Dienstag, 02.04.2019 – #2 Kapharnaum, Berg Tabor

Wir beten um 6:00h die Laudes, das Morgengebet der Kirche. Es ist noch dunkel. Da es in der Nacht geregnet hat (ein Segen für Israel), beten wir im Saal unter der Mensa.

Nach dem Gebet kommt das Frühstück. Da Korea beim Frühstück das Smartphone aus der Hand legt, wie es sich gehört, bekomme ich das Tagesvideo von gestern hochgeladen. Razzifazzi, fertig.

Yamil fährt uns dann nur ein paar Meter zum Hafen des Kibbutz. Wir besteigen ein Boot. Yossi fährt mit uns zur Mitte des Sees, wo wir auf Rabbuni Michael treffen, der mit ein paar Getreuen zu Fuß nachgekommen ist. Rabbuni Michael liest dann die passende Bibelstelle mit: Jünger haben Angst, weil es stürmt und Jesus schläft, dann aber geweckt wird und Sturm und Wellen Einhalt gebietet. Yossi erklärt, dass der See wirklich gefährlich ist, wenn Wind vom Golan herunter weht und in kurzer Zeit hohe Wellen erzeugen kann.

Bei uns geht aber alles gut. Wir klettern in den Bus und brausen zum Berg der Seeligpreisungen. Hier gedenkt man – welch Überraschung – der Seeligpreisungen. Heute ist es so voll und die Zeit ist so knapp, dass die Preisungen nicht so richtig ihre Wirkung entfalten können. Auch die Schönheit des Ortes geht leider ein bisschen fliegen.

Huschhusch in den Bus, runter nach Tabgha. Wir haben Dalmanutha 1 um 10:00h. Das klappt so gerade.

Dalmanutha ist ein Gottesdienstplatz im Freien, fast am Seeufer, umgeben von Stille und Schönheit. Hier dürfen wir die erste Heilige Messe feiern. Da wir diesmal eine Kantorin und einen Kantor dabei haben, ist auch der Gesang noch etwas prachtvoller, als die Jahre davor. Auch Texte und Ansprache sind von Michael gut und passend ausgesucht. Und mit Blick auf den stillen, blauen See, wirken die Worte Jesu einfach stärker. Dieser Boden hier ist heiliger Boden, hier wurden die Worte Jesu, die wir hören zu erst gesprochen.

Die Brotvermehrungskirche ist auch hier in Tabgha und wir schauen im Anschluss vorbei. Hier gibt es dieses berühmte Mosaik mit Fischen und Brotkorb und hier wird die Stelle verehrt, wo dieses Wunder stattfand.

Die Kirche ist voll, aber still (genug) und es ist ein wunderbarer Ort, Alabasterfenster geben schönes Licht und der byzantinischen Stil der Kirche gefällt mir. Dazu kommen weitere schöne alte Mosaike.

Vor dem Mittagessen geht es nach Capernaum, der Stadt Jesu. Hier hat er mit seinen Freunden gelebt und gewirkt und hier gibt es das Haus des Petrus. Über den ausgegrabenen Ruinen, steht eine riesige Kirche mit Glasboden und man kann von oben auf die Stelle schauen, wo Simon bar Jona mit seiner Familie lebte, bevor er Petrus, der Fels und erster Papst wurde. Die Reste der Synagoge aus dem dritten Jahrhundert steht gleich nebenan und ich mag die strengen Linien und alten Säulenreihen.

Die nächste Station ist der Petrusfisch in Ali’s Restaurant. Ein Musthave. Der Petrusfisch ist ein Barsch, der aus Marketinggründen nicht mehr so heißen darf…

Der Weg zu Ali ist holprig, der Laden klapprig, aber das Essen ist lecker und reichlich. Die Vorspeisen sind eigentlich das Beste und wenn der Fisch kommt, ist man schon fast satt.

Yossi hat sich einen Spaß daraus gemacht, dafür zu sorgen, dass Eva einen Fisch mit brennender Zigarette im Maul bekommt. Witzig!

