt. Dazu verleiht der rötlich gemaserte Sandstein eine besondere, zusätzliche Schönheit.

Wir machen Pause mit Granatapfelsaft und Kaffee. Dann gehen die ganz Harten noch bis zum Ende der Säulenstraße, sie war die einstige Hauptverkehrsachse Petras. Von ihrer Pracht ist genug übrig, um beeindruckt zu sein.

Wir bedanken uns bei Adef und haben jetzt bis 17:30h Zeit. Ich erklimme den Weg hoch zu den Gräbern der Königswand. Hier kann man auch Gräber betreten und sich fragen: Wie haben die das nur gemacht? Sauber, gerade, rechtwinklig, glatte Decke, glatte Wände. Ich bin heiß beeindruckt.

Ich gehe langsam zurück. Alleine will ich die Felsen gegenüber von Khazne al-Firaun nicht ersteigen und ohne Wegbeschreibung auch nicht. Ich muss nochmal herkommen!

Ich wende mich wieder der Schlucht zu. Ich mache Bilder mit dem 12mm Samyang. Ich gedulde mich so lange, bis keine oder nur wenige Menschen auf dem Bild sind. Zeit ist genug.

Schließlich sind wir alle wieder im Bus, trinken viel, ruhen aus, schicken Bilder hin und her und fahren zurück zum Hotel. Wieder gibt es einen Scan vom Handgepäck, aber nur vom Rucksack, die Kameratasche wird wieder nicht geprüft. (Ist ja wie beim Effzeh hier!)

Elizabeth lädt uns zu einem Arak auf ihr Zimmer ein. Der wird gern genommen. Da Jordanien ein muslimisches Land ist, verzichten wir auf Alkohol im Bus oder der Öffentlichkeit – gestern auch schon.

Das leckere Abendessen rundet einen anstrengenden und schönen Tag ab.

Das Pilgern war heute im Herzen, da Jesus wohl nicht in Petra war. Einige Paare haben die Laudes zu zweit auf dem Zimmer gebetet, andere für sich alleine.


Tagesvideo: https://youtu.be/zqPN-pISkd8


Der Morgenblick auf Petra mit dem Aarongrab im Dunst.


Der Siq. Prachtvoll leuchtend.


Der Siq.


Das „Schatzhaus“


Sehr alte Gräber.


Echse, vielleicht Männerhand groß.


Grabanlage der Königswand.


Das Grab „byzantinische Kirche“ von innen.


Der Siq mit Blick auf das „Schatzhaus“.

Morgen:
06:30 Wecken
07:00 Frühstück
08:00 Abfahrt
10:00 Wir müssen Aqaba erreichen.

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Donnerstag, 04.04.2019 – #4 Monte Nebo, Fahrt nach Petra.

Es gibt Tage, da liebe ich das Weckerklingeln nicht so sehr. Um 05:45 klingelt es heute. Ich springe trotzdem auf und schicke die Mail mit dem Posting für den Blog los. Die wollte gestern nicht. Das Video will aber noch bei mir bleiben. Ab 06:15h gibt es für uns Frühstück. Ich esse schnell.

An der Rezeption klappt es dann endlich und das Video fliegt in die Wolken.

Um 07:15 sind alle am Bus – Koffer zeigen (nur sicher identifizierte Koffer werden eingeladen) und los geht’s.

Die Laudes beten wir im Bus.

Pünktlich um 08:00h sind wir an der Sheikh Hussein Bridge – das ist die Grenze nach Jordanien. Ein kurzer Abschied von Yossi und Yamil. Einreisekontrolle. Ich bekomme für den Vornamen Florian einen Daumen nach oben. Staun. Wieder raus zum Gepäck. Der Bus neben uns hat WLan. Morgengrüße fliegen aus der Wolke zu mir. Dankeschön. Dann mit Gepäck zu Fuß über die Grenze. Scan allen Gepäcks. Es piept, das stört aber keinen.

Ab in einen klapprigen Bus. In Jordanien ist Adef unser Guide und Eras unser Busfahrer. Als alles gestempelt und Steil- und Flachpässe hin und her gespielt sind, kommt noch eine Polizeikontrolle, die nochmal kontrolliert. Dann aber sind wir nach gut einer Stunde im Königreich Jordanien.

