Baden – Brienz

Heute geht es weiter an den Zielort. Entlang des Zürichsees über Chur bis nach Brienz. Da wir viel Zeit haben, machen wir staun- und Fotopausen. Die Erste am Zürichsee.

Rapperswil und Seedamm

Dann geht es weiter über Chur ins Albulatal

Solisbrücke über die Albula

Von dort ist es nicht mehr weit bis Brienz. Kurz vor dem Dorf machen wir noch einen Spaziergang zur Burgruine Belfort. Hier wurden ab etwa 1200 die Handelswege für die deutschen Könige gesichert. Die Ruine wurde kürzlich aufwändig restauriert und gesichert.

Von hier schaut man zum Dorf Brienzauls, wo unsere Unterkunft liegt:

Im Gasthof im Dorf erhalten wir den Schlüssel zum Häuschen. Morgen gehts dann los mit Touren in die Umgebung.

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Kettenjura

Heute machen wir eine Wanderung in die Vergangenheit. 1981 war ich hier zu Besuch und wir haben diese Wanderung auch gemacht. Wir stehen früh auf, damit wir der größten Hitze entgehen.
Mitten in Baden erhebt sich der erste Teil (oder der Letzte, je nachdem von wo man anfängt zu zählen) des Kettenjura. Kalksteinplatten haben sich nach oben geschoben und bilden einen Grat, auf dem man wandern kann.

Wir starten an der alten Holzbrücke mitten im Ort.

Ein kleines unscheinbares Treppchen schraubt sich nach oben und gibt den Blick auf die erste Kalksteinplatte frei.

Wir kommen an Schloß Schartenfels vorbei. Ein Hund kläfft Peter an und verteidigt sein Revier. Keine gute Idee am Eingang eines Restaurants. Wir schwatzen etwas mit der stark tätowierten Besitzerin und klettern weiter.
Der Grat ist gut zu bekraxeln, man muss aufpassen, wohin man tritt, immer schön auf die Füße schauen. Das ist auch ganz gut so, denn das lenkt mich von den steilen Abgründen links und rechts gut ab. Mit 16 war ich wohl weniger zimperlich…

Ich konzentriere mich auf meine Füße und steige brav hinter Peterr her. Rrrrrums. Den Kopf mit voller Wucht unter eine Eiche gerammt. Ab und zu muss man halt doch nach oben schauen. Aua. Ich kippe etwas Wasser drauf, dann geht es weiter. Der Grat ist wirklich die Spitze und manchmal kann man schön in die Tiefe schauen und sich vorstellen, was ein Fehltritt so bewirken könnte. An der exponiertesten Stelle ist ein Drahtseil angebracht, hier ist schon einmal jemand abgestürzt… aha…

An jeder Abzweigung ermittelt mein Begleiter, ob es meinen Knien gut geht und was meine Kondition noch so hergibt. So schaffen wir es bis zum höchsten Punkt, dem Burghorn 859m. Ich darf mich in mein erstes Gipfelbuch eintragen. Dieses ist wohl nicht ganz ernst gemeint. Ist mir aber egal.

Ein Päuschen mit etwas Verpflegung ist auch drin. Ich möchte meine Birne nicht mit den extra angereisten Wespen teilen, also laufe ich umher und wedele und puste. Ein Wettercheck ergibt, dass ein Gewitter im Anmarsch ist und so beschließen wir den „Abstieg“.

Es geht durch einen wunderschönen Buchenwald steil bergab. Das mögen die Knie nicht so. Der Pfad mündet auf einem Wirtschaftsweg. Dieser ist gnädiger zu meinen Knien.
Ein Abzweig führt wieder den Berg hinauf zu einer Wiese. Damals haben wir auch dort ein Päuschen gemacht. Also. Wieder rauf. Nicht lang und wir liegen im Gras. Es riecht tatsächlich nach Kräutern. Still ist es hier. Schön.

Der Rest der Wanderung geht an Weinbergen vorbei in denen biologische Spritzmittel gegen Mehltau getestet werden. Zum Schluss gibt es zur Belohnung ein Eis. Hmmm. Der Tag endet gemütlich und lecker…

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Köln – Baden

Heute fahren wir mit dem Auto von Köln nach Baden in der Schweiz.

