07.01.2021 Madeira #19 – mehr Regen

Es regnet, es regnet, Madeira wird nass. Jetzt waren es 51 Liter/m² Niederschlag. Wir haben den 6-Liter-Wasserkanister gefüllt, da müssen wir dann keinen neuen kaufen. Eigentlich kann man das Wasser aus der Leitung trinken, aber – wie meist im Süden – hat es einen Nachgeschmack nach Chlor. Das ist doof bei Tee und Kaffee. Jetzt kochen wir eine Weile mit Regenwasser.
Heute Nacht gab es ein ordentliches Gewitter, ich war aber zu faul, um mit den Kameras mal ein paar Versuche auf gute Bilder zu unternehmen. Das ist so im Urlaub!

M* hat Knie und war heute früh bei der Physio. Gleich am Ende der Bäche und tropfenden Hänge, rechts.

Wir frühstücken, als sie wieder da ist. Der Rest ist Tödeln.
Als das Wetter am Nachmittag Pause macht, fahren wir nach Ribeira Brava. Wir probieren einen neuen Supermarkt, der sehr leer ist und wir schauen nach dem Meer. Da ist aber kaum was los. Keine Wellen, keine Schiffe, nur schønstes Hurtigruten-Licht.
Das Christkind an der Promenade steht immer noch, wie ein Engelchen auf seiner Pyramide und ist von vielen Mandarinen umgeben. Drei Kamele und drei Könige stehen neu davor. Ich bekomme aber nicht raus, wer von den dreien das Gold hat, dann blieben wir vielleicht noch was länger …

Wir fahren zurück. Es stürmt nun und es regnet auch wieder. Wie schön, dass uns das nicht besonders stört. Wir haben schon viel Schönes hier gesehen und ein paar Ziele bleiben noch.

Die Covid-Erkrankungen auf Madeira sind gestiegen (kein Wunder). Wir schauen uns das auf der Seite https://covidmadeira.pt/ponto-de-situacao/ an. Die 7-Tage-Inzidenz rechne ich selbst aus. Sie liegt gerade über 150. Wir müssen damit rechnen, dass Madeira auch Risikogebiet wird und wir nach der Rückkehr in Quarantäne müssen und/oder ein bis zwei Tests brauchen. Mal sehen, wie es kommt. Zunächst mal sind wir ganz entspannt.


Tagesvideo #690

Boot in Ribeira Brava.

Meer.

Mehr Meer.

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06.01.2021 Madeira #18 – Jardim do mar

Es ist immer noch Aprilwetter hier. Die letzten 24 Stunden gab es 62 Liter/m² Niederschlag. Die Menge fällt in Uedorf in einem ganzen (nassen) Monat! Zum Frühstück glänzt aber die Sonne und wir brauchen den Sonnenschirm.

Heute soll es ans Meer gehen: Jardim do Mar. Der Weg dahin ist versperrt, vielleicht gab es Steinschlag oder ein Erdrutsch? Wir fahren eine Umleitung über die Berge.
Jardim do Mar ist auch ein altes Fischerdorf, aber es ist nicht so pitoresk, wie Paul do Mar, was wir etwas weiter an der Küste liegen sehen. Es gibt eine Verbindung, die bei Ebbe nach Paul do Mar führt. Direkt zwischen Brandung und Steilküste. Als wir am Ende der Promenade sind, kommen gerade ein paar Steine von oben. Och nö. Das machen wir nicht. Zu gefährlich. Dazu scheint man den ganzen Weg über große Steine klettern zu müssen.
Wir gehen zum anderen Ende der Promenade. Der Hafen ist gar keiner. Es ist nur eine Stelle, um Boote ins Wasser zu lassen, wenn überhaupt. Aber es gibt hier ein kleines Lokal mit Blick auf das Meer und die (kleinen) Wellen. Wir nehmen Pastel de Nata, Kaffee und Prego no Pão Especial.

Dann machen wir uns wieder auf. M* kauft an einer Konditorei nochmal Pastel de Nata und ein Stück Maracuja-Torte.
Wir prüfen noch kurz das kleine Örtchen Madalena do Mar. Es liegt am Meer und in Bananenplantagen. Käme es als Örtchen für den nächsten Aufenthalt in Betracht? Hm. Vielleicht nicht.

