21.01.2017 Mesa del Ma

Tag #10

Kaiserwetter der Stufe 8. Das wollen wir zum Baden nutzen. Aber vorher Markt. Und Einkaufen müssen wir auch noch.

Die Planungskommission findet, Tacoronte, El Pris und Mesa del Mar sind dafür bestens geeignet. Okeeee, so machen wir es.

In Tacoronte ist kein Kuhkampf heute, dafür ist der Markt was quirliger. Wir kaufen allerlei gesundes und leckeres für fast kein Geld. Erstaunlich.

Von der Markthalle geht es in den kleinen Supermarkt, dann stürzen wir das Autochen und uns den Hang runter nach El Pris. Es gibt von dem kleinen Fischerdorf eine tolle Aussicht die Küste lang und oben drüber schaut der schneebedeckte Gipfel des Teide aus einem Wolkenband. Schon sehr schön.

Wir starten mit Cortado und Café con leche an dem kurzen Promenädchen, während die Wellen an die Küste und die Felsen donnern.

Wir schlendern den Küstenpfad nach Mesa del Mar. Hier hocken zwei Hochhäuser auf einem Felsen im Meer. Etwas gruselig, aber die Aussicht von den Wohnungen da wird gigantisch sein. Vor der Anlage ist ein Meerwasserschwimmbecken und ringsum an den Felsen kocht die See und donnern die Wellen.

M* ist schwupps im Wasser, ich folge etwas gemütlicher. An der Außenwand des Beckens schießt bei den großen Wellen die Gischt steil hoch. Wenn man nur einen Meter entfernt ist, kann man kaum genug davon bekommen. So tummeln wir uns eine Weile im Wasser. Bei Sonne und ca. 18 Grad Wassertemperatur, ist es sehr angenehm.

Der „Strand“ am Beckenrand besteht aus Holz, da wärmen wir uns eine Weile auf und schauen dem kochenden und donnerndem Meer zu.

Wir gehen noch ein Stück den Küstenpfad, er ist länger geworden seit dem letzten Besuch.

Die Sonne hat sich jetzt hinter dickem Grau versteckt, auf der Rückfahrt regnet es sogar ein paar Tropfen. Draußen auf dem Meer sieht man Schauer und einen Regenbogen.

Wir halten noch mal an einem Supermarkt, der schon von der Autobahn aus riesig ist. Aus der Nähe wirkt er so, als ob er eine Fahrradausgabe braucht, damit man überall bequem hinkommen kann.

Wir kaufen nur Kleinigkeiten, aber die Größe und Lautstärke des Schuppens ist enorm. Allein eine Regalwand ca. 30m x 2,50m nur Thunfisch! Zwei Regalwände nur Cola. Bier aus ganz Europa (aber kein Kölsch), Wein aus der ganzen Welt … Circa 30 Kassen, über 10 haben auf.

Als wir in Las Aguas sind, geben Himmel, Wolken und die Abendsonne noch ein kleines Lichtfestspiel der besonderen Art. Grandios.

Markthalle in Tacoronte.

Möhrchen. Lecker und lustig.

El Pris, Mesa del Mar dahinter. Über den Wolken El Teide.

Riesensupermarkt.

Las Aguas. Lichtfestspiele.

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20.01.2017 Baranco Madre del Agua

Tag #9

Heute ist Wandertag. Wir starten nach den üblich genüsslichen Fisimatenten, Richtung La Orotava, von dort weiter Richtung Teide den Hang hoch, bis zu den Los Órganos, den Orgelpfeifen. Das sind steile Felsen und sie sehe auch so aus, aber die Wanderführerin sagt: Orgelpfeifen. Es gibt hier einen großen Parkplatz und hier starten viele Wanderwege.

Es ist heute eine 9 von 10 auf der Kaiserwetterskala und wir traben los.

Die kanarischen Kiefern sind saftig grün. Ein Grün, was wir Winterkinder bei uns erst wieder im Mai haben werden. Sehr angenehm. Wir gehen erst einen breiten Fahrweg und biegen dann in den Baranco Madre del Agua ab. Jetzt geht es lang und steil nach oben. Aber der Weg ist gut präpariert und es herrscht eine unglaubliche Stille. Kein Wind, Straße weit weg, kaum Wandersleut. Da lässt es sich auch gut mal bergauf schnaufen. Wir steigen tief in den Baranco, der früher der Wassergewinnung diente, hinein. Das Hellgrün geht aus, die Sonne ist weg. Wolken steigen den Hang hoch. Im jetzt dunkelgrünen Kiefernwald steigen wir weiter. Rother-No5 ist in der Beschreibung etwas unklar, der GPS-Track lässt uns aber nicht zweifeln, wo wir sind und wo es lang geht. Der Rückweg zum Fahrweg ist ganz wundervoll. Flechten hängen in den Bäumen, es gibt Erika und Lorbeer, es ist fast schon ein Lorbeerwald, dazu taucht die Sonne wieder auf, die Wolkenfamilie steigt wohl anderswo zum Gipfel.

Steil, steil geht es dann wieder abwärts und wir sind zurück auf dem Fahrweg. Fröhlich schlenkern wir zurück zum Auto.

