Freitag, 11.012019 – Teneriffa #6

Unsere Gemüsegeschenke nehmen zu. Don Alfonso (der Hausmeister), der immer seinen Vater dabei hat (der wie ein Kardinal aussieht), legt sie uns während wir weg sind auf die Prinzenterrasse. Heute Paprika und Tomaten. Super nett! Ich hatte noch nie Handwerker, die Gemüse und Obst mitbringen!

Der Tag beginnt früh. 07:10h. Die Internationale Raumstation soll uns überfliegen, denke ich zumindest. Kommt aber nicht so. Ein kleiner Fehler mit Zeitverschiebung, Datum und so.

Ich mache zwar ein paar Bilder, aber ohne die Spur der ISS.

Um 10 Uhr soll Don Alfonso kommen. Ich bin parat. Es geht auf 11 Uhr zu, als der kleine Bus mit Alfonso und Papa Kardinal die Auffahrt hoch kommt. Winken, Begrüßen, Verneigen. Don Alfonso will in der Prinzenwohnung an den Sicherungskasten. Okay. Er schaltet wohl Strom für eine Steckdose am Tor ein.

Fertig? Weit gefehlt. Don Alfonso sucht aus den Granit-Avokados, die da noch auf Abholung warten zwei Hände voll aus und drückt sie mir in Hände und Arme. Papa Kardinal winkt freundschaftlich! Die zwei wenden und fahren, das schwergängige Tor zur Plantage zu richten.

Wir frühstücken, als M* mit Yoga in der Sonne fertig ist.

Die Planungskommission hat unter meinem Vorsitz eine Küstenwanderung vom Maritim in Puerto Cruz zum Mirador de San Pedro vorgeschlagen. Die Alternative in den Bergen (auch sehr schön), verschieben wir, wegen Passatwolken. Okay. Los geht’s.

Kaum haben wir geparkt und sind los, ist der Weg gesperrt. Acceso Prohibido Por Desprendimientos. Steinschlaggefahr. Ein schottischer Lord mit Gemalin (Ü70) kommt den gesperrten Weg hoch. Alles halb so wild, man käme an der Stelle gut vorbei. Na dann. Wir umklettern die Absperrung. Den Spuren nach haben das schon 1000sende vor uns so gemacht.

Tatsächlich ist ein fetter Felsblock aus der Wand gefallen und liegt auf dem Weg einige 100 Meter weiter. Man kommt gut dran vorbei.

Sehr cool ist die Absperrung am anderen Ende der Bucht Playa de los Roques. Ein ausgetretener Umgehungsweg mit Steinen als Treppe ist eingerichtet. Das Verbotsschild verkommt zu einer unbeachteten Empfehlung. Sogar zwei Küstenweg-Bauarbeiter, die uns in Warnwesten und Arbeitsklamotten entgegen kommen, finden nicht, dass der Weg zu gefährlich ist, geschweige denn, dass die Beiden irgendwelche Wanderer aufhalten. Nö, sie umgehen selbst die Absperrung und wandern den Weg hoch über der Playa entlang. Also sowas!?!

Wir genießen den schönen Weg, die großartige Aussicht, das blaue Meer und die Sonne. Eine wunderschöne Wanderung haben wir da ausgesucht. Wir überqueren den Barranco de Gordejuela. Tief unten liegt malerisch die Ruine von Casa Hamilton.

Ein Falke (?) rüttelt in der Luft, kurz vor dem Mirador de San Pedro. Prächtig. Wir wenden am Barranco de los Principes. Zurück zum Auto.

Die Sperre ist immer noch nur eine Empfehlung, die Arbeiter haben keine neuen Hürden errichtet. So erreichen wir gut den Startpunkt der schönen Wanderung.

Ein Besuch beim Lidl, die erfreute Besichtigung der vermehrten Gemüsekollektion auf der Prinzenterrasse und ein Sundowner runden diesen Teil des Tages ab.

Ein Dinner und Versuche die Milchstraße zu fotografieren schließen dann einen schönen Tag.

Mer freue sich.

Die Aussicht von der Prinzenterrasse am Morgen.

Verbotsempfehlung.

Der Steinschlag.

Casa Hamilton.

Obst und Gemüsegeschenke.

Tagesvideo:

https://youtu.be/gSsykCvXbkk

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Donnerstag, 10.012019 – Teneriffa #5

Keine Schnitzel, keine drei Könige. Auch kein Don Alfonso. Aber wenigstens Fredo, unser Kanarienvogel, singt seine Freude aus kleiner Kehle in den sonnigen Morgen. So hat das Prinzenfrühstück doch sein Glanzlicht.

Nach kurzer Debatte der Planungskommission (M* hat heute den Vorsitz), soll es ein Spaziergang werden, aber erst später. Denn vorher steht Videoerkundung unserer Plantage auf dem Programm. In der Heimat wurden Zweifel an unseren Bananén geäußert. Wir konnten das zwar ausräumen, möchten jedoch auch auf M*’s erarbeiteter und ererbter Kompetenzen auf dem Gebiet der Botanico besonders hinweisen.

Ich robbe also von Blüte zu Blüte und Strauch zu Strauch, um die Lieblichkeit unserer näheren Umwelt zu verewigen.