Die Pastel de Nata ist super. Aber noch besser schmeckt die Maracuja Torte. Der Hammer! Warum haben wir nicht zwei Stücke gekauft?

Kaum sind wir zu Hause, öffnen sich wieder die Schleusen und Regen trommelt auf die Weihnachtsvilla. Kontrastreiches Wetter. Aber, wir hatten Glück. Wo wir waren, war Sonne!


Tagesvideo #689

Jardim do Mar

Das Ortsende mit dem Weg nach Paul do Mar.

Pastel de Nata.

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05.01.2021 Madeira #17 – Weihnachtsbeleuchtung Funchal

Verzaubert! Verzaubert kehren wir aus Funchal zurück. Was für wunderbare Eindrücke!

Der Tag beginnt mir Regen, Sonne und deutschem Aprilwetter. Gerade ist das Frühstück auf der Terrasse vorbereitet, verschwindet die Sonne und der nächste Schauer kommt vorbei. Also ab in die Küche.

Wir frühstücken gemütlich. Soll es heute nach Jardim do Mar gehen? Und abends nach Funchal? Die Planungskommission sagt: Ruhe bewahren. Nur Funchal.

Wir verbummeln den Tag. Es regnet immer mal wieder und die Sonne scheint durch Löcher in den Wolken. Silbrige und goldene Streifen malt das Wetter auf das Meer. MeinSchiff3 ist weg, offenbar nach Teneriffa weitergefahren.

Als es Zeit wird, ist der Himmel blau. Wie meine Reiseleiterin M* das nur immer hinbekommt?

Wir fahren zur Inselhauptstadt Funchal. Wir wollen uns die Weihnachtsbeleuchtung anschauen. Sie ist hier was ganz besonderes. Einen Vorgeschmack hatten wir ja schon mit Ponta do Sol. Jetzt, wo die meisten Touris wohl weg sind, wird es nicht mehr so voll sein. Wir parken in einem Parkhaus von Christiano: Parque Praça CR7. Wow, der Jung ist breit aufgestellt. Und ein Museo hat er hier auch!

Über dem Parkhaus ist ein breiter Platz, direkt am Hafen. Ein Schiff liegt hier, es pendelt wohl zur Insel Porto Santo. Das Kreuzfahrtterminal ist leer. Ich denke, in nicht seltsamen Zeiten, steppt hier der Bär. Riesige Schiffe, Tausende Touris.

Wir nehmen erst mal eine Zwischenmahlzeit in der Sonne.

Frisch gestärkt, geht es nun in den Santa Catarina Park. Wir haben genug Zeit. Ziel ist es zur blauen Stunde am Meer bei der Weihnachtsbeleuchtung zu sein. Aber schon der Weg durch die schöne Altstadt von Funchal ist der Knaller. Angenehme Beleuchtung überall. Die Bäume, die Gassen, die Straßen, alles ist schön beleuchtet. Teils bunt, teile in angenehmen Gelb- und Goldtönen. Wenn etwas blinkt, ist es nicht aufdringlich. Es ist eher Mozart oder Bach, statt Heavy Metal.

Ich kann mich kaum halten, schade, dass die blaue Stunde nicht so schrecklich lang ist. Sonst wäre ich gerne noch in diese Gasse oder das Sträßlein mal gegangen und hätte schöne Perspektiven gesucht.

Wir gehen runter zum Meer. Der ganze Berghang rauf zum Gebirge ist ein einziges Lichtermeer. Die Zahl 2021 leuchtet groß vom Hang. Lichterketten überall. Was eine Pracht. Ich denke mal, das ist für die Kreuzfahrttouris, aber da die gerade nicht da sind, ist alles nur für uns!

Wir bewundern den riesigen Weihnachtsbaum an der Promenade. Ein Kegel in rot und silbern mit goldenem Stern. Ein Riesenteil. Wenn der Effzeh Meister wird, leihen wir uns das für Köln!

Langsam gehen wir zum Lichttunnel. Ein langes, großes Metallgestell ist mit Leuchtdioden umhüllt. Eine sich ständig ändernde Choreografie von Licht, Bewegung und Musik spielt sich hier ab. Das Licht spiegelt sich im Wasser des Hafens.