Zur Abrundung gibt es Kaffee (ohne Schaumscheiß), heiß. aus kleinen Bechern und ungewöhnlich lecker. Dann kommt noch einen Arak zum Verdauen. Perfekt.

Das Triumvirat Elisabeth, Yossi und Rabbuni Michael ändern nun kurzfristig das Programm. Der Berg Tabor wird gestrichen und wir fahren zur Primatskapelle am See. Ist nur um die Ecke. Hier gedenkt man – vereinfacht – den Worten Jesu, die Petrus und seine Nachfolger zu den Anführern der Kirche machten.

Eine Gruppe aus Südkorea ist noch bei der Selfiestickmode und Selfies und Gruppenbilder mit Hochspringen sind gerade voll in. So verschönert Korea diesen verzauberten Ort noch ein bisschen mehr und ich habe meine Freude daran. Eigentlich könnten wir Flittarder da noch dazu lernen, aber wir sind nicht mehr so jung, wie Korea…

Nach Gebet und Gesang reisen wir zur letzten Station, der Taufstelle von Jesus im Jordan. Ja Ja, die RICHTIGE Taufstelle ist in Jericho, aber ein Gedenken geht hier auch sehr gut – vielleicht sogar besonders gut, da der Jordan hier ein Fluß ist und kein stehender Tümpel und weil viele Baptisten hier durch Untertauchen taufen und das ordentlich feiern. Wir singen und beten zunächst mit etwas räumlichem Abstand für uns, erneuern unser Taufversprechen und schauen dann der Feier der Baptisten zu und die Auslagen der Geschäfte an.

Dann geht es zurück nach Ein Gev mit einem zauberhaften Sonnenuntergang über dem stillen See Genezareth. Ein ganz besonderes Erlebnis.

Der See Genezareth am Morgen.

Kirche auf dem Berg der Seeligpreisungen.

Synagoge in Capernaum.

Taufstelle im Jordan.

Morgen haben wir:
06:30h Laudes
07:00h Frühstück
08:17h Bus

Dann geht es nach Haifa und Nazareth.

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Montag, 01.04.2019 – #1 Schalom Israel

Boker-tov – guten Morgen. Eigentlich ist es noch Nacht, tiefe, schwarze Nacht. Aber der Wecker klingelt um 03:15h und ich muss raus. Schade, dass M* nicht mitkommt, aber sie kümmert sich um Haus, Hof und Garten.

Um 4:00h sitze ich im Bus in Flittard und um 7:00h auf 21F in einer Bombardier C100/300 nach Zürich. Unsere Pilgergruppe, 28 Frauen und Männer sind müde, aber guter Laune an Bord. SwissAir spendiert sogar ein Morgengetränk mit Vanilla roll – Handmade Swiss tradition! Dankeschön! Und schon geht es wieder runter.

In Zürich müssen wir erstmal Bahn fahren, um zum Gate E27 zu kommen. In der Bahn kommt Alphornmusik mit Kuhmuhen und Glockengebimmel aus dem Lautsprecher. Ich liebe die Schweiz.

Wir haben eine Schokoladenstunde. Dann geht es weiter.

51k in einer Boeing 777-300ER. Ganz hinten. Die Pilger*innen sind gut verteilt: 30H, 48K, 48J, 48H, 30J, 30K, 12A…. 2895km und 3:25h liegen vor uns. 10058m Reiseflughöhe. Orangensaft. Nickerchen – aber nicht zu fest. Mittagessen mit Nudeln, Brötchen und Salat. Nichts fürs Auge, aber sonst sehr gut. 1381 km bis Tel Aviv. Wir erreichen die Ägäis. Limnos und Lesbos liegen paradisisch im Blau.

14:30 wir landen. Pünktlich. Die Einreisekontrolle geht zügig und problemlos. Draußen warten Yossi und Yamil.

Yossi erzählt mir, dass der Preis für Arak von 20 Schekel auf 90 Schekel gestiegen sei – die Russen (und die Pilgergruppen aus Köln) hätten einfach zu viel getrunken…

(Ich weiß nicht, ob das ein Aprilscherz ist, aber im Bus gibt es erstmal keinen Arak zur Begrüßung.)

