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Florians weblog

Bruder Klaus Kapelle

Verfasst von Florian Seiffert am 28. Oktober 2009

Wanderer, kommst Du nach Wachtendorf in der Eifel, dann siehst Du aus der Ferne vielleicht ein »Silo«:

Bruder-Klaus-Kapelle Wachendorf

Bruder-Klaus-Kapelle Wachendorf

Du kommst näher:

Bruder-Klaus-Kapelle Wachendorf

Bruder-Klaus-Kapelle Wachendorf

Kommst du noch näher, siehst Du, es ist kein »Silo«, jedenfalls keines für Getreide:

Bruder-Klaus-Kapelle Wachendorf

Bruder-Klaus-Kapelle Wachendorf

Auf einem Hügel, mitten auf dem Feld. Etwas sonderbar. Es paßt perfekt in die Landschaft. Man staunt und kommt näher.

Bruder-Klaus-Kapelle Wachendorf

Bruder-Klaus-Kapelle Wachendorf

Das Bauwerk steht auf einer Wiese, es ist hell von außen, aber dunkel von innen. Ruß an den Wänden, ein Rad als Meditationszeichen in der Höhe an der Wand. Das Bauwerk lädt zum Verweilen ein. Kerzen brennen, das Dach führt nach oben, man kann den Himmel sehen, Wasser ist auf dem Metall-Boden.

Bruder-Klaus-Kapelle Wachendorf

Bruder-Klaus-Kapelle Wachendorf

Bruder-Klaus-Kapelle Wachendorf

Bruder-Klaus-Kapelle Wachendorf

Das »Silo« ist ein Speicher für Gedanken. Eine Kapelle. Sie ist Niklaus von Flüe dem Heiligen Bruder Klaus geweiht.
Vielleicht ist es gut in der Woche zu kommen, dann ist es hier nicht so voll. Vielleicht reicht es auch bei schlechtem Wetter zu kommen, dann ist es sicher leer und ruhig und man kann hier seinen Gedanken nachhängen.

Es ist faszinierend, wie die Kapelle in die Landschaft paßt. Ein wunderbares Bauwerk. Eine Ehepaar aus der Gegend hat sie gebaut. Peter Zumthor ist der Architekt. Im Geist verneigt man sich, sie haben Großes geschaffen.
Wanderer, kommst Du nach Wachendorf, schau Dir in Ruhe die Bruder-Klaus-Kapelle an.

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requiescat in pace

Verfasst von Florian Seiffert am 4. Oktober 2009

Winfried Seiffert

Winfried Seiffert

* 14.05.1928 Beuthen / Oberschlesien
† 03.10.2009 Liestal / Schweiz

Winfried Maria Johannes Seiffert wurde am 14. Mai 1928 in Beuthen in Oberschlesien geboren. Er war das vierte von acht Kindern.

Der Krieg trieb seine Familie 1946 nach Bad Godesberg und dann weiter nach Köln Deutz. Zum Glück fand der Vater in schwerer Zeit eine Anstellung am Eduarduskrankenhaus und konnte so seinen Kindern Ausbildung und Studium ermöglichen. Winfried zog es zur Landwirtschaft, deren Studium er 1957 mit dem Doktortitel abschloss. Eine große Chemiefirma im Norden Kölns wurde Winfrieds Brötchengeber. Von 1958 bis 1988 war er dort ein loyaler und fleißiger Pflanzenschutzexperte, der seine Familie stets über die Karriere stellte.

Im März 1959 heiratete er seine Frau Lilo, deren Ehe der Herr mit fünf Kindern segnete. Die junge Familie zog 1968 von Stammheim nach Flittard, wo Kaplan Metternich Winfried als Vorsitzenden des Familienkreises und als Lektor gewann.

Winfried war seiner Familie immer ein besonderes Vorbild an Gottvertrauen und stets überzeugt, dass alles gut endet. Über seinen Tod sagte er: ”Wenn es soweit ist, werde ich ruhig die Himmelsleiter hinaufsteigen und sagen: Ad sum – Hier bin ich”. So hat er es wohl auch gemacht!