Kaum damit fertig, erschallt ein: AKK – Achtung Kaffee Kuchen. Schwupps sitze ich. Pflicht ist Pflicht und Wollen ist Wollen und der Planungskommission widerspricht man (also ich) nicht ohne Not (sagt D* übrigens auch!)

Die Sonnenbahn neigt sich, die Mondsichel erhebt sich und M* ist jetzt soweit. Wir spazieren also nun zum Einkaufen.

Raus aus der PP (Prinzenplantage), runter in den Baranco Los Rechazos und wieder hoch nach Puerto (de la Cruz).

Hier quirlt das Rentnerleben. Du meine Güte. Cafés, Bars, Shops, alles voll. Hotels, Appartements zu Hauf. Enge! Alles Landsleute Ü70! Wie schön, dass wir das Prinzenhaus haben.

Wir kommen am Botanico, dem botanischen Garten vorbei. Na sieh‘ mal an. Da müssen wir ja garnicht Auto fahren, wenn der dran ist.

Schließlich erreichen wir den kleinen Supermarkt und ergänzen einen (also meinen) Rucksack voll Lebensmittel.

Die Supermarkt hat eine voll automatisierte Kasse, ich nehme mir Zeit zu beobachten und zu staunen. Jeder Schein hat einen eigenen Einzug und das kleine Wechselgeld kommt aus einem eigenen Automaten. Wow. Der Kassierer kommt an das Geld in der Kasse nicht mehr dran. Sachen gibt’s!

Auf dem Rückweg fliegen ein paar Gleitschirmflieger über uns. Wo die wohl landen wollen?

Ein Dinner for two beschließt schließlich den schönen Tag.

Morgen ist ein Handwerker angekündigt. Er soll das Plantagentor reparieren, was nur etwas schwer geht und nicht kaputt ist. Und er braucht Prinzenstrom und ich meine eine sehr lange Leitung. Ich bin gespannt. Mer freue sich.

Plantagenbewohnerin

Die Küste Richtung La Matanza.

Kauf mich!

Och lieber nicht.

Tagesvideo:

https://youtu.be/qrn6eu1lXOE

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Mittwoch, 09.012019 – Teneriffa #4

Alfonso, Juan und Diego parken direkt vor unserer Terrasse und der Prinzenausblick ist nun mit einem blauen Jeep verstellt. Staun. Es stellt sich schnell raus, dass die Jungs Erntehelfer sind und Avocados in unserer Plantage ernten wollen.

Als wir das Frühstück fast parat haben, kommt Don Alfonso und überreicht feierlich 5 granitharte Avocado. Sein Englisch ist so gut, wie mein Spanisch, aber ich verstehe in two weeks para hui. Okee, da bin ich schon zu Hause, aber die Avocado sind dann weich. Super, wir bedanken uns. Abschied von drei neuen Freunden – dem Winken, Verneigen und Grüßen nach.

Kurze Zeit später kommt noch ein Auto, ein Minibus, ca. 20 Jahre alt. Ein Senior entsteigt – ebenfalls feierlich – mit einem Körbchen und schenkt M* sechs kleine, gelbe Bananen: ecológico! Er strahlt. Wie nett! Der Beifahrer vom Senior – er sieht aus, wie ein Kardinal, sagt M* – grüßt majestätisch und der Minibus fährt zurück. Die beiden Seniores sind nur gekommen, um ihre ecológico Bananen abzugeben. Ich bin begeistert. Vielleicht kommen morgen drei Könige und geben riesige Schnitzel ab? Tolles Haus haben wir hier!

Ruta Del Agua in La Orotava. Die wollen wir heute gehen. Der Himmel ist strack blau, nur am Gipfel von Mama Teide klebt ein Wölkchen. Sonst ist (lang lebe die Kaiserin!) Sisi-Wetter. Wir fahren hoch nach Aguamansa und dann noch ein Stück. Vom Parkplatz aus sieht man die Gipfel von La Palma über dem Meer und Los Organos, die Orgelpfeifenfelsen. Sie leuchten im dunklen Gelb der späten Sonne. Wir haben es noch 3 Stunden hell. Los geht’s.

Geradeaus, geradeaus Forststraße. Hoch, keuch, hoch. Durch bärtige und leuchtende Kiefern sehr steil den Berg hoch. Keuch. Schöner Höhenweg geradeaus. Prächtige Ausblicke ins Tal und auf den Teide im Licht des nahen Abends. Steil runter. Vorsicht Knie. Geradeaus, geradeaus Forststraße. Auto.

Das Gold der Dämmung beginnt. Dunst steigt die Hänge hoch. Jetzt ein Wohnmobil und hier bleiben, den stillen Sonnenuntergang genießen und auf die Sterne warten. Das wärs!

Wir rauschen zu Tal, halten kurz an einem Minimarkt, M* kauft Brot für morgen und schon sind wir wieder fast zu Hause. Die Single Track Road hat heftigen Gegenverkehr und wir müssen mehrfach zurück und uns an die Seite kwetschen.

Ein Bier als Sundowner und ein Dinner bei Kerzenschein runden den schönen, sonnigen Tag ab.