Wir fahren nach Norden, mitten durch den Berufsverkehr. Yossi sagt, der Verkehr habe sehr zugenommen und schwupps stehen wir im Stau.

Yossi erklärt in seiner lustigen Art das Land und die Regeln, das Programm für morgen und übermorgen.

Wir erreichen den See Genezareth. Hier ist alles heiliger Boden. Wir machen eine kurze Pause.

Elisabeth geht dann doch mit der ersten Flasche Arak durch den Bus. Die geschickte katholische Regel lautet: Wer auf Reisen ist, braucht in der Fastenzeit nicht zu fasten. Prost!

(Yossi erzählt, dass die Katholiken sehr gerne in der Fastenzeit ins Heilige Land kommen!)

Wir fahren den See entlang. Die Sonne neigt sich. Wir singen das erste Lied: Hevenu Shalom Alechem – wir bringen Frieden für alle.

Die Pilgerreise hat angefangen und ich stehe an Seeufer und sage leise: Shalom Israel.

Ich lese in der Landschaft.

Ägäis

See Genezareth.

Jetzt folgt noch um 19:30 „Ammbrod“.

Morgen geht es los mit:

06:00 Laudes

06:30h Frühstück

07:45h Im Bus. Wer zu spät kommt, muss vor der Gruppe singen.

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Auf nach Israel

Am Montag, den 01.04.2017 geht es mitten in der Nacht los nach Israel. Meine siebte Reise ins Heilige Land und meine fünfte Pilgerreise dorthin.
Für die Mitreisenden zur Vorfreude, für die Daheimbleibenden zur Anteilnahme und auch für alle anderen, gibt es hier schon mal unser Programm:

Tag #1 – Montag, 01.04.2019
Laudes.
Flug von Düsseldorf (DUS) über Zürich (ZRH) nach Tel Aviv (TLV) mit SwissAir.
DUS – ZRH, Flugnummer LX1029, 06:35h – 07:45h.
ZRH – TLV, Flugnummer LX252, 09:45h – 14:35h.
Abendessen und Übernachtung im Kibbuz Ein Gev am See Genezareth.

Tag #2 – Dienstag, 02.04.2019
Laudes.
Bootsfahrt von Ein Gev nach Kapharnaum.
Besichtigungen der Heiligtümer am See.
Berg der Seligpreisungen – Tabgha.
Primatskapelle und Kapharnaum.
Fahrt zum Berg Tabor. Auffahrt zur Verklärungsbasilia – heilige Messe.
Besichtigung der Verklärungsbasillka.
Rückfahrt nach Ein Gev.

Tag #3 – Mittwoch, 03.04.2019
Laudes.
Fahrt nach Haifa und zum Karmelberg.
Panorama und Besichtigung der Stella Maris Kirche.
Anschließend Fahrt nach Kana und Nazareth – heilige Messe.
Rückfahrt nach Ein Gev.

Tag #4 – Donnerstag, 04.04.2019
Laudes.
Fahrt zum Grenzübergang Sheikh Hussein Bridge.
08:00 Uhr Enreise nach Jordanien
Fahrt über Gerasa (Jerash) – Madaba – Monte Nebo – heilige Messe.
Anschließend Weiterfahrt nach Petra.
Abendessen und Übernachtung.

Tag #5 – Freitag, 05.04.2019
Laudes.
Ganztägige Besichtigung in Petra.

Tag #6 – Samstag, 06.04.2019
Laudes.
Fahrt zum Grenzübergang ‚AQABA‘ bei Eilat.
Einreise nach Israel.
Fahrt zu den Salomon Säulen im Timna Nationalpark (Negev) – heilige Messe.
Besuch im Unterwasser-Observation bei Eilat.
Halbpension in Eilat und Übernachtung.

Tag #7 – Sonntag, 07.04.2019
Laudes.
Frühstück und Verladung des Gepäcks.
Fahrt nach Mitzpe Ramon, Geologisches Museum.
Danach Fahrt nach Awdat zur Besichtigung – heilige Messe.
Weiterfahrt nach Betlehem.
Abendessen und Übernachtung im Hotel St. Gabriel.

