Do 25.11.2021 Kanaren #15

Es schmeckt salzig. Ich habe gerade eine Ladung Gischt abbekommen. Vorne auf Deck 5. Du meine Güte. So viel Seegang hatten H* und ich noch nicht auf der Artania. Wir fahren Kurs 28 Grad, also nach Norden mit ein bisschen Ost, dem Wind entgegen und auch die Wellen kommen von vorne. Ab und zu ist eine dabei, deren klein zerstäubte Reste es bis auf Deck 5 schaffen. Nur der Kameramann der Artania und ich trotzen hier dem Wind. Der Kameramann filmt die See, ich den Kameramann. Da kommt plötzlich heftig Gischt geflogen, meine Jacke ist nass, das iPhone ist nass, der Kameramann bekommt die Ladung voll ab auf Kamera und ins Gesicht. Aber die Szene hab‘ ich eingefangen! Jacke kann trocken, iPhone ist wasserdicht (ich putze es aber nochmal mit Süßwasser). Sehr cool.

Morgens zum Sonnenaufgang war es noch nicht so wild, dann nahmen Wind und Wellen zu.
Ausfälle an Bord scheint es nicht zu geben, Bars und Restaurants sind voll, wie immer. Nur Spucktüten hängen nun im Treppenhaus. Sicher ist sicher.

Zum Abendessen zeigt sich H* zufrieden. Die langen Wogen mag sie, die Schläge und die „Schotterpiste“ kann der Steuermann ruhig weg lassen.

In der Fotoabteilung, da wo man die Bilder der Bordfotografen kaufen kann, treffe ich den Kameramann. Ich zeige ihm das Video, dass ich von ihm geschnitten habe und beame ihm das dann per Airdrop auf sein iPhone. Da freut er sich. Vor allem die Szene, wo er Gischt abbekommt, gefällt dem Fotografenteam. Da konnte ich ja mal eine Freude machen. Mal schauen, ob Szenen davon im offiziellen Bordvideo auftauchen werden.

Seit heute Nacht habe ich ein heftiges Geräusch in der Kabine. Man hört es auch über mir in der Atlantik Lounge und in meinen Nachbarkabinen. Als ob neben uns ein ungesichertes Schranklager ist und die Schränke knarzen und karren und vom Seegang hin und her geworfen werden.
Der Jung von der Crew sagt lächelnd : That is the Sound of the Ship. Es wird also eine unruhige Nacht werden.

Programm morgen: Erholung auf See und Gespräch mit dem Kreuzfahrtdirektor.

https://youtu.be/lGWxpT9vEVM

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Mi 24.11.2021 Kanaren #14 – Madeira

Warum ist da eine Kaimauer vor meinem Fenster? Es ist 07:10 und Anlegen ist für 8h geplant!? Kapitän Zinkovskiy muss ein Schützenbruder sein. Egal. Raus.
Funchal leuchtet gold im Blau des Morgens. Aber die Weihnachtsbeleuchtung ist noch aus. Schade. Ich gehe zum Frühstück. Dann startet meine Levadawanderung um 09:10h. Wir sind nur 17 Paxe im Bus – wie schön, dass die Tour zustande gekommen ist.
Wir gehen einen Abschnitt der Levada da Serra do Fajal. Die kennen M* und ich schon (https://flohblog.wordpress.com/2020/12/31/30-12-2020-madeira-11-levada-da-serra-do-faial/amp/) nur nicht diesen Abschnitt.
Es regnet ein bisschen, Nebel hängt am Berg, aber die Gruppe ist gut ausgerüstet, wasserdicht und gut zu Fuß. Meckern tut auch keine:r.
Hugo unser Guide erklärt die ein oder andere Pflanze, aber nicht den ganzen Wald. Gut so Jung!