Mer freue sich.

Ein Jeep verstellt die Aussicht.

Teide mit Wölkchen im grün der Kiefern.

Rückweg.

Unser einsames Prinzenhaus (rot) in der Plantage.

Tagesvideo:

https://youtu.be/pY4oW3IdHSg

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Dienstag, 08.012019 – Teneriffa #3

Heute ist Wandertag. Es soll am Meer lang gehen, nicht so weit, in der Sonne liegen und schön sein. Grübel.

Na, nehmen wir doch den Küstenweg ab Las Aguas. Okay.

Aber erst Frühstück in der Sonne. Ein Kanarienvogel verschönert mit seinem Gesang den Morgen. Wie herrlich!, das hatten wir ja auch noch nicht.

Kaffee, Brot, Ei. Lecker.

Gemütlich fangen wir dann an. Keine Unfälle oder Gefahrenlagen auf der Single Track Road nach oben, dann 20km Autobahn nach Las Aguas.

Der Küstenweg ist auch ein Jardin de Botanico. Das muss man wissen und die Erwartung an das Tempo entsprechend anpassen!

Wir kennen den Weg ja schon, genießen ihn aber trotzdem oder erst recht. Er bietet schöne Blicke aufs Meer und auf die kanarischen Häuschen am Weg. Der Weg heißt Camino Ribero del Mar. Das hört sich pitoresk nach Abenteuern und Exotik an. Dementsprechend sind exotische Abenteuerer hier unterwegs. Alle grüßen freundlich. Olá!

Wir passieren die Ermita del Rosario, eine Kapelle, die aber zu hat. Wir steigen in den Baranco Ruiz hinab. Hier sind überall Bananenplantagen und ein Ast ist abgebrochen und bietet den pitoresken Abenteuern kleine gelbe Banänchen an. Wir nehmen dankend eine. Sie schmeckt hm hm nach kleiner Banane.

Wir klettern jenseits des Baranco wieder hoch und gehen noch ein paar Meter. Dann ist Schluß. Wir wenden an der Finca Los Caballos. Schön wäre es der Camino Ribero del Ma ginge schön ausgebaut bis Puerto Cruz weiter, aber noch ist es nicht soweit.

Auf dem Rückweg machen wir Pause in El Rosario. Hier gibt es einen schönen Dorfplatz und magere Katzen, die sich gleich um M* scharen. M* vergibt Streicheleinheiten und macht Starfotos. Katzen wissen das.

Ein paar Meter weiter kämpft sich eine Seilschaft aus drei Königen eine Hauswand hoch. Sehr schön. Das Kind in der Krippe zu finden ist schonmal mühsam. Nicht immer gibt es einen erhabenen Empfang.

Zurück am Auto nehmen wir Kaffee (Cortado und Café con leche) im Restaurant, gleich an der Promenade. Da kann man auf das Meer, die Wellen und die Abenteurer schauen. Das machen wir gerne.

Ein kleiner Einkauf an der Straße (Papaya und Chilischoten con Vinagre) und in Puerto Cruz beim Super Dino (Avocado) runden den Ausflug ab.

Der Sonnenuntergang in rosé wird durch die schmale Sichel des Mondes zusätzlich aufgewertet. Wir essen draußen. Mücken summen, Fledermäuse fressen sie. Dankeschön.

Ein schöner Tag. Mer freue sich.

PS. Wir begrüßen die Schwiegermutter E*, die nun auf unser Häuschen zu Hause aufpasst! Dankeschön!

Las Aguas

Küste bis Puerto Cruz

Das Star-Cat-Picture von M*

Der Mond ist aufgegangen.

Tagesvideo:

https://youtu.be/fpy4FxXCp6A

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Montag, 07.012019 – Teneriffa #2

Die Sonne scheint – nach einer Weile. Damit wir frühstücken können, müssen wir erstmal einkaufen. Wir zwängen uns den Berg hoch – zum Glück gibt es keinen Gegenverkehr auf der schmalen Steige – und brausen zum Lidl. Den kennen wir schon. Wir kaufen ein Wägelchen voll und brausen zurück.

Jetzt gibt’s Frühstück. Und als Glanzlicht, können wir in der warmen Sonne frühstücken. Das genießen wir sehr. UND nach einem Weilchen müssen wir sogar den Schatten aufsuchen. Also sowas.

Da es der erste Tag ist, geziemt es sich, die Sache ruhig anzugehen. Das tun wir mit Sonnenbad und Kaffee. Dann noch ein bisschen bummeln und über das Leben nachdenken.

Ich entschließe mich dann, runter zum Haus-Strand von Bollullo zu gehen. Nur mal so.

Das geht durch unsere Bananenplantage, ein Stück Sträßchen und dann einen Felsenweg zum schwarzen Lavastrand. Obwohl das Meer ruhig ist, geht doch eine gute Brandung. Die rote Flagge weht, Baden verboten. Trotzdem sind so einige Menschen im Wasser. Es sind nach meiner Einschätzung gute Schwimmerinnen, sie können gut Tauchen und haben vor den Wellen keine Angst. Gut so!

Ich spaziere am Strand auf und ab und genieße Meer und Sand an den Beinen. Vielleicht muß ich da doch noch rein in diesen Urlaubstagen!?