Weiter geht es weiter nach Süden durch den Grabenbruch. Nur auf der anderen Seite des Jordan. Dann biegen wir nach Westen ab, die Hügel hoch.

Wir fahren durch wunderschöne Steineichenwälder. Hier sollte man mal in Ruhe wandern.

Wir halten in Gerasa (Jerash). Wir besichtigen die römischen Ruinen. Das Hadrianstor, das Hippodrom, der große Platz und das Theater sind sehr gut wieder aufgebaut. Im Theater gibt es eine kleine Vorführung für uns mit Dudelsack und Trommeln und Tänzchen einiger Pilger*innen Und gegen ein kleines Trinkgeld gibt es auch arabisch-kölsch freundschaftliche DSVGO-konforme Selfies.

Im Restaurant am Parkplatz gibt es für die, die wollen, Buffet- oder Sandwich-Mittagessen. Die Sandwichabteilung vergibt eine Vierminus.

Markus besorgt uns gegen eine Zigarette an den Fahrer das Passwort des WLan unseres Busses. Das ist super. Sogleich schaut niemand mehr raus, sondern Selfies und Kurznachrichten fliegen in die Wolken und zurück.

Ein Schutzengel mit Pistole steigt ein. Ein junger Mann mit Smartphone plus Zusatzakku. Wovor er uns beschützen muss, bleibt unklar. Oder schützt er Jordanien vor uns? Der Jung haut sich in die Sitzreihe neben mir, zieht die Schuhe aus und pennt. Die Pistole steckt cool in der Hosentasche.

Weiter nach Nebo. Kleine Irrfahrt. Mit Google oder OpenStreetMap wäre das nicht passiert. Ich denke, das kostet uns 30 Minuten. Es ist aber eine coole Fahrt auf staubigen Sträßchen, die ich nicht gern mit einem Bus gefahren wäre.

Wir fahren westlich an Amman vorbei. Adef erklärt und stellt seine Stadt und sein Land vor, aber viele Pilger*innen schlafen erschöpft. Auch unser Schutzengel schläft immer noch. So ein Engel kann sicher auch im Schlaf beschützen.

Wir erreichen Mount Nebo. Der Prophet Moses durfte von hier aus das Heilige Land sehen, es aber nicht betreten. Er starb in Nebo. In Deuteronomium steht dazu: „Man begrub ihn im Tal, in Moab, gegenüber Bet-Pegor. Bis heute kennt niemand sein Grab.“

Mose zum Gedenken gibt es eine sehr schöne Basilika oben auf dem Berg. Dort feiern wir Heilige Messe. Wir geben würdig Gas, die Zeit drängt und bis Petra ist es noch weit.

Wir schauen nach der Messe kurz runter ins Heilige Land, auf das Tote Meer und auf Hebron, wie damals Mose. Wenn man Beduine ist und aus der Wüste kommt, muss einem hier oben das Herz aufgehen.

Weiter geht es nach Madaba zu DEM antiken Mosaik des Heiligen Landes. Wir müssen etwas durch den Orient von Madaba laufen, um vom Bus dahin zu kommen. Eigentlich sehr schön. Aber leider kommt uns eine Pilgerin abhanden. Es entsteht diese gruppendynamische Mischung aus Gerüchten, Panik und Hektik. Nach einer Stunde – der Muezin hat schon gesungen und es ist finster – ist dann aber alles wieder gut, der Schutzengel bekommt Beifall und wir fahren endlich los.

Da wir jetzt vernetzt sind, frage ich Google: 2:55h Fahrt bis Petra. Ankunft also gegen 22:00h. Und ich habe seit dem Frühstück um 6:15h nichts gegessen.

Wir machen noch eine „Gesundheitspause“. Alle stürzen sich auf Kekse und Kaffee in dem Laden, der eigentlich Teppiche und Möbel verkauft, aber auch Toiletten hat.

Die Ankunftszeit berechnet sich nun auf 23:15h.