Doch halt! Eine kleine Berghütte, die aussieht, wie die Ochsenalm hält uns auf. Eine kleine Mahlzeit? Jo.

Bei einem Hirten ist Platz, er wedelt uns mit beiden Armen zu Platz zu nehmen und das tun wir. M* kümmert sich um Kuchen und Queso, ich kümmere mich um Señor. Er erzählt im glasklarem Spanisch von seinen Ahnen, die er auf Rodrigo Díaz de Vivar zurückführt, von seinen Kindern und Enkeln, die keine Zeit für Opa haben und was er von dem neuen Präsidenten im Lande benannt nach Amerigo Vespucci hält. M* und ich essen dabei und nicken immer freundlich zustimmend, wenn wir ein Wort verstehen. Ich nicke bei carajo M* nickt sogar mehrfach. Der Señor wird gestenreicher, als er sein einfaches Mal beendet. Aber ehe er nun mit der Lektion über Geographie des Teide, der Vogel- und Pflanzenwelt zu Ende kommt, verabschieden wir uns höflich und wünschen alles Gute, nicht ohne ein Selfie mit ihm zu machen.

Wir zuckeln nun zu Tal. Das ist M* zu langsam und sie weist Diego den Meisterfahrer an, in ein Sträßchen abzubiegen, welches verspricht, eine Serpentine abzukürzen. Wie soll das anders gehen, als steil nach unten?

Es geht nicht nur steil nach unten, es geht so steil abwärts, dass eine Gams Durchfall bekäme. Ich tippe auf 100% Gefälle, also 45 Grad Neigungswinkel fast überall. Und dann eng und enger. Wenn die Bremse vorne blockiert, überschlägt sich unser Auto.

Ein feines Abenteuer. Macht Spaß. Zum Glück kommt nichts entgegen und wir sind schneller unten.

Baden wäre jetzt was, denn sanft angeschwitzt sind wir schon. Wir fahren neben Las Aguas den Hang abwärts. In San Juan de la Rambla gibt es ein Naturbassin mit Meerwasser im Charco de la Laja. Aber als wir da sind, liegt das Bassin schon im Schatten und eine schwere See räumt das Bassin schonmal gut auf. Das wird nix mit Schwimmen. Die Natur zeigt, dass sie mächtigere Worte spricht, als wir. Dafür nehme ich ein paar Videos vom Elemententanz auf.

Ein kurzes Weilchen später sind wir zu Hause in Las Aguas.

Wieder neigt sich ein schöner Tag.

Fahrweg durch kanarischen Kiefernwald.

Baranco Madre del Agua

Zauberwald

Diego et Señor Vivar.

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19.01.2017 La Orotava

Tag #8

Latein. Zwei Stunden!

Wir sind heute in La Orotava und da im Hijuela del Botánico. Ich lerne die Schildchen zu den Blumen, Sträuchern und Bäumen.

Montanoa bipinnatifida, Crinum asiaticum, Casimiroa edulis und

Laurus novacaraniensis. Man muss im Mund fühlen, wie schön das klingt! Sonst lernt man es auch nicht. BIPINNATIFIDA. Wenn man das erstmal drauf hat, können Wortgewandte das immer mal so zwischendurch anbringen: Du hast es wohl an der Bipinnatifida… Einige ältere Señoras drehen sich nach mir um. Ich muss leiser fühlen oder sie denken, der große graue Mann sei wunderlich oder hat schwere Casimiroa. M* macht mit ihrer Fühl-, Tast- und Riechmethode weiter. Da dreht sich niemand nach um. Das ist auch viel stiller und geht niemandem auf den Edulis.

So verbringen wir schweranstrengende Zeit im Botanico und nebenan im Jardin Victoria.

Nach einem Cortado und einem Café con leche schauen wir uns im Centro Historico von La Orotava weiter um. Schöne Paläste (La Casa de los Balcones), Holz, schöne Möbel (Casa Lercaro), Krimskrams, Andenken, ein Töpfer, für jede(n) was dabei.

Wir besuchen den Friedhof (Cementerio), weil er gerade so vor uns liegt. Hier wird aus Platzmangel in 5-6m hohen Mauern bestattet. Mauer auf, Sarg rein, Mauer zu, Stein mit Blumenvase(n) davor, fertig. Plastikblumen davor: Grabpflege ist einfach. Aber falsch. Viel Blumen sind echt. Geruchs- und Tastfrau M* merkt das gleich. Orchideen überwiegen. Die Grabsteine haben z.T. eingefräste und bunte Portraits der Verstorbenen. Das macht es persönlicher (und zeigt, dass man oft zu wenig schöne Bilder seiner Lieben hat). Es gibt eine Leiterempfehlung, damit die, deren Angehörige oben bestattet sind, beim Ersteigen von Leitern und Positionieren von Blumenschmuck nichts falsch machen. Und plötzlich sind Caps, Geschnatter und Zahnspangen überall, die Schule IES Rafael Arozarena hat aus, der Nachhauseweg geht über den Friedhof. Ich mag Leben auf dem Friedhof!