Ich klettere wieder hoch und gehe zurück zum Prinzenhaus. Mein Sundowner ist heute ein spanisches Bier. Im Abendlicht einfach super. Man kann sogar La Palma sehen.

Das Abendessen findet draußen statt. M* zitiert dazu ihre Mutter E*: Du kannst Dir ja einen Pullover anziehen.

Der Himmel glüht kurz auf in rosa. Dann ist es dunkel.

Ein schöner, ruhiger Tag. Mer freue sich!

Meeresspezialitäten beim Lidl

Blume am Prinzenhaus

Hausstrand von Bollullo.

Das Tagesvideo:

https://youtu.be/4k3mr7zJK6g

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Sonntag, 06.012019 – Teneriffa #1

Es geht früh raus. Aber erträglich früh. Um 08:40h fährt uns Gabi zum Flughafen nach Düsseldorf. 1000 Dank dafür! Sich sonntags bei Nieselregen mit Gepäck und öffentlichen Verkehrsmitteln zum Flughafen zu kämpfen, ist kein Vergnügen.

CheckIn ist schnell erledigt. An der Security ist heute früh die Ausbildungskompanie im Einsatz. Sie raten per Röntgenbild, was wir so im Handgepäck haben. M* bestätigt: Richtig, eine Kofferwaage. Staun.

Nach den Morgencroissants und einem Cappuccino geht es per Bus zum Airbus A321 von Condor/ThomasCook.

Graue Haare und MittelseniorInnen überwiegen. Es ist fröhlich, entspannt und ruhig. Start nach Südwesten auf 23-Links und husch in die Wolken. Das macht Condor, damit wir schonmal die Sonne sehen. Wir fliegen auf 35000 Fuss. Belgien, Bretagne, Biskaya, Spanien, ein bisschen Portugal, Atlantik, Madeira, Atlantik, Teneriffa.

Condor spart sich (also eher uns) Freigetränke und Aufwärmessen in Verpackungsmüll in spé. Wir sind aber mit Wasser und (liebevoll bereitetem) Bio-Käsebrot bestens auf dieses Dilemma vorbereitet.

Nach 4:20h Flug umkurven wir Tenerife, werfen Blicke auf La Palma, La Gomera und El Hierro IN DER SONNE und landen sanft.

M* eilt zu Topcar, ich fische Koffer im Gewühl.

Wir fahren nach Candelaria, Google hat da einen offenen Supermarkt ausgemacht. Heute ist ja Sonntag UND Heilige Drei Könige, der weltweit wichtigste Kölsche Feiertag. Natürlich feiern ihn die Spanier auch (nennen ihn aber Epiphanias – Erscheinung des Herrn) und deswegen sind alle Geschäfte zu. Trotz Google. Pech.

Wir umkurven die Insel, holen bei einer netten Seniora den Schlüssel und stürzen uns eine enge Single Track Road den Vulkanhang hinunter. Ein Fehlversuch, dann finden wir das Prinzenhaus mitten in Bananenplantagen und Blumen. Ruhig, super, großartig. Seniora hat Wein, Käse, Pastete und Gebäck hingestellt. Perfekt.

Von der Terrasse hört man das Meer, von dem Prinzenbalkon sieht man die Sterne. Eine Mücke summt.

Es ist noch warm draußen.

Wir essen im Freien und finden: Wir haben es wirklich gut getroffen.

Die Küste Portugals

Madeira

Blick vom Prinzenbalkon

Tagesvideo:

youtu.be/DjKUv_utPfY

PS: 28.41564°N 16.51965°W

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Warum sollten wir die Eucharistie irgend einem Menschen verweigern?

Ein offener Brief zur Interkommunion.

Sehr geehrter Kardinal Müller, sehr geehrter Kardinal Marx, sehr geehrter Kardinal Woelki!

Als Laie möchte ich mir erlauben Ihnen einige Fragen stellen, die mich die letzten Wochen sehr nachdenklich gemacht haben. Ich schicke voraus:

  • Ich habe nicht Theologie studiert.
  • Ich gehe in der katholischen Kirche zur Kommunion.
  • Ich teile den Glauben, dass Jesus Christus nach der Wandlung wesentlich im eucharistischen Brot vorhanden ist.
  • Ich bin mit einer evangelischen Christin verheiratet.
  • Ich bin es gewohnt meinen Glauben vor dem Forum der eigenen Vernunft zu rechtfertigen [1].

Deswegen verstehe ich die Debatte um Interkommunion und die Schreiben der Bischofskonferenz bzw. Briefe u.a. von Kardinal Woelki und Kollegen nach Rom nur bedingt.

Warum darf eine evangelische Christin (Ich wähle hier die weibliche Form, es sind aber hier und im ganzen Text immer Frauen und Männer, hier also Christinnen und Christen gemeint.) nicht die Eucharistie in der katholischen Kirche empfangen? Was wird von ihr beschädigt, wenn sie es tut? Was passiert schlimmes, wenn sie es tut?

Wovor müssen wir hier wen beschützen?