Es ist ruhig im feuchten Wald und die Paxe schnattern auch nicht dauernd.
Der Weg ist watt matschig und die Begleitung von Phoenix hat mit ihrer weißen Hose heute wohl Waschtag. Aber der Weg ist okay und es gibt keine Unfälle.
Wir erreichen ein Dörfchen und wer zur Toilette möchte, nimmt im Café auch was zu trinken.
Wir gehen noch einen schönen Abschnitt und sind wohl netto 2h gewandert, als wir den Bus besteigen und über einen Fotostopp mit Blick auf Funchal und unser weißes Schiff zurück zum Hafen fahren und dem Mittagessen zustreben. >
Es gibt zwar keine Weihnachtsbeleuchtung, aber einen Besuch ist Funchal immer wert. Also drehe ich ein Ründchen und setze mich oberhalb von CR7 in den schönen Park und telefoniere erstmal ausführlich mit M* (schon zum 2.Mal heute). Das nächste Telefonat geht erst wieder am Sonntag in Cherbourg.
Ich steige in Funchal hoch und wieder runter und kaufe Maronen, schaue den Aufbauarbeitern der Weihnachtsbeleuchtung zu und kehre dann zum Schiff zurück.
Beim Abendessen kommt die Durchsage zum Ablegen und der Kreuzfahrtdirektor lädt zur Auslaufparty am Heck und zum Madeira-Nationalgetränk dem Poncha ein. Da blitzt es in H*’s Augen und sie lädt mich ein mit ans Heck zu kommen.
Die Auslaufmelodie ertönt, die Artania legt ab und H* ordert zwei Poncha. Funchal leuchtet prachtvoll im Dunkeln und es ist wirklich ein schöner Anblick. H* sagt bei Nacht gefällt ihr Madeira gut!
Da Funchal im Süden liegt und wir nach Norden wollen, müssen wir die Insel umrunden und so ziehen Lichter backbord in langer Reihe vorbei. H* ordert noch zwei Poncha. Der Flughafen schaukelt vorbei und wir halten auf den Leuchtturm von São Lorenço zu.
Es ist jetzt sehr fröhlich hier am Heck und H* freut sich, dass sie jetzt „frei“ hat. Kein Ausflug mehr. Drei Seetage. Für morgen ist starker Wind vorhergesagt. H* mag das, sie hat Seebeine und liebt große Wellen. Mal schauen, wie es kommt.
Programm morgen: Erholung auf See.

https://youtu.be/CjxJkv6fQf8

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Di 23.11.2021 Kanaren #13 – Tenerife

Wir haben bereits angelegt. Wieder eher, als gedacht. Aber die Sonne geht auf, als ich auf Deck 4 bin. Wir liegen in Santa Cruz de Tenerife und Schiffe streben dem Hafen zu.
Ein Trimaran von Armas, die Volcán de Taidia sprintet an ihren Platz, die World Voyager schleicht hinter uns an die Mole.
Ich genieße die Sonne an Deck und schaue dem Containerschiff Svendborg (CQHS) zu, die gerade durch die Sonnenstrahlen fährt. Ich versuche ihre EMailadresse zu recherchieren, aber man muss einen Account einrichten…
Um 09:30 bin ich zum Frühstück verabredet. Jetzt wo wir festgemacht haben, liegt der Weg zu Tenerife Perla in Santa Cruz fest. 20min. Mal sehen, was H* sagt.
Die Bajamar Express von Fred Olsen läuft jetzt ein, wendet im Hafenbecken und fährt rückwärts an ihren Platz.
Ich verpasse H*, wohl ein Missverständnis meinerseits. Pech. Als ich H* treffe möchte sie lieber an Bord bleiben. Okay.
Ich schnappe mir die R5 mit dem 16-35mm und gehe zum Auditorio de Tenerife „Adán Martín“. Das habe ich schon mal fotografiert, möchte es aber nochmal weitwinkliger und im Vormittagslicht ablichten. Ein Toller Bau aus weißem Beton, der Leichtigkeit ausstrahlt.
Nach kurzem Marsch aus dem Hafen, ein Stück die Promenade entlang und ich bin da. Wirklich toller Bau. Erinnert etwas an die Oper in Oslo.
Jetzt etwas in das Zentrum. Fast alle tragen Mund-Nasen-Schutz. Mache ich also auch. Sicher ist sicher. Freundlich und respektvoll ist es auch.
Ich setze mich vor eine Bar und nehme einen Cortado – der ist heute mein Frühstück.
Dann geht es weiter durch die recht belebte Innenstadt. Die Markthalle wäre reizvoll, ich lasse sie aber lieber aus. Und ohne M* ist es eh nix wert.
Ich beginne zurück am Schiff Blog und Tagesvideo. Da wir um 14 Uhr auslaufen, möchte ich das Mobilfunknetz noch nutzen. Sonst gibt es gutes Internet erst wieder auf Madeira morgen früh.

Programm morgen: 7-17h oder 23h: Funchal / Madeira,
Gebucht: Levadawanderung und Camacha.

https://youtu.be/3huRQze_LiY

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Mo 22.11.2021 Kanaren #12 – La Gomera