Wir schauen noch nach der Kirche, die offen hat (hurra!). Kirchen müssen offen sein, was sind sie sonst für Gotteshäuser? Nuestra Señora de la Concepción ist die Hauptkirche von La Orotava und schon recht stattlich. Kuppel, schmuckes Inneres, Orgel und Gesang von der Festplatte, man kann sogar echte Kerzen anzünden. Sonst gab es auf den Kanaren immer eine Elektronik: Münze rein, eine weitere von hundert Leuchtdioden ging an. Kerze ist mir vertrauter, aber der eKerze konnte ich auch was abgewinnen.

Zu guter Letzt rauschen wir durch den Supermarkt, wenn wir was kaufen ist das Parkhaus billiger. Es wird Aguas und Queso. Brauchten wir eh.

Weil uns dann ein Hüngerchen befällt, das Leckersonnenfrühstück ist ja auch schon was her, riskieren wir unser Leben und steuern die abgeschmockteste Bar der Makaronesische Inseln, die Bar La Cabañita an. Es ist eine „Frittebud“, kein Touri weit und breit, nur einheimische LKW- und Lieferwagenfahrer rasten hier. Lebensgefährlich ist nur das Überqueren der Schnellstraße, was uns gut gelingt. Der Rest ist dann leicht. Wir nehmen Albondigas, Papas fritas und Queso a la Plancha. Es mag äußerlich an Nahrung aus schwedischen Möbelhäusern erinnern, ist aber super schwer lecker. 12,90€.

Der Rest des Tages ist Entspannung der müden Montanoa.

Busch an Mauer.

Blätterwald.

Waldblätter.

Blätterarchitektur.

Cemetario de La Orotava.

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18.01.2017 Puerto de la Cruz

Tag #7

Mit warmer Freude trifft eine Nachricht von Merzenich bei mir ein. Mein Experte sagt den Brotpreis vorher: 60 Cent. Ich finde es gut, dass die Welt Anteil nimmt. Täglich Brot ist nicht selbstverständlich.

Als mich der blaue Himmel blendet und mir Sonnenstrahlen ins Auge pieken, ist es Zeit zu prüfen, ob Merzenich geraten hat oder ob Merzenich international den Brotpreis diktiert. Zuzutrauen wäre es der Kölner Backzunft ja schon.

Gespannt renne ich zum Meer – alles gut und weiter zum El Roque. Señora lächelt und hat noch ein Brot für mich. Und? Jo 60 Cent. Merzenich ist überall. Sachen gibt’s!

Hallo Merzenich, mach morgen mal 59 Cent!!!

Nach Yoga hat M* das Leckerfrühstück fertig, was wir mal wieder in der Sonne einnehmen und wir gedenken allen in der Heimat, die gerade nicht auf der Terrasse frühstücken können.

Die Planungskommission ist heute für Besinnung und so verpöseln wir den Tag mit Kaffee, IT und so Zeug. Natürlich auch Besinnung.

Dann raffen wir uns auf und kreuzen nach Puerto Cruz. Ein noch unbekannter Garten ist das Ziel: Parque Taoro. Schwerlustige Blumen, Sträucher und Bäume, dazu Piepmätze und sogar zwei Papageien lassen mein Herz hüpfen. Freudig versteht sich. Ich lichte alles Lustige ab, M* fasst alles an und in das meiste steckt sie auch noch die Nase.

Ein traumhaftes kleines Café liegt in der Nähe, das Risco Bello. Cafétische unter Orangen und Blumen, deren lateinisch-botanische Namen einen Bischof seine Kirchenfenster eintreten ließe. Dazu ein schwarzer Schwan auf einem Schildkrötenteich, der um Nahrung bettelt, aber nur mein Smartphone von nahem sieht und auch gleich reinbeißen will. So mag ich das. Das Video kommt in meinen nächsten Gruselkurzfilm.

Nachdem wir damit durch sind, geht es den Berg runter ans Meer. Das Auto lassen wir stehen, wir sind gut zu Fuß (und haben keinen Muskelkater). Unten am Meer besichtigt M* den Supermarket, ich das Häfchen. Kleine offene Fischerboote liegen hier, wenige im Wasser, fast alle an Land. Ob Fischen noch lohnt, so als Lebensgrundlage? Wohl eher nicht.

Als M* wieder da ist, schauen wir nach Mole und Leuchtturm. Mächtige Dünung, schwer was los. Der Leuchtturm ist nicht so schön, so klassisch, wie Landegode fyr oder Grip fyr, aber er hat seinen Reiz gegen den Abendhimmel.

Eine kleine Bergbesteigung bringt uns zurück zum Auto und mit ihm brausen wir nach Las Aguas und dem Abendessen entgegen.

Ich schicke die Freublumembilder an D* vom HoDoBlog, die Botanikexpertin ist, aber ich muss euch die gelieferten Namen verschweigen, sonst tretet ihr am End noch irgendwas ein oder den Bischof. 🙂

M* an roten marsianischen Baumperlen. Giftig. (M* nicht)

Blumenkohlfarbige Öltrichterfleure.

Fraktalstatistischer Gelbgrünlattich.