Er starb völlig unerwartet am 3. Oktober (2009) bei der Feier des 80.ten Geburtstages seiner Schwester in der Schweiz. Der Herr hielt sein Herz an, als er sich morgens den zweiten Schuh anziehen wollte. Es bleibt zu hoffen, dass er im Himmel nicht mit einem Schuh umherlaufen muss.

Seine Ehefrau Lilo, seine Kinder, Schwiegerkinder und Enkel lässt er traurig zurück. Wir hätten gern noch mehr Zeit mit ihm verbracht. Wir sind aber auch sehr dankbar, dass wir so viel Gutes zusammen hatten und wir freuen uns auf ein Wiedersehen, früher oder später mit ihm, mit Anselm und all denen, die schon vorangegangen sind.

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13.08.2009 – Brixener Höhenweg

Verfasst von Florian Seiffert am 13. August 2009

Es ist Wandertag. Mit der Seilbahn geht es den Berg rauf auf 2050 Meter. Bei prächtigstem Sonnenschein wandert es sich wunderbar die Höhenlinie entlang zur Ochsenalm, die hoch über dem Bacherhof am Berg liegt. Alle Leute, die mir auf dem Hinweg entgegenkommen, sagen ‘Grüß Gott’, auf dem Rückweg sagen alle ‘Bongiorno’.

Der Alpenhauptkamm:

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Franzensfeste mit dem Blick zum Brenner:

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Der Peitlerkofel:

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Von der Talstation der Seilbahn geht es zu Fuß zum Bacherhof. Berge, Licht und Sonne geben sich alle Mühe, mich mit praktischer Physik zu erfreuen.

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Da die Hubbies noch unterwegs sind, habe ich den schönsten Platz Südtirols für mich alleine:

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Morgen ist Packtag und Samstag geht es dann zurück nach Köln!

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12.08.2009 – Wiese, Brixen und Licht an

Verfasst von Florian Seiffert am 12. August 2009

Der Tag beginnt mit einem Ausflug in die Wiese. Hinter Tonis Pool beginnt das Leben im Kleinen. Es brummt und hüpft und immer wenn man gerade mit Kamera in Position ist, ist das Tier schon wieder weg. Nur wenige Viecher stellen sich nicht so an und lächeln nett in das Makroobjektiv.

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Am Nachmittag geht es nach Brixen. Da ich ein Fan von Kreuzgängen bin, ist der erste Weg dorthin. Der Brixener Kreuzgang ist voller Fans, die sich die Fresken anschauen und einfach nicht aus dem Bild gehen wollen. So kommen sie halt mit bei mir aufs Bild und ich bei denen.

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Der Brixener Dom ist auch ein Muß. Hier sind keine Fans und so ist das Bild viel leerer. Der Dom ist prachtvoll, glänzt an vielen Stellen golden und ist voller Bischofsgräber, die von schlicht bis sehr prächtig alles bieten. Sehr viele interessante Wappen sind zu bewundern, leider weiß ich nicht genug. Die Pänz bitten mich um eine Domführung, aber eine Menge Eisbecher verhindern das dann leider.

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Der Abend glänzt mit einer Sonnenstrahlen-Schau. Ich spare mir Teile des Länderspiels, um das einzufangen. Länderspiel hats immer mal, Sonnenstrahlen an Bergwiesen nicht so oft.

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Ein weiterer Sonnentag geht zu Ende. Ein paar Sternschnuppen und ein Forst-Bier beschließen den Tag (oder andersrum?).

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11.08.2009 – Marklhof

Verfasst von Florian Seiffert am 11. August 2009

Mit drei Freunden, geht es heute nach Girlan oberhalb von Bozen. Dort gibt es das leckerste Essen von Südtirol, finde ich. Meine Glanzlichter heute sind:

Trüffelschaum an Nußbrot:

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Geräucherter Hirschschinken und Wildschweinsalami mit Pilzen und Mousse von Apfelsahnekren:

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Beefsteak „Tartar“ mit Toastbrot und Butter:

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Rindsfilet gebraten mit grüner Pfeffersauce mit Kroketten und Spinat:

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Heidelbeer- und Preiselbeerhalbgefrorenes an Treberschaum:

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Bariquegereifter Grappa:

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Den Grappa trinke ich auf abwesende FreundInnen!