Wir müssen einen Trimaran aus dem Hafen lassen, bevor wir in San Sebastian de La Gomera einlaufen können. Während ich mir das Rückwärtseinparken der Artania anschaue, telefoniere ich liebevoll mit M*.
Ich treffe H* beim Frühstück. Das ist bei Ausflugstagen Zufall, wird aber gern genommen. Meine ‚Wanderung im Nationalpark‘ startet um 08:50h mit zwei Bussen. Mein Reiseleiter ist Jose und er schnattert. Er erzählt viel Interessantes, ich bin aber heute mehr für Ruhe.
Das Wetter und die Sicht, sind fantastisch und der erste Fotostopp lohnt sich (Mirador de Roque de Ojila). Dann noch ein Stück und die Wanderung startet. Aber eigentlich bummelt sie. Jose bleibt an praktisch jeder Pflanze stehen und erklärt und erklärt. Ich würde lieber wandern. So stand es auf dem Zettel.
Der Wald hier ist nicht so zauberhaft, wie im Anagagebirge auf Tenerife, aber schlecht ist er auch nicht. Jetzt wandern wir mal ein Stück, bevor wir Bus 1 treffen und erstmal eine Pause machen.
Nach einiger Zeit sind wir dann den Hang hinunter und Jose entfernt das Gitter eines Weges, der in Bau ist, um da wieder hoch zu gehen. Jose ist wohl in Zeitnot geraten und will pünktlich am Schiff sein, er hat noch eine Gruppe heute Nachmittag zu führen.
Der Bauweg steigt recht ordentlich an und das Schnattern und die Gespräche sterben ab. Was für ein wunderbare Ruhe umgibt uns nun! Herrlich!
Oben am Hang ist ein Rasthaus und viele stürzen sich auf Kaffee und andere Angebote und ich frage mich, wovon sie wohl ausgehungert sind?
Ich stürze mich auf Finken. Es könnten Buchfinken sein, die sich auf Touristenkrümel stürzen. Putzige Tierchen. Das Tele liegt in der Kabine. Die ZV-1 muss reichen.
Dann geht es zur Laguna Grande, einer Waldlichtung mit Grillplätzen und einem Steinkreis.
Hinter der Lichtung ist der Parkplatz und Bus zwei fährt wieder schnatternd zurück.
Am Mirador ist nun Nebel und es fallen ein paar Tropfen. Glück gehabt heute früh.
Nach dem Mittagessen mit H* – sie hatte auch einen schönen Ausflug, gehts gleich ins Städtchen San Sebastian. Ich will dem postprandialem Knick entkommen.
Ich besichtige die schöne Kirche, gehe die Straßen rauf und runter und setze mich dann in den Park und rufe den Paten an. Wir bringen uns gegenseitig auf den neuesten Stand und erörtern die Weltlage und die Stöckchen und Hölzer. Nach über einer Stunde müssen wir weiter und ich habe auch einen Spar entdeckt und gehe nun LaGomerischen Käse kaufen. Das klappt und ich bringe die Beute nun frohen Mutes in meinen Kühlschrank an Bord.

Ich widme mich dann meinem Blog und dem Tagesvideo, als eine Durchsage auf die Kabine kommt. Was ungewöhnlich ist.
Der Kreuzfahrtdirektor sagt, es gibt eine Info auf Kanal 8 und wir möchten das Video bitte alle anschauen.
Okay. Kurzfassung: Es gibt 4 Impfdurchbrüche an Bord. Die Betroffenen sind isoliert und gehen morgen auf Tenerife von Bord. Bitte tragen Sie im Schiffsinneren Ihren Mund-Nasen-Schutz. Grund zur Panik bestehe nicht.

Ups. Alle an Bord sind geimpft. Wie das wohl passiert ist!? Nun ja. Wir sind weiter vorsichtig und hoffen, dass es nun nicht schlimmer kommt und wünschen Gute Besserung!

Abendessen wie immer und Kerlchenlektion VII. Wie nimmt man einen neuen WhatsApp-Kontakt ins Adressbuch auf und warum antworten T* und M* immer so schnell? H* hat jedenfalls mächtig Freude.

Ich schaue, dass ich Tagesvideo und Blog fertig bringe und rausjage, bevor das Mobilfunknetz in den warmen Atlantico plumst.

Programm morgen: 8-14h: Santa Cruz de Tenerife, nix gebucht. H* und ich wollen Schmuck kaufen. Hängt ein bisschen davon ab, wie weit der Laden von der Pier weg ist.

https://youtu.be/JWY17y1vi3A

Buchfink?

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So 21.11.2021 Kanaren #11 – Gran Canaria

Auch heute lasse ich mir den Sonnenaufgang nicht entgehen. Wir laufen gerade in Las Palmas de Gran Canaria ein. Eine große Stadt, ein großer Hafen. Die Mein Schiff 4 ist schon da. Auch die AidaMar liegt im Hafen.
Wir legen an und ich lasse den Trubel der Ausflügler von Bord, ehe ich mich nach einem Sonntagsfrühstück auch auf mache. Bis zur Kathedrale Santa Ana sind es über 5km Luftlinie, aber ich gehe es an. Einmal muss ich mir Wasser kaufen und bin kurz nach 12 in der Kathedrale. Es ist Gottesdienst, aber kein Domschweizer da, niemand verjagt mich – ich mag Toleranz. Die wenigen Touris, die in die Kirche kommen wissen sich zu benehmen und gehen nach ein paar Hinundherschwenk-Hochkantvideos still wieder.
Ich folge dem Gottesdienst. Hier darf mit Maske gesungen werden. Das ist wunderschön!
Zum Friedensgruß gibt es rundrum die Ghettofaust – das ist ja mal cool. Die Dame links von mir und die Familie rechts von mir geben mir die Faust, die kleine Tochter hat offenbar große Freude daran den großen grauen Mann zu boxen. So soll es sein!
Der Priester und ein Kommunionhelfer teilen Kommunion aus. Alles ruhig und mit Abstand – es sieht aus, als war es schon immer so.
Nach dem Gottesdienst besichtige ich die Kathedrale. Schon eine tolle und große Kirche. Hell, bunte Fenster und ein prächtiges Gewölbe.