Baden ist ein altes Römerbad im Kanton Aargau. Es gibt Thermalquellen und daher auch viele Bäder. Es gibt sogar eine Badewanne mitten auf der Straße. Nur bei 35 Grad im Schatten sitzt keiner im 47 Grad heißen Pool….

Peterr ist hier aufgewachsen und ich hab ihn schon vor 39 Jahren hier besucht. Wir frischen alte Erinnerungen auf und schaffen neue.

Training …

Check in im Hotel, Spaziergang durch die Stadt, an der Limmat entlang. Später ein feines Abendessen beim Italiener.

Alte Holzbrücke

Kurpark

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Von Töpfen und Pfannen

Völkerverständigung. Das betreiben wir gerade, mein Liebster und ich. Wenn wir zusammen sind, aber auch wenn nicht, vergleichen wir die Sitten, Gebräuche und die Sprache unserer Völker. Er ist Schweizer, ich Germanin.
Wir leben in verschiedenen Welten, die permanent verglichen werden. Einfach so, weil die Welt des anderen von Interesse ist. Wie geht Eure Politik? Was sind gerade die aktuellen Corona Regeln, wie hieß nochmal der Kanton ganz im Süden? Diesen Käse gibt es hier nicht….

Oft wünsche ich mir mehr Zugang zu seinem Dialekt und so habe ich ein Wörterbuch angefangen, in dem völlig unsortiert die Wörter, die ich kennenlernen darf einfließen, damit ich sie behalte. Oft sind es Begriffe, die null mit Hochdeutsch zu tun haben, häufig aber auch finden sich Parallelen. Diese führen einen manchmal aufs Glatteis…

Er bekommt Hühnerhaut, ich Gänsehaut – ist irgendwie logisch, dass ich die Gans bin… Er hat eine Kröte im Hals, ich den Frosch.
Er bekommt Vögel, ich einen dicken Hals. Sie sagen wischen, bei uns heisst das kehren. Er langt Holz an, ich klopfe darauf. Wenn er schprenge möchte, rennt er….
Wenn wir von davon sprechen, dass jemand nicht die hellste Kerze auf der Torte ist, dann ist es dort es cheleliecht.

Ganz so einfach ist es jedoch nicht. Einfach einmal alles lernen und gut ist. Die Schweiz hat unzählige Täler und gefühlt noch mehr Dialekte. Wenn sich 6 Schweizer treffen, gibt es vier Begriffe für Kartoffeln. Kompliziertes Ding. Also kann man nicht einfach einen Online Kurs buchen und das Ergebnis stolz präsentieren. Er würde mich dann zwar verstehen, aber stellt Euch vor, er wäre Kölner und ich rede Düsseldorfer platt?!?

Viele Wörter enden auf -i. Das will er nicht hören, ist aber so. Ich lach mich immer schlapp, wenn wieder ein neues dazu kommt. Untzgi, süferli, voggi , guezli, liäbschti, znünibrotstriicheri, födli, bütschgi.

Wir stehen in der Küche und kochen zusammen. Er hat die Regie übernommen und gibt Anweisungen. Es gibt Reis. Er möchte eine Pfanne benutzen. Ich reiche sie ihm, er schaut so komisch. Was hat er denn? Eine Pfanne bitte! Habichdochgebracht! Mensch. „Wie kocht ihr denn den Reis?“ „im Topf?“ …. ah! Das beruhigt mich. Auch die Schweizer kochen Reis im Topf. Sie sagen halt nur Pfanne… Jetzt muss ich nur noch rausfinden, was sie zu einer Pfanne sagen.

Wer schreibt denn hier?
Ich bin Thea, Florians kleine Schwester. Ich reise gern und darf hier meine Blogbeiträge posten. Dieses Jahr reisen wir in die Heimat meines Liebsten. Ich hoffe, dass ich Euch ein wenig mitnehmen kann. In Kürze geht es los.