Dem Fahrer ist plötzlich schlecht geworden. Wir halten. Er muß an die frische Luft. Armer Kerl.

Um 23:45h sind wir am Hotel. Es gibt eine Lunchbox. Ich campe mit meiner einfachen Mahlzeit auf dem Zimmer. Ich finde es darf auch mal kärglicher sein, auf einer Pilgerreise sowieso.


Tagesvideo.


Das Hadrianstor in Gerasa.


Der große Platz in Gerasa.


Altarraum und Mosesfenster der Basilika auf dem Monte Nebo.


Blick auf das Tote Meer und das Heilige Land.


Mediale Aufmerksamkeit für ein Mosaik.


Wir fahn fahn fahn auf der Autobahn.

Programm für morgen:
07:30 Wecken
08:00 Frühstück
09:00 Abfahrt zur Schlucht.

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Mittwoch, 03.04.2019 – #3 Haifa, Karmel, Nazareth

Um 06:30h beten wir die Laudes am Seeufer bei der aufgehenden Sonne. Es gibt erste Ausfälle. Nicht alle 28 Pilgers sind da – war ja auch ein volles Programm gestern.

Das WLan ist gestern und heute instabil, weil es ganz sicher überlastet ist. Aber ich frühstücke einfach was schneller und mit einem WLan-Halt an der Rezeption fliegen mir Morgengrüße zu und mein Tagesvideo hoch in die Wolken. So muss es sein.

Um 08:15h sitzen wir im Bus. Es geht nach Haifa – der schönsten Stadt der Welt, sagt Yossi. Wir besichtigen ein Stück der hängenden Gärten der Bahai. Ganz besonders prachtvolle Gärten. Er ist bis an die Grenze des möglich gepflegt und sauber und parat. Und im Garten steht ein goldenes Haus mit dem Schrein des Bab. Der jüngste Stifter einer monotheistischen Religion. Das ganze Ensemble ist das Weltzentrum des Bahai. Wie schön, dass wir uns das anschauen dürfen!

Von den 1km langen hängenden Gärten hat man zudem einen wundervollen Blick auf die Bucht und die Stadt. Sogar Akkon kann man am Horizont sehen.

Nach dem Garten, führt uns Yossi noch zu einer weiteren Panorama-Stelle, und er erklärt den Ausblick über seine Heimatstadt.

Nächster Halt ist das Karmelitenkloster Stella Maris („Stern des Meeres“). Das Kloster wurde über einer Grotte errichtete, die an den Aufenthalt des Propheten Elija erinnert. Wir besichtigen die Kirche mit der Elija-Grotte und singen ein Marienlied. Vielleicht, weil das Lied so schön ist, gibt es im Kloster ein gutes Mittagessen für uns.

Nun geht’s das Karmelgebirge hinab und nach Nazareth. In Nazareth ist Jesus aufgewachsen und die Stadt steht ganz im Zeichen von Maria. Die große Marienbasilika heißt Verkündigungsbasilika und die Verkündigung von Erzengel Gabriel an Maria steht im Mittelpunkt:

„Da sagte der Engel zu ihr: Fürchte dich nicht, Maria; denn du hast bei Gott Gnade gefunden. Du wirst ein Kind empfangen, einen Sohn wirst du gebären: dem sollst du den Namen Jesus geben.“ (Lukas 1,30+31)

Der Überlieferung nach, fand die Verkündigung in der Grotte der Unterkirche statt.

Yossi zeigt uns die Kirche, die vielen Marienbilder, die Reliefs der Bronzetore und das Salve Regina. Da dieses alte lateinische Gebet in die Außenmauer der Kirche gemeißelt ist, singen wir es gleich mal.

Ein paar von uns besuchen noch mit mir die Josefskirche. Als Gleichstellungsbeauftragter, finde ich es nicht ganz Okay, wenn der Vater Jesu gegen Maria etwas untergeht. In der damaligen Zeit ein schwangeres Mädchen zu heiraten und Kind und Mutter zu beschützen, war sicher auch nicht leicht!