Am Eingang zum Tunnel steht eine Wache, die hat aber nicht viel zu tun. Sie lässt die Gruppen oder Personen in den richtigen Abständen in den Tunnel. Alles staunt und schaut. Praktisch alle filmen oder fotografieren. Es ist aber auch ein tolles Erlebnis, so von Licht, Klang und Kunst umgeben zu sein.

Kaum bin ich am Ende, muss ich nochmal rein. Und nochmal und nochmal. Wie gut, dass so wenig Touris hier sind. Ein Plus für uns. Was ein tolles Teil.

Wir steuert man so viele Leuchtdioden? Und wie macht man dann Bilder damit? Ich würde gerne mal die Technik sprechen oder die Programmierung. Wirklich coole Sache hier!

Als wir erstmal genug haben, gehen wir zurück zum Hoppek. Eine riesige Weihnachtskugel ist noch zu passieren. Noch ein Glanzlicht. Und dann noch leuchtenden Weihnachtskränze.

Einfach großartig! Funchal ist zu Weihnachten eine Reise wert!

Wir fahren zurück.

Ja, es lag schon ein Zauber über diesem Abend. Und wir sind dankbar dafür.

Tagesvideo #688

Ein Engel.

Ein Weihnachtsbaum für die nächste Effzeh-Meisterfeier.

Lichttunnel 1

Weihnachtskegel

Lichttunnel 2

Leuchtendes Funchal

Im Weihnachtsbaum.

Funchal ist ein Weihnachtsbaum.

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04.01.2021 Madeira #16 – es regnet

J* hatte recht. Es regnet. Leichter Regen, schwerer Regen. Pause. Mehr Regen.

Wir sind darauf eingestellt. Ich kontrolliere das Haus, ist irgendwas undicht? M* macht Frühstück. Dann müssen wir doch zum ersten Mal tatsächlich in der Küche frühstücken. Gemütlich ist es trotzdem. Nur halt keine Sonne am Himmel.

Wir vertrödeln den Tag. Eine kleine Pause nutzen wir, um mal auf unseren Hausberg zu steigen. Dann regnet es wieder.

Ich beantworte die EMail eines Kirchenvorstandmitglieds, der Kritik am Webauftritt der Pfarrei übt – also an meinem Webauftritt. Wie immer macht hier der Ton die Musik. Und wie so oft merke ich, dass er (wir, Du, ich) schon mitunter heftige (und meist unreflektierte) Ansprüche an Pfarrei oder Kirche haben … Ich brauche ein paar Stunden eine neue Seite für die Sternsinger zu bauen und die Mail freundlich zu beantworten. Zum Glück ist heute Zeit genug.

Wir schauen nach unserem Topf, dem Regenmesser. Das Wasser sammelt sich. Zwei Fingerbreit haben wir schon. 55 Liter pro Quadratmeter hat J* vorhergesagt.

Als Himmel und Wolken eine längere Pause ankündigen, werfen wir Hoppek an und brausen zu Tal. Wir wollen uns etwas die Beine vertreten und ich möchte nach dem Meer schauen.

Es rauscht eine ordentliche Brandung und der Fluss, der das Tal der Brava leert, führt gut Wasser, aber keine wilden Fluten. Auch sonst sind hier Levadas, Bäche und Flüsschen nicht über die Ufer getreten. Alles ist im grünen Bereich.

Ich mache Bilder der Wellen, M* huscht in den Supermarkt. Die Sonne kommt mal kurz durch, der ein oder andere Regenbogen zeigt sich über der Insel.

Nach ausführlicher Inspektion von Promenade und Strand, geht es zurück zu Hoppek. Kaum drin, regnet es wieder. Wir fahren zurück.

Wir genießen dann unser Abendessen.

Dann ist unser Regenmesser dran. Schwierig ist, dass wir kein Zentimetermaß haben. Wir müssen uns behelfen, aber das macht die Sache ungenau. Es gibt zwei Wege der Auswertung: a) wir messen das Volumen des aufgefangenen Wassers und bestimmen die Fläche, die dem Regen zur Verfügung steht, um in den Topf zu regnen. Im Verhältnis zu 10.000cm² bekommen wir die Literzahl, die wir bei einer Fläche von 1m² eingefangen hätten. Oder b) – diese geniale Lösung ist von M* – wir bestimmen nur die Wasserhöhe im Topf in mm und sind fertig. b) gilt für alle Gefäße, die senkrechte Wände haben, egal, wie groß sie sind oder wie geformt! (Und alle, die bei mir mal Mathe-Nachhilfe hatten, erklären jetzt, warum a) und b) identisch sind!)