Ich besichtige noch die Plaza de Espíritu Santo mit Springbrunnen, der auch Taubentränke ist.

Nun verspüre ich ein kleines Hüngerchen, welchen ich mit Queso a la Plancha – gegrilltem kanarischem Käse bekämpfen möchte. Ich finde eine abgeschmockte Kneipe, die Queso auf der Karte draußen hat und der Chef versichert mir, das sei der gegrillte Käse. Ich da rein – ich bin der einzige Gast. Queso hereño con mermelada kommt. Es sieht nicht aus, wie der Käse mit Mojo auf La Palma, schmeckt aber krass gut und es gibt warmes frisches Brot und Wasser sin Gaz dazu. Perfekt. Mit gutem Trinkgeld zahle ich 15€. Sicher besser, als an Bord.
Ich überlege ein Taxi zu nehmen und denke: Sport Sport Sport und gehe zu Fuß zurück. Es sind am Ende des Tages knapp 19km, die ich gelaufen bin. Damit bin ich zufrieden.
Ich beginne die Arbeiten an Blog und Video. Dann geht es mit H* zum Essen. Als alle weg sind mache ich H* „ein Internet“ und sie freut sich über WhatsApps und Videos und neue Katzenvideos. Es macht mir Freude, dass es ihr so eine Freude macht.
Jetzt warten wir auf das Ablegen und Auslaufen (wir müssen drehen im engen Hafenbecken) und was wohl Mein Schiff 4 und die AidaMar machen. Noch liegen alle schwer beleuchtet hier.

Programm morgen: 8-20: San Sebastián / La Gomera,
Gebucht: Wanderung im Nationalpark.

Cathedral de Santa Ana

Cathedral de Santa Ana

Cathedral de Santa Ana

Cathedral Santa Ana

Bitte recht freundlich

Casa de Colón

Las Palmas

Kunst

Warten auf das Ablegen.

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Sa 20.11.2021 Kanaren #10 – Fuerteventura

Maravilloso sagt Jose unser Guide. Recht hat er. Wunderschön! Ich stehe auf dem Calderón Hondo und schaue über Fuerteventura. Blauer Himmel, blaues Meer, ein Blick bis nach Lanzarote über eine braun bemalte Wüste mit erloschenen Vulkankratern. Besser geht es nicht.
Ich bin auf der Vulkanwanderung, Bus Uno. Jose ist unser Guide heute.
Gestartet sind wir in Lajares, ganz im Norden von Fuerteventura. Die Vulkanwanderung ist ein Rundweg um die beiden Kegel Montaña Colorada und Calderón Hondo. Auf guten Wegen geht es los. Die Temperaturen sind angenehme 20 Grad, die Sonne lacht und die Gruppe harmoniert, ist gut ausgerüstet und marschiert ordentlich. Wir steigen ein bisschen auf und überblicken Lajares und den Nordteil der Insel. Die Vulkane haben die rote Farbe von Eisenoxid, dazu Ocker, braun und schwarz. Flechten fügen ein helles Beige hinzu. Das Grün von Pflanzen fehlt völlig.
Wir besteigen den Calderón Hondo. Das geht ganz gut (runter ist schwieriger) und niemand fällt auf die Nase.
Der Weg zwingt ein bisschen auf die Füße zu schauen, aber wenn es möglich ist, schweift das Auge. Die Wüste hier hat schon was. Erinnert mich an Judäa.
Wir besichtigen einen Ziegenstall in Trockenbauweise und beenden dann den Rundweg nach weiten Ausblicken zum Meer und zum Faro del Tostón, dem Leuchtturm, der die Meerenge zwischen Lanzarote und Fuerteventura bewacht.

Auf war ich heute um 06:50h. Kurz vor Sonnenaufgang. Da wir strack auf Puerto del Rosario zuhalten, ist der Sonnenaufgang am Heck und das Licht auf Puerto und Fuerte ist so schön, dass man kaum weiß, was man zuerst genießen soll.
Ich nehme dann ein J*-konformes veganes Frühstück und bin zum Anlegen zurück an Deck.
Dann sind wir auch schon unterwegs. Wir sind die erste Gruppe, die das Schiff verlässt. Karge Insel, braune Wüste. Fast nie Regen …

Die Gruppe sammelt sich an der Bar und wir warten auf den Bus zur Rückfahrt. Ich rufe V* an. Ich unterstütze und ermutige sie. „Die, die es können, müssen es für die machen, die es nicht können!“

Ich lese in der Landschaft. Das mache ich gerne. Windräder, Wüste, Braunrote Vulkane.
Dankeschön für einen Tollen Ausflug.
Ich spüle den Staub von Gesicht und Händen und gehe zum Essen. Vegetarisch. Sardellen-Tappas.