Guanschieder Kratzstamm gegen Rückenjuck.

Fischerboot am Kran ist in Kürze an Land.

Leuchtturm von Puerto de la Cruz.

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17.01.2017 Anaga-Gebirge

Tag #6

Während M* Yoga macht und die Sonne vom Himmel lacht, erforsche ich die Abhängigkeit des Brotpreises vom Wochentag. Señor ist da, aber er flüchtet, als ich komme. Es gibt im Roque noch zwei Brote (hurra!), ich nehme eins. Und? Genau 60 Cent. Ich notiere Dienstag-60. Ich muss unbedingt mal nen Fachmann von Merzenich dazu befragen. Der Markt schwankt mit den Preisen.

Beim Leckerfrühstück tagt die Planungskommission. Es wird das Anaga-Gebirge vorgeschlagen. 3:0. Okeeee machen wir.

Der Meisterfahrer Diego fährt bis zum Mirador de Jardina. Hier hat es einen Blick über fast die ganze Insel und sogar El Teide gibt sich die Ehre und zeigt sich. Frühlinghaftes Grün, gelbe Blumen, Sonnenschein, ein schöner Tag.

Bis zum Parkplatz La Ensillada an der TF123 fährt nun M*, sie kann das geöchels einfach besser.

Hier startet nun die Tour Rother-No60. Eine Wanderung durch den Lorbeerwald und die schönste Waldwanderung überhaupt. Der Lorbeerwald war im Tertiär in Europa verbreitet und so sieht er auch aus. Moos und Flechten an den Bäumen, Feen und Elfen, wenn man ruhig ist und den Atem anhält, dichtes Unterholz, riesige Farne, Lorbeerbäume und Erika.

Wir steigen den Pfad Ensillada hoch, bis zum Gipfel Roque Chinobre (909m). Eine tolle Aussicht belohnt uns. Kantige Gipfel, grüne Rücken, Licht- und Schattenspiele, kleine bunte Dörfchen kleben am Fels, tief unter uns rauscht das Meer, Felsen mit weißen Schaumringen in tiefem Blau. Wir übersehen die ganze nordöstliche Inselspitze.

Durch das dichte Grün gehen wir auf schmalem, manchmal glitschigem Pfad weiter und weiter. Flechten und Moose an den Bäumen erinnern an Zauberwelten, über Echsen, Schlangen und riesige Insekten wunderte man sich nicht.

Wir erreichen den Aussichtspunkt Cabezo del Tejo. Unendliche Weiten, eine fantastische Sicht auf das Gebirge, die Felsen und das Meer. Zum Niederknien schön.

Nun ist der Weg eine Forstpiste und die Felswand zur Rechten ist durchweg grün bemost, befarnt oder bewachsen. Hin und wieder Löwenzahn canariensis oder Glockenblumen. Sogar „Lianen“ aus Brombeer. Was für eine Welt!

Nach 14.1 km, 15600 Schritten oder 3h sind wir zurück am Auto. Schade! Der beste Wald meines Lebens!

Jetzt geht es runter vom Berg, aber nach Süden. Wir fahren nach San Andrés. Hier hat es weißen Sandstrand, Sand extra von der Sahara angekarrt (das ist Marketing). Alle sonstigen Strände der Insel sind schwarz. Wir machen ein gemütliches Auslaufen mit den Füßen im Wasser.

Vor der Küste von San Andrés liegen (nach der Klassifikation von A.Cremer) Spezialschiffe, dazu eine Ölbohrplattform. Bohren die hier nach Öl? Was ist hier los? Sieht jedenfalls mächtig beeindruckend aus. Hoffen wir mal, dass nichts schief geht!

Über Santa Cruz, Puerto Cruz und Einkaufsstopp geht es zurück nach Las Aguas.

Ein toller Tag! Wir sind sehr dankbar.

Aussicht von Mirador de Jardina. El Teide im Dunst.

Lorbeerwald.

Aussicht vom Roque Chinobre.

Moos, Flechten und schweres Grün.

Aussicht vom Cabezo del Tejo die Nordküste entlang.

Farne und Prinzessin im Zauberwald.

San Andrés zum Sonnenuntergang.

Spezialschiff vor der Küste.

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16.01.2017 Punta de Teno

Tag #5

Als ich mich erhebe, strahlt die Sonne und M* ist verschwunden. Als ich Kaffee fertig habe, sehe ich Yoga-Schatten an der nachbarlichen Hauswand. Aha. Alles im Lot.

Ich mache die Morgenrunde mit Meer und Brotpreiskunde. „Fin“. Alt widder? Jo. Señora erklärt es dem weißhaarigen Señor, der mit Kumpel wohl auf ein Schwätzchen da ist. Er erklärt es mir dann auf Englisch: „We have no bread, because we have no bread!“. Und dann strahlt er, als hätte er das Kuhrennen gestern gewonnen und eine Umarmung von Letizia Ortiz Rocasolano erhalten. Ah! Das verstehe ich. Ich nehme nochmal zwei Anisbrote, die aber heute kein Anis enthalten. Dafür zahle ich 94 Cent. Ich freue mich auf morgen 🙂 So ein Brotkauf ist auch ein Abenteuer und will abgefreut werden.