Wir gehen beide Lösungen an, um die Genauigkeit zu steigern. Wir messen mit einem Messbecher, den die Küche hat: 1540ml Wasser im Topf, mit der Maßband-App des iPhone bestimme ich den Topfdurchmesser zu 21cm bis 23cm und mit einem Streichholz bestimmen wir die Wasserstandshöhe zu ca. 5cm. Ich nehme noch den Leatherman zu Hilfe, der hat ein Lineal an der Säge, allerding ist das in Inch (Zoll) mit Achtelunterteilung geeicht und man muss das noch umrechnen in cm …

Jedenfalls finden wir die Lösung zu a) zu 44.5 Litern und zu b) zu 49.2 Litern pro Quadratmeter. Das ist bei den Messfehlern akzeptabel genau. Und es passt zur von J* gewarnten Regenmenge von ca. 55 Litern. Mein bester Mathelehrer Herr Schädlich würde sich freuen! Alle einverstanden?

https://youtu.be/wMWTClu3oRE

Tagesvideo #687

Regen.

Die Weihnachtsvilla im Regen.

Brandung.

Ribeira Brava.

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03.01.2021 Madeira #15 – Machico

Es ist bedeckt. Wir frühstücken aber trotzdem draußen, damit wir die Putzfrau nicht stören und den Abstand einhalten.
Dann geht es nach Machico. Das ist noch hinter Funchal und dem Flughafen. Die älteste Stadt der Insel.
Die Fahrt geht unter dem Flughafen durch, dessen Ende der Landebahn auf Pfeilern ruht. Coole Konstruktion.
Zunächst halten wir an einem Bauernmarkt. Es gibt Kleidung und Lebensmittel. M* kauft etwas Gemüse und Blumen. Dann geht es nochmal steil den Berg runter und zu einem Parkplatz. Wir gehen heute die Levada do caniçal.
Es ist feucht, der Weg etwas schlammig. Das Tal öffnet sich zum Meer hin. Unten liegen die Häuser von Machico.
An einer Spitzkehre ist der Berg und der Weg geschmückt. Ein Weihnachtswunderland. Girlanden, Blumen, Beleuchtung, Figuren. Zentrum ist eine Krippe mit großem Jesuskind und vielen Mandarinen. Ein kleines Heiligtum. Wir klettern über einen Bergrutsch und gehen weiter.
Es beginnt zu regnen. Wir sind vorbereitet. Und eigentlich mag ich Regen ganz gern. Er verändert die Atmosphäre und es ist viel stiller.
Aber nach einer guten Strecke, ist die Hose nass und Wasser läuft in die Schuhe. Wir kehren um.
Auf dem letzten Stück liegen frische Steine auf der Straße. Die sind wohl gerade erst vom Berg gesprungen. Eine Anwohnerin setzt ihr Auto um.

M* schaltet diverse Pustefixe im Hoppek ein und hui sind die Scheiben wieder durchsichtig.
Wir fahren zurück. In Ribeira Brava halte ich noch kurz am Supermarkt – hier haben die Geschäfte auch am Sonntag auf – M* springt kurz rein. Wir brauchen noch Leergut in spé, nächste Woche kommt die Putzfrau ja wieder.

Offenbar hat es hier nicht geregnet. Alles trocken. Regen ist hier wohl eher eine lokale Angelegenheit. Im nächsten Tal kann es schon wieder anders aussehen.

Wir stellen einen Topf auf die Wiese. Mit ein bisschen Mathematik der Mittelstufe sollte ich aus dem Wasserstand die Niederschlagsmenge berechnen können. Mal sehen, was heute Nacht und Morgen so passiert.
J* hat netterweise wieder eine Warnung geschickt und WeatherPro sagt 50mm Regen für Funchal vorher. Wir bleiben gespannt.


Tagesvideo #686

Blick ins Tal.

Levada do caniçal

Krippe mit Mandarinen

Machico.

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02.01.2021 Madeira #14 – Deko-Zauber

„Eine Insel im Deko-Wahn – So feiert Madeira Weihnachten“ das titelt der Spiegel am 24.12.2020. Klar, dass wir uns diesen Weihnachtsbeleuchtungs-„Wahn“ auch mal ansehen wollen. Das geht aber nur abends. Also müssen wir den Tag irgendwie vertrödeln. Das gelingt ganz gut.