Ein Päuschen bringt neue Kraft.

Weil die Liegezeit erst um 22:30h endet, drängt es mich nochmal zu starten und zum Strand zu gehen. Ich verlasse also den Hafen und gehe zur Playa Chica. Vielleicht so 1,5km.
Das Meer ist ruhig, wie ein Suppenteller aber schweinekalt beim Reingehen, M* würde sagen: Schön warm. Ich denke, es reicht, sich die Füße zu erfrieren.
Aber dann stehe ich da so im Wasser und denke: hmhm doch ganz angenehm und gehe ganz rein und schwimme ein paar Züge. Schön, schön.
Nun ist aber Schluß, ich möchte noch schreiben und das Tagesvideo schneiden. Ab zum Schiff.
Essen mit H*, wir verquatschen uns mit einer Dame über Corona und die Welt. Die Kerlchenlektion: App mit Gewalt beenden kommt zu kurz.
Jetzt noch schnell Blog und Tagesvideo hochladen, bevor der spanische Mobilfunk ins Wasser fällt.

Programm morgen: 8-22: Las Palmas / Gran Canaria, Gebucht war: Wanderung Bandama-Krater. Aber die Wanderung fällt aus. Ich habe „frei“.

https://youtu.be/tx2zpti1kO8

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Fr 19.11.2021 Kanaren #9

Zum Sonnenaufgang bin ich an Deck. Es ist still und wunderschön. Und der Wind ist weg und das Meer hat keine Runzeln mehr. Ich setze mich ins Heck und genieße das Farbenspiel am Himmel und auf der See.

Als Lanzarote am Horizont auftaucht, weht auch ein Stück Mobilfunknetz herüber und ich kann endlich die Mail mit dem Blog-Posting rausschicken. Mit dieser Mail und dem Bordinternet hatte ich mich gestern in der Nacht lange vergeblich abgemüht.

Ich gehe frühstücken. Obst, Tee, Croissant.

Dann wieder raus. Die Sonne wärmt mir den Rücken und Steuerbord voraus liegt Lanzarote und wird langsam größer. Ein Stück Wüste mit Fels und Berg im blauen Sandwich von Meer und Himmel.

Das Lotsenboot stürmt uns entgegen, während wir nur 3 Knoten Fahrt machen. Zwei Fähren müssen vor uns noch den Hafen verlassen. Dann biegen wir zwischen den Molen ein, passieren die AidaBlue, wenden und legen an.

Da unsere Ausflüge erst nach 14 Uhr starten, ist Zeit für das Mittagessen mit H*. Es gibt dabei noch ein paar Tipps für das Kerlchen und Hausaufgaben.

Wohlorganisiert, startet mein Ausflug ‚Welt der Vulkane‘. Thomas und Ann-Christine begleiten uns und machen ihre Sache sehr gut.

Wir fahren am Haus des Inselkünstlers und Umweltschützers César Manrique vorbei. Es ist sehr berühmt und Busse und Paxe bevölkern es.

Wir fahren zum Parque Nacional de Timanfaya und halten am Centro de Visitantes de Mancha Blanca.

Hier im Parque liegt eine Vulkankette, die zwischen 1730 und 1736 entstanden ist. Wir besichtigen auf kurzen Wanderungen zwei von Ihnen. Das geht mit Abstechern ins Gelände auf guten Wegen und im Gänsemarsch.

Ann-Christine zeigt Flechten (es gibt 180 verschiedene!), Einschlüsse von Olivinen und erklärt die Geschichte der Ausbrüche.

Der zweite Vulkan ist die Caldera de Los Cuervos (Rabenkessel). In diesen eingestürzten Krater kommt man bequem hinein und kann sich den Kraterrand, eine Höhle und die bizarren Felsen anschauen. Ein Falke kreist über uns. Was der wohl jagt hier?

Die Sonne geht unter und wir kehren zum Bus und zum Schiff zurück.

Abendessen mit H*, deren Ausflug suboptimal war. Ihr Reiseleiter war ein ehemaliger Busfahrer, der mehr von seinen Fahrzeugen, als von Lanzarote erzählt hat …

Als wir fast die letzten im Vier Jahreszeiten sind, legen wir noch eine Übungsstunde mit Kerlchen ein. Lektion heute: Mailbox abhören. Für die Hausaufgaben: Fotos machen und per Whatsapp versenden, gebe ich eine 2+. Gut gemacht H*!

Ich setze mich an Blog und Tagesvideo. Ich will sie rausschicken, bevor wir um 23:00h ablegen.

Programm Morgen: Fuerteventura. Gebucht: Vulkanwanderung um 08:35h.

https://youtu.be/82r8loRDGvs

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Do 18.11.2021 Kanaren #8 Urlaub auf See



‚Nichts müssen‘ ist Urlaub, ’nichts müssen‘ auf der Kreuzfahrt ist ‚Urlaub auf See‘. Das haben wir heute.