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Meine Stimme zum Synodalen Weg

Ich wollte nicht nur auffordern, sondern auch selbst teilnehmen. So habe ich heute abend – nach einigem Nachdenken – die Umfrage zum synodalen Weg (https://www.synodalerweg.de/ihre-stimme-zum-synodalen-weg/) ausgefüllt:

Forum 1: Macht und Gewaltenteilung in der Kirche – Gemeinsame Teilnahme und Teilhabe am Sendungsauftrag

Frage 1: Welche konkreten Erfahrungen von Macht und Ohnmacht haben Sie in der Kirche gemacht und was muss Ihrer Meinung nach in der Kirche verändert werden, damit der Umgang mit Macht besser kontrolliert und Machtmissbrauch verhindert werden kann?

Ich sehe viele Strukturen und Regeln in der Kirche, als reinen Machterhalt an. Es gibt Bischöfe und Kardinäle, die versuchen (immer weniger erfolgreich) Einfluss auf das Leben der Gläubigen zu nehmen, damit sie oben drüber stehen, bestimmen, den Weg weisen, sagen, was man zu tun und zu lassen hat, sich prunkvoll (liturgisch) kleiden, damit man sieht, wie wichtig sie sind. Sie sorgen mit Aussagen und Regeln dafür, dass das System, in dem sie mühevoll nach oben gekommen sind, auch so bleibt. Es sind Gott sei Dank nicht alle so. Vielleicht sogar nur wenige. Aber diese sind die Lauten, die, die in den Medien vorkommen. Das macht schon ohnmächtig. Und man kann als Katholik kaum was sagen, wenn Arbeitskollegen auf Kardinal Müller oder oder oder schimpfen und fragen: Was macht der da? Warum sagt der sowas? Die Bischöfe und Kardinäle nehmen für sich in Anspruch auf Konzilen, beim synodalen Weg etc. vom Heiligen Geist geführt und geleitet zu sein (was ich auch glaube). Aber ich glaube auch, dass auf Versammlungen von Laien und Versammlungen von Geistlichen und Laien auch der Heilige Geist wirkt. Haben Bischöfe Angst vor dem Heiligen Geist in den Laien? Ich möchte mehr Laien in der kirchlichen Verantwortung sehen!

Frage 2: Wie können mehr Menschen aktiv an den Aufgaben und Entscheidungen in der Kirche beteiligt werden?

Ich würde die Wahl der Diözesanbischöfe demokratisieren. Die Gläubigen sollen abstimmen können, wer Ihr Anführer wird. Wenn der Heilige Geist in der Entscheidung des Papstes wirkt, warum soll er nicht auch in den Gläubigen und ihrer Abstimmung wirken?

Frage 3: Wie können wir im Sinne von Papst Franziskus als Kirche in Deutschland überzeugender eine dienende Kirche sein?

Das ist sehr schwierig. Ich würde zunächst mal versuchen, die Kleiderordnung am Altar zu ändern, versuchen die Kleider mehr den Menschen in der Kirche anzupassen. Der Einzug bei einem feierlichen Hochamt sieht wirklich nicht aus, wie eine Schar von Dienern, oder?

Forum 2: Leben in gelingenden Beziehungen – Liebe leben in Sexualität und Partnerschaft

Frage 1: Welche Erfahrungen haben Sie diesbezüglich gemacht, welche Erkenntnisse oder Überzeugungen persönlich gewonnen?

Ich habe viele Gläubige, Kirchgänger*innen, Pfarrgemeinderäte in meiner Umgebung gefragt: Haltet ihr euch an die kirchliche Sexualmoral. KEINE EINZIGE Person hat gesagt: Ja. Niemand – ich auch nicht – hält sich daran. Warum? Weil die Menschen selbst Verantwortung übernehmen für sich und ihr Leben und das Leben ihrer Partnerinnen, Partner und Kinder. Warum schaut die Kirche so angestrengt in die Schlafzimmer? Was geht sie das an? Warum will Kirche da so intensiv mitreden? Ich glaube die kirchliche Sexualmoral sollte aus zwei Sätzen bestehen: „Seid verantwortungsvoll! Viel Vergnügen!“

Auch das völlig überhöhte Hochhalten der Familie kann man lassen. Priester kennen nur die Seite als Kind in einer Familie. Sie kennen die Seite der Eltern nicht aus eigener Erfahrung. Niemand lässt sich gerne von einem Einäugigen über das Sehen beraten. Es ist einfach nicht glaubwürdig.