Um 16 Uhr feiern wir oben am Hauptaltar unseren Gottesdienst. Das ist ein ganz besonderer Ort. Alles ist groß und weit, über uns erblüht die riesige Kuppel, wie eine Blume. Bunte Mosaike umgeben uns. Unser Gesang füllt den großen Kirchenraum und viele Pilger*innen lauschen. (Und wir sind sicher in vielen, vielen Smartphone- und iPad-Bildern verewigt!)

Es ist wunderschön hier und wir nehmen die Freude in unser Herz auf.

Yossi drängt ein bisschen zur Eile und wir schlängeln uns die Straße runter, wo uns Yamil mit dem Bus entgegen kommt.

Auf der Rückfahrt gibt es den ersten Arak heute (aus medizinischen Gründen) und Yossi gibt Tipps und Uhrzeiten für die Fahrt nach Jordanien morgen durch.

Der goldene Sonnenuntergang am See beschließt den schönen Tag.

Schrein des Bab in den hängenden Gärten des Bahai.

Blick vom Karmelberg auf Haifa.

Verkündigungsbasilika in Nazareth.

Josefskirche.

Blütenkuppel der Verkündigungsbasilika.

Sonnenuntergang am See Genezareth.

Morgen geht es los mit:
05:45 Wecken
06:15 Frühstück
06:30 Koffer draußen
07:15 Bus – Koffer zeigen
08:00 Sheikh Hussein Bridge – Grenze nach Jordanien.

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Dienstag, 02.04.2019 – #2 Kapharnaum, Berg Tabor

Wir beten um 6:00h die Laudes, das Morgengebet der Kirche. Es ist noch dunkel. Da es in der Nacht geregnet hat (ein Segen für Israel), beten wir im Saal unter der Mensa.

Nach dem Gebet kommt das Frühstück. Da Korea beim Frühstück das Smartphone aus der Hand legt, wie es sich gehört, bekomme ich das Tagesvideo von gestern hochgeladen. Razzifazzi, fertig.

Yamil fährt uns dann nur ein paar Meter zum Hafen des Kibbutz. Wir besteigen ein Boot. Yossi fährt mit uns zur Mitte des Sees, wo wir auf Rabbuni Michael treffen, der mit ein paar Getreuen zu Fuß nachgekommen ist. Rabbuni Michael liest dann die passende Bibelstelle mit: Jünger haben Angst, weil es stürmt und Jesus schläft, dann aber geweckt wird und Sturm und Wellen Einhalt gebietet. Yossi erklärt, dass der See wirklich gefährlich ist, wenn Wind vom Golan herunter weht und in kurzer Zeit hohe Wellen erzeugen kann.

Bei uns geht aber alles gut. Wir klettern in den Bus und brausen zum Berg der Seeligpreisungen. Hier gedenkt man – welch Überraschung – der Seeligpreisungen. Heute ist es so voll und die Zeit ist so knapp, dass die Preisungen nicht so richtig ihre Wirkung entfalten können. Auch die Schönheit des Ortes geht leider ein bisschen fliegen.

Huschhusch in den Bus, runter nach Tabgha. Wir haben Dalmanutha 1 um 10:00h. Das klappt so gerade.

Dalmanutha ist ein Gottesdienstplatz im Freien, fast am Seeufer, umgeben von Stille und Schönheit. Hier dürfen wir die erste Heilige Messe feiern. Da wir diesmal eine Kantorin und einen Kantor dabei haben, ist auch der Gesang noch etwas prachtvoller, als die Jahre davor. Auch Texte und Ansprache sind von Michael gut und passend ausgesucht. Und mit Blick auf den stillen, blauen See, wirken die Worte Jesu einfach stärker. Dieser Boden hier ist heiliger Boden, hier wurden die Worte Jesu, die wir hören zu erst gesprochen.

Die Brotvermehrungskirche ist auch hier in Tabgha und wir schauen im Anschluss vorbei. Hier gibt es dieses berühmte Mosaik mit Fischen und Brotkorb und hier wird die Stelle verehrt, wo dieses Wunder stattfand.