Tag #8 – Montag, 08.04.2019
Laudes.
Fahrt nach Jerusalem – En Kerem – heilige Messe.
Altstadt Jerusalem mit Via Dolorosa (Kreuzweg).
Halbpension und Übernachtung im Hotel St. Gabriel in Bethlehem.

Tag #9 – Dienstag, 09.04.2019
Laudes.
Fahrt zum Ölberg – Besichtigung der Heiligtümer (Paternosterkirche, Dominus flevit, Getsemani, Mariengrab, Kirche aller Nationen) – heilige Messe.
Fahrt zum Berg Zion.
Besichtigung der Heiligtümer (Dormitio-Abtei, Davidsgrab, Abendmahlssaal).
Halbpension und Übernachtung im Hotel St. Gabriel in Bethlehem.

Tag #10 – Mittwoch, 10.04.2019
Laudes.
Besuch des Hirtenfeldes – heilige Messe.
Besichtigung der Heiligtümer in Bethlehem.
Halbpension und Übernachtung im Hotel St. Gabriel in Bethlehem.

Tag #11 – Donnerstag, 11.04.2019
Laudes.
Wenn möglich, heilige Messe im heiligen Grab.
Anschließend Frühstück und Verladen des Gepäcks.
Fahrt zum Flughafen Ben Gurion.
Heimflug mit SwissAir von TelAviv (TLV) nach Düsseldorf (DUS) über Zürich (ZRH).
TLV – ZRH, Flugnummer LX253, 16:05h – 19:15h.
ZRH – DUS, Flugnummer LX1028, 20:55h – 22:10h.

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Teneriffa schwarz-weiß

Bei Instagram wurde ich zu einer black-and-white-Challange herausgefordert. Mir hat es Spaß gemacht, jeden Tag auch auf Motive zu achten, die in schwarz-weiß was her machen. Natürlich habe ich mehr Bilder gemacht, als die sieben, die ich für Instagram brauchte.
Für mich habe ich die Bilder zu einer Diaschau zusammengestellt:

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Sonntag, 20.012019 – Teneriffa #15

Wir fahren zum Flughafen. Die Autobahn ist leer. Ich checke ein, M* gibt derweil das Auto zurück. Alles sehr entspannt. Wir verabschieden uns herzzerreißend. Wir sehen uns ja jetzt ganz lange nicht…

Die Boeing 737-800 ist nicht voll und so habe ich Glück, der Sitz 4E bleibt frei. So habe ich etwas Platz.

Wir stehen auf der Startbahn rum. Der Kapitän sagt, es liegt an Spanien.

Wir starten nach Westen.

Ich kann beim Start den Teide sehen. Extra für mich hat er im Norden ein kleines Mützchen aus Schnee aufgesetzt. Wir umrunden einmal die Insel und drehen dann nach Norden. Auf Wiedersehen Tenerife!!

Ich habe einen Imbiss mit Kaffee gebucht. Das klappt. Grandios.

Am Fenster wechselt: Blau, Weiß, Blau. Wir erreichen das Festland bei Lissabon. Portugal und Spanien haben Sonne. Kastilien hat Schnee. Es ist schön mit mehr als 800km/h über die Erde zu fliegen. Ich lese in der Landschaft. Das tat schon mein Großvater gerne. Zwischen Gijón und Bilbao fliegen wir raus auf die Biskaya. Südlich von Nantes erreichen wir wieder Festland. Frankreich liegt unter Wolken. Auch die Stadt der Liebe ist zugedeckt. In Luxemburg liegt Schnee auf den Höhen, Windräder drehen sich in der Abendsonne und der volle Mond leuchtet an Steuerbord voraus.

Ein leuchtendes Abendrot begrüßt uns über Köln. Wir fliegen am Stadion des Effzeh vorbei, queren den Rhein mit Blick auf den // und landen sanft in CGN.

Ich werde lieb abgeholt und nach Hause gebracht. Vielen Dank.

E* öffnet die Tür. Ich bin zu Hause.

Den Moonriser nehmen E* und ich im Nuraxi.

Mer freue sich.