Frage 2: Wie kann die Kirche Ihrer Meinung nach das Evangelium von der Liebe Gottes in unserer Zeit überzeugender verkünden?

Es gibt nur einen Weg: Lächeln, barmherzig und gnädig sein und mit gutem Beispiel voran gehen. Das zitieren des CIC oder anderer Normen und Regeln ist nicht der Weg. Man muss als Mitglied der Kirche Liebe im Herzen haben, sonst kann man Liebe nicht glaubwürdig verkünden. Das ist ein Anforderung an uns alle.

UND die Herren Bischöfe und Kardinäle sollten aufhören sich via Medien miteinander zu streiten. Einig sollen sie sein! Redet miteinander, telefoniert, schreibt euch Emails, seid solidarisch zu Mehrheitsbeschlüssen, schreibt nicht an den Papst, wenn euch eine Mehrheit nicht gefällt, gebt ein Beispiel. Ja GEBT EIN BEISPIEL.

Frage 3: Was ist Ihnen wichtig in der Sexuallehre der Kirche und was müsste dringend verändert werden

S.o. Hört auf euch in Sex einzumischen. Sagt: „Das war ein Fehler, wir sind zu weit gegangen, wir entschuldigen uns!“ und dann: „Seid verantwortungsvoll! Viel Vergnügen!“

Gott hat die Liebe und Begabungen der Homosexuellen so geschaffen, wie die Liebe aller anderen Menschen. Wenn man die Ehe nur auf die Fortpflanzung reduziert – was ich ganz falsch finde – dann sind Homosexuelle irgendwie „draußen“. Hört auf damit. Lasst sie rein. Traut sie, traut die, die die Ehe nicht körperlich vollziehen können. Macht die Liebe zweier Menschen nicht kleiner und sagt: Es kommt aber auf Nachwuchs oder wenigstens den Willen dazu an. Ist es vorstellbar, dass Jesus zu zwei Homosexuellen sagt: Ihr seid falsch, mein Vater im Himmel hat sich da vertan, eure Begabungen, eure Liebe ist nicht so ganz richtig? Im Ernst? Könnte Jesus das sagen? Und wenn Jesus es nicht kann, warum sagt ihr es? Warum?

Forum 3: Priesterliche Existenz heute

Frage 1: Was zeichnet Ihrer Auffassung nach einen authentischen Priester heute aus, welche Eigenschaften und Fähigkeiten sollte er besitzen?

Er muss Liebe im Herzen haben. Mehr nicht. Es wäre gut, die Liebe im Herzen wäre erkennbar. Irgendwie. Aber sie kann auch im Verborgenen da sein und kommt vielleicht im Beichtgespräch oder nur im geschriebenen Wort zum Leuchten. Überfrachten wir unsere Priester nicht mit einer Anforderungsliste: Singen muss er können, mit der Jugend, aber auch mit den Alten muss er es können, eine PGR-Sitzung muss er leiten können, Predigen muss er können, organisieren muss er können, er muss ein guter Leiter im Pfarrbüro sein, weise muss er sein und mit ‚dem Internet‘ muss er auch vertraut sein.
Er soll seine Talente einbringen und wenn Gott es gut mit ihm meint, soll er sie verdoppeln können. Das reicht schon.

Frage 2: Wie kann ein authentischer Priester mitten in der Welt von heute in der Nachfolge Jesu leben, welche Lebensform halten Sie für den Priester heute für angemessen?

Es ist schwer Priester zu sein. Erlauben wir ihm (oder ihr) eine Partnerin oder einen Partner an der Seite zu haben, die/der stützt, aufrichtet, berät und hilft. Ich bin dafür das Pflichtzölibat aufzuheben. Wer es schafft in der Lebensweise Jesu zu leben hat meinen größten Respekt! Aber, all die guten Seelsorger*innen, die lieber geheiratet haben, sollten auch einen Platz in der Kirche und am Altar haben. Und holt die Priester zurück, die geheiratet haben, die Kinder haben und die Aushilfsgottesdienste am Sonntag mit uns feiern wollen! Die Kirche hat irgendwann aufgehört schwarzhaarige Männer vom See Genezareth zu weihen und hat Haarfarbe und Herkunft nicht mehr als Zulassungsvoraussetzung angesehen. Hören wir auf damit das Y-Chromosom als Hinderungsgrund für die Weihe anzusehen.