Zur Dämmerung machen wir uns dann auf. Wir bringen erst mal Müll und Leergut zum Container – morgen kommt die Putzfrau, ihr versteht.
Wir fahren nochmal zum kleinen Fischerdorf Punta do Sol. Da leuchtet und blinkt schon alles, noch bevor wir Tunnel und Kreisverkehr verlassen haben.
Wir parken und verschaffen uns einen Eindruck vom Parkplatz aus. Hier sind schon die Bäume rot umwickelt. In den Sträßchen wird es mehr und unten am Meer, wird es noch mehr. Das Blinken ist dezent, nicht so aufdringlich, dass es dem Augen wehtut. Man kann einen Weihnachtsbaumkegel mit Stern und eine Geschenkpackung aus Leuchtdioden betreten. Überall stehen Smartphones herum und fotografieren ihre Herrchen und Frauchen. Ein Kind muss sogar in die große Krippe klettern, damit Mami sie dort ablichten kann. Das Christkind liegt daneben und hält eine Mandarine in der Hand. Die war gestern noch nicht da. Ist das hier Brauch oder ein Scherz? Wir drehen eine kleine Runde.
Draußen auf See leuchtet die MeinSchiff3. Sie treibt da weiter vor sich hin. Keine gute Zeit für Kreuzfahrer.
Nach genug Bildern und Videos, geht es zurück. Der Tunnel sieht aus, wie immer. Der Rest ist im Deko-Wahn.


Tagesvideo #685

Deko 1

Deko 2

Deko 3

Deko 4

Deko 5

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01.01.2021 Madeira #13 – Ponta do Sol

Um Mitternacht ist nichts los. Also fast nichts. Eine oder zwei Raketen aus dem Nachbartal bemühen sich über die Kante. Mehr passiert nicht. Wir stoßen kurz mit Madeira an. Dann ab ins Bett. Das ruhigste Frohes-Neues-Jahr seit 50 Jahren.

Als ich es gerade ruhig angehen lassen will, pellt M* die Plane vom Pool. Sie wird doch nicht? Doch, sie wird! Eigentlich will ich nicht, aber ich weiß, wenn ich auch reingehe, fühlt es sich nachher gut an. Also gehe ich auch in den Pool, der sich für den frühen Morgen einfach zu kalt anfühlt. Ich bin mehr für karibische Temperaturen im Wasser. Ich mag Jacuzzi in der Barentsee und nicht umgekehrt, also Eispool in Afrika.

Wir frühstücken in der Sonne, es prickelt noch auf der Haut. Heute gibt es noch einen dritten Kaffee. Es ist erstaunlich ruhig im Tal, selbst die Hunde berichten sich nichts über Knochen, Träume oder Feuerwerk. Sehr schön.

Spät machen wir uns dann doch auf zum nächsten Fischerdorf. Wir nehmen Ponta do Sol. Es ist recht viel los. Sogar ein paar Menschen sind im Wasser. Wir bummeln ein bisschen am Wasser lang. Draußen liegt wieder der Pott von Mein Schiff. J* recherchiert für uns, dass das die MeinSchiff 3 ist. Status gestopped. Hm. Laut https://www.kreuzfahrt-ticket.de/tui-cruises/meinschiff3/position/ sollte sie heute in Lissabon sein und morgen in Funchal anlegen. Danach sieht es aber nicht aus. Seltsame Zeiten.
Wir nehmen einen Snack am Strand. Das Meer glitzert und einige entspannte Menschen sitzen um uns herum in der Sonne. Kinder spielen mit den runden Steinen. Ein Motorboot fährt vorbei.

Wir fahren zurück zur Weihnachtsvilla. Die Sonne scheint noch. Wir haben es gut getroffen.


Tagesvideo #684

Nix los um Mitternacht an der Weihnachtsvilla. (Nur der Mond ist mein Freund!)

Fischerdörfchen.

Mehr Meer.

Kirche im Gegenlicht.

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31.12.2020 Madeira #12 – Teleférico das Achadas da Cruz.