Der Teide dominiert Teneriffa.

Schnee über Luxemburg.

Der Dom zu Köln am Rhein.

Tagesvideo:

https://youtu.be/ByDDdCDowF8

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Samstag, 19.012019 – Teneriffa #14

Samstag ist Markttag. Wir fahren also zur Markthalle nach Tacoronte. Wieder gibt es das bunte Treiben. Es gibt heute Riesenkarotten zu sehen. Teile, wie Mädchenarme. Wow.

Ansonsten: Gemüse, Gemüse, Obst, Gemüse. Ein Veggie-Fest.

Ich kaufe 10 Mandelkekse.

Da das Wetter hier in der Gegend super ist, laufen wir noch ein Stück Küstenweg. Diesmal an der Costa El Sauzal. Eine enge Single Track Road windet sich zum Meer. Kein Gegenverkehr, alles gut.

Das Meer ist Avocado-türkis blau. Was das Licht alles ausmacht. Und in der Sonne sind Atlantik, Gischt und Wellen noch einmal so schön.

Wir gehen erst nach Westen. Da klebt hoch über uns das Skelett von La Matanza am Felsen. Zwei riesige Rohbauten, jetzt Bausünden. Was für spektakuläre Aussichten hätten Wohnungen hier gehabt! Es scheint sich seit Januar 2018 nichts getan zu haben. Keine Veränderung.

Dann wandern wir nach Osten, bis man Mesa del Mar sehen kann. Schade, dass es keinen Küstenweg bis dahin gibt!

Überall kocht die Brandung. Wellen rauschen durch die Felsen, in Naturbecken wimmeln kleine Fische und an die steilen Wände ducken sich schwarze und rote Klippenkrabben.

Ein kleiner Greifvogel fliegt umher und rüttelt ab und zu. Wunnerschie!

Die Wege hier unten sind Eins A ausgebaut, gut zu laufen und kaum vom Meer angefressen. Der Planungsingenieur hier verstand – anders als in Mesa del Mar – sein Geschäft. Lob!

Hause fahn Österreich gehen. Ab zum Prinzenhaus.

Der Sonnenuntergang spendiert eine Ziegenherde auf der brach liegenden Plantage nebenan, einen Sundowner und ein Abschiedsdinner.

Morgen fliege ich nach Hause, E* kommt dann geflogen und verbringt hier weiter Zeit mit M*. Das Prinzenhaus wird dann ein Königinnenhaus!

Es war ein wunderschöner Urlaub! Dankeschön M*.

Mer freue sich!

Riesenkarotten.

Das Skelett von La Matanza.

Costa El Sauzal.

Costa El Sauzal.

Tagesvideo:

https://youtu.be/Kjw_iy4dCYo

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Freitag, 18.012019 – Teneriffa #13

M* wird wach. Schwerer Regen klatscht an das Fenster. Sind die schönen Tage (in Aranjuez) nun zu Ende? Wir wissen es nicht.

Der Regen bringt eine große Papaya. Sie liegt auf dem Terrassentisch bei dem übrigen Obst, was nachreifen möchte. War das der Regen? War das Domingo oder Don Alfonso? Der Kardinal? Wir wissen es nicht. Aber vielen Dank!!

Zum Frühstück ist es nass. Überall! Wir frühstücken im Prinzenhaus.

Wenn das Wetter nicht passt, fahr‘ woanders hin. Auf dem Teide liegt Schnee. Wow. Dahin geht es also nicht. Wir fahren nach Osten, da scheint es zu gehen. Blaue Stellen am Himmel, groß genug für eine Hose.

Wir kurven nach El Pris runter. Ein Örtchen am Ufer. Felsen und Meer.

Die Uferstraße wird repariert. Da hat das Meer dran genagt. Die rote Flagge weht. Das ist gut. Das heisst: Wellen. Ich mag große Wellen.

Wir spazieren den Uferweg nach Mesa del Mar. Am Weg fehlen Teile, er ist stellenweise unterspült, aber nicht gesperrt. Das Meer hat dran genagt. Wir klettern drüber.

