Fr 10.01.2020 Rauszeit #9

Da die Gesundheit schon fast wieder hergestellt ist, soll es dann eben heute zur Bauruine ‚Skelett von La Matanza‘ gehen, aber eigentlich zu dem Küstenweg darunter.

Die Planungskommission braucht garnicht zu tagen und nach dem Frühstück geht es auch gleich los.

Die Wolken sind dicht, die Sonne ist verschwunden und noch während der Fahrt, beginnt ein leichter Regen und wirft die Pläne um. Wir bleiben auf der TF5 und fahren weiter, bis El Sauzal. Dort besuchen wir die Casa del Vino und die Casa de la Miel. Wein- und Honigmuseum. Gleich nebeneinander. Wir schauen uns um, lernen ein paar neue Dinge und nehmen noch zwei Cortado.

Da der Regen nun woanders fällt, geht es zum Parque Los Lavaderos. Das ist der alte Waschplatz der Gemeinde El Sauzal und nun ein Park, eher ein hängender Garten mit grandiosem Blick auf die Insel, die Küste und das Meer. Der Park ist leer und so haben wir die alten Wasserstellen, Pflanzen, Blumen und Ausblicke für uns.

Als wir nach vielen Treppen unten sind, biete ich M* an, sie hier am unteren Eingang mit dem Auto abzuholen. Ein 100 Watt-Lächeln ist die Antwort.

Ich steige also hoch zum Auto, orientiere mich und fahre dann eine Straße runter, die mitunter so steil ist, dass sie bei Schnee eher eine schwarze Piste wäre. Ich wende in einer Einfahrt, M* steigt zu und ich denke kurz darüber nach, wie man hier wohl den Müll entsorgt, denn ein Müllauto kommt hier zwar runter, aber nie mehr wieder hoch!

Müllautos sind jetzt egal, wir müssen bei nasser Straße auf schwarzer Piste da wieder hoch und das mit Frontantrieb.

Nun ja, ich gebe Gas, lasse die Kupplung kommen. Die Räder vorne drehen kurz durch, greifen aber wieder, als ich Gas zurück nehme. Jetzt keinen Fehler und bitte kein Gegenverkehr, auch bitte keine Fußgänger oder Radfahrer! Schwitz.

Nochmal drehen die Räder vorne kurz durch, aber wir kommen ohne Panne und Blessuren wieder oben an. Puh!

Jetzt geht es das kurze Stück nach La Matanza und die Calle de Rojas hinunter, bis zum Parkplatz unten am Meer.

Das Skelett von La Matanza, was man praktisch nur von hier sieht, steht noch immer in seiner schauerlichen Furchtbarkeit. Nichts passiert, seit letztem Jahr.

Wir spazieren den schönen Weg der ‚Costa El Sauzal‘ und schauen auf das wilde Meer, die zum Teil hohe Brandung und die schwarzen Felsen.

Falken jagen hier und pfeilschnelle Tauben rasen durch die Luft.

Bei mehr Kraft blieben wir länger, aber Überanstrengung ist nicht schlau und die Wellen sind ja morgen auch noch da.

Wir fahren zurück zum Schloss Paraíso, nicht ohne Halt bei einer Apotheke und beim Supermercados Tu Alteza.

Im Paraíso gibt es Kaffee und Pause.

Die Halbschattenfinsternis des Mondes findet hier hinter Wolken statt, auch Sternbilder und Supernovä haben heute frei vor neugierigen Blicken.

M* macht scharfe Nudeln. Die fulminante Schärfe kommt durch rote Mojo, eine hiesige Spezialsoße, die mich doch nach Luft und meinem Glas schnappen lässt.

Ein sehr schöner Tag heute! Wir sind dankbar!

Mehr zu El Esqueleto:

https://mitenerifeblog.wordpress.com/2016/04/18/das-skelett-ii/

Cortado im Museum.

Blick vom Park auf die Landzunge ‚das Krokodil‘

Das Skelett von La Matanza.