Ich bin zum Sonnenaufgang auf 5vorne. Aber Wolken und Sonne geben sich keine besondere Mühe und müssen sie ja auch nicht.

Ich gehe zum Frühstück. Obst und Tee – mein Ernährungsberater J* hat mich vor einseitiger Ernährung gewarnt.

Um 09:15 bin ich bei der ökumenischen Morgenandacht. Sie ist ein schöner Start in den Tag.

Ich treffe dann H* bei ihrem Frühstück. Obst, Joghurt und grüner Tee. Ob J* sie auch berät?

Um 10:00 ist Vortrag der Lektorin zu Lanzarote und Fuerteventura. Tolle Infos, tolle Tipps und super Bilder. Ich überlege mir, die R5 morgen auf die Wanderung mit zu nehmen, statt der ZV-1. Ich glaube, die R5 holt mehr raus.

Da England ausfällt, dürfen wir heute Ausflüge für Cherbourg buchen. Ich schwanke zwischen nixi, Bayeux und Mont Saint Michel. Nixi ist am ruhigsten, enthält aber auch ein ‚hätte ich doch besser‘. Bayeux bietet den Teppich, der die Schlacht bei Hastings illustriert, wo zwei meiner Opas gegeneinander gekämpft haben. Für einen Familienforscher eigentlich ein Muss. Zum Mont Saint Michel wollte ich schon immer mal wieder zurück kehren. Dagegen sprechen 5 Stunden im Bus …

Grübel, grübel.

Um 12 lädt Frau R* zum Umtrunk in die Pazifik Lounge. Vielen Dank. Sie rät auch zum Mont Saint Michel. Okay.

H* kommt und bringt das „Kerlchen“ mit. So heißt das iPhone, wenn es Dinge tut, die H* nicht möchte. Das Kerlchen hat sich gestern aufgehängt. Das Display als Eingabemedium ist ausgefallen. Ich konnte es gestern Abend uss der ‚Lammeng‘ tatsächlich nicht lösen. Ich war zweimal an der Stelle, wo der Countdown zum Notruf startet und dachte: Stoppe mal. Keine gute Idee, dass Lissabon die Kavallerie aufs Schiff schickt. Nach googlen in der Nacht war klar: Reboot erzwingen mit: kurz Laut, kurz Leise, Seitentaste, bis die Ärztin oder das Apfellogo kommt. Das Apfellogo kommt und H* nennt mich nun MEISTER.

Zum Umtrunk kommt nun Kreuzfahrtdirektor Klaus Gruschka. Wow. Er fragt nach Kritik. Ich lasse ein paar vor und sage dann, ich hätte eine lange Liste mit Vorschlägen, die wir auch gerne unter vier Augen besprechen könnten. Zu meiner Freunde und Überraschung, geht er darauf ein. Nach Madeira haben wir drei Seetage, da nimmt er sich Zeit für mich. Das spricht für Professionalität, weiter offen für Kritik zu sein. Ich bin beeindruckt und beginne sofort eine Liste im Kopf … (20 Pkt. bis jetzt)

H* und ich gehen Essen. Dabei logge ich ihr Kerlchen mit meinem Account in das Bord-WLan. H* jauchzt vor Freude und bald stehen zwei Kellner:innen bei H* und schauen ein Video von Tirza, was M* geschickt hat. Toll, wieviel Freunde moderne Kommunikation zu schenken vermag. (Und Katzenvideos.)

Ich schiebe eine Pause ein und bereite in Ruhe Blog und Tagesvideo vor.

Dann ist es schon wieder Zeit, um draußen nach dem Rechten zu sehen. Ein Frachter kreuzt unseren Kurs. Er fährt von Afrika nach Westen. Wohin mag seine Reise gehen?

Zweimal sehe ich kleine Vögel, groß, wie Meisen. Wo die wohl hinwollen? Und woher kommen sie?

Es ist angenehm warm und viele Paxe haben ihre dicken Jacken nur an, weil sie sie gestern anhatten. Man sieht auch schon T-Shirts.

Die Sonne geht unter. Ich setze mich ins Heck auf 5 und träume ein bisschen in die Landschaft, während Wolken vor der Sonne vorbei ziehen. Lange sieht es gut aus, aber dann stehen tiefe Wolken im Weg und heute gibt es keinen blauen Blitz. Vielleicht morgen oder übermorgen. Wer weiß!?

Heute ist Gala-Abend. Der Bekleidungsvorschlag ist natürlich: elegant. Das Gala-Dinner nehmen H* und F* natürlich im Vier Jahreszeiten ein, die große Musical Gala an diesem fulminanten Abend schenken wir uns (gerne).

Mal sehen, ob ich Blog und Tagesvideo noch durch das Schiffslahm-Net quetsche oder ob ich das morgen Mittag in Arrecife mache. 3h gegen 10 Minuten …

Ich liefere zu zwei Bildern von heute noch ein paar von gestern nach.