Ich schließe mich gerne Bischof Peter Kohlgraf an und frage: “Denken wir eigentlich, wir müssten den lieben Gott beschützen, indem wir bestimmen, wer zur Kommunion gehen darf und wer nicht?“ [2]

Wenn wir Jesus Christus in der Kommunion nicht beschützen müssen, müssen wir dann die evangelische Christin beschützen? Im Ernst? Vor Jesus Christus?

Mir fällt kein guter Grund ein, warum hier wer vor wem beschützt werden muss! Ich habe viele Artikel und Kommentare zur Interkommunion seit Februar 2018 gelesen. Aber alle bleiben stehen bei dem Axoim: Sie ist verboten. Nur über die Breite der Ausnahmen wurde gestritten. Gerhard Ludwig Kardinal Müller sagt [3]: „keine sakramentale Gemeinschaft ohne kirchliche Gemeinschaft“ und ‚wenn das Prinzip der Einheit von sakramentaler Gemeinschaft und kirchlicher Gemeinschaft zerstört werde, „wird die katholische Kirche zerstört“, so Müller‘. Ja aber warum denn Herr Kardinal?

Sind wir Katholikinnen wirklich sicher, dass all die, die in katholischen Eucharistiefeiern zur Kommunion gehen das “richtige“ und “echte“ Verständnis von sakramentaler und kirchlicher Gemeinschaft haben? Und geht eine katholische Christin unerlaubt zur Kommunion, wenn sie das rechte Verständnis nicht hat und vielleicht “nur“ zum Altar geht, weil es ihr guttut und weil sie sich dann Christus nahe fühlt oder sogar nur, weil sie es schon immer so gemacht hat? Und was daran zerstört bitte die Katholische Kirche – d.h. die Gemeinschaft der Gläubigen?

Da muss doch der Eckstein massiv zerbrochen sein, wenn das (eventuell falsche) Eucharistieverständnis die katholische Kirche zerstören kann.

Kardinal Woelki sagt, es gehe “um Leben und Tod“ [4]. Wer stirbt, wenn er (unerlaubt) zur Kommunion geht? Wer lebt?

Meine Herren, übertreiben Sie nicht?

Ich glaube, dass Gott auf krummen Zeilen gerade schreiben kann. Ich glaube, dass der Empfang der Eucharistie allen Menschen gut tut, dass Jesus in allen Menschen durch die Eucharistie gutes tun und bewirken kann, gerade auch, weil er alle Menschen liebt und sie zu sich führen möchte. Da kommt es auf das richtige Verständnis nicht an! (Medizin wirkt auch, wenn wir nichts von Biochemie verstehen!) Wie klein muss der Heilige Geist gedacht werden, wenn er nur in uns wirkt, wenn wir die richtige Einstellung und das richtige Verständnis haben! Warum also sollten wir die Eucharistie irgend einem Menschen verweigern?

Im Kommunionhelferlehrgang [5] habe ich gelernt, dass Priester und KommunionhelferInnen niemandem die Kommunion verweigern dürfen, der vor ihnen steht. Dann und nur dann, wenn sie (oder er) aus der Kirche ausgeschlossen wurde und dies durch Aushang bekannt gemacht wurde, wird die Heilige Kommunion, die Eucharistie verweigert.

Als Beispiel wurde der Muslim Ali genannt der bei der Beerdigung seines Nachbarn zur Kommunion ging, weil alle das taten und Ali sich aus der Trauergemeinschaft nicht ausschließen wollte, schon aus Respekt vor seinem verstorbenen Nachbarn nicht. Ihm darf die Kommunion nicht verweigert werden und sie wurde ihm nicht verweigert.

Hatte Ali das richtige Verständnis der Eucharistie, der sakramentalen Gemeinschaft? Vielleicht ja! Das, was Herr Kardinal Müller darunter versteht, hatte er wohl eher nicht.

Ich glaube, Ali hat gut und richtig gehandelt und der Kommunionausteiler ebenfalls! Oder? Was hätte wer anders gemacht?

Ich möchte noch eine Geschichte aus dem Kommunionhelferinnenlehrgang fragend anschließen [5]. Im Mittelalter wurden übrig gebliebene konsekrierte Hostien, also die Heilige Kommunion an Kinder ausgeteilt, die vor der Kirche spielten. Wenn das rechtens war und ich glaube, dass es das war, warum sollte es heute Unrecht sein?

Wenn der in der Heiligen Kommunion anwesende Herr Jesus Christus, der mit dem allmächtigen Vater eins ist an evangelische Christen, Muslime, Hindus, …., an MENSCHEN ausgeteilt wird, was kann da bitte beschädigt oder zerstört werden, was kann daran Sünde sein?

Ich möchte noch einen Schritt weiter gehen. Die evangelischen Schwestern und Brüder auf der einen Seite und uns Katholiken auf der anderen trennt nach [1] das Verständnis der Eucharistie und das Papsttum. Wenn wir bei der Eucharistie bleiben, fällt mir auf, dass alle Artikel, Kommentare und Stellungnahme bei dem (unterschiedlichen) Verständnis stehen bleiben. Ist Jesus Christus wesentlich anwesend? Ist das Abendmahl (nur) ein Gedenken?

Warum gehen wir nicht weiter?