Das Meerwasserschwimmbecken in Mesa del Mar zeigt ein paar schöne Wellen-Choreos. Auch die Choreos mit den Felsen sind super. Zu dem Wetter aus Sonne und Wolken, sieht das ganz prachtvoll aus. Wir unterqueren das Hochhaus, was auf einem Felsen ins Meer gebaut ist. Es sieht noch sehr heftig angebissen aus. Ein Sturm vor zwei Monaten hatte bis in den dritten Stock gewütet. (https://youtu.be/zs1riXghgcc). Wenn man das bei ruhigem Wetter sieht, kann einem noch nachträglich Angst und Bange werden. Was müssen das für Wellen gewesen sein? Mit dem Meer ist nicht zu spaßen. Verbogener Stahl, weggefetzte Balkone, Löcher in den Mauern. Heftig angeknabbert. Sehr heftig.

Wir gehen noch den Strand lang. Bei ruhigem Meer ist es hier sicher sehr schön zu baden.

Der Uferweg am Ende liegt unter einer senkrechten Felswand. Steinschlaggefahr. Es liegen auch überall kleine und größere Brocken.

Wir kehren um. Das Meer leuchtet in der Sonne. Gischt zieht die Hänge im Gegenlicht hoch. Und es sieht aus, als sei weiter westlich der Regen zu Ende.

Wir halten noch am Hiper Dino und kaufen Kaffee und Brot.

Ich verweile beim Sonnenuntergang, während M* das Dinner bereitet. Der Tag klingt mit der ISS aus, die das Prinzenhaus überfliegt, aber wegen einer Wolke fast nicht zu sehen ist.

Mer freue sich. Ein schöner Urlaub.

Vorne: El Pris. Hinten: Mesa del Mar.

Der Weg ist angeknabbert.

Welle am Schwimmbecken.

Heftig angeknabbertes Hochhaus.

Das Prinzenhaus in der Nacht. Die ISS hinter der Wolke.

Tagesvideo:

https://youtu.be/p4h4EPSkeS4

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Donnerstag, 17.012019 – Teneriffa #12

Wie soll das mit dem Frühstück was werden, wenn die Prinzenterrasse nass ist? Es hat zum Teil heftig geregnet heute nacht. Etwa kein Frühstück draußen?
Doch doch!

Wir ziehen um auf den Prinzenbalkon. Da ist schon trocken und die Stühle haben nix abbekommen.
Es ist wolkig – kennen wir gar nicht mehr. Kein Sisi-Wetter.
Die Planungskommission schlägt zwei Ziele vor. Hoch aufs Dach: zum Teide oder auf die andere Seite der Insel nach Güímar zur vulkanischen Küstenwanderung.
Wir routinieren die Single Track Road hoch. Null Problemo heute.
Mama Teide verhüllt sich unter einem Wolkenmützchen. Das wird nichts. Also Güímar.
Wir fahren auf der Inselautobahn ein schönes Hufeisen und parken in Puertito de Güímar. Auch hier gibt es keine Touristeninformation. Mist.

Wir gehen einen Rundweg im Nationalpark Malpaís de Güímar. Wunderschön! Die Sonne scheint, die Wolken stehen über Santa Cruz, sie zeigen ab und zu Abschnitte eines Regenbogens. Sehr schön. Am Horizont zeigen sich die blauen Berge von Gran Canaria. Grandios.
Wir gehen über ein Lavafeld aus Geröll und scharfen Steinen. Man muss hinschauen, wohin man den Fuß setzt. Ein kräftiger Wind bläst. (Das ist der Preis für die ständige Sonne hier im Osten von Teneriffa.)
Am Ufer sind natürliche Salzpfannen. Die Gischt bringt genug Wasser auf die Felsen, Wind und Sonne trocknen aus, Salz bleibt zurück.

An einer Stelle faucht ein wildes Ungeheuer, es bläst Dampf, Schaum und Wasser in die Luft. Ich schaue es mir aus der Nähe an. Es röchelt sogar dabei. Die Brandung drückt Wasser in eine Höhle, die sich dann nach oben öffnet. Das ist dann der Schlund des Ungeheuers. Ich staune eine Weile.