Costa El Sauzal

Tagesvideo:

https://youtu.be/2D_GD8F2kpQ

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Do 09.01.2020 Rauszeit #8

Der Genesungszustand bessert sich, aber janz höösch. Beim Frühstück am Grillplatz, schlägt M* der erstmals tagenden Planungskommission das Skelett von La Matanza als Ziel vor. Angenommen. Als der Navigator einwändet, dass die Fahrt 38 Minuten dauert, stimmt die Planungskommission für Los Silos. Das dauert nur 20 Minuten.
Okay. Möge die Kraft mit uns sein.
Wir fahren nach Los Silos und da zum Playa Charco de la Araña. Ein paar Schritte weiter am Charco los Chochos, ist das Skelett eines Seiwal aufgebaut. Als Nachfahrin eines Grönlandkommandanten und Walfängers, ist diesem Denkmal natürlich die besondere Aufmerksamkeit von M* sicher. Ich tippe, wir werden den Wal im WhatsApp-Status sehen.
Wir machen uns dann auf zum Faro de Buenavista del Norte. Es geht sonnig an der Küste lang. Weiße Gischt und hellblaue Wellen fallen über die schwarzen Küstenfelsen her.
Eine ‚Spezialistin‘ peilt nicht, dass nasse Felsen bedeuten, hier kommt der Atlantik ab und zu vorbei. Und schwupps steht sie bis zu den Knien im Wasser. Zum Glück bleibt sie auf den Beinen. Hier unvermutet im Wasser zu landen, ist kein Vergnügen! Leute gibt’s! M* und F* schütteln den Kopf.

Wir gehen noch so weit, bis die Hälfte der schon wieder vorhandenen Energie verbraucht ist.
Hier steht ein Seidenreiher (Egretta garzetta) im Wasser. Gareta común heißt er hier. Wir kennen diese Burschen schon. Sie haben hier auf Teneriffa grüne Füße. Der Kerl lässt mich nicht nah genug ran, um ein gutes Bild zu bekommen, er fliegt lieber weg.

Auf dem Rückweg steht etwas entfernt, aber bestimmt an der schönsten Stelle ein bulliges Spezialwohnmobil mit allem Zip und Zap und sogar einem Moped hinten drauf. Oder? Ein starker Mann und eine Prinzessin sitzen gut gelaunt davor und trinken wohl Spezial-Thermostassen-Kaffee. Schade, dass ich zurück muss. M* hat schon gut Vorsprung. Auf ein Schwätzchen, wäre ich gern geblieben.
Ich eile M* nach. Als ich mich nochmal umdrehe, ist der Bullemann schon verschwunden.

Wir wollen noch Brot kaufen. Da nach Super- und HiperDino wohl keine Steigerung möglich ist – oder geht BigBangDino? – geht es heute zum Mercadona in Icod de los Vinos. Brot, Bier. Fertig.

Ab zum Schloss Paraíso. Es gibt Kaffee – wenn ich nur wüsste, wie Spezial-Thermostassen-Kaffee zubereitet wird??

Das Abendlicht ist heute etwas rosa. Nein, kein Trick, es ist hier und da richtig rosa. Super.
Nach Abendessen und Spülen gibt die Astronomie nicht viel her. Keine Supernova, viele Wolken und fast Vollmond.
Es ist schön, dass kleine Wanderungen wieder gehen. Eine schöne Rauszeit war das heute!

Los Silos.

Die Küste nach Süden.

Der kunstvolle Rest eines Seiwals.

Gischt, Felsen und der Atlantik.

Tagesvideo:
https://youtu.be/cUJmEBLZcmM

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Mi 08.01.2020 Rauszeit #7

Gesund ist weiter anders. Dafür scheint aber die Sonne, auch wenn sie ein paar Wolken hat.

Nach Frühstück, Ruhe, Tee, Wärmflasche und Vorlesen, soll es zur Kreislaufanregung heute nach San Marcos gehen. Das ist ein Fjord und eine Bucht weiter nach Westen. Das ginge auch zu Fuß, wenn es denn einen Weg gäbe.

Wir fahren also Kamikazestraße, rechts und wieder runter zum Meer.

San Marcos ist nicht schön. Dafür hat aber eine kleine Kapelle offen und lädt ein. Die Promenade hat Baustelle und ein paar Restaurants und Bars haben offen. Und es gibt ein bisschen schwarzen Sandstrand. Müde Wellen tun ihre Pflicht und machen den Sand glatt. Steine glänzen im Abendlicht.

Wir sitzen und schauen ein bisschen und mögen das Salz in der Luft und das Rauschen der Brandung.

Wir schauen noch kurz die Boote am Hafen an, der kein Hafen, sondern mehr ein Bootsparkplatz auf dem Trockenen ist.