Ist das entscheidende bei Heiliger Kommunion und Abendmahl nicht, dass Jesus Christus in unser Herz kommt und dann liebevoll unser Handeln leitet oder sogar bestimmt? Ist es nicht das Wichtigste, dass wir uns ihm nahe fühlen, umarmt, wie von einer liebenden Mutter oder einem liebenden Vater? Getröstet, angenommen, erlöst?

Wenn wir nun nach Empfang von Abendmahl oder Kommunion so empfinden und handeln, ist es dann nicht (völlig) egal, wie Jesus Christus in unser Herz gekommen ist [6], [7]? Durch Kommunion oder durch Gedenken? Ist da der Unterschied zwischen Transsubstantiation und Konsubstantiation noch wichtig? Und wenn er wichtig ist, ist er wichtig für alle Christen (Menschen)?

Fällt die – so meine ich – größte Hürde auf dem Weg zur Einheit der Christen nicht weg, wenn wir uns erlauben zu denken, dass christliches Handeln das wichtigste ist nach dem Empfang der Kommunion bzw. nach Empfang des Abendmahles? Haben wir so lange auf Unterschiede beim Verständnis der Kommunion geschaut, dass wir nicht mehr sehen, dass die Wege dahinter wieder zusammenlaufen?

Oder andersrum: Was ginge verloren, wenn Christen zu allen Kommunionen von Katholiken, Evangelischen, Orthodoxen,… eingeladen und zugelassen wären? Muss es hier ein Richtig und Falsch geben? Und muss das Richtig immer beim eigenen Glauben liegen und das Falsch immer bei den anderen?

Papst Benedikt XVI. schrieb als Kardinal: Es gibt so viele Wege zu Gott, wie es Menschen gibt [8]. Karl Rahner sagte: Die Hölle ist leer [9].

Warum also ist die Frage der Kommunion, die Frage, wie Jesus Christus in unser Herzen kommt so, so wichtig? Wieso hat diese Frage (angeblich) die Kraft den Katholischen Glauben zu zerstören? Warum soll es hier um Leben und Tod gehen?

Mir kommt manchmal der Verdacht, dass es gar nicht um das Verständnis von Eucharistie und Abendmahl geht, sondern um Einfluss auf die Gläubigen. Welcher Hirte führt die Schafe? Wer hat mehr zu sagen? Wer weiß mehr Schafe hinter sich? Hat der Papst MEINER Meinung zugestimmt oder der eines anderen (Kardinals)?

Kann das sein? Könnte es darum in Wirklichkeit gehen? Und falls das so ist, ist das richtig?

Ich glaube, dass das Bild von Hirte und Schaf heute nicht mehr ganz genau passt. Um es klar zu sagen: Jesus Christus ist der gute Hirt. Gegen ihn bin ich ein (kleines, schwarzes) Schaf. Bei meinem Hirten Jesus Christus bin ich gut aufgehoben. Hier passt das Bild vom gutem Hirten und der Herde Schafe.

Lange Zeit in der Geschichte der Kirche traf das Bild auch hier unten auf der Erde zu. Papst, Bischöfe und Priester waren die Hirten, ihre Gemeindemitglieder waren Schafe. Der Pfarrer war (vielleicht neben dem Lehrer) der Einzige, der studiert hatte, der schon mal “in der Welt“ draußen war. Es war gut, wenn er seinen Gemeindemitgliedern sagen konnte, was richtig und falsch war und aus der Heiligen Schrift vorlesen konnte.

Aber heute? Praktisch alle können hier bei uns Lesen und Schreiben, sie sind unterrichtet im Denken. Viele haben studiert oder Ausbildungen abgeschlossen. Sie entscheiden selbst, was für sie gut und richtig oder böse und falsch ist. Sie übernehmen dafür die Verantwortung. Jemand, der das tut, ist kein Schaf mehr!

Ich glaube, ich bin kein Schaf und ich brauche keine menschlichen Hirten, die für mich entscheiden und bestimmen. Ich möchte gleichberechtigt mit Priestern und Bischöfen sprechen! Es wäre schön, sie könnten anerkennen, dass ich auch ohne Theologiestudium in Glaubensfragen (in Fragen meines Glaubens) mitreden (mit ihnen reden) kann.

Von meinen Bischöfen und der Deutschen Bischofskonferenz wünsche ich mir kluge Ratschläge! Keine Erlaubnisse, keine Verbote! Erklären Sie mir, warum ich etwas tun oder lassen soll. Noch besser: Seien Sie Beispiel! Sagen Sie mir, was Sie glauben und warum. Was Sie glücklich daran macht und warum Sie diesen oder jenen Weg gehen. Oder noch viel besser: Was fällt Ihnen schwer zu glauben, woran zweifelt ihr (gelegentlich)?

Beispiel: Sagen Sie mir, warum Sie in der Fastenzeit fasten. Worauf verzichten Sie? Was macht das mit Ihnen, wie fühlen Sie sich damit?

Sehr geehrter Kardinal Müller, sehr geehrter Kardinal Marx, sehr geehrter Kardinal Woelki, bitte überzeugen Sie mich davon, dass es nicht gut ist bei den evangelischen Schwestern und Brüdern zur Kommunion zu gehen, wenn Sie selbst davon überzeugt sind! Sagen Sie mir, wo ich, wo meine Seele Schaden nimmt, wenn ich es tue. Ein Verbot reicht mir nicht (mehr).