Frage 3: Was müssen wir in der Kirche tun oder verändern, damit es mehr Berufungen gibt und der Dienst des Priesters attraktiver für junge Menschen wird?

In uns allen ist ein großes Sehnen nach Sinn im Leben, nach der Frage: Was kommt nach dem Tod? Wohin sind meine Eltern nach ihrem Tod entschwunden? Werde ich sie wieder sehen? Die Kirche hat eigentlich gute Antworten auf diese Fragen. Aber für so viele Menschen liegt in der Schublade auf der Kirche steht ein solches Gerümpel, ein solcher Schmutz, dass das Gute ganz zugedeckt ist oder völlig unglaubwürdig wirkt. Wenn die Kirche aufhört Vorschriften zu machen, wenn sie das ‚Du darfst‘ und das ‚Du darfst nicht‘ weglässt. Wenn unsere Seelsorger Ratgeber werden, wenn sie nicht mehr Hirten sein wollen und wir ‚Fußvolk‘ keine Schafe mehr sind – sondern gleichberechtigte Menschen, die auf Augenhöhe handeln und behandelt werden wollen, dann wird es ganz sicher Menschen geben, die den Weg als Seelsorger*in gehen möchten.

Forum 4: Frauen in Diensten und Ämtern in der Kirche

Frage 1: Wie sehen Sie die Rolle der Frau in der Kirche?

Die Tradition ist schön und gut. Aber sie muss dienen, nicht bestimmen!
S.o. wir weihen nicht mehr nur Fischer vom See Genezareth zu Priestern und Aposteln. Jetzt ist es Zeit, auch Frauen zu weihen. Und ja, die Kirche kann sagen: Der Heilige Papst Johannes Paul II hat sich geirrt, die Kirche hat die Vollmacht die Frage der Frauenordination anders zu beantworten als bisher. Ich weiß, dass das schwierig ist. Die Kirche ist ein großes Sperrholzboot und man hat Angst, eine zu heftige Lenkbewegung zerbricht das Schiff. Aber ich glaube, es ist jetzt der richtige Schritt! Und nicht, weil wir zu wenige Priester haben, sondern weil wir die Talente und Fähigkeiten von Frauen in der Kirche besser nutzen sollten! Es macht uns alle zusammen glaubwürdiger!

Frage 2: Was müsste sich ändern, damit mehr Frauen Leitungspositionen in der Kirche übernehmen (können)?

Die Männer, die sagen: Was schon immer so war, muss auch immer so bleiben, müssen sich einen Ruck geben. Die Kirche soll die Weihe von Frauen erlauben. Vielleicht zunächst zu Diakoninnen (damit das Schiff nicht zerbricht) aber später auch zu Priesterinnen, Bischöfinnen und sicher auch einst zur Bischöfin von Rom.

Frage 3: Wie müsste das Miteinander von Frauen und Männern in der Kirche gestaltet sein, damit wir in unserer Zeit glaubwürdig das Evangelium verkünden können?

Das Miteinander muss gleichberechtigt und völlig auf Augenhöhe erfolgen. Frauen müssen all das dürfen, was Männer auch dürfen. S.o. erlaubt Priestern die Ehe, erlaubt Frauen die Weihe.

Angabe Sonstiges:

Hört mit dem Bild des Hirten auf. Jesus ist mein Hirte. Keine Frage. Gegen ihn bin ich nur ein (dummes) Schaf! Da ist das Bild okay.
Aber ein Bischof oder Priester heute? Ist der schlauer, als seine Gläubigen, die gebildet sind, die vielleicht studiert haben, die im Leben ihre Frau oder ihren Mann stehen? Was macht da den Priester zum schlauen Hirten und uns zu dummen Schafen? Das Bild des Hirten diskriminiert mich zu einem Schaf.
Früher war der Priester vielleicht der einzige gebildete Mann im Dorf, da passte es, wenn er sagte, was richtig und falsch, was gut und böse ist. Heute passt es nicht mehr. Die Kirche soll Ratgeber sein, nicht Befehlsgeber!