Die Rückfahrt geht über Icod und La Mancha. Da gibt es einen HiperDino, der natürlich viel größer ist, als der SuperDino.

Wir kaufen Papiertaschentücher und ein wenig Lebensmittel und fahren zurück zum Schloss Paraíso.

M* macht Abendessen. Ich spüle dann. Und als es dunkel ist, schaue ich nach Mond und Sternen. Der Polarstern liegt fast auf dem Horizont, Richtung Island. Sehr cool. Ich fotografiere heute in seine Richtung, da stört das blendende Mondlicht nicht so.

M* ruft. In der Küche tummelt sich ein großer Gecko. Aber da das Smartphone beim Polarstern im Einsatz ist, gibt es keine Bewegtbilder.

Der Gecko läuft mühelos die glatte Spüle hoch, über die Kacheln und auch der Putz der Wand bereitet dem Tierchen keinerlei Mühe. Flink tanzt er hinter den Schrank. Schon toll, was die Natur für Technik entwickelt hat, die es dem Gecko ermöglicht, sich an glatten Kacheln festzuhalten!

Zur Feier der fortschreitenden Genesung, erlaube ich mir später ein Bier auf der Liege unter dem Himmelsgewölbe.

Richtung Polarstern kann ich eine kleine Sternschnuppe fangen. Und nein das Licht der Supernova von Beteigeuze hat uns noch nicht erreicht.

UND jemand hat die Ameisen gewarnt. Sie sind verschwunden. Backpulver oder Essig oder zur Not Fulminante müssen warten. Soweit so gut.

San Marcos

San Marcos

Abendlicht auf der Terrasse Paraíso

Kleine Sternschnuppe unterhalb von Kassiopeia.

https://youtu.be/NWDzDyW8qqc

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Di 07.01.2020 Rauszeit #6

Gesund ist anders. Es röchelt und schnieft, aber wir lassen uns nicht von ein paar Viren unterkriegen! Mein Norton-Antivir (Tipp von J*) ist heute Aspirin+C von einer Chemiefirma im Norden Kölns. Das ist besser als das Zeug von ‚gute Preise, gute Besserung‘, denn bei Aspirin ’schiebt Dein Daddy mit‘, wie M* sagt. Und ich meine, das stimmt. Mir geht es gleich besser. Danke Daddy! Zum Frühstück gibt es wieder (und wieder) den einzigartigen
Queso Canario Ahumado. Den geräucherten weißen Käse. Er schmeckt am Grillplatz in der Sonne einfach köstlich.
Nach dem Frühstück gibt es ruhige, lange Ruhe und später dann Tee. Da es etwas Wind hat, wieder am Grillplatz.
Die tapfere M* sammelt nun all ihre Kräfte und wir fahren hoch zum SuperDino, einem Supermärktchen. Es gibt keine Hühnerbrühe, wie bei uns, so mit echtem Hühnerfleisch drin. Nur so ein Tetrapack mit ohne Fleisch und suspekter, trüber Flüssigkeit. M* kauft es. Hauptsache, es hilft gegen die Erkältung.
Ich suche etwas gegen Ameisen. Im Bad waren zwei und am Bett eine (kurzfristige) Straßenbaumaßnahme. Das kann so nicht bleiben.
Ich finde Insecticida Fulminante. Wow! Das gefällt mir. Schwarze Flasche gelb-schrill-grüne Schrift. Nie wieder wird eine Ameise die Kanaren betreten. Und gleich daneben, stehen die alten Insektentöter meiner Kindheit. Alle Kinder liegen gemütlich im Zelt, schlafbereit und Daddy kommt rein und sprüht einmal damit durch alle Abteilungen. Gute Nacht. Ich kann das Zeug heute noch am Geruch erkennen! Und die riesigen fiesen Stechmonster auf den Dosen, ein Sprüh und es hat sich. Tot. Ganz tot. Perfekt! Meinem Daddy zu Liebe würde ich ja was kaufen, geht natürlich nicht. Und niedliche kleine Ameisen, die sicher nur unser Bestes wollen, werden auch nicht mit DinoGift grausam gemeuchelt!
Wir entscheiden uns für Backpulver. Davon verderben sich die kleinen süßen Ameisen den Magen und gehen zukünftig woanders lang. (Wenn aber nicht, weiß ich ja jetzt wo Daddy mir das Fulminante hingelegt hat!) Wir rollen heim.
M* macht heilende Zaubersuppe aus Hühnersaft und lokalem Gemüse. Wenn wir morgen nicht gesund sind, lag es nicht am Essen!
Ich schaue noch nach Beteigeuze, aber diese Sonne leuchtet still rötlich. Kräftig vom Mond überstrahlt. Sie ist noch nicht explodiert.
Und im Westen geht Venus unter. Ein Meteor der Quadrantiden begleitet sie. Schon schön!