Was ist das Wichtigste, was ein IT-Fuzzi haben muss? Richtig: Ein Netzwerk von Menschen, die man mal fragen kann, wenn es klemmt (und die dann nicht gleich sagen: Du Doof!) Das ist unverzichtbar. Für den Rest reicht ‚das Internet‘, booten und ab und zu ‚Hm, Hm‘ sagen. Noch besser ist, wenn das Netzwerk Tipps für Madeira parat hat.

Wir sitzen so schön beim Sonnenschirm-Sonnen-Frühstück, die Planungskommission hat schon beschlossen: Es geht nach Osten, da kommt so ein Tipp aus dem Netzwerk: M1* (also DER erste M*, der, der das * bei R* erfunden hat – aber das ist eine andere Geschichte). M1* schickt also Tipps zu Madeira und Tipp Nr.1 ist: Teleférico. Dazu ein Link zu Google-Maps. Das ist ein Glanzlicht. Die Kommission wirft sofort die Pläne über den Haufen und es geht zu Teleférico.
Wir fahren runter, dann rechts, dann kommt die Tunnel-auf-Tunnel-auf-Tunnel-Strecke. Nach Tunnel Zwei wird erst mal getankt. Hoppek hat Durst. Der Sprit E10 kostet 1,39€ pro Liter. Ich zahle 40€. Es gibt neben der Tanke einen Supermercado und schwupps, ist M* verschwunden.
Als wir dann wieder im Auto sitzen, hat M* regionale Lebensmittel erstanden und freut sich. Sonst gibt es hier im Supermarkt auch gerne mal Avocados aus Mexico. Oder stilles Wasser aus Spanien.

Wir fahren in den Nordwesten der Insel. Zum Miradouro do Teleférico das Achadas da Cruz. Teleférico ist eine Seilbahn. Als wir ankommen, ist es leer. Wir sind sofort dran, klettern in die kleine Kabine der Seilbahn und es geht krass steil in die Tiefe. Du meine Güte, fast so, wie bei einem Brunnenschacht. Unten rauscht der Atlantik mit blauem Wasser und weißer Gischt. Was für Felsen, was eine Höhe! Unter uns liegen Hütten und Felder. Das Gebiet war mal landwirtschaftlich genutzt. Oder wird noch? Was muss das für eine Plackerei gewesen sein, sich hier zu ernähren und wir schimpfen schon, wenn wir mal einen Gesichtspulli tragen müssen …

Was für eine grandiose Landschaft! Danke M1* für den Tipp!!
Mächtige Wellen krachen an den Steinstrand. Wunderbar rundgeschliffene Brocken liegen hier. Welle auf Welle rauscht an den Strand. Ein Weg, dann ein Pfad führt parallel zur Küste. Den gehen wir. Links liegen Hütten, rechts rauscht der Atlantik. Da könnte ich einen Tag sitzen und schauen, wie die Wellen an den Strand krachen. Im richtigen Winkel zu Sonne geschaut, bildet die Gischt sogar einen Regenbogen. Fantastisch! Die Gischt zieht dann die steilen Felsen hoch, Salz liegt in der Luft. Wunderbar.

M* hat junge Katzen entdeckt, das fesselt sie eine Weile. Ich mache Bilder der Wellen. Jetzt fehlt mir ein starkes Tele, aber man kann nicht alles immer dabei haben! So ist auch schon ganz okay.

Als wir uns satt gesehen haben und die Katzen auch genug gepüngelt sind, fahren wir wieder hoch. Oben ist jetzt eine Schlange, ganz viele Menschen wollen runter.

Wir nehmen einen Snack im Lokal gleich an der Seilbahn. Zum Club-Sandwich gibt es Fritten. Sehr gut. Wir schauen auf das Meer in der Tiefe, hören dem Rauschen zu und ab und zu rutscht eine Seilbahn den Hang runter. Wir haben es schon gut getroffen.

Ein Leuchtturm steht noch auf dem Programm. Der Exposição Faroís da Madeira. Er steht auf dem westlichsten Punkt Madeiras und erhebt sich 312 Meter über das Meer. Die Höhe erreicht er, weil die Klippen hier so hoch sind, das Gebäude selbst ist nicht so wirklich spektakulär. Jedenfalls nicht für Hurtigruten-Fahrer, die Landegode fyr oder Kjeungskjær fyr schon mal gesehen haben.

Wir fahren zurück. Draußen in dem Glitzer des Meeres liegt ein Pott von MeinSchiff. Was machen die da?