Die Kirche ist voll, aber still (genug) und es ist ein wunderbarer Ort, Alabasterfenster geben schönes Licht und der byzantinischen Stil der Kirche gefällt mir. Dazu kommen weitere schöne alte Mosaike.

Vor dem Mittagessen geht es nach Capernaum, der Stadt Jesu. Hier hat er mit seinen Freunden gelebt und gewirkt und hier gibt es das Haus des Petrus. Über den ausgegrabenen Ruinen, steht eine riesige Kirche mit Glasboden und man kann von oben auf die Stelle schauen, wo Simon bar Jona mit seiner Familie lebte, bevor er Petrus, der Fels und erster Papst wurde. Die Reste der Synagoge aus dem dritten Jahrhundert steht gleich nebenan und ich mag die strengen Linien und alten Säulenreihen.

Die nächste Station ist der Petrusfisch in Ali’s Restaurant. Ein Musthave. Der Petrusfisch ist ein Barsch, der aus Marketinggründen nicht mehr so heißen darf…

Der Weg zu Ali ist holprig, der Laden klapprig, aber das Essen ist lecker und reichlich. Die Vorspeisen sind eigentlich das Beste und wenn der Fisch kommt, ist man schon fast satt.

Yossi hat sich einen Spaß daraus gemacht, dafür zu sorgen, dass Eva einen Fisch mit brennender Zigarette im Maul bekommt. Witzig!

Zur Abrundung gibt es Kaffee (ohne Schaumscheiß), heiß. aus kleinen Bechern und ungewöhnlich lecker. Dann kommt noch einen Arak zum Verdauen. Perfekt.

Das Triumvirat Elisabeth, Yossi und Rabbuni Michael ändern nun kurzfristig das Programm. Der Berg Tabor wird gestrichen und wir fahren zur Primatskapelle am See. Ist nur um die Ecke. Hier gedenkt man – vereinfacht – den Worten Jesu, die Petrus und seine Nachfolger zu den Anführern der Kirche machten.

Eine Gruppe aus Südkorea ist noch bei der Selfiestickmode und Selfies und Gruppenbilder mit Hochspringen sind gerade voll in. So verschönert Korea diesen verzauberten Ort noch ein bisschen mehr und ich habe meine Freude daran. Eigentlich könnten wir Flittarder da noch dazu lernen, aber wir sind nicht mehr so jung, wie Korea…

Nach Gebet und Gesang reisen wir zur letzten Station, der Taufstelle von Jesus im Jordan. Ja Ja, die RICHTIGE Taufstelle ist in Jericho, aber ein Gedenken geht hier auch sehr gut – vielleicht sogar besonders gut, da der Jordan hier ein Fluß ist und kein stehender Tümpel und weil viele Baptisten hier durch Untertauchen taufen und das ordentlich feiern. Wir singen und beten zunächst mit etwas räumlichem Abstand für uns, erneuern unser Taufversprechen und schauen dann der Feier der Baptisten zu und die Auslagen der Geschäfte an.

Dann geht es zurück nach Ein Gev mit einem zauberhaften Sonnenuntergang über dem stillen See Genezareth. Ein ganz besonderes Erlebnis.

Der See Genezareth am Morgen.

Kirche auf dem Berg der Seeligpreisungen.

Synagoge in Capernaum.

Taufstelle im Jordan.

Morgen haben wir:
06:30h Laudes
07:00h Frühstück
08:17h Bus

Dann geht es nach Haifa und Nazareth.

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Montag, 01.04.2019 – #1 Schalom Israel

Boker-tov – guten Morgen. Eigentlich ist es noch Nacht, tiefe, schwarze Nacht. Aber der Wecker klingelt um 03:15h und ich muss raus. Schade, dass M* nicht mitkommt, aber sie kümmert sich um Haus, Hof und Garten.

Um 4:00h sitze ich im Bus in Flittard und um 7:00h auf 21F in einer Bombardier C100/300 nach Zürich. Unsere Pilgergruppe, 28 Frauen und Männer sind müde, aber guter Laune an Bord. SwissAir spendiert sogar ein Morgengetränk mit Vanilla roll – Handmade Swiss tradition! Dankeschön! Und schon geht es wieder runter.