Wenn Sie in Konferenzen und Konzilien Beschlüsse fassen und Sie glauben dabei vom Heiligen Geist gelenkt zu sein – was ich auch glaube – warum glauben Sie dann nicht, dass auch das ganze Volk Gottes, also die Kirche, vom Heiligen Geist gelenkt ist? Also ihr Bischöfe und wir Laien zusammen.

Kann es nicht auch durch den Heiligen Geist gelenkt sein, dass viele evangelische Christinnen zur Kommunion in der katholischen Kirche gehen? In eigener Verantwortung, (vielleicht) abgesprochen mit ihren Pfarrern? Auch bereit, dies beim jüngsten Gericht zu vertreten? Und bereit eine etwaige Strafe dann auf sich zu nehmen?

Es tut mir weh zu lesen, wie der Heilige Vater in dieser Frage kritisiert wird und durch wen [10], [11]. Dabei gibt gerade er mir das Gefühl auf den “Glaubenssinn der Gläubigen“ [12] zu hören.

Ich möchte zum Schluss noch zwei Stellen aus den Klageliedern zitieren, die es mir möglich erscheinen lassen, mit meiner Meinung hier nicht ganz falsch zu liegen.

Wer Gott fürchtet, wird sich in jedem Fall richtig verhalten. [12]

Halte dich nicht zu streng an das Gesetz und sei nicht maßlos im Erwerb von Wissen! [13]

Wenn Sie meiner Argumentation folgen können: Prima. Wenn nicht: Wo liege ich falsch und warum?

Oft hört man an einer solchen Stelle ein (hilfloses) “dann bist Du nicht katholisch“. Da frage ich mich immer: Ist es ein Wert an sich katholisch zu sein? Werden wir das als erstes gefragt an der Himmelstür? Oder gibt es gute Argumente, die mich von meiner hier geschilderten Meinung abbringen und mir vielleicht einen besseren (fröhlicheren?) Weg zu Gott weisen?

Literatur:
[1] Kaplan Schwarz. Religionsunterricht Rhein-Gymnasium, Köln Mülheim. Ca. 1980.

[2] Bischof Peter Kohlgraf zur Kommunion. Abgerufen am 29.05.2018.
katholisch.de

[3] Kardinal Müller nennt Kommunion-Gespräche in Rom „armselig“. Abgerufen am 29.05.2018.
www.kirche-und-leben.de

[4] Kommunionstreit: Woelki will gesamtkirchliche Lösung. Abgerufen am 01.06.2018. www.katholisch.de

[5] Kommunionhelferlehrgang in Köln bei Pfarrer Bohl. Ca. 1993.

[6] Liebe – und tu was Du willst. Augustinus: aphorismen.de

[7] Laß die Liebe in deinem Herzen wurzeln, und es kann nur Gutes daraus hervorgehen. Augustinus: aphorismen.de

[8] Heiliges Senfkorn. Abgerufen am 29.05.2018.
m.faz.net
Siehe auch: Salz der Erde, 7. Auflage. Mai 1997. Vorwort.

[9] Abgerufen am 29.05.2018
www.emk-zofingen.ch

[10] Kommunionstreit: Was ausländische Bischöfe über den deutschen Vorschlag sagen. Abgerufen am 29.05.2018.
de.catholicnewsagency.com

[11] Erzbischof: Konsens der deutschen Bischöfe kann Lehre nicht ändern. Abgerufen am 30.05.2018. www.kath.net

[12] “Die meisten Gläubigen sind theologisch nicht hinreichend geschult, um die Einladung des protestantischen Partners konfessionsverbindender Paare zum Sakrament der Eucharistie von der Einladung des katholischen Partners konfessionsverbindender Paare zum protestantischen Abendmahl unterscheiden zu können.“ Dogmatiker Karl-Heinz Menke.
www.domradio.de

[12] Wer Gott fürchtet, wird sich in jedem Fall richtig verhalten. Klagelieder 7,18

[13] Halte dich nicht zu streng an das Gesetz und sei nicht maßlos im Erwerb von Wissen! Klagelieder 7,16

Dieses Werk ist lizenziert unter einer Creative Commons Namensnennung – Weitergabe unter gleichen Bedingungen 4.0 International Lizenz:
creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0/

Kurz: Sie dürfen diesen Text beliebig weiter veröffentlichen, solange Sie meinen Namen (Florian Seiffert) als Autor nennen. Sie dürfen auch gerne auf meinen Blog flohblog.wordpress.com verlinken.