Und? Alle neidisch? Super!!

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10.08.2009 – Jagd nach dem Licht

Verfasst von Florian Seiffert am 10. August 2009

Ich habe eine Woche Überstunden abzufeiern. Und das feiert sich in Südtirol irgendwie anders als in Köln. Die Ferienfreizeit Hubbies-on-Tour ist mein Gastgeber. Als Ex-Leiter darf ich nach St.Leonhard (St. Andrä, Brixen) zu Besuch kommen. Ich verbringe den Sonntag auf der Bahn, die zwar eine kaputte Klimaanlage zwischen Köln und München spendiert, dafür aber pünktlich ist. Auch der Anschluß München Brixen klappt problemlos. Der HC (Hubbies-Chef) holt mich ab und strahlt mich an. Wir fahren zum Deppendanz und treffen dort Feffei und Weizen. Wir erfreuen uns an großen und leckeren Portionen und einem aufmerksamen Kellner. Auch der Empfang am Bacherhof ist herzlich und geht lang in die Nacht. Gute Stimmung, viel Gelächter, frauenfeindliche Sprüche – niicht Okay. Wer ist hier jetzt Frauenbeauftragter? Ist mein Nachfolger?

Der Morgen ist verregnet, die Wolken hängen tief, hin und wieder fällt Regen. Noch habe ich keine Lust Bilder zu machen. Kein gutes Zeichen. Der Nachmittag hellt sich auf und die Hubbies fahren zum Kloster Neustift. Die Klosterkirche ist mit einem Gitter abgeriegelt, das mag ich nicht – das Haus des Herrn sollte offen sein, oder? Ich streife durch die Anlage, mache ein paar Bilder – es wird besser mit der Bilderlust.

Der Abend kommt und damit die goldene Stunde. Jetzt gehts los – ich jage wieder das Licht! Das macht Spaß! Sonne, Berge und Wolken geben ein kleines Schauspiel zur Begrüßung. Das geht noch besser, ich will aber nicht klagen. Mit dem 400mm-Objektiv hoch über Brixen liege ich auf der Lauer:

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Der Abend bringt ein Gewitter mit ordentlichem Wetterleuchten. Die Frequenz ist nicht so hoch, dass Langzeitbelichtungen Erfolg versprechen. Aber eines Tages gelingt mir das Einfangen eines Blitzes.

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Bildbearbeitung Geirangerfjord

Verfasst von Florian Seiffert am 15. Mai 2009

Ich werde öfter gefragt, wie ich denn die Bilder bearbeite, dass sie so aussehen, wie ich sie dann auf flickr veröffentliche.
Heute will ich anhand eines Beispiels mal zeigen, was ich genau mache und ich will auch versuchen zu erklären, warum ich das mache.

Meine Kamera, eine Canon 50D habe ich so eingestellt, dass sie Bilder im RAW-Format macht, gleichzeitig speichert die Kamera ein kleineres Bild als JPG. Mit dem kleineren JPG-Bild habe ich während der Hurtigruten gearbeitet. Die Bilder im Blog sind so gut wie alle Verkleinerungen und Beschneidungen aus diesen JPGs. Jetzt wo ich etwas mehr Zeit habe, nehme ich die RAW-Bilder, das sind im wesentlichen die Gesamtdaten, die der Bildprozessor liefert in einer Datei abgespeichert. Mit Software, die zur Kamera gehört kann man nun diese RAW-Bilder bearbeiten. Und zwar verlustfrei!! Das heißt ich kann nachträglich die Blende (Helligkeit) des Bildes um 2 Stufen hoch oder runter drehen. D.h. ich kann sozusagen das Bild nachträglich anders belichten.
Klasse auch der nachträgliche Weißabgleich. Ich kann mit der Software festlegen, welcher Punkt im Bild weiß sein soll. Das spielt z.B. eine Rolle, wenn man Bilder bei Kerzenschein gemacht hat. Solche Bilder sind fast immer sehr gelb bzw. rotstichig. Während das Gehirn eine weiße Tischdecke bei Kerzenlicht immer noch weiß aussehen läßt, sieht die Tischdecke auf dem Bild gelblich aus. Mit dem nachträglichen Weißabgleich kann ich die Tischdecke auch auf dem Bild weiß aussehen lassen.
Die Verarbeitung der RAW-Bilder ist zeitintensiv, deswegen ging das auf der Reise nicht.