In Zürich müssen wir erstmal Bahn fahren, um zum Gate E27 zu kommen. In der Bahn kommt Alphornmusik mit Kuhmuhen und Glockengebimmel aus dem Lautsprecher. Ich liebe die Schweiz.

Wir haben eine Schokoladenstunde. Dann geht es weiter.

51k in einer Boeing 777-300ER. Ganz hinten. Die Pilger*innen sind gut verteilt: 30H, 48K, 48J, 48H, 30J, 30K, 12A…. 2895km und 3:25h liegen vor uns. 10058m Reiseflughöhe. Orangensaft. Nickerchen – aber nicht zu fest. Mittagessen mit Nudeln, Brötchen und Salat. Nichts fürs Auge, aber sonst sehr gut. 1381 km bis Tel Aviv. Wir erreichen die Ägäis. Limnos und Lesbos liegen paradisisch im Blau.

14:30 wir landen. Pünktlich. Die Einreisekontrolle geht zügig und problemlos. Draußen warten Yossi und Yamil.

Yossi erzählt mir, dass der Preis für Arak von 20 Schekel auf 90 Schekel gestiegen sei – die Russen (und die Pilgergruppen aus Köln) hätten einfach zu viel getrunken…

(Ich weiß nicht, ob das ein Aprilscherz ist, aber im Bus gibt es erstmal keinen Arak zur Begrüßung.)

Wir fahren nach Norden, mitten durch den Berufsverkehr. Yossi sagt, der Verkehr habe sehr zugenommen und schwupps stehen wir im Stau.

Yossi erklärt in seiner lustigen Art das Land und die Regeln, das Programm für morgen und übermorgen.

Wir erreichen den See Genezareth. Hier ist alles heiliger Boden. Wir machen eine kurze Pause.

Elisabeth geht dann doch mit der ersten Flasche Arak durch den Bus. Die geschickte katholische Regel lautet: Wer auf Reisen ist, braucht in der Fastenzeit nicht zu fasten. Prost!

(Yossi erzählt, dass die Katholiken sehr gerne in der Fastenzeit ins Heilige Land kommen!)

Wir fahren den See entlang. Die Sonne neigt sich. Wir singen das erste Lied: Hevenu Shalom Alechem – wir bringen Frieden für alle.

Die Pilgerreise hat angefangen und ich stehe an Seeufer und sage leise: Shalom Israel.

Ich lese in der Landschaft.

Ägäis

See Genezareth.

Jetzt folgt noch um 19:30 „Ammbrod“.

Morgen geht es los mit:

06:00 Laudes

06:30h Frühstück

07:45h Im Bus. Wer zu spät kommt, muss vor der Gruppe singen.

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Auf nach Israel

Am Montag, den 01.04.2017 geht es mitten in der Nacht los nach Israel. Meine siebte Reise ins Heilige Land und meine fünfte Pilgerreise dorthin.
Für die Mitreisenden zur Vorfreude, für die Daheimbleibenden zur Anteilnahme und auch für alle anderen, gibt es hier schon mal unser Programm:

Tag #1 – Montag, 01.04.2019
Laudes.
Flug von Düsseldorf (DUS) über Zürich (ZRH) nach Tel Aviv (TLV) mit SwissAir.
DUS – ZRH, Flugnummer LX1029, 06:35h – 07:45h.
ZRH – TLV, Flugnummer LX252, 09:45h – 14:35h.
Abendessen und Übernachtung im Kibbuz Ein Gev am See Genezareth.

Tag #2 – Dienstag, 02.04.2019
Laudes.
Bootsfahrt von Ein Gev nach Kapharnaum.
Besichtigungen der Heiligtümer am See.
Berg der Seligpreisungen – Tabgha.
Primatskapelle und Kapharnaum.
Fahrt zum Berg Tabor. Auffahrt zur Verklärungsbasilia – heilige Messe.
Besichtigung der Verklärungsbasillka.
Rückfahrt nach Ein Gev.