Eins noch: Die Kirche versucht sehr tapfer so zu tun, als sagte sie von Anfang an immer die reine Lehre, die absolute Wahrheit, sei nie davon abgewichen. Deswegen fallen den Bischöfen und Kardinälen Sätze schwer, die Aussagen ihrer Vorgänger oder vergangener Päpste korrigieren. Meist traut sich niemand zu sagen: Das war falsch. Es muss ja immer alles richtig sein. Überwindet dieses ‚Dogma‘!
Lernt und traut euch zu sagen: Da hat die Kirche, da hat der Papst JPII, … falsch gelegen. Es macht glaubwürdiger! Auch wenn man sich dann der Frage aussetzt, stimmt denn das, was ihr jetzt sagt auch in 100 Jahren noch?
Die Kirche hat immer Aussagen geändert (z.B. zum Nehmen von Zinsen). Seid einfach mutig und korrigiert Aussagen der Vergangenheit, die uns heute ehrlicherweise als Fehler erscheinen! Bitte!

(Ich habe ein paar kleine (Tipp)Fehler korrigiert, die in der Mail an den Synodalen-Weg noch enthalten sind.)

Siehe auch:

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So 19.01.2020 Rauszeit: Startrails

Wie beschrieben, habe ich viele Stunden auf der Terrasse von Casa Paraíso verbracht und Startrails aufgenommen und wie angekündigt, liefere ich die zugehörigen Videos nach:

https://youtu.be/DP7rXKPaNeo

Die Aufnahmen entstanden an mehreren Tagen mit der ‚Sony A6500‘, dem ‚Samyang 12mm, 1:2.0‘ und der Sony-Application ‚Sternspur‘. Die Kamera ist mit Stativ etwa auf den Polarstern gerichtet, der von Teneriffa aus, etwas über dem Horizont steht (am Äquator, läge der Polarstern genau auf dem Horizont). Die Kamera macht pro Szene etwa 350 Bilder mit 20 Sekunden Belichtungszeit (Blende 2.8 und Iso zw. 400 und 6400) und baut das dann zu einem Video zusammen. Außer den Lichtspuren der farbigen Sterne, sieht man noch Spuren von Flugzeugen im An- oder Abflug von LaPalma und Schiffen.
Das jeweils letzte Bild jeder Szene, wäre auch durch eine Langzeitbelichtung von ca. 3 Stunden entstanden.

Nachtrag Videos:
Alle Videos der Rauszeit (Playlist) 2020 gibt es bei youtube unter:
https://www.youtube.com/playlist?list=PLNMdZiAPO-PxFTN57Pq46XW2ESyhGIbUa

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Sa 18.01.2020 Rauszeit #17

Um 9 Uhr geht es aus dem Haus. Wir fahren zum Flughafen. Tanken. Ich gebe den Koffer ab, M* das Auto. An der Rolltreppe verabschieden wir uns. Hach.

Ich gehe durch die Security, M* holt ein kleineres Prinzessinnen-Auto.

Ich frühstücke einen Cortado und ein Baguette.

Dann geht es irgendwann an Bord. Wir liegen im Zeitplan zurück. Ich sitze links 19A in einem Airbus A320 der Eurowings. Den Fensterplatz neben einem besetzten Gangplatz zu wählen, zahlt sich aus. Obwohl der Flieger sehr voll ist, bleibt der Mittelplatz frei.

Wir stehen ziemlich lange an der Startbahn rum. Flieger landen, drei Maschinen stehen noch vor uns… Der Start erfolgt 50 Minuten zu spät. Es ist klar und ich bekomme ungewöhnlich gute Bilder von Teneriffa und dem Teide.

Wir erreichen Lissabon, 850km/h, 11200m. Man kann die Brücke ‚Ponte 25 de Abril‘ und die Jesus-Statue ‚Cristo Rei‘ sehen.

Südlich von Paris geht es durch die Abenddämmerung. Ich kann Versailles und die Seine erkennen.

In Bonn geht es über den Rhein. Dann landen wir gut in Köln/Bonn. Nur noch 20 Minuten zu spät.

B* holt mich ab. E* ist schon in Uedorf angekommen.