Mit dem RAW-Bildern kann man auch etwas machen, was abgekürzt HDR heißt. HDR steht für High Dynamic Range. Kurz geht es darum, den hohen Dynamikumfang eines Bildes per Software so zu reduzieren, dass helle und dunkle Stellen gut sichtbar werden. Ich benutze Photomatix, um den Dynamikumfang von RAW-Bildern zu reduzieren.

Ich habe mir perl-Skripte geschrieben, die die Handhabung so vereinfachen, dass alle Bilder eines Tages in einem Rutsch von RAW zu HDR umgerechnet werden können. Das dauert meist eine Nacht, d.h. je nach Menge so 8 – 10 Stunden.

Damit das alles nicht so theoretisch bleibt, zeige ich, wie es aussieht:

Original JPG

Original JPG

Dieses JPG zeigt den Geirangerfjord von einer Aussichtsplattform. Das Bild zeigt sehr helle Stellen am Himmel und sehr dunkle Stellen am Felsen unten links. Das Wasser des Fjords, die Rauchwolken und der Wasserfall der sieben Schwestern ist gut belichtet, der Himmel ist zu Hell, der Felsen zu dunkel. Wer auf der Aussichtsplattform gestanden hat, erinnert sich, dass das Auge noch Details am Himmel und auch Details am dunklen Felsen auflösen, also sehen und unterscheiden konnte.


Original HDR (Photomatix)

Original HDR (Photomatix)

Beim HDR-Bild, sieht man, dass Details am Himmel und am Felsen besser zu sehen sind, als beim JPG. Das liegt daran, dass die Kamera beim berechnen des JPG aus den Bildinformationen des Bildsensors Informationen wegschmeißen muß.


Um aus dem Bild ein kleines Kunstwerk zu machen, was dem, was man auf der Aussichtsplattform im Auge bzw. im Kopf gesehen hat, besser entspricht, benutze ich das Bildbearbeitungsprogramm GIMP, the GNU Image Manipulation Program unter Linux. Es geht aber auch unter Windows und es geht auch mit jedem anderen besseren Bildbearbeitungsprogramm.

Diesmal beginne ich damit das HDR-Bild in seine RGB (d.h. Rot, Grün, Blau) Anteile zu zerlegen. Mit GIMP ist das ein Knopfdruck. Wir erhalten drei Bilder in Schwarz-Weiß, die die rot-, grün- und blau-Anteile des Originals enthalten. Man kann sich das so vorstellen, dass man nachträglich einen Schwarzweißfilm einlegt und je einmal mit Rot-, Grün- und Blau-Filter belichtet:

HDR zerlegt in RGB: rot

HDR zerlegt in RGB: rot

HDR zerlegt in RGB: grün

HDR zerlegt in RGB: grün

HDR zerlegt in RGB: blau

HDR zerlegt in RGB: blau

Wie die Kenner der Schwarz-Weiß-Fotografie wissen, gibt der Rotfilter die besten Kontraste, macht den Himmel dunkler (da ist weniger rot drin) und sieht insgesamt dramatischer aus.
Wir arbeiten deswegen mit dem roten Bild weiter. Das ist aber natürlich Geschmacksache.


Wir nehmen das ‘rote Bild’ und fügen es als eigene Ebene über dem Original-HDR ein. Wir haben jetzt also zwei Ebenen. Eine enthält das HDR-Original, die zweite das Schwarz-Weiß-Bild mit dem Rotanteil (das ‘rote Bild’). Man kann sich vorstellen, dass man zwei Dias hat und die in GIMP nun übereinanderliegen.
Jetzt verknüpfen wir die beiden Ebenen durch ÜBERLAGERN. Unser Programm GIMP berechnet nun aus beiden Ebenen mit einem Algorithmus der Überlagern heißt ein neues Gesamtbild:

HDR mit rot überlagert

HDR mit "rot" überlagert

Das ist schon ganz gut, oder?