Queso Ahumado.

Fulminante!

Venus, Antenne, Meteor der Quadrantiden.

Tagesvideo:
https://youtu.be/5UQbZU1U3lE

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Mo 06.01.2020 Rauszeit #5

M* ist jetzt auch angeschlagen und das Gras hat auch nichts genützt. Keine Extrageschenke der Heiligen Drei Könige wurden abgeben.

So erfreuen wir uns halt am Urlaub, am guten Wetter, aneinander und am leckeren Frühstück. Danach ist Ruhezeit. Das klappt bei der Ruhe hier vorzüglich.

Ich beobachte einen Gecko der hinter dem Spiegel wohnt und offenbar auf der Jagd nach Fliegen ist. Er lässt sich nicht ablichten und verschwindet einfach so in der Holzdecke.

Um dann doch ein bisschen den Kreislauf hoch zu bringen, fahren wir 15 Minuten nach Villa y Puerto de Garachico. Hier ist wenig los. Ein paar Väter führen mit den kleinen Söhnen die Geschenke aus. Auf dem großen Platz gibt es noch Spuren des Cabalgata de Reyes, die Könige sehen wir nicht, sie sind wahrscheinlich schon wieder abgereist.

Die Kirche, das Haus Gottes! hat zu. Das ist ganz falsch! Diese Kirche hatte noch nie auf, wenn wir kamen. Mist!

Nach einem kleinen Rundgang, kaufen wir noch ein Brot und fahren zurück ins Schloss Paraíso.

Das Abendessen beendet den ruhigen Tag.

Morgenlicht.

Garachico

Abendlicht.

Tagesvideo:
https://youtu.be/7pHVlHVSeZc

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So 05.01.2020 Rauszeit #4

Die Erkältung fordert unbarmherzig ihr Recht und wir müssen somit heute leider alle Aktivitäten ausser Haus absagen. Das ist schade, wollten wir doch zur Cabalgata de Reyes – dem Umzug der Könige nach Icod de los Vinos.

Am Vorabend von Epiphanias, legen hier Kinder Gras auf die Fensterbank, damit die Kamele der Könige anhalten und dabei ein paar Geschenke rausspringen. Der 5. Januar ist hier also sowas, wie der Heilige Abend bei uns. Und mir gefällt, dass die Könige die Geschenke bringen, das ist doch schon in der Heiligen Schrift so. (Woher soll denn eigentliche auch ein frisch geschlüpftes Christkind Geschenke haben?)

Morgen ist hier also Feiertag, der drei Könige wegen, wo doch die Stadt, wo die Reliquien der drei Könige in einem prachtvollen Dom verehrt werden nicht frei hat… Fühlt sich nicht richtig an! Also weißte!

Hier im Schloss Paraíso ist nix mit Geschenken (ich hatte für Förderung des lokalen Brauchtums plädiert und Gras auf M* gelegt, aber auf 2x Geschenke hat sich M* nicht eingelassen), dafür gibt es Frühstück am Grillplatz mit Gärtner, der Blumen wässert und Tee und viel Ruhe, ein paar Wolken und Sonne. Ist doch auch schön!

Am Abend besichtigen wir noch kurz den königlichen Garten, ernten ein paar Papaya Paraíso für morgen, dann senkt sich schon die Dunkelheit auf Rauszeit #4.

Trommel klingen noch durch die Nacht. Das dürften die Reyes sein. Na, vielleicht klappt es beim nächsten mal.


Morgenlicht.


Königliches Kartoffelfeld Paraíso.