Die Planungskommission stimmt bei einer Enthaltung mit zwei Stimmen für Punta de Teno. (M* hat heute zwei Stimmen, ich eine).

Nach leckerem Frühstück in der Sonne, geht es an unserer Nordküste zum westlichsten Punkt der Insel. Dort steht der Leuchtturm Punta de Teno.

Aber zuvor gibt es eine klein geplante Wanderung (also eher ein Spaziergang), man kann ja nicht nur im Auto sitzen und rumstehen. M* hat Rother-No24 als Tour ausgesucht, die ist praktisch gleich vor dem Teno. Als ich sehe, dass das gedachte flache Land ein steiler Berg ist, flaut es mir in den Magen. Ich beiße die Zähne zusammen und es geht steil bergan. Und dann bergauf und dann hoch. Tolle Aussichten auf den Teno hat es ja von hier oben. Schön schön. Der Abzweig, den wir nehmen wollten kommt irgendwie nicht, dafür kommt ein Paar, welches einem Volk der Alpen angehört und sie geben gerne Auskunft. Bisch zur Kanten, geht’s noch n Stündchen stäl bergaufi :-). Und fröhlich klappern sie mit ihren Stöcken zu Tal. Ach jeeeee.

Wir drehen um. (Aber so, dass es die Zwei nicht merken). Alles wieder zurück. M* ist ganz zerknirscht, es sollte doch ne schöne Wanderung werden. War es doch, nur halt anders als gedacht.

Immerhin sind wir gut durchgewärmt.

Ich mache Bilder von den Teno-Leuchttürmen (alt und neu) und von der fantastischen Aussicht auf Acantilados de los Gigantes, die Steilküste, die hier 450 Meter ins Meer fällt.

Dank Yoga haben wir Kaiserinnenwetter und warm ist uns auch, so nutzen wir die Gelegenheit, um an der Teno-Bucht ein Bad zu nehmen. Ich denke, das schwer-klare Wasser hat 18 Grad und wir paddeln ein bisschen in der Bucht. Ich meine auch meinen alten Freund, den Paten zu sehen, ist er von Malle bis hierher geschwommen? Auch B* sehe ich, sanftes Wassertreten ist ja gut für die Schulter. 🙂

Wir halten unsere schönen Körper noch ne Weile in die Sonne und schauen den Glitzerfischen, den Wellen, dem Blau und dem Atlantik bei der Arbeit zu.

Dann geht es heim. Jedoch zuvor legen wir eine Pause am Mirador de la Monja ein. Ein Aussichtspunkt an einer kleine Traumstraße, die hier mutige Arbeiter in den Fels und in die Berge gebaut haben. Hoch über den Wellen, senkrecht fällt die Wand nach unten und es gibt tolle Ausblicke vom Mirador. Die Straße war früher eine üble Piste, jetzt ist sie neu geteert. Kann man nicht meckern!

In Las Aguas ist es wolkig. Super, wieder mal alles richtig gemacht heute.

Aufstieg. Erst sanft.

Blick auf Punta de Teno von weiter oben.

Der Leuchtturm.

Badebucht und Acantilados de los Gigantes dahinter.

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15.01.2017 Tacoronte, Punta del Hidalgo und Bajamar

Tag #4

Ich bin erstaunt, dass Yoga heute im Wohnzimmer stattfindet. Wie soll da die Sonne wissen, wo wir hinwollen und wo ein paar Sonnenstrahlen doch nett wären?

Als ich mir die Beine vertrete und nach dem Meer schaue, ist der Himmel wolkig. Kein Wunder, denke ich mir. Kein Sonnenterrassen-Yoga, keine Sonne. Tssss. (Ich hoffe, Sonne ist bei Euch!)

Im Roque will ich Brot kaufen, aber es ist „fin“. Ich muss Croissants und Anisbrot nehmen. 1,27€. Da geht unser Brotpreis-Ratespiel erst morgen weiter.

Wir frühstücken drinnen, da muss man auch nicht so weit laufen, um die Leckereien auf dem Tisch zu haben.

Wir entschließen uns, nach Tacoronte zu fahren. Da trifft sich sonntags die Insel, denn dann ist Markt. Vor Verkehrschaos warnt die Reiseführerin. Okeeee. Ich hatte Chaostheorie bei Prof. Eilenberger, da kann man was aushalten …

Es geht die Autobahn nach Norden, dann links ab nach Tacoronte. Es ist voll, aber kein Chaos. Parkplätze sind eng, aber M* hat Gespür für Seiten-Seiten-Straßen und wir finden ein hübsches Plätzchen für das Wägelchen.

Der Markt ist garnicht die Attraktion, sondern ein Kuh- und Stierwettbewerb. 50-80 braune, z.T. riesige Kühe und Stiere sind angebunden. Viele paarweise unter einem Joch. Dazu gibt es ein Feld mit Parcours, wo jeweils ein Gespann einen Holzschlitten mit Sandsäcken zieht. Offenbar wird die Zeit für eine Runde gestoppt. Jeweils eine Hirtin oder ein Hirt dirigieren mit Stock und Geschrei ihr Gespann. Es ist fantastisch. Eine Ernsthaftigkeit liegt über allem, als ginge es ums Überleben, nicht um Spiel.