Programm morgen war: 7-21: Agadir / Marokko, Gebucht war Taroudant. Fällt aus.

Statt dessen: Lanzarote. Gebucht: Welt der Vulkane ab 14:10.

Und sonst:

Dankeschön für eine anonymes Kabinenpräsent! Der Spenderin oder dem Spender sei herzlich gedankt. Ich werde ein Bier in Harry’s Bar daraus machen.

https://youtu.be/1Ozo493VI4M

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Mi 17.11.2021 Kanaren #7 – Lissabon

9-19h: Lissabon / Portugal
Gebucht: Lissabon mit Altstadtrundgang

Ich bin 06:50 auf. Die Fahrt in der Morgendämmerung den Tejo hoch, will ich mir nicht entgehen lassen. Während die Kabine und ich die Morgenroutine abspulen, lädt das iPhone das Tagesvideo hoch. Ich flitze raus. Die „Ponte“ liegt in der Morgendämmerung vor uns. Eine riesige Hängebrücke – Typ Golden Gate – über den Tejo. Und daneben grüßt die Statue „Christo Rei“.
Als dann die Sonne über den Horizont klettert, leuchtet Lissabon im Morgenlicht und die goldene Sonne reflektiert mal hier mal da in der noch frühstückenden Stadt. Was für ein toller Anblick. Sicher ein Höhepunkt der Reise.
Wenn Lisboa frühstückt, mache ich das auch. Ich nehme heute mal das morgentliche Wikingergedeck mit Schinken, Käse und Zwiebeln und gequirltem Ei – gebraten, dazu Tee.

Um 09:15h geht es los. Wir gehen zum Bus. Die riesige Costa Diadema liegt hinter uns. Dicker Pott. Ich teste deren WLAN. Es ist sehr dünn, also nixi.
Unsere Reiseleiterin Joana begrüßt uns. Wir fahren nur ein paar Meter. Dann geht es durch schöne Gassen an der Catedral Sé Patriarcal vorbei, immer den Hügel hoch. Einen Aussichtspunkt von J* passieren wir ohne Halt und gehen weiter hoch.
Auf dem Hügel wartet das Castelo de São Jorge. Wir brauchen ein bisschen, bis Joana die Einreiseformalitäten erledigt hat und betreten ein altes Gemäuer. Bestechend ist der Blick über die Stadt, den Tejo und die „Ponte“.
Wir verweilen eine Weile, nicht ohne diverse Könige, Kriege und natürlich DAS Erdbeben von 1755 kennen gelernt zu haben.
Wir steigen nun Treppen und Gässchen und Gassen und Treppchen runter, um zurück zum Bus zu kommen.
Dann geht es nach Westen durch die Stadt und raus nach Belém. Dort ist das Mosteiro dos Jerónimos (Hieronymitenkloster). Es beherbergt u.a. den Sarkophag von Vasco da Gama und einen Kreuzgang. Wegen des Kreuzganges habe ich den Ausflug ursprünglich gebucht, dann wurde er gestrichen. Pech. Wir haben nicht viel Zeit und ich versuche in die Kirche des Klosters zu kommen, was trotz der Schlange am Eingang gelingt. Vasco ruht gleich links. Der Kreuzgang ist nicht zu erreichen.
Wir fahren zum Torre de Belém. Das zieht sich aber, weil ein Übergang für den Bus über die S-Bahn fehlt. Wir fahren fast 20 Minuten für netto 200m. Das hätte D* besser gemacht. Der Torre de Belém ist eines der Wahrzeichen von Lissabon. Als Leuchtturm am Tejo, begrüßte er die ankommenden Schiffe. Heute begrüßt er die Handyfotografen.
Nochmal in den Bus, um zum Padrão dos Descobrimentos (Denkmal der Entdeckungen) zu kommen. Auch da ist nicht viel Zeit. Es reicht aber für ein paar Bilder.
Mir wäre das Kloster, der Torre und das Denkmal zu Fuß und alles mit mehr Zeit lieber gewesen. Wahrscheinlich wäre ich schneller gewesen, als jetzt der Bus im dichten Verkehr. Aber et iss wie et iss. Die Ü70 Kunden:innen fanden es so sicher besser.
Wir fahren zum Schiff und sehen noch viel von Lissabon und erfahren viel von der eifrigen Joana.
Auf der Artania hat nur das Lido noch offen, wo sich alsbald Bus 8 zum Lunch einfindet.
Den Nachmittag arbeite ich zunächst am Blog und am Tagesvideo.
Als die Sonne sich neigt und Musik- und Bilderauswahl positiv erledigt sind, gehe ich mit der ZV-1 nochmal raus für ein paar Streetfotos. Der Praça do Comércio ist nicht weit und dieser Hauptplatz Lissabons ist immer ein Besuch wert.