Tag #3 – Mittwoch, 03.04.2019
Laudes.
Fahrt nach Haifa und zum Karmelberg.
Panorama und Besichtigung der Stella Maris Kirche.
Anschließend Fahrt nach Kana und Nazareth – heilige Messe.
Rückfahrt nach Ein Gev.

Tag #4 – Donnerstag, 04.04.2019
Laudes.
Fahrt zum Grenzübergang Sheikh Hussein Bridge.
08:00 Uhr Enreise nach Jordanien
Fahrt über Gerasa (Jerash) – Madaba – Monte Nebo – heilige Messe.
Anschließend Weiterfahrt nach Petra.
Abendessen und Übernachtung.

Tag #5 – Freitag, 05.04.2019
Laudes.
Ganztägige Besichtigung in Petra.

Tag #6 – Samstag, 06.04.2019
Laudes.
Fahrt zum Grenzübergang ‚AQABA‘ bei Eilat.
Einreise nach Israel.
Fahrt zu den Salomon Säulen im Timna Nationalpark (Negev) – heilige Messe.
Besuch im Unterwasser-Observation bei Eilat.
Halbpension in Eilat und Übernachtung.

Tag #7 – Sonntag, 07.04.2019
Laudes.
Frühstück und Verladung des Gepäcks.
Fahrt nach Mitzpe Ramon, Geologisches Museum.
Danach Fahrt nach Awdat zur Besichtigung – heilige Messe.
Weiterfahrt nach Betlehem.
Abendessen und Übernachtung im Hotel St. Gabriel.

Tag #8 – Montag, 08.04.2019
Laudes.
Fahrt nach Jerusalem – En Kerem – heilige Messe.
Altstadt Jerusalem mit Via Dolorosa (Kreuzweg).
Halbpension und Übernachtung im Hotel St. Gabriel in Bethlehem.

Tag #9 – Dienstag, 09.04.2019
Laudes.
Fahrt zum Ölberg – Besichtigung der Heiligtümer (Paternosterkirche, Dominus flevit, Getsemani, Mariengrab, Kirche aller Nationen) – heilige Messe.
Fahrt zum Berg Zion.
Besichtigung der Heiligtümer (Dormitio-Abtei, Davidsgrab, Abendmahlssaal).
Halbpension und Übernachtung im Hotel St. Gabriel in Bethlehem.

Tag #10 – Mittwoch, 10.04.2019
Laudes.
Besuch des Hirtenfeldes – heilige Messe.
Besichtigung der Heiligtümer in Bethlehem.
Halbpension und Übernachtung im Hotel St. Gabriel in Bethlehem.

Tag #11 – Donnerstag, 11.04.2019
Laudes.
Wenn möglich, heilige Messe im heiligen Grab.
Anschließend Frühstück und Verladen des Gepäcks.
Fahrt zum Flughafen Ben Gurion.
Heimflug mit SwissAir von TelAviv (TLV) nach Düsseldorf (DUS) über Zürich (ZRH).
TLV – ZRH, Flugnummer LX253, 16:05h – 19:15h.
ZRH – DUS, Flugnummer LX1028, 20:55h – 22:10h.

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Teneriffa schwarz-weiß

Bei Instagram wurde ich zu einer black-and-white-Challange herausgefordert. Mir hat es Spaß gemacht, jeden Tag auch auf Motive zu achten, die in schwarz-weiß was her machen. Natürlich habe ich mehr Bilder gemacht, als die sieben, die ich für Instagram brauchte.
Für mich habe ich die Bilder zu einer Diaschau zusammengestellt:

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Sonntag, 20.012019 – Teneriffa #15

Wir fahren zum Flughafen. Die Autobahn ist leer. Ich checke ein, M* gibt derweil das Auto zurück. Alles sehr entspannt. Wir verabschieden uns herzzerreißend. Wir sehen uns ja jetzt ganz lange nicht…

Die Boeing 737-800 ist nicht voll und so habe ich Glück, der Sitz 4E bleibt frei. So habe ich etwas Platz.

Wir stehen auf der Startbahn rum. Der Kapitän sagt, es liegt an Spanien.

Wir starten nach Westen.