Die Pflanzen hier sind voll angepasst. Offenbar hat der Wind den Haupteinfluss. Wo Wind ist, ducken sich kleine Pflanzen in Mulden. An windgeschützten Orten, wachsen auch Sträucher. Und alles sieht aus, als könnte es auch auf dem Mond sein.
Die Regenbögen, die Wolken und die Dunkelheit nähern sich mächtig von Santa Cruz. Der Wind pfeift. Wir biegen rechtzeitig ab, aber wir sind nicht schnell genug. Ein paar Schauer ereilen uns. M* bekommt meinen Hut, ihre Jacke hat keine Kapuze.
Wir erreichen wieder Puertito de Güímar. Der Wind hat uns trocken gepustet.

Hause fahn, Österreich gehen, wie es in meiner Familie heißt. Auf zum Prinzenhaus.
Vorher noch ein Stop zur Vorratsergänzung.

Im Prinzenhaus ist es dunkel und es regnet. Sundowner geht nicht mehr. Sun ist schon down. (Für den Satz hätte mich mein Englischlehrer beidhändig erwürgt.) Für Bier draußen ist es auch zu kalt. Aber ich will auch die Fans des Tagesvideos nicht enttäuschen. Was also tun?
Natürlich: M* findet eine Lösung! Es ist, denke ich, ein Moonriser 🙂

Mer freue sich!


Nationalpark Malpaís de Güímar.


Küste mit Sonne und Wind.


Das Ungeheuer bläst.


Geduckte Pflanzen in der Lava.

Tagesvideo:
https://youtu.be/ubxLtYEJuFc

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Mittwoch, 16.012019 – Teneriffa #11

Es gibt Dinge, die muss ein Mann alleine erledigen. Im Erfolgsfalle fällt dann der ganze Ruhm auf ihn alleine, im Falle des Scheiterns muss er nicht lange nach Schuldigen suchen. Die Lage ist dann klar.

Ein solches Ding ist meine Aufgabe heute: Klärung der Kleinen Prinzenanfrage. Ich will nach Puerto Cruz, eine Touristeninformation finden. M* würde mich gerne begleiten, aber das muss ich alleine erledigen. M* muss da jetzt ganz stark sein.

Bevor ich aufbrechen kann, muss ich noch schnell in der Prinzenplantage nach dem Rechten sehen. Die Blumen sind gut drauf, die Bananen wachsen, das Tor gleitet weiter sanft, ich muss nur einen Arm voll Granadilla (Maracuja) einsammeln, die vom Gebüsch gefallen sind. Also alles Paletti.

Auf geht’s. Ich durchquere den Barranco, wo ein paar Echsen lauern, die sich aber mit Bananenstücken ablenken lassen.

In Puerto durchsuche ich das ganze Viertel, was wohl überwiegend von Grauhaarigen und Gefärbthaarigen belebt ist. Klamottenläden, Bars, Restaurants, Pizzerias, Immobilienhändler, sogar eine Tiroler Stube mit Apfelstrudel auf der Tafel, sogar Nagelstudios und Rundreiseanbieter, aber keine Touristeninformation. Nixi.

Frustriert kaufe ich Avocado (por hoy), Wein und Brot. Beim Bier schaue ich mir das Angebot für Papa Grauhaar an. Der Papa trinkt offenbar am liebsten das, was er von zu Hause kennt. Vielleicht kauft auch Gefärbthaarige ihrem Grauhaar das, was sie immer kauft? Na sowas. Ich trinke lieber das, was Don Alfonso oder der Kardinal nehmen würden.

Auf dem Rückweg hat keine Touristeninformation neu aufgemacht. Schade. War erstmal nixi zu machen.

Ich kämpfe mich durch Bananen, Barranco und die Prinzenplantage zurück.

Etwas frustriert zwinge ich mich zu einem Dorada als Sundowner. Es gab Proteste, als er im Tagesvideo nur angedeutet war. Nochmal: Na sowas. M* tröstet mich.

Trotz der (bisher) ungelösten Kleinen Prinzenanfrage, war es wieder ein schöner Tag. Natur, Wärme, Sonne, Trost. Kerzen und Dinner runden das Vergnügen ab.