Wir kehren zu unserer Weihnachtsvilla zurück. Ein leckeres Bier beschließt diesen Teil des Tages.

Zu den WhatsApps, Threemas, Statusnachrichten und EMails, die mich erreichen, möchte ich sagen: Dankeschön!
ABER: Nein, 2020 war kein Jahr zum Vergessen. Es gab viele wunderschöne Momente, die ich nicht missen möchte. Ja, man darf jammern, aber nicht zu viel! Ich denke immer, meine Eltern haben einen Krieg erlebt, mein Vater hat die Heimat verloren, meine Großeltern haben zwei Kriege erlebt. Warum glauben wir, dass immer alles ohne Schwierigkeiten laufen muss? Haben wir ein ‚Recht‘ auf Freude, Spaß, Vergnügen, Party, Feuerwerk? Mir scheint dies eine Haltung zu sein, die für mich nicht sinnvoll ist. Ich denke, das Leben darf auch mal etwas krumm verlaufen. Entscheidend ist doch eher, was wir daraus machen. Und mir scheint, dass M* und mir das auch 2020 gut gelungen ist. Wir sind in Gottes Hand gut geborgen. Dafür bin ich dankbar.

Ich wünsche euch allen da draußen und weit weg (meiner Familie, meinen Freundinnen und Freunden, meinem Netzwerk) alles erdenklich Gute für 2021 und ein gesegnetes neues Jahr! Macht nichts kaputt!


Tagesvideo #683

Seilbahn in die Tiefe.

Meer und Gischt.

Leuchtturm. Exposição Faroís da Madeira.

Mehr Meer.

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30.12.2020 Madeira #11 – Levada da Serra do Faial

Die Sonne bratzt vom Himmel und ich muss tatsächlich den Sonnenschirm aufspannen, damit das Frühstück seinen normalen Ablauf nehmen kann.

Heute soll es die Levada da Serra do Faial werden. Sie liegt oberhalb von Funchal.

Wir fahren ca. 30 Minuten über die Inselautobahn, die gut zu fahren ist. Nur die Auffahrten sind super gefährlich, wenn man damit rechnet, eine Beschleunigungsspur zu haben – man hat aber keine. Man muss vorne warten und wenn keine(r) kommt, gibt man Gas und flitzt auf die Autobahn!

Google schickt uns einen steilen Berg hoch (Sopran Sopran) und wir landen am Stadion: Estádio da Madeira. Direkt gegenüber steht: Christiano Ronaldo Campus Futebol ESTÁDIO. (Christiano ist auf Madeira geboren – Experten wissen das!) Wow!! Der Meister ist hier. Und tatsächlich entdecke ich ihn. Er steht da still und bescheiden und küsst einen goldenen Schuh. Wir schwätzen ein bisschen und er lädt mich ein, auch mal einen Schuh zu küssen. Das macht man hier wohl so. Okay. Ich tue, wie mir geheißen. Christiano, einer, wie Du und ich.

M* ist von Fußball nicht ganz so begeistert, kennt auch CR7 nicht so richtig und ist schon mal los. Ich renne also hinterher und erreiche sie an einer schwersteilen Steigung, die zur Levada da Serra do Faial führt. DIe Levada ist dann flach, wie es sich gehört.

Sie führt erstmal über einen kahlen Hang. Hier gab es wohl eine Menge Eukalyptus, der ist aber gefällt. Unter uns steht noch viel Eukalyptus. Muss der auch weg?

Wir erreichen Mischwald und Stille. Die Levada ist nicht mehr benutzt. Zum Teil verschwunden, zum Teil steht nur trübes Wasser darin.

Wir gehen 90 Minuten durch Sonnenstrahlen und grüne Laubdächer, dann drehen wir um.

Da der Weg breit ist, düsen Mountainbiker hier entlang. Die heutigen waren wenig rücksichtsvoll, hielten keinen Abstand, erschreckten mich zu Tode und fanden, dass Klingeln wohl was für Mountain-Weicheier ist! Wrks!

Wir erreichen wieder das Stadion und CR7 und fahren zurück nach Ribeira Brava, kaufen kurz ein und kehren zur Weihnachtsvilla zurück.

Die Abenddämmerung senkt sich, es wird golden, dann blau, dann dunkel.