Ich bin aber noch nicht ganz zufrieden und probiere noch die Verknüpfung der beiden Ebenen mit MULTIPLIZIEREN. Das Ergebnis ist meist intensiver, aber auch dunkler und ich werden sicher wieder gefragt, ob das Wetter schlecht war oder ob es in meinem Herzen so düster ist, wie auf dem Bild.

HDR mit rot multipliziert

HDR mit "rot" multipliziert

Aber nix da. Ich finde das Bild genau so klasse! So sah es auch in meinem Kopf aus, als ich das Bild aufgenommen habe. So finde ich es gut, so lade ich es jetzt bei flickr hoch und freue mich auf die Kommentare meiner Freundinnen und Freude und mit etwas Glück landet es unter den 500 Besten des Tages (Explore). Das ist ein Grund sich nochmal zu freuen!


Kunstwerk?   So aus der Kamera

Original oder Kunstwerk?

Und für alle, die ‘Bildmanipulation’ doof finden, schaut nochmal, welches der beiden Bilder hier euch besser gefällt. Die Version ’so aus der Kamera’ oder die bearbeitete Version!

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Tag 13 – Kölle

Verfasst von Florian Seiffert am 1. Mai 2009

Zurück in Kölle

Königskrabben sind gefährlich. Zwei Dosen Königskrabbenfleisch bringen mir und André eine gründliche Durchsuchung am Check-In in Bergen. Andrés Schuhe werden sogar durchleuchtet. Wahrscheinlich ist Königskrabbenfleisch explosiv und man kann damit Flugzeuge entführen, oder?

Die Rückreise klappt sonst reibungslos. Die Lufthansa bringt uns von Bergen nach Frankfurt. In Frankfurt bringt uns ein ICE ohne Lufthansawagen nach Köln. Ein Kompliment an die Bahn! Wir können zwei Züge früher fahren. Ein Zugchef am Bahnsteig in Frankfurt läßt sich überzeugen, die Bordkarten Bergen-Frankfurt-Köln zu akzeptieren – obwohl er sowas noch nie gesehen hat. Er behält die Bordkarten als Beleg und wir sind schon um 16:41 in Köln.

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Nochmals Dank an die vielen Leserinnen und Leser. Dank an das Reisebüro meines Vertrauens! Dank für die vielen Kommentare und Komplimente für meine Bilder. Das hat mich sehr gefreut!
Danke André, danke Jörg – wir sehen uns!

Der Rest:

  • Schritte: 4163 – 3.12 km
  • Temperatur Frankfurt: 12 Grad
  • Zahl meiner Bilder insgesamt: 3210
  • Besonders schöne Bilder unserer Reise gibt es bald unter: http://www.flickr.com/photos/seiffert/ täglich eins.
  • Liebe Dörte,
    nein, man ist nie zu jung für diese Reise! Aber es stimmt schon. Rüstige und im Kopf helle ältere Damen und Herren dominieren. Bis Kirkenes, waren wir als Mitt-40er die Jüngsten. Mich hat es nicht davon abgehalten zu genießen. Und das wird es auch nicht bei meiner nächsten Reise, wenn ich wiederkomme nach Bergen, um ein Schiff der Hurtigruten zu besteigen, um das Licht zu jagen:

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Tag 12 – Rückkehr nach Bergen

Verfasst von Florian Seiffert am 30. April 2009

Rückkehr

Hurtigruten läßt nochmal Spiegelei mit Speck springen, Norwegen glänzt mit Kaiserwetter.