Eine wahnsinns Kraft geht von den Tieren aus. Da sind Bullen, die am Rücken bis zu 2m hoch sind. Gigantische Muskeln. Toll anzusehen. Und alle Tiere ganz ruhig, ganz friedlich. Fast noch besser sind die Hirten (eine Hirtin unter ca. 30-50 Männern). Sie strahlen ruhige Kompetenz aus und vor allem Stolz. Sie dirigieren ihre Muskeltiere mit ihrem Stock und dem Seil am Nasenring, als wäre es ganz leicht und einfach. Wenns leicht aussieht ist es schwer!

Die alten Hirten vor allem haben Gesichter, die aussehen, als wären sie viel draußen, viel allein und nur der Horizont oder der Atlantik wäre ihre Grenze. Ich hätte gerne Aufnahmen von ihnen gemacht, also Bilder, richtige Bilder … Tolle Menschen!! Ich bin von allem schwer beeindruckt. Rein zufällig sind wir auf dieses Fest gestoßen.

Nach genug Gespannen, gehen wir dann doch in die Markthalle. M* kauft ein paar Teile, auf die ich nicht so achte, die aber grün waren.

Dann nochmal zu den Stieren und Kühen. Jetzt ist plötzlich auch Galopp zu sehen. Was für großes Kino!

Wir reißen uns schließlich los und fahren noch bis zum Punta del Hidalgo. Wir parken am Meer und gehen zum Leuchtturm und weiter bis zum Ende des Wegs. Eine Motocrossanlage hier ist neu.

Wir konzentrieren uns aber auf das Meer, das Spiel der Wellen, das Blau und Grün, die Sonnenstrahlen und neue Vögel. Wir sehen einen Seidenreiher mit (riesigen) grünen Füßen und einen Regenbrachvogel. Ob die hier nur über Winter zu Besuch sind?

Dann geht es nach Bajamar. Da es gestern etwas windig war, schlägt hier eine schwer-gute Brandung an. Und weil es hier eine Kaimauer und einen kleinen Leuchtturm gibt, donnern Schaumfontänen krachend daran in die Höhe und man kann gute Bilder einfangen. M* geht Kaffee trinken, ich banne großartige Natur auf Speicherkarten. Was für ein Vergnügen. Alle so 10-15 Minuten kommen drei riesige Brecher hintereinander. Hei, was für ein Spektakel. Dazu Gegenlicht, Wolken mit Sonnenstrahlen in der diesigen Luft. Das hat alles das Zeug für wirkliche Meisterwerke. Ich hoffe ich habe ein paar dabei heute.

Vielleicht will ich hier mal ein paar Monate verbringen!?

Dann geht es zurück nach Las Aguas.

Was für ein schöner Tag heute!

Hirtin mit Gespann.

Punta del Hidalgo.

Welle bricht an der Kaimauer von Bajamar.

Noch eine.

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14.01.2017 Icod de los Vinos und Garachico

Tag #3

Es sieht wieder schwer nach Sonne aus. Wahrscheinlich ist Yoga nichts anderes, als der Sonne sagen, was sie tun soll. Und das macht M* gründlich. So gründlich, dass ich mir gleich mal die Beine vertreten möchte. Und wenn ich schon mal draußen bin, kann ich ja auch nach dem Meer schauen – ist noch da – und Brot kaufen. Heute kostet ein Brot 63 Cent. Gestern kosteten zwei Brote 120 Cent. Jetzt ist die spannende Frage: Was kostet ein Brot morgen?

Als ich zum Frühstück zurück bin, ist von Frühstück nichts zu sehen und mein Sternchen säuselt, ob sie wohl mal mein Smartphone zum telefonieren haben könne, ihres sei wegen eines Whatsapp-IP-Schadens 404 gerade — hach Schatzebobbes, das ist alles furchtbar kompliziert und der Markt fliegt mit den Preisen — und jedenfalls, Jaha!!? geht das? Säusel?

Ich bin mal großzügig.

Was mache ICH jetzt?

Kaffee!

Noch ne Kanne. Und wo ich schonmal hier auf der Speiseterrasse bin, kann ich ja auch gleich den Tisch decken. Alpha und Omega hole ich auch noch aus der Küche, während oben auf der Sonnenterrasse süße Worte über süße Babys und glückliche Mütter durch mein Smartphone rauschen.

Am frühen Nachmittag ist es dann soweit und meine liebste Lebenskameradin säuselt um mich rum und schenkt MIR (mal) ihr liebstes Sternelächeln und ich bekomme mein halbleeres Smartphone wieder und es gibt juchee endlich Frühstück. Das wärmt mir Herz und Magen! Kann ein Tag schöner beginnen?

Leider muss ich jetzt doch noch ne kleine IT-Pause einlegen. Router, Alarmanlage und Heizungssteuerung erwarten meinen Besuch und meine Befehle. Und meine 12kg IT-Geräte wollen ja auch mal ihre Wichtigkeit zeigen.