Der schöne Urlaub ist zu Ende.


Teneriffa mit Teide.


Faro de Punta del Hidalgo


Lissabon


Anflug auf Köln.

https://youtu.be/rS2eqHTkp8k

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Fr 17.01.2020 Rauszeit #16

Für eine heimische Avocado-Farm in spé mache ich ein paar Bilder des bienensummenden Avocadobaums. Man muss ja große Ziele haben.

Nach dem Frühstück machen wir uns auf nach Santiago del Teide. Dort startet der PRTF65, ein Wanderweg nach Puerto Santiago. Zwischen Steinmauern und einem blühenden Mandelbaum, geht es sanft den Berg hoch, zwischen grüner Kanaren-Wolfsmilch, Tabaiba und Äonium zu einem Sattel des Namens Degollada del Roque. In der Klarheit heute – der Calima lässt nach – liegt die Nachbarinsel La Gomera zum rüber schwimmen nahe. Ein wildes Tal fällt zum Meer hin ab, verschiedene Vulkangesteine leuchten in der Sonne. Überall grünt es und kleine, flinke Eidechsen huschen umher. Es ist schon besonders schön hier.

M* zieht es weiter nach oben, sie nimmt einen engen Pfad über den Berg, während ich den Hinweg zurück zum Auto laufe. Nach gut einer Stunde trifft auch M* wohlbehalten und fröhlich wieder ein und wir kehren zur Casa Paraíso zurück.

Ein Sundowner erfreut uns auf der Terrasse, Insekten tanzen für uns in der Sonne und LaPalma zeigt sich erstmals golden am Horizont. Was für ein Anblick!

Nach dem Abendessen zieht die ISS eine Spur über den Teide und mitten durch den Orion.

Ich schieße noch ein paar Bilder vom Rand der Milchstraße, bevor ich mich ans Packen mache.

Morgen fliege ich nach Hause. M* bleibt noch ein Weilchen und am Sonntag wird Königin E* zu ihr stoßen.

Ein herzliches Dankeschön allen Leserinnen und Lesern und Fans meiner WhatsApp-Status-Videos: M*, J*, D*, B*, Thea, Peter, optimisc, Gabi, Marina, Johanna, Hans, Ulrike, Marion, Bleicke, …

Die nächste Reise steht noch nicht fest. Aber ich möchte mal zu den Geminiden oder Perseiden hier auf der Casa Paraíso oder oben auf dem Teide sein. Mal sehen, was geht.


Eidechse.


La Gomera.


Mandelblüte.


Die ISS zieht eine Spur durch den Orion und verschwindet im Erdschatten.


Die Milchstraße über dem Atlantik. Das Zentrum ist unter dem Horizont.

Tagesvideo:
https://youtu.be/yvZE7JKnT3c

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Do 16.01.2020 Rauszeit #15

Der Calima bringt uns wieder Sonne und macht den Himmel blau. Heute trödeln wir ein wenig und M* wirft die Waschmaschine an. Entweder kommt die aus Portugal und die Anleitung ist auf polnisch oder umgekehrt. Das gibt ein fröhliches Icon-Raten. Schließlich läuft das Ding und sogar mit Wasser. Aber es hört nicht mehr auf. Wir laden eine englische Anleitung aus dem Internet, aber die ist eher für Monteure. M* findet raus, dass keine Kombination der Knöpfe eine längere Laufzeit, als 120 Minuten ergeben kann. Hm. Aber warum läuft das Ding jetzt schon 130 spanische lange Minuten? M* drückt beherzt noch ein paar neue Knöpfe und dreht am Schalter.
Ich plädiere jetzt für schnellen Aufbruch. Sei sich die Waschmaschine selbst genug! Vielleicht kommt sie ja ohne uns schneller zu sich.

Wir fahren nach Las Aguas und laufen bis zum Baranco Ruiz. Das ist ein entspannter, schöner Küstenweg. Unten hauen sich Wellen und Felsen und das Krachen und Rauschen begleitet uns.
Wir steigen in Las Aguas noch hoch zur Kirche, die aber zu hat und schaue nach dem Lädchen, wo ich 2017 morgens immer Brot gekauft habe. Aber Lädchen El Roque hat auch zu.