Mer freue sich.

Maracujaernte.

Bananen.

Der Mond über Puerto de la Cruz.

Tagesvideo:

https://youtu.be/YdcNBPMWYas

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Dienstag, 15.012019 – Teneriffa #10

Nach den Leistungsmärschen der vergangenen zwei Tage, soll es heute etwas ruhiger sein.

Der Kardinal und sein Sohn sind aber vorher dran. Don Alfonso kommt mit seinem Kleinbus die Auffahrt hoch. Begrüßung, Winken, Sicherungskasten. Auf Geschenke wird diesmal verzichtet, wir kennen uns ja schon ganz lange. Wir hoffen, dass das PPT (Prinzenplantagentor) nun diesmal ein gelungenes Gesamtkunstwerk wird. M* will beim Tordienst nicht immer ihren zarten Körper so anstrengen müssen! (Ich nehme es vorweg, Don Alfonso enttäuscht uns nicht. Abends öffnet und schließt das Tor sanft, wie ein Babymäulchen.)

Wir fahren nach Icod de los Vinos. Das ist ein hübsches Städtchen und da gibt es DEN Drachenbaum. Die Superlativen und Legenden dazu lasse ich heute mal weg.

Wir bummeln durch die Stadt, schauen einen schönen alten Franziskaner-Konvent an, M* ergänzt ihre Blumenbildersammlung und wir kehren im Tierra de Campos ein. Ich muss mal den gegrillten Käse: Queso Asado probieren. M* nimmt Seehecht. Alles gut und lecker.

Frisch gestärkt nehmen wir den Weg zum äußersten Nordwesten der Insel. Am wilden Kap Punta de Teno, wartet der Faro und eine kleine Bucht mit Blick auf die gigantischen Felsen von Acantilados de los Gigantes.

Verbotsschilder warnen vor Steinschlag, Felsbrocken und Hangrutschungen. Beim ersten Besuch hat uns das nachdenklich gemacht, heute wissen wir: Das sind für uns „Empfehlungen“ und Beulen gehen auf eigenes Risiko. Wir fahren die für Autowerbung und Freiheit bestens geeignete Straße zum Leuchtturm. Riesige Stahlnetze hängen über der Straße. Kleinere Felsen liegen an der Seite. Zwei finstere Tunnel führen geheimnisvoll in den Berg, aber auch wieder hinaus.

M* springt ins kalte Wasser, ich will der Klimaerwärmung lieber nicht helfen und sehe davon ab, mit meinem Körper den Atlantik zu heizen. Ich halte mal stattdessen ein paar Eindrücke auf Silizium fest. Da schon wieder Sisi-Wetter ist, sind das ganz neue Eindrücke. Bisher war es hier immer wolkig.

Die Felsen der Steilküste sind schon gigantisch! Da drunter möchte man nicht stehen, wenn was von oben kommt.

Als wir genug gebräunt sind und genug Bilder im Kasten sind, geht es zurück.

In Los Silos stehen zwei Mädchen an der Straße und wollen mit. Zwei Französinnen. Sie wollen zum Strand von Puerto de la Cruz, um dort zu übernachten. Staun. Eine der beiden spricht gutes Englisch und M* und sie schnattern gleich fröhlich. Der Hammer ist, dass die beiden nicht wissen, wo Köln in Deutschland liegt. Ich wende sofort und setze sie am Teno aus! Hallo??

Mache ich natürlich nicht, wir setzen sie in Puerto aus. Zu Fuß sind es 15 Minuten zum Strand (mit dem Auto 30).

M* haucht das Tor zur Prinzenplantage auf. Grandios!

Sundowner und das Dinner im Prinzenhaus runden den Tag ab. Noch einmal heben wir die Gläser auf Princesa Amelie.

Mer freue sich.

Schöner Innenhof des ehemaligen Konvents.

Icod de los Vinos.

Queso Asado.

Faro Punta de Teno.

Los Gigantes.

Tagesvideo:

https://youtu.be/7_L-ge9K5uQ

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