Abendlicht.

https://youtu.be/Wegyl1E-NVM

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Sa 04.01.2020 Rauszeit #3

Schon wieder ist Kaiserwetter und wir nehmen das Frühstück am Grillplatz Paraíso ein. Heute etwas früher als gestern. Dann brechen wir auf zum Mercadillo Del Agricultor in La Guancha. Wir haben es nicht weit und müssen nur die Kamikazestraße hoch, links, durch Santo Domingo und sind da. Es gibt sogar ausreichend Parkplätze. Der Wochenmarkt ist so, wie erhofft. Bunt, quirlig und voller netter Frauen und Männer, die wunderbares Obst und Gemüse an Einheimische und Touries verkaufen wollen. Wir stürzen uns ins Getümmel, kaufen Käse, Kuchen, Sternfrüchte, Paprika, rote Beete, Peperoni und Brot. Wir werden gebeten mehrere Liköre aus einheimischen Pflanzen zu probieren. Gelb, dann rot, dann nochwas. Gelb ist fruchtig und nicht so klebrig süß. Okay, eine Flasche. Campo Canario – Licor de Parachita. 500ml, 16% vol steht drauf. Das dürfte also Maracujasprit sein.
Als ich genug zu tragen habe und wir alle Stände zweimal besucht haben, geht es zum Auto und wir verstauen unsere Schätze.
Wir fahren dann nach Las Aguas und starten die dasmachenwirimmerso Küstenwanderung. Da wir beide erkältungsmäßig etwas angeschlagen sind, wollen wir es nicht übertreiben.

Der Atlantik schäumt an die Felsen und Rote Felsenkrabben (Grapsus adscensionis) sitzen überall und nehmen offenbar ein Sonnenbad oder fressen ein leckeres Mittagessen.
Die Sonne lacht und wir lassen Las Aguas hinter uns. Hinter der nächsten Bucht klettern wir zum Strand runter und schauen mal nach den Krabben. Das ist nicht so leicht, denn sie können sehr gut sehen und bewegt man sich, sind sie husch husch verschwunden. Es ist also Geduld gefragt. M* hat das Fernglas mit. Da schaut sie den Viechern beim Fressen zu und braucht nicht so viel Geduld, während ich mich anschleichen muss, um sie abzulichten.
Als wir genug haben, geht es zurück. Noch ein Stop am Supermarkt und ab zur Casa Paraíso.
Wir testen den sehr leckeren Kuchen mit Kaffee und ich bereite mich dann auf die Supernova von Beteigeuze vor, deren Licht aber heute noch nicht bei uns eintreffen will… Beteigeuze ist so 640 Lichtjahre weg. Kann also gut sein, dass diese Sonne längst Geschichte ist – nur die Kunde hat uns halt noch nicht erreicht.
M* macht Abendessen, ich spüle dann und Rauszeit #3 geht zu Ende. Ich habe keine Supernova eingefangen, dafür aber zwei kleine Sternschnuppen. Ist doch auch was.


Mercandillo.


Sternfrucht. 7 Stück für 90 Cent!


Las Aguas.

Rote Küstenkrabbe noch schwarz, da jung. Erst die älteren sind rot.

https://youtu.be/R6Cal1nlMh0

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Fr 03.01.2020 Rauszeit #2

Die Sonne steht schon hoch am Himmel, als ich aus meinem Prinzengemach ins Schloss schleiche. M* ist schon ne Weile auf und der Kaffee ist auch gleich fertig. Frühstück gibt es am Grillplatz. Da hat es Sonne, aber auch Schatten, die richtige Mischung für ein Guten-Morgen-Frühstück.
Den zweiten Kaffee nehmen wir dann auf der Paraíso-Meerblick-Terrasse, da ist es schattig, aber man sieht das blaue Meer unter dem blauen Himmel. La Palma, La Isla Bonita sieht man heute nicht, dazu ist es zum Horizont hin zu diesig.
Nach dem Frühstück erkunde ich unser Schloss. Wir liegen einsam inmitten alter Felder, das Schloss war mal ein Bauernhaus. Man sieht das Meer und seine Majestät den Pico Del Teide. Er hat sogar ein bisschen Schnee. Und unfassbar ruhig ist es hier. Ein paar Kanarienvögel piepen im Baum, aber man hört weder die Brandung des Atlantik, noch die Straße.
Nach Pause, Ruhe und Ruhepause, gehen wir eine kleine Runde durch die alten Felder zur Klippe. Tief unten rauscht das Meer in langer Dünung. Still liegt unser Schloss vor dem riesigen Pico Del Teide. Wir haben es schon sehr schön getroffen. Wir palavern noch kurz mit dem Nachbarn, dann gibt es nochmal Kaffee.
Die Sonne versinkt hinter dem Gebirge, Schatten ziehen zum Teide hoch. M* macht Abendessen.
Ich spüle, was in einer Küche, die offenbar für 160cm große Mensch gebaut ist, einige Schwierigkeiten mit sich bringt. Aber ich schaffe es, mich nicht zu stoßen.
Nun aufs Dach. Es ist dunkel und Dunkelheit ist hier was ganz anderes, als in Bornheim. Es gilt eine Zeitraffer- Aufnahme des Sternhimmels zu machen. Die astronomische Fachwelt und ich hoffen auf eine Supernova im Sternbild Orion. Beteigeuze, der Schulterstern verdunkelt sich seit Dezember. Es kann sein, dass Beteigeuze explodiert, es kann aber auch noch dauern. Aber mal schauen kann man ja mal. Wenn diese Sonne zur Supernova wird, wird sie heller leuchten, als Venus, vielleicht sogar so hell, dass sie Schatten wirft. Wäre doch was!