Nur Minuten später ist das fast positiv erledigt (ja SOO macht man das!) und wir brechen auf.

Diego (also ich) geometrisiert das Leihwägelchen aus der Garage rückwärts auf das schmale Gässchen, wärend M* begeistert durch Winken und internationale Zeichen die schlimmsten Kollisionen zu vermeiden sucht. Erfolgreich versteht sich! Danke M*!

Wir fahren nach Icod del Vino, wo es Drago den Drachenbaum gibt. Über den Trubel um den Drago schrieb ich einst (https://flohblog.wordpress.com/2014/02/20/icod-de-los-vinos-tag-12/). Es ist was leerer heute, als vor drei Jahren, aber der Drago steht, wie ne Eins, alle Touris smartphonen das Teil und niemand zahlt Eintritt, um den Drago von nahem zu sehen, weil die beste Aussicht vom Kirchplatz gegeben ist.

Wir durchstreifen das Städtchen und erfreuen uns an der kanarischen Bauweise und den hübschen Häusern.

Viel Neues ist nicht zu sehen und so fahren wir weiter nach Garachico (https://flohblog.wordpress.com/2014/02/14/garachico-tag-6/) und auch hier finden wir alles angenehm wieder. Nach Bummel und einer kulinarischen Kleinpause, wenden wir uns nach Hause, nicht ohne zwei Supermärkte geplündert zu haben.

Es folgt ein Sterneabendessen unter Sternhimmel (nur Venus zeigt sich), ein Telefonat (darf ich nochmal Dein Smartphone – aber gerne) mit Mama E* und Vorlesen über den ersten Walfisch von Lorenz Petersen de Haan.

Das Meer ist noch da.

Der Drago. Ca. 300-400 Jahre alt.

Garachico.

Ein Päuschen. M* wählt Kuchen.

Das Café liegt in einem hübschen Innenhof.

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13.01.2017 Barranco de los Caballos

Tag #2

Ruhig! Ruhig, ganz ruhig. Das ist das Motto für den Effzeh und unser Motto für den ersten Tag.

M* begrüßt mit Yoga den neuen Tag und die Sonne, die über den Barranco de la Arena steigt. Nachdem ich schon Kaffee gemacht und alle Knöpfe am Smartphone gedrückt habe, ist der Sonnengruß immer noch nicht fertig. Na sowas. Ich klettere also ins Erdgeschoss runter, kurve um zwei Ecken und kaufe im Minimarket el Roque frisches Brot (Brötchen sind aus oder sowas gibt’s hier nicht).

Da die Sonne nun was höher steht, hat M* sie wohl losgelassen und so ist die Sonne schnell geeilt, um auf die richtige Position zu kommen.

Dann gibt es jetzt also Frühstück mit allem Alpha und Omega, was schwer seine Zeit braucht, aber auch solide Startrampe ist für alle Abenteuer des Tages. Nach Spülen, Zwischennickerchen und nochmal Kaffee rüsten wir uns zur ersten kleinen Wanderung.

Es geht am Meer lang nach Norden, ein kleiner Pfad nennt sich Camino Ribera del Mar, den geht es lang.

M* begrüßt Blumen, Sträucher, Bäume (wie alte Bekannte), ich lasse Kamera und Smartphone Aufnahmen machen und freue mich an Sonne und 21 Grad. Eine schöne Dünung kommt von Amerika herüber und spielt Trommel auf den schwarzen Lavafelsen.

Wir durchsteigen den Barranco de los Caballos und gehen noch einige hundert Meter weiter, wo es steil zum Meer hin abfällt. Hier im Barranco ist es still und so hört man das lustige Geträller von kleinen Gruppen von Kanarienvögeln, die grün, braun, gelb in den Sträuchern sitzen und uns den Tag verschönern. Da heute Weitwinkel-Tag ist, kommen sie leider nicht auf die Speicherkarte. Pech.

Der Rückweg ist so schön, wie der Hinweg, nur umgekehrt.

Im el Roque erstehen wir für 5€ eine Flasche Vino Tinto die von Santa Úrsula kommt, das ist nicht weit von hier. Der spanische Festlandsvino kostet nur 1,99€.

Wir versenden nun Nachrichten und Postkarten auf moderne Art und erfahren so, dass es kalt, kälter und nicht so angenehm ist in den deutschen Landen. Hihihihi. Neidisch sind wir nicht und freuen uns an 20 Grad und Sonne im Gesicht.

Nach dem Abendessen kommt Vorlesen. Wir sind bei Margarete Boie: Der Sylter Hahn. Eine Geschichte von Marens VorfahrInnen auf Sylt. Schön zu lesen (und bald auch fertig digitalisiert und als gemeinfreies eBook zu haben 🙂

Da der Himmel recht klar schien, will ich nochmal raus und schauen, ob ein paar Sterne auf die Speicherkarte wollen.

Blick nach Norden, die Küste entlang.

Las Aguas, unser Dörfchen.

Barranco de los Caballos

Bougainvillea vor Las Aguas.

M* bannt Datura auf die Speisekarte.