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Interkommunion.pdf

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Samstag 02.06.2018 #8

Um 7:00h geht es aus den Federn, um 07:30 starten wir nach Pisa. Nach unserem ausgeklügeltem Zeitplan haben wir eine Stunde bis Pisa und sind dann mit 30 Minuten Reserve eine Stunde vor Abflug am Flughafen. Doch es kommt anders. Die Tankstellen haben geschlossen und man kann nur einen italienischen Automaten bestechen, um an Sprit zu kommen. Das zieht sich und wir lernen noch ein bisschen Pisa kennen. Immerhin müssen wir 17€ Lehrgeld bezahlen. Geld, für das wir keinen Sprit bekommen. Dafür klappt die Autorückgabe gut und schnell. Die Schlange am Check-In ist dafür wieder sehr lang. Und es gibt es keine Selbstbedienung. Jetzt sind die Zeitreserven futsch. Aber: Kurze Durchsage: EINDHOVEN, EINDHOVEN und wir dürfen nach ganz vorne. Auch die Security hält uns nicht sehr auf und wir sitzen schließlich im Flieger, der sogar pünktlich startet. Wir fliegen über das Meer, über die Schweiz, streifen den Genfer See, lassen den Neuenburger See rechts liegen und gleiten dann über Frankreich, Luxemburg in die Niederlande und landen um 11:50h in Eindhoven. Offenbar, weil wir pünktlich sind, erschallen Fanfaren, sehr lustig. M* möchte noch mal so hobbymäßig zum Lidl. Holländischer Lidl, versteht sich. Okay. Quetschen wir ihn rein. Dann ab nach Hause.
🚙💨 Huiiiiiiiii
Wir kommen gut durch und erreichen gesund wieder Heim und Hof.
Der Regenmesser zeigt 40mm, war gut was los hier.

Tagesvideo:
https://youtu.be/p21IaRRVNm8

Start raus aufs Meer.

Neuenburger See

Wolken.

Ist Physik nicht klasse? Wasser, Licht, Luftdruck und Temperatur und was für ein Universum an Wolken ist möglich!

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Freitag 01.06.2018 #7

Heute gibt es eine gut abgestimmte Mischung aus Kultur und Strand.

Bei Sisi-Wetter (Lang lebe die Kaiserin! 🥂) geht es zum Städtchen Suvereto. Das liegt auch auf einem Hügel und hat auch eine kaputte Burg oben drauf. Na sowas.

Damit wir vorher noch etwas von der Toskana haben, drehen wir ein Ründchen über Sassetta und Prata entlang der schönen und kurvenreiche SP18a.

In Suvereto streifen wir dann durch das sonnige Städtchen, die engen Gassen und versuchen ein bisschen den Zauber, der über allem liegt einzufangen. Eine Pause in einem Café sorgt für Gemütlichkeit, bevor wir dann zum Strand aufbrechen und unsere angestrengten Körper im Mittelmeer abkühlen.

Es folgt nach gemeinsamen Kochen ein leckeres Abendessen mit einer Rede von E* auf M* und Dank für so viel Gutes in ihrem und unseren Leben.

Nach dem Vorbeiflug der ISS geht der Abend in Spülen, Aufräumen und Packen über.

Und plötzlich ist der Urlaub schon fast wieder zu Ende.

Was hat uns hier neben vielem anderen sehr gefreut? Die vielen Schmetterlinge!

Tagesvideo:
https://youtu.be/tmOaZjBs68s

Suvereto.

Burgruine.

Strand.

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Donnerstag 31.05.2018 #6

Heute fahren wir nach Campiglia Marittima. Das ist eine kaputte Burg mit einem kleinen Städtchen oben auf einem Hügel. Das Wetter ist gut. Und nach 15 Minuten sind da.

Wir durchstreifen die Burgruine und dann die engen Gassen. Ein Ort, wie gemalt. Warme Farben und Blumen vor den Fenstern, steile Treppen, schöne Aussichten, schöne Bilder.

Wir nehmen einen Cappuccino. Gemütlich, versteht sich. Dann gehe ich irgendwann doch das Auto holen, die Damen gemütlichen sich zum Parkplatz hangabwärts. Ich habe ein bisschen Mühe mit den engen Straßen und dem Auto, es gelingt mir aber schließlich doch nicht stecken zu bleiben und M* und E* gesund einzuladen.

Nach einem Halt zur Vorratsergänzung rollen wir nach Hause und widmen uns der verschärften Ruhe.

Denn! Heute! Ist der Tag! Wir feiern den 80.ten Geburtstag von E*. Dazu versammelt sich die Familie in der Pizzeria Mum&Dad und wir tafeln lang und lecker.

Ich bekomme statt Selezione di Pecorini irgendwas mit Frutti di Mare. Da die Platte nun schon mal da ist, protestiere ich nicht und denke: das Leben ist ein bunter maritimer Teller. Und was Neues lernt man sonst ja auch nicht kennen … Es schmeckt sogar. Auch die noch zappelnden Oktopoden.

Und zur Belohnung ist dann auch die Pizza so, wie bestellt und sehr lecker dazu.

Vielen Dank liebe E*! Ein schöner Abend und mögen uns mit Dir noch viele Jahre in Gesundheit vergönnt sein!

M* muss früh ins Bett – ich fahre sie nach Hause – und nutze gleich die Gelegenheit für eine Startrailaufnahme mit Mondaufgang und ein Bier in frischer Ruhe.

Tagesvideo:

https://youtu.be/HEZ9R-Fyaa4

Burg.

Campiglia Marittima.

Campiglia Marittima.

Pizzeria Mum&Dad, San Vincenzo.

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