Ich bin mal gespannt, ob ich hier morgen ein Feuerwerk sehen werde. Das in Funchal ist berühmt, da kommen extra Kreuzfahrtschiffe, damit die Touris an Bord das sehen können. Dieses Jahr kommen die Touris wohl nicht. Schiffe oder gar Fähren haben wir heute auch keine im Hafen gesehen.

Ich werde die Augen offen halten und bereit sein.

Tagesvideo #682

CR7 und FS59

Levada da Serra do Faial

Stadion und Funchal.

Baumfarn.

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29.12.2020 Madeira #10 – Paul do Mar

Plätscher, plätscher, plätscher. Was ist da los? Ich trete aus dem Land der Träume in den hellen Sonnenschein der Terrasse, da schwimmt doch eine Nixe in unserem Pool! Ich koche erst mal Kaffee. Aber die Nixe bleibt. Kein Traum. Ich schaue genauer hin, da entpuppt sich die Nixe als M*. Doch ein Traum. Na sowas!?

Zum Ausgleich der Gebirgstouren, gibt es heute mal ein Fischerdorf und eine Tour am Meer. Es geht nach Paul do Mar.
Wir fahren Tunnel auf Tunnel. Erst die Tunnel haben die kleinen Fischerdörfer an die Welt angebunden vorher waren sie wohl nur vom Meer aus erreichbar. So sind wir nach 5 oder 6 Tunneln und 30 Minuten in Paul do Mar. Es gefällt mir sofort. Ordentliche Wellen brechen sich vor dem kleinen Ort und Wellenreiter liegen im Wasser und warten auf die richtige Welle.
Wir schauen eine Weile zu und gehen dann die lange Dorfstraße am Meer, bis zum Schluss. Da ist die Welt zu Ende. Zum nächsten Dorf geht es nur über die Höhe oder über das Wasser oder zurück und durch den nächsten Tunnel.

Die kleine Bar Sol e Mar lädt zum Verweilen ein. Blick auf die Wellen und das Meer. Nach einer kleinen Mahlzeit, schauen wir weiter nach den Wellen und den Wellenreitern. Gut machen sie das. Keine Anfänger. Man muss das Handwerk beherrschen, sonst landet man auf den Felsen.

Wir schauen uns das Centro Històrico von Paul do Mar an. Kleine, enge Gassen, schmucke Häuschen und ein großer Platz mit neuerer, großer Kirche. Die Kirche hat zu, aber die Sakristei hat offen. Eine alte Dame kümmert sich um die Blumen. Ich frage höflich, sie bittet mich herein.
Es gibt eine riesige Krippenlandschaft am Altar und als die Dame sieht, dass mich das interessiert, macht sie Licht an. Buntes Licht. Und ein richtiges Bächlein fließt durch die Landschaft. Wow. Was für eine Krippe!
Die eigentliche Kirche ist schlicht, nur der Altar quillt über von Figuren, Blumen und der riesigen Krippe. Ich lege ein paar Dankes- und Bittworte ab, lächel der Dame zu und entschwinde wieder.

Wir schauen uns noch den Hafen mit alten Booten und einen Wasserfall an. Ab hier gibt es einen Weg ins Nachbardorf, der aber nur bei Ebbe begehbar ist. Ob das bei den großen Steinen machbar ist, muss heute offen bleiben. Einen Strand, wir auf Sylt, hat es hier nicht. Ebbe ist nach Silvester in den Nachmittagsstunden. Schau’n wir mal.

Da ich heute meine kleines schwarzes Neoprenchen nicht dabei hatte, war ich heute auch nicht im Wasser. Aber hier wäre es gegangen. Etwas Mut, die Treppe und jöh!
Mal sehen, vielleicht ergibt sich was, dass mir der ein oder die andere von Europa aus entgegenschwimmt 🙂

Wir fahren zurück und halten nochmal in Ribeira Brava und ergänzen Vorräte. Getreideprodukte: Bier und Brot.
In der Weihnachtsvilla klingt ein schöner Tag aus: Video kürzen von 24 Minuten auf 3 und etwas, ein Bier und schauen, wie das Licht goldener und dann blasser wird.


Tagesvideo # 681

Paul do Mar

Paul do Mar

Man schaut den Wellenreitern zu.

Krippe in Paul do Mar.

Engelchen.

Centro Històrico

Alte Schiffe in der Marina.

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