Der Grillplatz.

Die Meerblick-Terrasse.

Der Atlantik.

Unser Schloss, die Casa Paraíso vor dem Teide.

Das Sternbild Orion mit markiertem Schulterstern Beteigeuze und einer kleinen Sternschnuppe.

Video Rauszeit #1:
https://youtu.be/7STvUsDizr4

Video Rauszeit #2:
https://youtu.be/b7usDYEslOI

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Do 02.01.2020 Rauszeit #1

Als wir im Auto sitzen und über dem Meer der Sonnenuntergang den Himmel in Sommerfarben bemalt, fühlt es sich an, als seien wir nie weg gewesen. Vertrautes Teneriffa. Wie schön!
Der Tag hat mäßig früh begonnen. Gabi war so nett, uns nach Düsseldorf zu bringen. Dankeschön!
Lange Schlange. Kaffee.
Eine Boing 737-800 bringt uns DUS-TFS. Es gibt eine kurze Hitzewelle im Flugzeug. Klimaanlage kaputt?
Wir fliegen 10800m hoch, 840km/h schnell. Wir passieren Paris, Madrid, Sevilla, Lanzarote. Ein Flug von 3240km, 4h 20m.
Wir halten am ersten Lidl und laden Lebensmittel. Dann geht es bei rascher Dämmung nach Buen Paso und zur Casa Paraíso (https://goo.gl/maps/w1FRZxGsttzZb8dj7). Ein Stau hält uns kurz auf. Wir stürzen uns eine steile Straße runter – Kamikazestraße nennt M* sie und fahren bis zum Ende. Wir sind da. Der nette Nachbar zeigt uns das Haus und das Anwesen.
Was für ein Schloß – das ist schon noch ein Schippchen mehr, als das Prinzenhaus in Bollullo 2019, ich bin auf den Eindruck bei Tageslicht gespannt.
Wir öffnen den Wein, den man uns freundlich hingestellt hat. Einen Honigschnaps lasse ich lieber unangetastet.
Tag #1 der Rauszeit hat schon mal super gepasst heute.


Der Teide.


Fahrt in den Sonnenuntergang.


Vertrautes Teneriffa.


Das Schloss, die Casa Paraíso. Noch mit Weihnachtsdeko. In Spanien gibt es Geschenke erst zu Epiphanias, also am 6. Januar.

Video Rauszeit #1:
https://youtu.be/7STvUsDizr4

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#8, 03.10.2019 – Rückfahrt

Wir beginnen die bewährte Abreiseroutine. Um 10:30h starten wir nach Kiefersfelden. Dort geht es auf die Autobahn Richtung München – auf der Gegenfahrbahn ist ein satter Stau. Dann reisen wir über Nürnberg nach Mühlheim. Wir besuchen D* und J*. Sie sind extra aus Portugal gekommen, um uns zu begrüßen! Nach zwei schönen Stunden, fahren wir die A3 nach Norden und sind um 19:51h wieder zu Hause.

Der Urlaub ist zu Ende.

Wir sind insgesamt 1543km gefahren, haben im Mittel 6.6 l/100km verbraucht und hatten eine Durchschnittsgeschwindigkeit von 73 km/h.

Der Urlaub ist zu Ende!

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