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Für die Schären vor Bergen genau richtig. Nur, daß wir bis 10 Uhr die Kabine geräumt haben müssen, erinnert daran, dass es heute irgendwie anders kommt, als die letzten 11 Tage. Ich werfe den Koffer zu, stelle ihn an den Aufzug, dann mit Kamera und noch einem Kaffee auf Deck 9. André kommt nach, Jörg ist schon da. Er strahlt, André ist dick verpackt und macht noch ein Nickerchen. Ich fange ein, was Norwegen so bietet. Blau und besonders blau dominieren gerade. Ein Seeadler gibt sich die Ehre und ich schaffe es, das Tele auf die Kamera zu bauen, bevor er weg ist.

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Die meisten Reisenden sehen entspannt aus, viele liegen in der Sonne und lächeln wach oder im Schlaf. Als es zu kalt wird, Wind und Wolken kommen auf, ziehen wir um in „10 vorne“. Als Bergen nur noch eine Stunde entfernt ist, gehen Jörg und ich runter zu Deck 6 – unser Stammplatz. Das Einlaufen nehmen wir hier ab. Als Karlson vom Dach sein Tröööt, Tröööt, trött, Tröööt macht, könnte ich heulen. Ich freue mich zwar wie jeck auf Maren – aber es ist so viel Schönes nun zu Ende und das will angemessen mit einer Träne im Auge veranschiedet werden. Rechts und links von mir ernste Gesichter, keine Kamera klickt. Wir warten alle das Ende des Rituals ab. Die M/S Trollfjord wendet und parkt rückwärts ein. So kommt der Eingang zum Kai zu liegen und es geht heute abend auch schneller wieder los.
Unser Gepäck kommt per Gabelstapler aus dem Laderaum und wird ins Terminal gebracht. Wir folgen, als das Gedränge aufhört. Ein letztes Mal zeigen wir die Bordkarte dem Laserscanner – wir werden ausgebucht – aus die Maus. Im Terminal fallen mir ne Menge organisatorische Verbesserungen ein, aber ich lächeln und fische meinen Koffer vom Band. Dann zum Bus und ins Hotel – alles reibungslos. Der schweigsame, alleinreisende Franzose, der eines Tages plötzlich Faxen gemacht hatte, nachdem ich ihn Tags zuvor morgens mit einem freundlichen „Bonjour Monsieur“ gegrüßt hatte, ist auch im Stranhotel. Das Zimmer ist groß und geht zum Hafen raus.

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Wir stürzen uns ins Gedränge. André sieht bleich aus, ihm ist nicht gut, er kehrt um und Jörg betreut ihn mit Pillen und guten Worten. Da ich nicht helfen kann, klappere ich die Glanzlichter Bergens ab, mache Bilder und lerne Norwegens zweitgrößte Stadt kennen.
Ich treffe erst auf zwei Knirps in Marine-Uniform mit Klabüs, dann auf vier Jugendliche auch so „verkleidet“. Was ist hier los? Hinterher!

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Ich bin, wie ich dann rausfinde auf das Nordnæs Bataillon gestoßen, wohl sowas, wie die hiesigen Schützen. Ein Haufen Trommeln, ein paar verunglückte Hornsignale, Militärische Figuren und Manöver und jede Menge Engagement. Ein Knirps flitzt plötzlich zum Kai, der gleich hinter der Baracke liegt. Und ehe ich raushabe, ob das nun zu der militärischen Übung gehört, pinkelt er ins Hafenbecken. Bei Schützen in Köln ist das nicht erlaubt …

Per SMS verabreden wir uns dann, um an einer Landzunge das Auslaufen der M/S Trollfjord zu beobachten. Jörg und ich sind überrascht, dass unser Schiffchen einen falschen Kurs steuert. Es fährt nicht geradeaus, den Fjord Richtung Ålesund, wie es sich gehört und wie wir gefahren sind, sondern es biegt links ab, Richtung Stavanger. Meuterei auf der Brücke? GPS kaputt? Umleitung? Keine Ahnung!

Hunting the Light

Aus den Bildern, die ich schon zu flickr hochgeladen habe, habe ich ein Abschiedsvideo gebastelt. Das ‘Hunting the Light’ ist aus dem Treppenhaus unseres Schiffchens übernommen:

Und sonst?