Wir fahren also nach Icod einkaufen. Einkaufen geht schnell, nur das Bezahlen zieht sich. Das Paar vor uns legt träge alle Waren auf das Band und dann sorgfältig wieder in den Wagen zurück und dann nochmal Stück für Stück aufs Band. Während Er jetzt jede Karte im Portemonnaie überprüft und durch intensives draufstarren und Murmeln von spanischen Zaubersprüchen feststellt, ob vielleicht noch Geld drauf ist, kramt sie in ihrer riesigen Handtasche und hat dann doch schneller als Er einen zerknitterten Geldschein in der Hand, der es erlaubt die Waren zu bezahlen. Seniora an der Kasse packt den beiden nun liebevoll die Waren ein, während Er seine Plastikkarten neu nach Farben sortiert und doch genau dann fertig ist, als Sie sich mit den Tüten ächzend in Bewegung setzt. Immerhin hält Er ihr – ganz Hidalgo – die Tür auf.
M* und ich sind die Geduld in Person, wir tun gekonnt, als sei nix, verziehen intensiv keine Miene und ich lächel noch die Seniora hinter uns an, die nur ein Teil hat und dampfend ihre schwarzen Augen rollt, wie unsere Waschmaschine die Trommel. Schließlich sind wir fertig. ¡Hola! und raus.

Im Schloss Paraíso hat die Waschmaschine ein Einsehen gehabt und nach wahrscheinlich noch einer Runde Yoga die Wäsche geschleudert und gespült. M* trägt sie in der Paella-Pfanne aufs Dach und wir hängen sie auf.

Der Sundowner, das Abendessen und das Vorlesen folgen.
Der Himmel ist klarer, als gestern und ich schau, was ich auf die Linse bekommen kann.

Las Aguas.

Regenbogen-Gischt.

Küstenweg.

Tagesvideo:
https://youtu.be/IOp7-aZhrlI

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Mi 15.01.2020 Rauszeit #14

Bienen summen, ein Frühstück wird gefrühstückt, die Sonne scheint und die Planungskommission verabredet das Ziel: Mesa de Tejina. Das ist der Hausberg von Bajamar.
Wir parken in Tejina und steigen über Felsen und einen holprigen Pfad bergan. Der Pfad wird besser und wir gewinnen langsam an Höhe. Es liegt viel Staub in der Luft. Man sieht den Teide kaum. Das ist der Calima, Ostwind bringt Staub aus der Sahara.
Mit der Höhe wechselt die Vegetation. Das wäre was für eine richtige Expertin! Sogar Glockenblumen gibt es hier.
Nach einem Sattel und einem Stück im Schatten, erreichen wir das Gipfelplateau. Unten liegt Bajamar und der Faro Hidalgo.
Es scheint mächtig was los zu sein. Sind etwa die Wellen des Nordatlantiksturms hier angekommen?
Nach einer angemessenen Pause, steigen wir ab. Am Sattel trennen wir uns. M* geht zu Fuß nach Bajamar, ich hole das Auto.
Ich fahre nach Bajamar runter. Promenade und Leuchtturm sind gesperrt. Mächtigen Wellen, stärkere, als vor zwei Tagen, krachen an die Mole. Dazu hat es diesmal Sonne.
Ich sehe zu, dass ich ein paar Kaventsmänner auf die Chips bekomme. Ich muss hier unbedingt mal nach einem richtigen Sturm hin! Dann signalisiert M* und ich lade sie am Kreisverkehr ein.
Nach einem kurzen Stopp beim Lidl, geht es nach Hause und gegen den Staub des Calima, hilft ein freundlicher Sundowner.

Der Staub in der Luft, nimmt dem Sternhimmel die Klarheit. Aber ich nehme ein Startrail zum Polarstern hin auf und mache eine 150 Minuten Langzeitbelichtung Richtung Süden (s.u.).

Bajamar und Hidalgo.

Glockenblume.

Welle haut Mole.

Nochmal.

Startrail Richtung Süden. Sternspuren des Orion.

Unser Küchengecko zeigte sich mal am Abend.

Tagesvideo:
https://youtu.be/vIaelhB1ibw

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