PS. Dank an D*, Datura hätte ich nicht gewusst.

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12.01.2017 Las Aguas

Das geübte Räderwerk eines vertrauten Miteinander greift ineinander und ohne viele Worte sitzen wir um 8:30h im Auto und fahren nach Troisdorf. Dort ist der Parkplatz. Ein schwerer Mercedesfahrer schließt auf, wir parken und er mercedest uns zu Terminal 2. Das hat schonmal geklappt. Checkin geht auch gut, obwohl meine Kamera und ich auf Sprengstoff getestet werden.

Cappuccino und Brötchen nehmen wir bei Kamps – Merzenich jiddet he nit. Danke J*!

Man lässt bei Airberlin in Gruppen A bis D einsteigen (wir sind in Gruppe D – logisch, also ganz hinten), aber die Ü60-Party der Mitteisenden erweckt den Eindruck, dass keine organisatorische Maßnahme geeignet ist, das Einsteigen zu beschleunigen. Wir üben uns in Geduld und hoffen, dass das kleine Baby mit seinen Eltern, gleich vor uns in der Karawane, irgendwie weit weg von uns sitzt.

Baby sitzt vorne, wir in Reihe 29. Super! Dafür sitzt ein Säugling mit Eltern gleich neben uns und ein genervtes Paar mit einem kleinen Hundchen gleich vor uns. Die Töle quietscht und jault zum herzerweichen. Armes Vieh. Wir bleiben ruhig, die Umgebung der Ü60er regelt das Hörgerät runter oder es stört sie nicht, wie Klein-Töle den strebenden Wauwau gibt.

Als wir in der Luft sind, ist Töle tot oder schläft, jedenfalls ist Ruhe an Bord. Gut so.

Ein ruhiger Flug, der auch nicht durch eine Mahlzeit gestört wird. Airberlin muss sparen, leider auch an uns. Doof nur, dass das immer im Kleingeschriebenen so versteckt wird, dass es Friedanormalkundin nicht vorher weiß. Sonst wären wir mit Picknickkorb an Bord gegangen. Tja.

Wir haben zwei Fensterplätze (aber nur, weil M* sich eine leere Reihe ergattert). So können wir beide aus dem Fenster schauen und das Licht und die unglaubliche Vielfalt von Wasserdampf in Luft genießen. Da wir bei -50Grad auf 37.000Fuß fliegen, kann man Spiegelungen der Sonne in Eiskristallen sehen, dazu Halos, Splitter von Regenbögen und Manigfaltigkeiten von Blau und Weiß. Wir sind sehr privilegiert das sehen zu dürfen!

Als ich mit Würdigungen und Fotos dazu fertig bin, haben wir Frankreich hinter uns, die Biskaya überflogen, Spanien durchquert und springen bei Lissabon ins Meer. (Lissabon? Da war doch was? Huhu D*!!!)

Jetzt geht es strack nach Süden und fast pünktlich gibt sich der 3700m hohe Pico del Teide die Ehre und zeigt sich über den Wolken. Das will sich auch die arme Töle nicht entgehen lassen und sie quietscht und bellt gegen den Lärm der Maschine an. Diese Auferstehung hätte nicht sein müssen, denke ich gelassen.

Wir umrunden den Teide, halten auf Tenerife Sud zu und landen sauber in Wärme und Sonne. Urlaub bereitet sich in uns aus.

Checkout und Mietwagen sind schnell erledigt, obwohl ein Mitglied des Teams erstmal den falschen Kleinwagen mit M*’s 23kg-Köfferchen und F*’s 12kg-Technikkistelchen belädt. Wrks.

Das richtige Auto findet sich dann doch noch und wir brausen los. Inselautobahn TF1 Richtung Santa Cruz.

Ein spanischer Lidl ist M*’s ganzes Glück und – na logisch, wir halten und bunkern Lebensmittel und Getränke.

Weiter geht’s nach Norden, dann die tricky Abfahrt auf die TF2 und rüber zur TF5. Da wir den Teil schon kennen, klappt das gut. Jetzt geht es südlich bis zum Autobahnende hinter Puerto de la Cruz und noch ein Stück. Problemlos finden wir unser Häuschen im Dorf Las Aguas. Der Meerblick könnte fantastischer sein, ja, aber er ist fantastisch genug.

Ein Picknick und ein Abendrundgang am Meer beschließen den Tag.

Alles hat gut geklappt. Super.

Ich bin feddich und muss früh ins Bett.

PS.

Danke für schöne Urlauswünsche an: M+S*, V+S*, T+H* (danke für den Gladbachwitz, den Du in nen FC-Witz umgebaut hast). An J*, D* besonders, morgen ist das Bier kalt!

An Hille! Wo bist Du denn?

An B*, gute Besserung und BvF*

An Manni! Gute Reise!

An Optimisc, schonmal im Voraus 🙂

Der Rhein zwischen Köln und Bonn.

Eine Sonnenspiegelung an (ausgerichteten) Eiskristallen in einer Eiswolke unter uns.

Tenerife mit Pico del Teide.

Der Blick an der Küste nach Süden von Las Aguas aus.

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