Der weitere Plan für heute: Tagesvideo und Blog hochladen, bevor ich nur noch das Schiffslahm-Net habe. Dann ist Auslaufen mit Wettfotografieren an der „Ponte“, dann gibt es Abendessen im Vier Jahreszeiten.

Programm morgen: Urlaub auf See.

https://youtu.be/Xk7yZCAHEFQ

Kathedrale Sé

Lissabon und „Ponte“

Lissabon

Das Grab von Vasco da Gama

Die Klosterkirche

ditto

Fassade am Kloster

Torre de Belém

ditto

Das Denkmal.

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Di 16.11.2021 Kanaren #6 – Porto

Da wir die Uhren umgestellt haben, ist 7 Uhr garnicht so früh. Ich bin draußen und wir fahren auf die Küste zu. Die Sonne geht gerade auf und Himmel und Meer leuchten. Ich will gerade zum Frühstück gehen, da sagt eine SMS, dass das portugiesische Mobilfunknetz bei der Artania angekommen ist.

So lade ich Blog und Tagesvideo schnell hoch. Was in der Nacht endlos gedauert hätte (und ich war echt zu müde dazu), geht jetzt in 10 Minuten. Dann entspannt Frühstück. H* ist da und ich nehme mal Ham and Cheese and Onions zum einseitigen Omelette.

Draußen läuft das Anlegemanöver und wir legen in Leixões am Terminalgebäude an, was wie ein Hut von der Queen aussieht. Wir parken vorwärts ein, d.h. wir müssen beim Ablegen drehen. Unfassbar viele Möwen sind in der Luft und besonders viele fliegen über der Fischereiflotte. Was ein Anblick!

Um 08:30 sind die Leinen fest und um 09:00 startet unser Ausflug. H* und ich haben: Porto zu Wasser und zu Land.

Der Bus fährt an einem Prachtstrand entlang und biegt dann links ab und fährt den Douro hoch. Toller Fluß, schöne alte Häuser, die erste Brücke taucht auf und es ist bestes Kaiserinnenwetter. Porto liegt rechts des Flusses und Vila Nova de Gaia links. Verbunden sind die Städtchen durch mehrere Brücken. Sechs davon unterqueren wir mit dem Boot.

Vom Busparkplatz geht es ein paar Schritte durch das Ribeira Viertel am Fluss entlang und runter zum Anleger. Mehrere Busse voll Artania Passagiere tummeln sich, es findet sich aber für jede:n ein Plätzchen an Bord. Ich darf mit den Foto- und Videoleuten in den Bug. H* nimmt die Kabine.

Besonders ist die Ponte Maria Pia. Sie war 1877 die größte Bogenbrücke der Welt. Und Gustave Eiffel hat sie gebaut. Ich meine, das sieht man ihr an. Auch die anderen Brücken sind nicht schlecht, aber kühne Stahlbrücken mag ich besonders.

Nach 50 Minuten Douro rauf und runter, ist Schluss. Wir bekommen noch etwas Zeit und ich nutze sie für ein paar Bilder.

Dann folgt die Rückkehr zum Bus und die Panorama-Fahrt durch Porto. Vor der Buchhandlung, die J.K.Rowlings für Harry Potter wohl besonders inspiriert hat, ist eine Schlange, wie zu besten DDR-Zeiten. Vielleicht muss ich mal wieder kommen, wenn ich mehr Zeit mitbringe.

Nachdem wir viel gesehen und gelernt haben, geht es zum Schiff und zum Mittagessen.

Jetzt will ich mich mal um die Möwen und die Fischerboote kümmern. Ich marschiere aus dem Hafen und zur Fischerbootabteilung, werde auch lässig durchgewunken, aber am Pier ist Schluss, der nette Portugiese im Wachhäuschen sagt: No. Alles Lächeln hilft nicht.

OK. Ich gehe zurück und rufe H* an. Im Terminal ist ein freies WLAN und sogar Eduroam. Wir machen die zweite Übungsstunde, diesmal mit WhatsApp und PocketEarth. H* verschickt ihre ersten Textnachrichten und Bilder.

Um 18:00h legen wir ab, die Sonne ist gerade untergegangen und der blasse Mond verschönert das zarte violett des Abendhimmels. Möven umkreisen uns. Die Artania nimmt Kurs auf Lissabon.

Nach dem Abendessen kommt die Durchsage, dass es Neuigkeiten zu Dover und IJmuiden gibt. Auf Kanal 8 berichtet der Kreuzfahrtdirektor dann, dass wir wegen Corona England und Holland nicht anlaufen werden. Dafür bleiben wir länger in Funchal und legen in Cherbourg an. Pech. Drei Ziele der Reise sind jetzt geplatzt. Dazu kommt noch die Nachricht, dass meine Wanderung zum Bandama-Krater auf Gran Canaria ausfällt. Zu wenig Anmeldungen. Schade.

Programm morgen: 9-19h: Lissabon / Portugal, Gebucht: Lissabon mit Altstadtrundgang.

https://youtu.be/c4Hi-hDW9Vs

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