Ich kann beim Start den Teide sehen. Extra für mich hat er im Norden ein kleines Mützchen aus Schnee aufgesetzt. Wir umrunden einmal die Insel und drehen dann nach Norden. Auf Wiedersehen Tenerife!!

Ich habe einen Imbiss mit Kaffee gebucht. Das klappt. Grandios.

Am Fenster wechselt: Blau, Weiß, Blau. Wir erreichen das Festland bei Lissabon. Portugal und Spanien haben Sonne. Kastilien hat Schnee. Es ist schön mit mehr als 800km/h über die Erde zu fliegen. Ich lese in der Landschaft. Das tat schon mein Großvater gerne. Zwischen Gijón und Bilbao fliegen wir raus auf die Biskaya. Südlich von Nantes erreichen wir wieder Festland. Frankreich liegt unter Wolken. Auch die Stadt der Liebe ist zugedeckt. In Luxemburg liegt Schnee auf den Höhen, Windräder drehen sich in der Abendsonne und der volle Mond leuchtet an Steuerbord voraus.

Ein leuchtendes Abendrot begrüßt uns über Köln. Wir fliegen am Stadion des Effzeh vorbei, queren den Rhein mit Blick auf den // und landen sanft in CGN.

Ich werde lieb abgeholt und nach Hause gebracht. Vielen Dank.

E* öffnet die Tür. Ich bin zu Hause.

Den Moonriser nehmen E* und ich im Nuraxi.

Mer freue sich.

Der Teide dominiert Teneriffa.

Schnee über Luxemburg.

Der Dom zu Köln am Rhein.

Tagesvideo:

https://youtu.be/ByDDdCDowF8

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Samstag, 19.012019 – Teneriffa #14

Samstag ist Markttag. Wir fahren also zur Markthalle nach Tacoronte. Wieder gibt es das bunte Treiben. Es gibt heute Riesenkarotten zu sehen. Teile, wie Mädchenarme. Wow.

Ansonsten: Gemüse, Gemüse, Obst, Gemüse. Ein Veggie-Fest.

Ich kaufe 10 Mandelkekse.

Da das Wetter hier in der Gegend super ist, laufen wir noch ein Stück Küstenweg. Diesmal an der Costa El Sauzal. Eine enge Single Track Road windet sich zum Meer. Kein Gegenverkehr, alles gut.

Das Meer ist Avocado-türkis blau. Was das Licht alles ausmacht. Und in der Sonne sind Atlantik, Gischt und Wellen noch einmal so schön.

Wir gehen erst nach Westen. Da klebt hoch über uns das Skelett von La Matanza am Felsen. Zwei riesige Rohbauten, jetzt Bausünden. Was für spektakuläre Aussichten hätten Wohnungen hier gehabt! Es scheint sich seit Januar 2018 nichts getan zu haben. Keine Veränderung.

Dann wandern wir nach Osten, bis man Mesa del Mar sehen kann. Schade, dass es keinen Küstenweg bis dahin gibt!

Überall kocht die Brandung. Wellen rauschen durch die Felsen, in Naturbecken wimmeln kleine Fische und an die steilen Wände ducken sich schwarze und rote Klippenkrabben.

Ein kleiner Greifvogel fliegt umher und rüttelt ab und zu. Wunnerschie!

Die Wege hier unten sind Eins A ausgebaut, gut zu laufen und kaum vom Meer angefressen. Der Planungsingenieur hier verstand – anders als in Mesa del Mar – sein Geschäft. Lob!

Hause fahn Österreich gehen. Ab zum Prinzenhaus.

Der Sonnenuntergang spendiert eine Ziegenherde auf der brach liegenden Plantage nebenan, einen Sundowner und ein Abschiedsdinner.

Morgen fliege ich nach Hause, E* kommt dann geflogen und verbringt hier weiter Zeit mit M*. Das Prinzenhaus wird dann ein Königinnenhaus!

Es war ein wunderschöner Urlaub! Dankeschön M*.

Mer freue sich!

Riesenkarotten.

Das Skelett von La Matanza.

Costa El Sauzal.

Costa El Sauzal.

Tagesvideo:

https://youtu.be/Kjw_iy4dCYo

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