  • Abendessen: Fritten und Burger – heute bitte mal kein Fisch!
  • Bar, Bier, Blog
  • Schnelles WLan im Hotel! Super!
  • Schritte: 22641 – 16.98 km
  • Temperatur: 18 Grad
  • u18ukkkF*


Ausblick auf Tag 13 – heimwärts

  • 09:40 – Transfer zum Flughafen Bergen
  • 12:45 LH3127 Bergen – Frankfurt
  • 17:09 LH6822 (ICE) Frankfurt – Köln
  • 18:05 kkk

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Tag 11 – Molde

Verfasst von Florian Seiffert am 29. April 2009

Leuchtturm

Ich stehe um 04:45 Uhr auf, um den Leuchtturm zu fotografieren, den meine Schwester sich von dem nordgehenden Foto als Bildschirmhintergrund installiert hat. Aber meine Navigation stimmt nicht – sie setzte auch konstante Schiffsgeschwindigkeit voraus. Der Leuchtturm ist nicht zu sehen. Aber ein klasse Morgenpink. So bilde ich halt dieses ab, bevor ich wieder in meinem Bett verschwinde.

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Kristiansund & Molde

Der Tag beginnt in Trondheim grau in grau und steigert sich zu einem ernsthaften Konkurenztag zu dem Lofotenlicht. Was nur für ein zauberhaftes Licht. Ich jubiliere innerlich, bis mir schwindelig ist. Ich bin fast die ganze Zeit draußen. In der Sonne und ohne Wind ist es super angenehm. Die Decks füllen sich, alle genießen die Luft, das Blau, das Licht, die Sonne, das Silber. Im Laufe des Tages fülle ich meine 8GByte Speicherkarte und ich hätte auch zwei davon voll bekommen.

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Die Farben, die heute dominieren sind blau und silber. Mit sinkender Sonne kommt gold, später rot dazu. Ich setzte mich noch einmal ins Jakcuzzi und genieße paddelnd und blubbernd, die Pracht von Norwegen, der Sonne und dem Meer.

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Ein wunderschöner Halt ist in Kristiansund. Ein klasse Städtchen, verteilt auf mehrere Hügel. In der Mitte der Hafen. In jedem Fall ein längerer Besuch wert.

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Das Licht endet heute in Molde. Dort ist abends die Schiffsbegegnung. Diesmal kommt nordgehend die Richard With. Tröööt. Viele Bilder mit der inneren Kamera, eins für euch:

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Zum Abendessen muß ich noch ein Wort verlieren. Es gab: Kürbissuppe mit grünem Kardamom und Kürbiskernöl. Gedünstetes Heilbuttfilet, Polenta-Püree mit Karpern, Chablis-Soße, Ääpele. Pflaumen-Mousse auf Knusperteig, Schokoladen-Soße.

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Die Kürbissuppe sah zwar klasse aus, aber sie war dünn und irgendwie syntetisch, fand ich. Die Kürbissuppe zu Hause nach hessisch-sülzer Art ist mir 1000 Mal lieber!

Dank

Wir wissen nicht, ob ich morgen im Hotel in Bergen ein Internet haben werde. Deswegen verabschieden die 3 Trolle vom Fjord und die hurtigen Helden sich jetzt schon mal von euch. Ich danke den vielen Leserinnen und Lesern und ich danke für viele freundlichen Kommentare. Vielen herzlichen Dank! Besonderer Dank gilt unseren Lieben zu Hause, die so lange ohne uns ausgekommen sind: Bärbel, Lisa und Maren! Super Mädels!

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Ich probiere morgen und übermorgen von der Fortsetzung bzw. dem Ende der Reise zu berichten. Ich werde auch noch den ein oder anderen Beitrag zu meinen Bildern hier veröffentlichen. Damit die Freundinnen und Freunde von Norwegen-Hurtigrutenbildern die besonders schönen Bilder in hoher Auflösung finden können. Schaut also wieder rein!

Haut rein, machts gut
F*

  • Schritte: 12121 – 9.09 km
  • Temperatur: 12 Grad
  • DbmblSmbizzkkkF*

Ausblick auf Tag 12 – südgehend

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